Kretschmann und die eMobilität

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 27. Jun 2017, 16:56

OS Electric Drive hat geschrieben:[...] Dazu muss aber alles passen! Ein Verbot schafft keine Wählerstimmen!!
Und dagegen setze ich wieder: warum funktioniert es dann in Norwegen oder den Niederlanden?

Du sagt immer wieder "Kein Verbot! Kein Verbot! Kein Verbot!", schlage vor, was besser wäre, sage, was sich ändern muss. Ebenso wurde mehrfach Beispiele Richtung Glyphosat, verbleites Benzin, FCKW usw. aufgeführt, war es dort nicht auch besser, solche Bestandteile besser zu untersagen?

Jede zusätzliche oder schärfere Besteuerung von Verbrennern käme einer Bestrafung gleich und wir sind uns da doch einig, dass man emissionsfreie Mobilität (immer das mit dem "lokal" im Kopf), in der Attraktivität fördern und CO2-, Feinstaub- und Stickoxid-Schleudern unattraktiver gestalten soll. Bis dass man sie nicht mehr kaufen will oder kann. Das ist eine kontrollierte Subvention zum Besseren hin.

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von OS Electric Drive » 27. Jun 2017, 18:08

Dann schlage doch mal eine Wette vor wie viele Stimmen die Grünen erreichen werden. Was interessiert mich Holland wo es fast zu einer rechten Regierung gekommen wäre oder Norwegen die keine Autoindustrie haben.

Für Grüne Themen braucht es Grüne Stimmen... wenn das schwer zu verstehen ist redest du wohl mit nicht vielen...
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 27. Jun 2017, 18:49

Wir drehen uns hier im Kreis, ich frage danach, was der bessere Weg wäre, als "2030", du antwortest, dass es mehr "grüne Themen" braucht. Aber worin liegen diese, was ist besser, was muss geändert werden, was sind die Vorschläge?

Der Rechtsruck in verschiedenen europäischen Ländern hat einen anderen Hintergrund, als umwelt- und industriepolitische Vorhaben. Aufgrund der höheren Zuströme von Flüchtlingen, sollte man sich da von keiner Scheinkausalität verleiten lassen. Auch hier in Deutschland haben gerade durch dieses Thema, die national-konservativen Parteien profitiert. Als der AKW-Unfall in Fukushima passierte, waren die Reaktionen wiederum im ur-grünen Themengebiet, mit entsprechenden Resultat in BaWü.

Eine Wette über die Wählerstimmen kann ich nicht abgeben und das ist auch nicht mein Bestreben. Aber interessant finde ich, dass du anführst, dass Norwegen keine Autoindustrie hat - also hängt das Neu-Zulassungsverbot 2030 weniger davon ab, was die Leute denken, als vielmehr, dass die Auto-Lobby hier zu stark ist und man lieber und erfolgreicher mit dieser schwimmt, als gegen sie? Ist das nicht eher eine Frage des stärkeren, besseren Arguments?

Aber ich frage dich nochmals, wo liegen die Grenzen zwischen einem Verbot zum Vorteil des Umwelt- und Gesundheitsschutz gegenüber einer Förderung von Alternativen? Und wie müsste deiner Meinung nach eine erfolgreichere grüne Politik aussehen? Zudem werden 80% der fossilen Rohstoffe durch den Verkehr verbraucht.

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von GalileoHH » 27. Jun 2017, 19:25

Adastramos hat geschrieben:Und dagegen setze ich wieder: warum funktioniert es dann in Norwegen oder den Niederlanden?


Warum nennst Du eigentlich immer Norwegen als Beispiel, obwohl Norwegen Deine These widerlegt?

Die Elektroautoquote in Norwegen wurde durch Förderung erreicht.

Und wann genau wurde Deiner Meinung nach in Holland das Gesetz zum Verbrenner-Verbot beschlossen?
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 27. Jun 2017, 20:05

Beschlossen nicht unbedingt aber die Niederlande plant ab 2025 keine Verbrenner mehr zuzulassen:
Artikel vom 04.11.16: https://www.fastcompany.com/3058649/the ... es-by-2025
Ich finde einen anderen Beitrag leider nicht mehr, in dem es darum ging, dass Amsterdam möglichst schnell die Einfahrt von Verbrennern unterbinden will.

Auch in Norwegen sollen durch Steuern und Abgaben Verbrenner unattraktiv gemacht werden:
Artikel vom 27.02.17: http://blog.caranddriver.com/norway-loo ... ncentives/

Ich nahm und nehme Norwegen gerne, da z.B. eAutos von der Maut befreit sind, weil sie Busspuren nutzen dürfen, Fahrzeugsteuern erlassen werden, da Abgaben für Verbrenner wie die Stadtmaut erhöht werden (http://www.newsinenglish.no/2017/03/08/oslo-gears-up-to-tax-fuelled-vehicles/). Es wird dort defakto der Verbrenner finanziell zunehmend schlechter gestellt und eAutos besser, bis man sich 2025 im Grunde keinen mehr leisten will.

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Zuletzt geändert von Adastramos am 27. Jun 2017, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Cupra » 27. Jun 2017, 20:06

Aber auch in Norwegen gehen die Vorteile für e-Autos langsam wieder weg...
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Adastramos » 27. Jun 2017, 20:13

Ja, Olso möchte generell den Straßenverkehr zurückschrauben und auch wenn die anfänglichen Vorteile zurückgenommen werden, bleiben dennoch die höheren Kosten bei Verbrennern und werden noch steigen. Das ist keiner Förderung, sondern eine Benachteiligung.

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Re: Kretschmann und die eMobilität

von founder » 27. Jun 2017, 20:43

Toaster hat geschrieben:der kretschmann ist doch überhaupt kein grüner sondern lediglich parteimitglied bei denen! noch nicht geschnallt? ne grüne krawatte allein reicht halt nicht...


Am 2. November 2008 erschien mein Newsletter Pseudowachstum so nützlich wie ein Krebsgeschwür
Am 3. November 2008 hat Kretschmann meinen Newsletter abbestellt.
Offensichtlich war das die einzige Quelle über elektrische Mobilität, weil sonst wäre Kretschmann diese Peinlichkeit nicht passiert.
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von Sucseeker » 27. Jun 2017, 21:12

Amsterdam hat 2015 beschlossen in 10 Jahren, also 2025 müssen alle Verkehrsmittel, auch auf dem Wasser emissionsfrei sein.

Quelle: http://www.zeroemissioncities.at/index. ... ssion-city

Es haben alle Zeit sich darauf einzustellen. Privatpersonen, Firmen, Handwerker, Paketdienste etc.

Ohne die Ankündigung des Verbotes würde nur ein Bruchteil dessen von selbst passieren.
10 Jahre sind eine lange Zeit. Die deutsche Automobilindustrie hätte 13 Jahre.
Da können Sie schon die 5. Generation vom E-Golf auf der Strasse haben, wo ist das Problem ?

Ja, eine höhere CO2-Besteuerung finde ich auch gut. Ich hätte nichts dagegen.
Es betrifft dann die Kraftstoffe ebenso wie Heizöl, Erdgas etc.
Würde alles noch etwas mehr beschleunigen.

Grüße SuCseeker
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Re: Kretschmann und die eMobilität

von m3ntI » 27. Jun 2017, 22:13

Ich bewundere den grünen Optimismus bei einigen hier im Forum, die doch allen Ernstes daran glauben, man könne dieses Ziel im Jahre 2030 tatsächlich erreichen.

Im Prinzip lässt sich in 10min googlen herausfinden, ob das Ziel überhaupt realistisch ist.

Mann gehe auf die KBA-Seite und finde die in Deutschland jährlichen neuen PKW-Zulassungszahlen von 2016
https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeu ... _node.html
3,35 Million Autos pro Jahr, Tendenz steigend.

Gehen wir einmal davon aus, dass in den nächsten Jahren Autonomes Fahren und Carsharing der Hit schlichthin ist und Öko/Konsumdenken und Status keinerlei Relevanz mehr für den Autokauf spielen wird (Wunschdenken halt). Wir nehmen dann für das Jahr 2030 mal rund 3 Mio. Neufahrzeuge auf unseren Straßen an.

Jetzt überlegen wir uns einen Durchschnittskapazitätswert für unsere futuristischen 2030er BEV's. Da der deutsche Michel unter 400KM realer Reichweite Panik bekommt und natürlich Leistungsmäßig ordentlich bums unterm Arsch brauch, nehmen wir einen Wert von ca. 70KWh pro Fahrzeug an.

Das wären demnach 70KWh x ca. 3.000.000 Fahrzeuge = 210 GWh an Kapazität allein für den deutschen Markt.

Bei Teslas Gigafactory kommen 35 GWh bei raus und toppt damit mal ebenso den kompletten Weltbedarf an Batterien im Jahr 2013.
Man schaue mal auf diese hübsche Grafik hier, bei der angenommen wird das der Wert im Jahr 2021 bei ca. 120 GWh liegt.
http://rocktechlithium.com/the-battery-market/

Wenn ich das jetzt mal linear weiterverfolge bei ca. +15GWh pro Jahr, so kommt man ebenfalls auf einen Wert von grob 210 GWh im Jahr 2030 für die Weltproduktion.

In diesem Szenario frisst also Deutschland alleine die komplette Weltproduktion ??? Abgesehen davon...wer baut denn die Dinger...die Deutschen ja eher net und wie siehts dann mit den Materialkosten aus ? Billiger werden die bei der Nachfrage sicherlich nicht, ganz im Gegenteil. Wenn jetzt auch noch andere Länder auf den Trichter kommen, ein solches Vorhaben umzusetzen dann gute Nacht.


Ums kurz zu machen....Grüne wählen und ordentlich LG Chem, BYD und Samsung SDI Aktien kaufen :mrgreen:
 
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