Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von plock » 4. Jun 2017, 11:15

Den (anthropogenen) Klimawandel als "Glaubensfrage" zu betrachten ist sowieso unsinnig, da man ihn belegen kann. Und ob man an ihn glaubt oder nicht ist dementsprechend völlig egal, er findet statt!
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von raffiniert » 4. Jun 2017, 11:29

sexus hat geschrieben:Ist wie mit dem Waldsterben in den 80ern.


Das Argument geht mir dermassen auf die Nerven...
Wenn man sein Kind nicht impft, ist es immerhin noch möglich, dass es die Krankheit auch so nicht bekommt.
Wenn es aber eine akute Lungenentzündung hat und man ihm Antibiotika gibt, um dann nachher zu behaupten, die Krankheit wäre auch ohne überstanden worden... dann muss ich schon ernsthaft am Verstand dieser Person zweifeln.
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Spark » 4. Jun 2017, 12:10

plock hat geschrieben:Den (anthropogenen) Klimawandel als "Glaubensfrage" zu betrachten ist sowieso unsinnig, da man ihn belegen kann.


Das ist falsch. Ich kann sowohl die Existenz Gottes, als auch seine Nichtexistenz mathematisch-logisch belegen.
Das nur am Rande - und schwupp bin ich aus diesem Thread wieder weg
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Helmut1 » 4. Jun 2017, 12:14

Adastramos hat geschrieben:Ja dummerweise kann man ohne ein intaktes Klima nicht leben und ...

Was soll denn ein "intaktes Klima" sein? Gibt es auch ein "defektes Klima"? :?:
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von plock » 4. Jun 2017, 12:32

Helmut1 hat geschrieben:
Adastramos hat geschrieben:Ja dummerweise kann man ohne ein intaktes Klima nicht leben und ...

Was soll denn ein "intaktes Klima" sein? Gibt es auch ein "defektes Klima"? :?:

Aus Sicht des Menschen: natürlich. Eins in dem der Mensch nicht überleben kann.
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von plock » 4. Jun 2017, 12:33

Spark hat geschrieben:
plock hat geschrieben:Den (anthropogenen) Klimawandel als "Glaubensfrage" zu betrachten ist sowieso unsinnig, da man ihn belegen kann.


Das ist falsch. Ich kann sowohl die Existenz Gottes, als auch seine Nichtexistenz mathematisch-logisch belegen.
Das nur am Rande - und schwupp bin ich aus diesem Thread wieder weg

Korinthenkacker :P
Ich denke du weißt worauf ich hinaus will.
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Mathie » 4. Jun 2017, 12:47

Rockatanski hat geschrieben:Mathie, die ENeV hat die Gestehungskosten signifikant verteuert.
Wenn Du 5-10% für signifikant hältst, dann stimme ich Dir zu, das halte ich aber bei einem Neubau für kein so großes Problem, da man diese 5-10 % durch effizientere (und damit kleinere) Grundrisse, energetisch optimierte Planung Einsparungen bei der Innenausstattung etc anderswo wieder reinholen kann. Es wird kaum jemanden geben, der sich ohne EnEV einen Neubau leisten könnte und nur wegen der EnEv dies jetzt nicht mehr kann, wenn man etwas anders plant.

Klimaschutz ist zu begrüßen, aber es wird für die letzten Prozent Einsparung ein Wahnsinnssaufwand getrieben und zudem Wohnungsneubau hauptsächlich für diejenigen getrieben, die ein "Luxusproblem" haben. Nicht die breiten Schichten der Bevölkerung, die sich so einen schicken Neubau nie leisten können werden.

Ja, Wohnungsneubau ist teuer, das hat aber auch mit den Ansprüchen zu tun, etwa Schallschutz, Du kannst heutzutage nicht mehr ohne schwimmenden Estrich bauen, auch bei Wohnungen mit nur zwei Schlafzimmern wird inzwischen ein Gäste-WC erwartet, die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung ist von 2000 bis 2015 um 9% gestiegen, die durchschnittliche Fläche je Person gar um 16%

https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... 31231.html

Im Neubaubereich hat die EnEV nach meiner Auffassung keinen Einfluss auf die Zahl der errichteten Wohnungen. Dass ich die Fixierung der EnEV aufs Dämmen schlecht finde, ist ein änder Ding.

Zudem ist die energetische Methode die beste und rechtssicherste Art, im Bestand die Mieten um mehrere Euro erhöhen zu können.

Da stimme ich zu, ich mache keine Altbausanierungen, da dort die wirtschaftlich sinnvollen Handlungsweisen meinen Vorstellungen zuwiderlaufen. Je aufwendiger saniert wird, um so wirtschaftlich ertragreicher für den Vermieter. Ökologisch und sozial sinnvoller wären effiziente Sanierungen, aber das lohnt sich wirtschaftlich halt deutlich weniger. Also nix für mich...

Ein Problem aufgrund zuweniger Handwerker existiert auch nicht, Neubau besteht heute zu mehr als 80% aus Montagearbeiten.
Bei Bedarf schickt der Slowene mal eben paar Hundert neue junge willige duldsame Hilfsarbeiter... der Manpowerpool ist quasi unerschöpflich ...

Ich habe nicht von einem Mangel an Hilfsarbeitern gesprochen. Das erforderliche Wissen für Tätigkeiten am Bau ist nach meiner Erfahrung stark gestiegen. Wenn Du heute ein Fenster montierst und einfach die Montagewinkel reinballerst und mit Bauschaum aufschäumst produzierst du garantiert einen Bauschaden. Gute Bauhandwerker sind knapp, Hilfsarbeiter findet man, wie Du richtig sagst, genug.

An die Sondermüllproblematik darf sich dann übrigens die nächste Politikergeneration wagen..

Es gibt neben dem Wärmedämmverbundsystem, bei den EPS mit Wand und Putz zu einem Sandwich verklebt werden ja noch eine ganze Menga anderer Möglichkeiten eine Wärmedämmung zu realisieren. Und WDVS gibt es schon sehr viel länger als Klimaschutz, kam auf, als die Heizkosten nach oben. Schnellten, war damals ökonomisch und nicht ökologisch bedingt.

Ich denke es ist falsch, den Klimaschutz für Probleme am Wohnungsmarkt verantwortlich zu machen, die Regelungen für Mietpreisanpassungen führen allerdings dazu, dass ineffiziente energetische Sanierungen auf Kosten der Mieter attraktiv sind. Hier müsste man aber nicht an den energetischen Anforderungen drehen, sondern an den Regeln für Mieterhöhungen.

Und, um aufs Tnema dieses Threads zurück zu kommen, ich glaube nicht, dass die Erklärung des Fredom Caucus, äh nein wollte sagen des Berliner Kreises wirklich darauf abzielte, Mieterhöhung zu reduzieren. Ich würde wetten, dass die Leute dort nicht an strengerem Mieterschutz interessiert sind. Wäre zumindest in der CDU eine neue Form des Konservativismus.

Gruß Mathie
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Blackbird » 4. Jun 2017, 13:03

plock hat geschrieben:Den (anthropogenen) Klimawandel als "Glaubensfrage" zu betrachten ist sowieso unsinnig, da man ihn belegen kann. Und ob man an ihn glaubt oder nicht ist dementsprechend völlig egal, er findet statt!


Einen Klimawandel für unsere jetzige Zeit könntest du frühestens in 200 bis 300 Jahren belegen, aber bestimmt nicht heute! Klima ist etwas anderes als Wetter ... auch etwas anderes als Wettererscheinungen einiger Jahre!

Insoweit bleibt es zum jetzigen Zeitpunkt eine reine Glaubensfrage!

Das heißt natürlich nicht, dass man nichts für den Umweltschutz tun soll. Aber genauso sollte man sein Augenmerk nicht durch Scheuklappen auf andere wissenschaftliche Erkenntnisse verdecken lassen. Hinsichtlich des CO2 haben wir es leider einerseits mit einer sehr einseitigen Berichterstattung zu tun, die andere Stimmen praktisch ungehört lässt, andererseits mit einer riesigen Unwissenheit in der Bevölkerung.

Aber der beste Beweis für die Glaubensfrage hinsichtlich des Klimawandels ist für mich immer die Reaktion der Gläubigen: Zweifelt man es an oder gibt sich auf den ketzerischen Pfad des Leugnens, schlägt einem sofort eine Art der Inquisition entgegen. Statt sich auch mal mit den anderen wissenschaftlichen Sichtweisen zu beschäftigen.
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von plock » 4. Jun 2017, 13:09

Wie schon geschrieben: physikalische Gesetzmäßigkeiten scheren sich nicht darum ob man an sie "glaubt".
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Mathie » 4. Jun 2017, 13:17

Blackbird hat geschrieben:Einen Klimawandel für unsere jetzige Zeit könntest du frühestens in 200 bis 300 Jahren belegen, aber bestimmt nicht heute! Klima ist etwas anderes als Wetter ... auch etwas anderes als Wettererscheinungen einiger Jahre!

Welche Definition von Klima verwendest Du, dass Du glaubst, einen Klimawandel könne man erst in 200 bis 300 Jahren belegen?

Gruß Mathie
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