Energiestrategie 2050 (Schweiz)

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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von teslator » 14. Mai 2017, 22:59

iSwiss hat geschrieben:Von wegen Subventionitis... von was ernährt sich wohl teslator ?

in der freien Marktwirtschaft tätig! (BTW: Persönlich werden ist immer schlecht, man darf in einer Demokratie unterschiedliche Meinungen haben).
Zuletzt geändert von teslator am 14. Mai 2017, 23:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von teslator » 14. Mai 2017, 23:03

raffiniert hat geschrieben:
teslator hat geschrieben:Subventionitis [...] funktioniert nicht.


Wieso? Funktioniert doch bei den von rechten Kreisen so beliebten AKWs auch bestens. Oder sind die seit neustem anständig versichert und übernehmen ihre Rückbaukosten?

Bevor man Blödsinn schreibt, sich vielleicht einfach einmal schlau machen:
https://www.kernenergie.ch/de/entsorgun ... fonds.html
"Die Schweizer Kernkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager werden nach ihrer Ausserbetriebnahme stillgelegt und vollständig zurückgebaut. Bis auf die grüne Wiese. Entsprechende Rückbauten gibt es bereits in anderen Ländern. Der Rückbau aller fünf Schweizer Kernkraftwerke und des Zwilags wird gegen 3 Milliarden Franken kosten. "...."Als eine der wenigen Industrien hat die Nuklearbranche auch die Kosten für Stilllegung und Rückbau ihrer Anlagen vollständig in den Produktpreis internalisiert. " ...
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von probefahrer » 14. Mai 2017, 23:23

tornado7 hat geschrieben:probefahrer, ich kann die Argumente deines Onkels durchaus nachvollziehen, nicht aber deine Entscheidung, aus jenen Gründen ein nein in die Urne zu legen. snooper77 hat ja zu den meisten Punkten bereits Stellung bezogen.

Meine Kritieren sind umwelttechnisch, sicherheitspolitisch und gesellschaftspolitisch. Mit einem JA ein Zeichen zu setzen, weil man die Stossrichtung für richtig hält, ist nicht die Art und Weise wie ich abstimme. Ich verteile z.B. auch keine "Denkzettel".
Ich studiere die Vorlage und versuche die Chancen und Konsequenzen (in diesem Fall nach den oben genannten Kritieren) einzuschätzen:
Art. 3: Verbrauchsrichtwerte pro Person und Jahr, Reduzierung des Energie-/Stromverbrauchs

Wie kann ich meinen Energieverbrauch bis 2035 um 43 % reduzieren?
Wenn ich viel Auto fahre, habe ich Glück: Ich kann vom Verbrenner auf einen Tesla umsteigen. ;) :mrgreen:

Wie kann ich aber gleichzeitig meinen Stromverbrauch bis 2035 um 13 % reduzieren?
Vielleicht indem ich den Tesla das ganze Jahr stehen lasse..? ;)

Mit andere Worten:

  1. Ohne massive Einschränkungen der persönlichen Freiheit wird man diese gesetzlichen Richtwerte niemals erreichen können. Sie sind auch unlogisch, weil keine Bewertung erfolgt, wie die verbrauchte Energie hergestellt wurde. Nur eine Reduktion des durchschnittlichen Energie- und Stromverbrauchs ist "anzustreben" - unsinniger gehts nun wirklich nicht mehr.

  2. Die Subventionsmassnahmen erschaffen falsche ökonomische Realitäten inkl. eventuellem, subventioniertem Preiszerfall. Das läuft aber wiederum der Erreichung der (unsinnigen) Verbrauchsrichtwerte zuwider.

  3. Ergo wird man den Strompreis künstlich nach oben schrauben (müssen), wenn man die (unsinnigen) Richtwerte anstreben und erreichen will. Das neue Äquivalent zur Mineralölsteuer kann geboren werden. Toll! :roll:

  4. Das Bundesamt für Energie glaubt, Carsharing und autonomes Fahren helfe künftig dabei, den Energieverbrauch durch "eher weniger oder sogar viel wengier" Verkehr zu reduzieren. - Ohne Worte.
    Die Standzeiten der Autos wird geringer werden, der Verkehr aber zunehmen!

@snooper: Planwirtschaft ist nicht nur dann drin, wenn Planwirtschaft drauf steht. ;)

In D gingen die Solarfirmen schneller als gedacht und gewünscht Pleite - und die einheimischen Arbeitsplätze, die die "einheimische Erneuerbaren" bringen sollten, fallen zumindest in der Produktion der Anlagen wieder weg:
http://www.tagesspiegel.de/politik/staa ... 97766.html

Ein sinnvolles, nachhaltiges Vorgehen war das mit Sicherheit nicht.

tornado7 hat geschrieben:Ich möchte ergänzen, dass Alpiq, Axpo und Konsorten so oder so mit diesen Herausforderungen konfrontiert sind. Die Augen verschliessen, Ohren zu halten und "nanana, die Probleme lösen sich von selbst" singen scheint mir da kein gangbarer Weg. Die Energiestrategie 2050 fördert hingegen eine Auseinandersetzung mit diesen Aspekten.

Das ist eine polemische Unterstellung. Es geht ja eher darum: Wie kann man mehr Erneuerbare umsetzen, ohne die zunehmenden Probleme der Netzinstabilitäten noch weiter zu vergrössern und die Versorgungssicherheit im Winter weiter zu vermindern?

Die angebliche Dezentralisierung der Energieversorgung mit Abnahmegarantien und Einspeisevergütung ist in Tat und Wahrheit eine Zentralisierung. Sie folgt nicht zwingend einem Subsidiaritätsprinzip (echte Dezentralisierung durch (Teil)autonomie) sondern schafft neue Abhängigkeiten und Instabilitäten im Netz. Je mehr systemrelevante Schaltungen bewältigt werden müssen, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, in kritischen Situationen bedingt durch Fehleinschätzungen, äussere Einflüsse, etc. falsch zu reagieren resp. nicht richtig reagieren zu können.

Ein Schweizer Beispiel dazu aus der Praxis ist der Shutdown der SBB am 22. Juni 2005. Man hatte die Restleistungsfähigkeit des Leitungsnetzes unter Repartur (Uri) falsch eingeschätzt und im Tessin eine Netzüberlastung verursacht. Eine falsche Strategie zur Lösung des Problems führte schliesslich zu einer Kettenreaktion, die im Endeffekt den gesamten Bahnverkehr in der Schweiz für ein paar Stunden lahmgelegte.

Falls solche Dinge im allgemeinen Stromnetz passieren, würden die Auswirkungen aber ungleich massiver ausfallen. Das Thriller-Buch "Blackout" lässt grüssen. Deshalb kann sich eigentlich niemand noch komplexere Netzsysteme inkl. anspruchsvollerer Steuerung wünschen. Eine echte Dezentralisierung muss Vorrang haben.
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von Mansaylon » 15. Mai 2017, 04:54

Harley17 hat geschrieben:Photovoltaik ist in der Schweiz (ausser in geschützen Zonen) nicht bewilligungspflichtig.
Und du zahlst für den Strom eingespeist keine Netznutzung!


Alles nur theoretisch. Da kommt der böse Nachbar, der sich geblendet fühlt oder in einer Siedlung stört es das Gesamtbild.
Sollte der Bau einer Solaranlage schlussendlich doch realisiert werden können, empfiehlt es sich, NICHT ins Netz einzuspeisen. Für den lächerlichen Betrag, den man für das KW noch bekommt, darf man davon dann auch noch Einkommenssteuern abdrücken.
Bye Mansaylon
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von Cupra » 15. Mai 2017, 05:20

Kommt auf die Grösse der Anlage an... nach Abzug aller Gebühren bekomme ich noch gerade so 1 rp pro kWh raus... die paar Franken fallen da so gut wie überall unten durch.
Aber stimmt schon, PV ist hier finanziell nicht unbedingt super. Auch wenn ich mir ansehe was man übers Jahr gesehen produziert.. da is mit PV nichts. Muss mal die Zahlen raus suchen für die Wintermonate. Glaub den Monatsertrag verbrauch ich da in 6h oder so...
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von aikon.ch » 15. Mai 2017, 06:09

teslator hat geschrieben:https://www.kernenergie.ch/de/entsorgungs-stilllegungsfonds.html
"Die Schweizer Kernkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager werden nach ihrer Ausserbetriebnahme stillgelegt und vollständig zurückgebaut. Bis auf die grüne Wiese. Entsprechende Rückbauten gibt es bereits in anderen Ländern. Der Rückbau aller fünf Schweizer Kernkraftwerke und des Zwilags wird gegen 3 Milliarden Franken kosten. "...."Als eine der wenigen Industrien hat die Nuklearbranche auch die Kosten für Stilllegung und Rückbau ihrer Anlagen vollständig in den Produktpreis internalisiert. " ...


Ok und die Kosten der Endlagerung für die nächsten x tausend Jahre auch? [emoji15]


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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von Mansaylon » 15. Mai 2017, 06:20

Cupra hat geschrieben:Kommt auf die Grösse der Anlage an... nach Abzug aller Gebühren bekomme ich noch gerade so 1 rp pro kWh raus... die paar Franken fallen da so gut wie überall unten durch.
Aber stimmt schon, PV ist hier finanziell nicht unbedingt super. Auch wenn ich mir ansehe was man übers Jahr gesehen produziert.. da is mit PV nichts. Muss mal die Zahlen raus suchen für die Wintermonate. Glaub den Monatsertrag verbrauch ich da in 6h oder so...


Darum sehe ich die vernünftigste Variante mit der Verbindung einer (oder mehrerer) Tesla Wall.
Bye Mansaylon
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von r.wagner » 15. Mai 2017, 07:29

aikon.ch hat geschrieben:
teslator hat geschrieben:
raffiniert hat geschrieben:https://www.kernenergie.ch/de/entsorgungs-stilllegungsfonds.html
"Die Schweizer Kernkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager werden nach ihrer Ausserbetriebnahme stillgelegt und vollständig zurückgebaut. Bis auf die grüne Wiese. Entsprechende Rückbauten gibt es bereits in anderen Ländern. Der Rückbau aller fünf Schweizer Kernkraftwerke und des Zwilags wird gegen 3 Milliarden Franken kosten. "...."Als eine der wenigen Industrien hat die Nuklearbranche auch die Kosten für Stilllegung und Rückbau ihrer Anlagen vollständig in den Produktpreis internalisiert. " ...


Ok und die Kosten der Endlagerung für die nächsten x tausend Jahre auch?


Genau. Das sage ich jedem auch, der Atomstrom für billig hält. Tausende Jahre gewartetes, bewachtes Endlager. Alleine die Personalkosten sind schon unkalkulierbar. Und etwaige Folgekosten für die Gemeinschaft bei Störungen oder Katastrophen erst recht.
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von raffiniert » 15. Mai 2017, 07:30

teslator hat geschrieben:Bevor man Blödsinn schreibt, sich vielleicht einfach einmal schlau machen:


Wieso gleich dieser agressive Stil? Ich wünschte mir eine Antwort, die auf beide Teilaspekte meiner Frage eingeht.
Wieso glaubst Du an die 3Mia für alle 5 AKWs, obwohl die Erfahrungen aus dem Ausland anderes zeigen?
Wie begründest Du, dass AKWs sich nur zu ca. 1.5% eines GAUs versichern müssen, während alle anderen Unternehmen (ich kenne jedenfalls keine andere Ausnahme) sich für ihre Betriebsrisiken voll absichern müssen?

@Aikon.ch: Dein Zitat ist schiefgegangen. Was nun aussieht als hätte ich es geschrieben stammt von "teslator".
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Re: Energiestrategie 2050 (Schweiz)

von smike » 15. Mai 2017, 08:36

Mansaylon hat geschrieben:
steuerzahler hat geschrieben:JA
Fotovoltaik aufs Dach
Batterien in den Keller
Elektrozuleitung kappen
Energiemafia aussperren

Alles gut und recht.... solange einem nicht irgendwelche Politiker, Wirtschaftsvertreter oder gar neidische Nachbarn (es könnte von der Spiegelung ja blenden), bis hin zu kranken Vogelwartler, Steine in den Weg stellen.


Das war früher mal so. Bei mir hat der Installateur vor zwei Jahren eine Woche vor der Installation der 14kWp Anlage der Gemeinde eine E-Mail geschrieben. Baueingabe, nennt sich das. Solange die Panels nicht mehr als 10 cm übers Dach raus ragen gibt es keine Möglichkeit, den Bau zu verhindern oder zu verzögern (ausser denkmalgeschützte Gebäude).

Die Zuleitung willst du nicht unbedingt kappen, denn unterdessen gibt es auch in der Schweiz Firmen, die dir die Speicherkapazität der Batterien im Keller als Regelenergie abkaufen. Preise zwischen 10 Rappen und 1'900 Franken pro MW je nach Tageszeit.
https://www.swissgrid.ch/content/swissg ... pan=+00_24

In den USA hat Tesla selbst auch damit angefangen.
https://electrek.co/2017/05/12/tesla-ne ... powerpack/

Mit dem neuen Energiegesetz würde es möglich, den selbst produzierten Strom den Nachbarn zu verkaufen (das darf man heute nicht, nicht einmal im eigenen Haus). Damit wird die ganze Versorgung / Produktion / Speicherung innerhalb von Siedlungen viel flexibler. Energie von mehreren PV Anlagen wird gebündelt und steht in der Tiefgarage zum laden von EVs zur Verfügung.
 
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