Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Snuups » 4. Jun 2017, 02:25

Hätten wir keine Weltweite Beobachtung des Klimas, würde gar kein Klimawandel bemerkt werden. Alle 20 Jahre haben wir in Europa einen strengen Winter. Das war doch schon immer so. Warum also die Aufregung?

Vor 150 bis 100 Jahren waren viele Wüsten noch recht grüne Graslandschaften. Die hat kein Sonnensturm verändert.

Lokal ist der Klimawandel für einen Menschen mit seiner recht kurzen Lebensspanne kaum oder gar nicht zu erfassen. Globale Langzeitbeobachtungen Zeigen aber ein ganz anderes Bild.

Klimawandel ist halt für viele auch nur eine Ersatzreligion. Genau wie Weganismus oder ähnlicher Quatsch, wie auch die Monotheistischen Religionen.

Dummerweise kann man aber ohne Klima nicht leben. Ohne Religion geht das sehr wohl.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Eifel.stromer » 4. Jun 2017, 05:27

Es ist Wahlkampf und die versuchen einfach Stimmen am rechten Rand der AfD abzugrasen.
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Rockatanski » 4. Jun 2017, 06:10

Naja, vielleicht ist das auch nur ein Ansatz, in der Wohnungsbaupolitik dem Dämmwahn etwas entgegen zu treten. Wäre ja unglaubwürdig und eher nach AFD-Manier, die Vorschriften kurzfristig zu lockern, um mehr Wohnungsbau zu ermöglichen.
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von snooper77 » 4. Jun 2017, 06:32

sexus hat geschrieben:Den Klimawandel leugnen, ist ja wie in der Kirche. Jeder der etwas anderes behauptet wird ausgegrenzt und schlimmer.


Gegenfrage: Wie ernst würdest du jemanden nehmen, der leugnet, dass die Erde eine Kugel sei? Etwa genau so gesichert sind nämlich die Erkenntnisse zum (menschengemachten) Klimawandel.

sexus hat geschrieben:Dass sich das Klima verändert ist richtig, wie groß der Einfluss von uns Menschen ist kann man nur vermuten.


Falsch, das kann man berechnen und somit belegen, siehe IPCC-Berichte.

Und zum leidigen Thema "das Klima hat sich ja schon immer verändert":

https://xkcd.com/1732/

sexus hat geschrieben:Ist wie mit dem Waldsterben in den 80ern.


Und warum gibt es heute kein Waldsterben mehr? Schon mal überlegt? Eben *wegen* den Umweltschutzbestrebungen, den sauren Regen zu reduzieren! Das ist nicht einfach von alleine verpufft.

sexus hat geschrieben:Heute wird der Planet immer grüner, so treibt man eben eine andere Sau durch das Dorf, der Bürger soll schließlich vor irgendwas Angst haben.


Aber sicherlich. Alles irgendeine grosse Verschwörung der Elite, die sich hinter verschlossenen Türen die nächste Schikane für die Menschheit ausdenkt oder wie? *kopfschüttel*
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von snooper77 » 4. Jun 2017, 06:57

redvienna hat geschrieben:Sogar wenn die Luftverschmutzung nicht den Klimawandel auslösen würde


Das tut sie ja auch gar nicht. Der Klimawandel wird hauptsächlich durch menschengemachte Treibhausgase (CO2, CH4) verursacht. Luftverschmutzung (CO, UHC, NOx, Feinstaub, SOx) hat damit nichts bzw. sehr wenig zu tun.
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Mathie » 4. Jun 2017, 09:16

Rockatanski hat geschrieben:Naja, vielleicht ist das auch nur ein Ansatz, in der Wohnungsbaupolitik dem Dämmwahn etwas entgegen zu treten. Wäre ja unglaubwürdig und eher nach AFD-Manier, die Vorschriften kurzfristig zu lockern, um mehr Wohnungsbau zu ermöglichen.

Ich bin Immobilienentwickler, die EnEV (Energieeinsparungsverordnung, das für den Neubau relevante Klimaschutzinstrument) bremst den Wohnungsbau nicht. Sie ist zwar einseitig auf Dämmung fokussiert und nicht wie es in meinen Augen sinnvoll wäre auf den Primärenergiebedarf und verhindert dadurch manch spannende Architekturvariante, was mich oft ärgert, aber das ist ein anderes Thema. Der "Dämmwahn", wie Du es nennst, verhindert keinen Wohnungsbau.

Behindert wird der Wohnungsbau eher von den eingesessenen Bürgern. Wer schon an einem schönen Ort wohnt, will meist nicht, dass es dort noch voller wird, also haben die Eingesessenen ein Interesse daran, dass keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden bzw. das im Bestand keine Nachverdichtung erfolgt.

Die Entscheidungen dafür fallen auf Kommunaler Ebene (Gemeinde, in Berlin Bezirk) die Gemeinderatsmitglieder oder Bezirksverordneten sind normalerweise Bürger, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich oder gegen Aufwandsentschädigung mit lokalpolitischen und administrativen Themen beschäftigen. Dazu gehört die Verabschiedung von Bebauungsplänen. Ich wessen Interesse glaubst Du dass diese Bürger entscheiden? Im Interesse derjenigen die schon vor Ort Wohnen oder im Interesse derjenigen, die in einen Neubau ziehen wollen?

Der Klimaschutz verhindert keinen Wohnungsbau, er macht ihn ein paar Prozent teurer. Das ist ist bei Neubauten nicht so ein großes Problem, wenn die Wohnung wegen des besseren Wärmeschutzes um sagen wir 5% teurer wird, kann man für das gleiche Geld halt eine 5% kleinere Wohnung kaufen oder mieten. Meist spart man am Ende sogar durch niedrigere Nebenkosten. Der Klimaschutz ist ist zumindest bei unseren Neubauten kein relevanter Kostentreiber. Da sind die Grundstückskosten und die aufgrund der guten Auslastung hohen Handwerkerkosten viel stärkere Kostentreiber.

Wo Klimaschutz in der Wohnungswirtschaft tatsächlich zu Verdrängungseffekten führt, ist bei der Altbausanierung. Ausgaben für Klimaschutzmodernisierungen dürfen auf die Miete umgelegt werden und unterliegen nicht der Kappungsgrenze für "normale" Mieterhöhungen. Da man die Kosten auf die Miete umlegen kann und man gleichzeitig derzeit sehr günstige Darlehen für energetische Sanierungen bekommt, ist es ein gutes Geschäft Mietshäuser möglichst aufwendig energetisch zu sanieren und die Kosten auf die Altmieter umzulegen, die zahlen dann entweder eine deutlich höhere Miete oder werden verdrängt, wenn sie diese nicht zahlen können oder wollen. Ich habe mich, weil mir dieses "Spiel" nicht gefällt entschieden nur Neubauprojekte zu entwickeln und da kann ich Dir aus eigener Erfahrung versichern, der Klimaschutz verhindert keinen Wohnungsbau!

Gruß Mathie
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von plock » 4. Jun 2017, 09:19

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:
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Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Rockatanski » 4. Jun 2017, 09:41

Mathie, die ENeV hat die Gestehungskosten signifikant verteuert. Klimaschutz ist zu begrüßen, aber es wird für die letzten Prozent Einsparung ein Wahnsinnssaufwand getrieben und zudem Wohnungsneubau hauptsächlich für diejenigen getrieben, die ein "Luxusproblem" haben. Nicht die breiten Schichten der Bevölkerung, die sich so einen schicken Neubau nie leisten können werden.

Zudem ist die energetische Methode die beste und rechtssicherste Art, im Bestand die Mieten um mehrere Euro erhöhen zu können.

Ein Problem aufgrund zuweniger Handwerker existiert auch nicht, Neubau besteht heute zu mehr als 80% aus Montagearbeiten.
Bei Bedarf schickt der Slowene mal eben paar Hundert neue junge willige duldsame Hilfsarbeiter... der Manpowerpool ist quasi unerschöpflich ...

An die Sondermüllproblematik darf sich dann übrigens die nächste Politikergeneration wagen..
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Rockatanski » 4. Jun 2017, 09:48

Achso, die begehrten Gründerzeitviertel wo es so schön ist, haben übrigens eine höher Dichte wie jedes Neubaugebiet....
 
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Re: Klimaleugnung macht sich auch hier breit.

von Adastramos » 4. Jun 2017, 09:53

sexus hat geschrieben:Den Klimawandel leugnen, ist ja wie in der Kirche. Jeder der etwas anderes behauptet wird ausgegrenzt und schlimmer.
Dass sich das Klima verändert ist richtig, wie groß der Einfluss von uns Menschen ist kann man nur vermuten.
Die Umwelt schonen gerne, aber das ganze auf das Klima zu reduzieren finde ich doch reichlich falsch.
[...]
Langfristig geht die Erde sowieso unter, spätestens wenn die Sonne stirbt. Also lieber fleißig forschen und das Universum besiedeln.

Da gibt es nichts zu leugnen, der Klimawandel lässt sich nicht nur anhand eines Umstandes erklären, Eiskernbohrungen, Rückgang von Glätschermassen, extremere Wetterszenarien, Verbrauch von fossilen Brennstoffen, ... da sprechen wir nicht mehr von einer 50-prozentigen Sicherheit in der Wissenschaft, sondern von 97%.
Und genau da setzen Alternative-Facts, sprich Stammtischgewäsch an: "Ach, das ist doch garnicht bewiesen!", "Ach, das ändert sich doch eh alle Nase lang!", "Ach, die Leute müssen nut unter Angst gehalten werden!", "Ach, das ist doch eh alles Glaubenssache!", "Ach, in 3 Mrd. Jahren geht die Erde doch eh unter!".
Mir ist es ehrlich gesagt völlig wurscht, ob man das falsch findest, wichtig ist mir, dass man aufklärt und die Sachlage richtig stellt. Wir sind schon lange an dem Punkt vorbei, an dem es Zweifel darüber gab. Selbst in den 60er Jahren wurde bereits vor den Auswirkungen von zuviel CO2 in der Atmosphäre gewarnt, vor mittlerweile 57 Jahren!

Snuups hat geschrieben:Hätten wir keine Weltweite Beobachtung des Klimas, würde gar kein Klimawandel bemerkt werden. Alle 20 Jahre haben wir in Europa einen strengen Winter. Das war doch schon immer so. Warum also die Aufregung?
[...]
Klimawandel ist halt für viele auch nur eine Ersatzreligion. Genau wie Weganismus oder ähnlicher Quatsch, wie auch die Monotheistischen Religionen.
Dummerweise kann man aber ohne Klima nicht leben. Ohne Religion geht das sehr wohl.

Ja dummerweise kann man ohne ein intaktes Klima nicht leben und wenn wir in den nächsten 83 Jahren und darüber hinaus immernoch gut leben wollen, wird es Zeit zu handeln, politisch, wie industriell.
Aber auch hier entsetzt mich wieder dieser kurzsichtige Relativismus "Ach, das war schon immer so!". Das ist faktisch genauso falsch, wie diese absurde These, dass der anthropogene Klimawandel eine Ersatzreligion sei. Dem Veganismus kann man in der Hinsicht sogar zugute halten, dass durch diese Lebensweise die Umwelt geschont wird. Aber darauf will ich jetzt hier nich eingehen.

Die Schranken und Betonmauern die manche in ihren Köpfen haben, sind teilweise dermaßen fest und unumstößlich, dass es einem vorkommen kann, mit Fakten zu überzeugen, als würde man gegen Windmühlen kämpfen wollen. Das läuft wohl in die Schiene kognitive Dissonanz.
Und wie wir sehen, gibt es selbst in einem Tesla Freunde Forum noch mehr als genug zu diskutieren, wobei man eigentlich der Meinung sein sollte, dass die umweltpolitischen Ansichten sehr nahe beieinander lägen.

Edit 1: Ein Artikel aus zeit.de zu den Ursachen, zur Feststellung und zu den Auswirkungen: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-0 ... en-beweise

Edit 2: Ein Bericht des Potsdam-Institut für Klimaforschung: https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pr ... te-eiszeit

Alles Gute!
Zuletzt geändert von Adastramos am 4. Jun 2017, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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