Kretschmann und die eMobilität

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Dornfelder10 » 2. Jul 2017, 12:36

trimaransegler hat geschrieben:Und wo kommen die ganzen billigen Akkus dann irgendwann her :o


Aus den "Gigafactories" die in den nächsten Jahren gebaut werden. Wenn sich Deutschland weiterhin so blöd anstellt gibt es bei uns leider keine davon.

Gruß

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von trimaransegler » 2. Jul 2017, 13:27

Glaubt ihr wirklich, Tesla versorgt andere Autofirmen mit ihren günstig produzierten Akkus aus den GFs?? Die brauchen die weitgehend selbst. Unsere OEMs machen sich überhaupt keine Gedanken, wo die ganzen Zellen herkommen sollen, da sie immer nur ein paar Autos zum vorzeigen bauen. Wenn die Chinesen 20% E-Quote vorschreiben, sehen alle deutschen OEMs so richtig alt aus - und dann will ich das Gejammere um die Arbeitsplätze und den Ruf nach staatlicher Unterstützung gar nicht hören :(
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

Wer einen Tesla über meine Empfehlung bestellen möchte, hier der link: http://ts.la/drfriedhelm6242
 
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Cupra » 2. Jul 2017, 13:34

Ist die erste GF denn schon fertig bzw. produziert die wie gewünscht?
Irgendwo hab ich ja gelesen dass 2020 ja schon in Europa auch eine laufen soll.. in 18 Monaten von 0 auf laufende GF das nenne ich mal sehr.. noja... sagen wir mal blauäugig. In der Zeit kommt ja kaum die Baubewilligung durch... :D
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Dornfelder10 » 2. Jul 2017, 14:02

Cupra hat geschrieben:Ist die erste GF denn schon fertig bzw. produziert die wie gewünscht?


Fertig ist sie nicht - aber sie produziert wie gewünscht. Es war auch nie geplant dass die 2017 fertig ist sondern es war von Anfang an 2020 das Ziel.
https://www.tesla.com/sites/default/fil ... actory.pdf

Cupra hat geschrieben:Irgendwo hab ich ja gelesen dass 2020 ja schon in Europa auch eine laufen soll.. in 18 Monaten von 0 auf laufende GF das nenne ich mal sehr.. noja... sagen wir mal blauäugig.

Was für eine komische Zeitrechnung hast Du denn? Bis Ende 2020 sind es noch 42 Monate. Für die GF1 sind die ersten Erdarbeiten vor nicht mal 36 Monaten gelaufen. Die folgenden GFs werden zu großen Teilen Kopien der GF1 werden. Da geht die Inbetriebnahme mit Sicherheit schneller.

Cupra hat geschrieben:In der Zeit kommt ja kaum die Baubewilligung durch... :D

Ja, darum habe ich oben geschrieben dass das in Deutschland nix wird.

Gruß

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von teslacharger » 2. Jul 2017, 17:04

GalileoHH hat geschrieben:Im Übrigen ist die Reichweite bei Tesla in den letzten 5 Jahren deswegen gestiegen, weil man einfach größere Akkus in die Autos gebaut hat.

Nö, das kann man so nicht stehen lassen. Das Akkupack blieb immer gleich groß, es wurden allerdings mehr Zellen reingepackt bzw. deren Energiedichte gesteigert. Das zeigt sehr schön, wo die Richtung hingeht. Sorry für OT. ;)
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 2. Jul 2017, 17:19

Wir brauchen zwingend eine SOLIDE Förderung für E-Autos... Das Problem ist doch dass man aktuell mit der Prämie die Leute zu denen schickt, die das ganze verhindern wollen. Es wäre genauso, man hätte 2004 PV Anlagen nur von EnBW, EON und RWE bekommen...

Schade finde ich, dass sich noch kein weiterer Player am Markt etabliert hat, so wie es Lars prognostizierte. Der würde vielleicht auch andere Vertriebskanäle nutzten..

Es ist für mich unverständlich warum gerade in Stuttgart es keinen ordentlichen Rollout für Ladesäulen gibt. Es braucht einfach viele Stellschrauben die EV Fahren leichter macht... die EnBW Tarife sind da sicher KEINE gute Sache! Ich glaube nicht, dass Herr Kuhn das versteht... Und bei Herrn Untersteller wäre ich mir da auch nicht so sicher...
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von M3-75 » 2. Jul 2017, 17:48

Das Geld wird mit den Autos verdient nicht mit den lade Säulen und solange es die nicht gibt, bleibt es ein henne-ei Problem.
Jedenfalls wäre ich nicht begeistert, 30-500% Aufpreis auf den Strom bezahlen zu müssen beim täglichen pendeln wird zu Hause geladen.
Für den Anfang könnte man mal das eichgesetz anpassen.
 
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Cupra » 2. Jul 2017, 17:56

Kann es eventuell daran liegen (okay, politisch ausgeschlachtet wird eh alles) dass man e-Mobilität aufgrund des ganzen Affenzirkuses in den Medien rund um Tesla quasi mit der Marke verbindet und daher auch quasi die elitären 10.000 die sich sowas leisten können? In der breiten Masse ist bezahlbare (ja ich weiss, wirklich bezahlbare e-Fahrzeuge gibt es noch nicht) Elektromobilität nicht angekommen. Auch wenn ich mich so umhöre wird das Elektroauto mit 2 Punkten genannt.. Tesla und reiche Säcke und Firmen die sich das leisten können und dann auch noch gegenüber dem arbeitenden Volk jede Menge Privilegien haben wollen. Da kaufen sie Autos für 100k bis 150k und wollen noch Steuerfreiheit und gratis tanken.. Die Nase oben im Himmel und dem kleinen Arbeiter vorschreiben was er zu kaufen hat und wenn er es nicht tut ist er ein ganz böser Mensch der alle anderen vergiften will...
Damit lässt sich politisch sehr gut arbeiten und keiner der wirklich weiter kommen will wird es sich mit der Masse verscherzen wollen. Ausser den Grünen, welche leider meistens viel zu radikal sind und dann auch wieder zu der Oberschicht gehören.. Da kann dann die radikale Forderung nach mehr Elektroautos schon mal nach hinten los gehen. Nur so nen Gedankenansatz...
Zu den PV Anlagen sag ich lieber nichts, hab zwar eine aber würde sie nicht nochmal montieren, zumindest nicht unter den Voraussetzungen, leeren Versprechungen und den effektiven Resultaten. Mit dem Geld hätte man für die Umwelt gescheiteres machen können....

@Dornfelder
Ups, japs, hab da ein Jahr vergessen. Bis Anfang 2020 sind es natürlich noch 30 Monate. Aber auch in der Zeit bekommt man kein Batteriewerk auf die Outputleistung... Egal was man verbietet und macht....
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 2. Jul 2017, 19:12

GalileoHH hat geschrieben:Meine Frage ist damit auch beantwortet, denn was Du sagst, ist: Verbote sind super, super super, zumindest solange sie nicht mich betreffen. In 13 Jahren wird die Entwicklung schon weit genug vorangetrieben sein und ich kann 2030 schließlich 30.000 € für ein Auto ausgeben, das wird schon passen. Was mit den anderen Leuten ist, wen juckt es?
Wenn ein Verbot aber sofort und für alle Verbrenner gelten würde (wie in meinem Beispiel gefragt), dann wären Verbote auf einmal nicht mehr so super, denn dann müsstest Du selbst ja auch zu Fuß gehen.

Was in 2030 ist, weiß kein Mensch, Dich eingeschlossen, auch wenn ein Teil Deiner Hypothesen machbar klingt. Wie OSE aber bereits 38x sagte, geht es hier um Wählerstimmen. [...]

Und wenn eine Chance besteht, so klein sie auch sein mag, dass diese Menschen in 13 Jahren kein Auto mehr fahren können, dann wird die Mehrheit von ihnen das Kreuz in DIESEM September nicht bei den Grünen machen, denn JETZT wird gewählt und nicht 2030. [...]
Ich hätte in dem Szenario "in sechs Monaten keine Verbrenner-Neuzulassungen" auch nicht das Problem, zu Fuß gehen zu müssen, ebensowenig alle anderen Fahrzeughalter, es geht um NEUWAGEN-Zulassungen, nicht um Gebrauchtwagen.
Und jeder der nun ein neues Fahrzeug kaufen wollte, müsste eine elektrische Alternative wählen. Der Markt wäre dazu heute bereit, wenn auch nicht in den dementsprechenden Stückzahlen, in 13 Jahren sehe ich das weit weniger kritisch.

Wenn es nur und einzig um Wählerstimmen geht, warum lässt man sich dann nicht zu billigen Parolen hinreißen, die unheimlich verlockend und einfach klingen? Politik verfolgt Zukunftspläne, wenn man eine planbare, umsetzbare Zukunft anpeilt, zum Vorteil der Bevölkerung und zur Abwendung von Schaden, warum soll man dann nicht diese Pläne weiterverfolgen?
Und weiter gedacht, wie ist es mit dem Atom- und Kohleausstieg? Das ist praktisch nichts anderes, als ein Verbot oder Rückgang ab dem Jahr-x, nichts anderes, als dieses grüne Urthema würde im Fahrzeugmarkt Anwendung finden. Förderungen gehören klar dazu, um eine junge, bessere Technologie anfangs zu stützen.
Förderungen sind auch kein Selbst- und Alleinzweck, sie sollten immer in Kombination mit etwas schlechter gestellten erscheinen, damit das Moment der Veränderung auch Wirkung zeigt. Planbarkeit und ein üppiger Zeithorizont dienen dazu, dass kein Bürger Angst um sein Hab und Gut haben muss.

Und weil's mir heute bereits stinkt weiter einen Verbrenner zu fahren, so sieht mein persönlicher Zeithorizont derart aus, in zwei bis drei Jahren vollelektrisch zu fahren. Ich möchte nicht Wasser predigen und Wein trinken und ich verurteile keinen der aus seinen finanziellen Mitteln kein eAuto heute kaufen kann aber auf der andern Seite hab ich auch kaum Verständnis dafür, heute für einen neuen Verbrenner 30k Euro und mehr auszugeben, es gibt genug Gebrauchtwägen, die nicht neu produziert werden und genauso funktionieren.
Es muss auch nicht immer neu sein, Dinge die repariert werden, die gepflegt werden, schaffen im Allgemeinen bereits eine Ressourcenschonung.

Alles Gute!
Die Zeit lässt sich nicht aufhalten.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 3. Jul 2017, 10:39

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