Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

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Was würden Sie wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

CDU/CSU
13
8%
SPD
6
4%
AfD
37
22%
Grüne
61
37%
Linke
15
9%
FDP
23
14%
NPD
0
Keine Stimmen
Piraten
4
2%
Freie Wähler
2
1%
andere
5
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 166

Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Toaster » 7. Jan 2017, 10:33

soll das ein witz sein? besseres wirtsschaftsprogramm? die halten sich für die besseren menschen. das ist alles! mehr haben sie nicht zu bieten sondern setzen genauso auf wachstum wie alle anderen etablierten auch. und wachstum ist resourcenverbrauch! immer! aber das das wollten sie eigentlich (anfangs) nicht. jetzt müssen sie!

dummschwätzer vor den kameras sind das!
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Volker.Berlin » 7. Jan 2017, 10:36

Earlian hat geschrieben:Von daher bin ich begeistert, dass hier eine Diskussion noch möglich ist und hoffe wir bleiben in unserem Forum alle auf einer sachlichen Ebene. Ansonsten erreicht man damit überhaupt nichts.

Ja, das ist (wieder einmal) bemerkenswert und höchst erfreulich. Danke dafür an alle Beteiligten!
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von tvdonop » 7. Jan 2017, 11:32

Ich fahre TESLA weil ich davon überzeugt bin, dass Vernunft und technischer Fortschritt die beiden wichtigsten Treiber sind die Welt zum besseren zu verändern. Ja ich weiss, dass ANGST vor Veränderung das Handeln, Denken und Fühler vieler vieler Menschen dominiert. Der Mensch braucht Vor- und Leitbilder - die vermitteln Sicherheit und Orientierung. Wir haben die Wahl: Trump, Le Pen, Putin, Erduan, Höcke, Petry, Gauland - die alle auf die Angst der Menschen setzen oder Leute wie wir, die die Hoffnung und Überzeugung nicht aufgeben, dass Vernunft, unternehmerische Innovation und Technologie eine lebenswerte Zukunft versprechen und möglich machen.

Leider versprüht die Mehrheit des politischen Personals nicht diese Zuversicht und Einstellung - leider! Aber es liegt auch an uns unserem politischen Personal diese Einsicht und Zuversicht immer wieder zu vermitteln!!!
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von DerSchwabe » 7. Jan 2017, 11:40

cko hat geschrieben:Dass in diesem Forum 41% grün wählen würden, ist für mich keine Überraschung.
Schließlich sind viele von uns Fans der Elektromobilität, weil wir verstanden haben, dass eine vergiftete Umwelt Menschenleben kostet.


Ich bin Fan der Elektromobilität wegen der Power und meiner Technikaffinität - habe mit grünen mal rein gar nichts am Hut.

cko hat geschrieben:Nicht nur aus diesem Grund war ich bis gestern überzeugt, dass in diesem Forum mehrheitlich überdurchschnittlich intelligente Leute unterwegs sind.


soso, grün = überdurchschnittlich intelligent :lol: :lol: :lol:

P.S.: ich bin Wähler einer Partei die seit einigen Jahrzehnten existiert - nur damit kein Mißverständnis aufkommt. Aber ich habe in manchen Belangen vollstes Verständnis für AFD Wähler und versuche mich sachlich und mit Argumenten mit ihnen auseinanderzusetzen. Und da sind Kollegen mit Dipl. Ing / Doktortitel, etc... dabei. Nix mit dem Märchen von wegen ungebildet und dumm...
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Toaster » 7. Jan 2017, 12:00

da ich folklore gern unterstütze, bekommen die multikulturellen geisterfahrer anerkennend meine (nutzlose) erststimme. immerhin kümmern sie sich rührend um gender-gerechte toiletten für das 3. u. 4. geschlecht. das braucht unser land! :mrgreen:

(die tabelle dieses threads ist so gesehen völlig unbrauchbar, da sie nicht zwischen erst- u. zweitstimme differenziert. aber geschenkt...)
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von AquaAndreas » 7. Jan 2017, 12:28

Ich dachte heute morgen auch, schön dass hier der Faden noch sehr zivilisiert geblieben ist.

Bezüglich dem Vorwurf, wer in der AfD den Notaus-Knopf sieht, hätte die Demokratie nicht verstanden.

Hmja, da ist ein Kern von Wahrheit dran. Oder er hat die Demokratie vielleicht gerade verstanden? Allerdings entscheidet nicht ein Wähler alleine über den Ausgang der Wahl.

Wie sonst als mit einer AfD kommt man denn "dem etablierten Politikbetrieb" noch bei? Es braucht schon dieses Gift zur Heilung, so möchte ich das mal ausdrücken.

Mein (vielleicht etwas realistisches) Wunsch-Ergebnis dieser Wahl wäre eine totale Niederlage der CDU, Dezimierung der SPD und dann Links-Mitte-AfD-Koalition.

Die AfD ist nötig. Sie bringt etwas, was vorher auch schon da war im Untergrund auf die politische Bühne.
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Adastramos » 7. Jan 2017, 12:49

Rockatanski hat geschrieben:[...]
1. Es war kein Lob. Aus meiner Sicht sind die Programme bzw die nach außen vertretenen Inhalte/Ziele der jetzigen etablierten Parteien nicht deckungsgleich mit den gewünschten Inhalten der hiesigen Bevölkerung. Meine persönliche Sichtweise. Anscheinend sehen das andere auch so, du keulst jetzt mal munter drauf los, anstatt losgelöst von eigenen moralischen Vorstellungen die heutige Regierung kritisch zu hinterfragen.
Vielleicht tust du das auch, allerdings ist das AfD-Wähler-Bashing evtl. Dann doch keine Lösung.


Ich bin auch nicht zufrieden, sogar sehr enttäuscht, von der politischen Arbeit der Großen Koalition und sehe seit Merkels Kanzlerschaft keinen erkennbaren Fortschritt mehr für Deutschland. Politik wird heute hinter verschlossenen Türen gemacht und das darf so nicht weiter gehen. Es muss wieder deutlich und offen gesprochen, kein Ausweichen und unlogische Geflechte als Antwort gegeben werden (siehe "Wasser ist blau-Beispiel von FrankfurterBub).
Siehe auch Spektrum - Irreführung schlimmer als Lüge: http://www.spektrum.de/news/irrefuehrung-ist-so-schlimm-wie-luege/1432781

Rockatanski hat geschrieben:
2. Klima - ehrlicherweise weiß man das erst ex-post. Ich sehe den Punkt allerdings auch kritisch
Kernenergie: mehr Kernkraft steht da nicht? Oder? Allerdings wird die 180' Wende gerügt. So lese ich das jedenfalls.
Windkraft: Kann man prüfen, wo es Sinn macht. Dann abwägen ob Ökologie vs Lebensqualität der Anwohner/Landschaftsschutz etc. Ideologische Sache?
Also ich unterschreib diesen Punkt voll.


Wir haben mittlerweile so viele Quellen, ob NASA, DLR und viele weitere Forschungsgruppen, die einen menschlich (durch CO2 und Methan Emissionen) erzeugten/unterstützten Klimawandel aufzeigen, dass es keine Frage des "ob" mehr ist, sondern des "wann es uns trifft" ist.

Zur Atomkraft kann ich nur einen Satz wiederholen, den ein Lehrer uns einmal sagte: "Es ist mit der Kernenergie und den Abfällen so, als ob wir ein Flugzeug in die Luft setzen, ohne uns jemals Gedanken gemacht zu haben, wie die Landebahn aussehen soll". Jeden Tag, jedes Jahr entsteht mehr radioaktiver Abfall, der untergebracht werden muss und keine Nation hat derzeit ein ausgereiftes, funktionierendes System, welches die Gefahr dadurch neutralisiert.

Zur Windkraft, grundlegend eine Technologie zu untersagen, welche geringe Gefahren hat für die Umwelt, ist aus meiner Sicht nonsense. Bürgen sollen und müssen beteiligt werden, es muss für einen Windpark Diskussionen um Natur- und Gesundheitsschutz geben, ja! Aber kein Pauschalurteil von anfang an.

Rockatanski hat geschrieben:
Gender Familie Schwule
Kinder bekommen Frauen, nicht Männer.
Mich ekelt an, wie wenig Familie in Deutschland noch zählt. Stattdessen wird versucht es jeder Randgruppe recht zumachen. Als Alleinverdiener bringst du heute keine Familie mehr durch.
Das fände ich aber gut. Braun ist daran gar nix. Vielleicht empfinden das heute schon Leute? Wie kommt das?

Von Homophobie steht da im Programm auch nix von wegen Verbot o.ä.
Frau Weidel zB ist offen lesbisch und verheimlicht da gar nix. Trotzdem steht sie 100% für das klassische Familienbild.

Also ich kann deinen Worten leider nicht folgen, das klingt nach ideologischem Bäh gegen ein Familienbild, worauf Deutschland seinen Wohlstand, seine Kultur, seine Geschichte, seine Städte Indoeuropäer vieles worum uns die Wekt beneidet, aufbaute.
Warum das alles jetzt auf einmal so ist, das ich mich als Deutscher, Hetero, Vater von Kindern, Steuerzahler ohne Migrationshintergrund rechtfertigen sollte?

Übrigens möchte ich auch nicht das meine Kinder in der Kita oder Grundschule beigebracht bekommen, es wäre normal, schwul oder lesbisch oder sonstwie zu sein.
Das ist nämlich nicht die Regel. Ich wünsche mir aber, das sie Toleranz lernen.


Ja Frauen bekommen Kinder, über diesen Punkt müssen wir nicht diskutieren. Aber es geht nicht darum, wer biologisch dazu fähig ist, sondern darum, wer rechtliche Sicherheit bei der Erziehung genießt und wer Kinder überhaupt erziehen darf.
Wenn wir Menschen an den gleichen Rechten teilnehmen lassen, nehmen wir diese doch den anderen nicht! Zu Zeiten der Rassentrennung konnte man es den Menschen ähnlich schwer verständlich machen, warum Weiße und Schwarze die gleichen Rechte haben sollen. Genau das Gleiche diskutieren wir heute zwischen hetero- und gleichgeschlechtlichen Paaren.
Über 90% der Bevölkerung lebt in heteronormativen Verbindungen, warum müssen wir dann Angst haben, dass unsere Kinder verderben, wenn ein Paar, neben neun Paaren, eben aus Mutter-Mutter oder Vater-Vater besteht? Und warum darf dies nicht schon von Anfang an so kommuniziert werden?
Drastisch gesprochen: würde man alle LGBT-Menschen auf einen anderen, lebensfreundlichen Planeten schicken, hätte man in der kommenden Generation wieder genau die gleiche Anzahl, die man kürzlich erst wegschickte. Es ist der Lauf der Natur, dass Menschen (und andere Spezies) unterschiedlich lieben und entsprechende Verbindungen eingeben. Wenn wir so tun, als gäbe es das nicht, ignorieren und diskriminieren wir wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft.

Rockatanski hat geschrieben:
Sozialpolitik: ich finde es gut, wenn man als Familie etwas erarbeitet hat und es seinen Kindern damit ermöglichen kann, es einmal besser haben zu können wie man selbst und die eigenen Eltern/Grosseltern.
Das spornt an, Substanz/Vermögen aufzubauen.

Muss man nicht, man kann auch finden, bei der Geburt sind alle gleichtuend niemand darf etwas vererbt oder geschenkt bekommen.
Für den Ausgleich und zur Verhinderung von Auswüchsen hat die Politik zu sorgen.

Wie sie das macht, dürfen wir als Wähler entscheiden. Ich finde die heutige Sozial- /Familienpolitik, inkl.Rentenpolitik, Pflege- und Behindertenpolitik überhaupt nicht gut.

Wehrpflicht fand ich gut, alternativ Zivildienst für die Kriegsdienstverweigerer auch. War ein gutes System.


Wenn du mir aufzeigst, dass eine Familie durch den Wegfall von Erbschafts- und Vermögenssteuer erst zu Reichtum kam, dann will ich schweigen. Wie gesagt, wir als Bürger sind eine große Familie, mit starken Schultern und mit schwachen. Daher sollten manche Diskussionen um Wohlstand und Reichtum besser vor diesem Kontext geführt werden, als Angst darum zu haben, dass etwas weggenommen wird.
Die Wahrscheinlichkeit heute, durch ein Angestellenverhältnis zu großen Wohlstand zu kommen ist heute kleiner denn je. Viele Menschen in der Bundesrepublik verdienen um die 2000 Euro, davon kann man heute nicht leben und auf der anderen Seite werden Vermögen in Händen weniger dermaßen schnell vermehrt, was jedoch kaum mehr in den Wirtschaftskreislauf zurückkommt, sondern konzentriert bleibt. Die Schere geht auf, zwischen Arm und Reich und schließt sich nicht. Das macht solche Programme, die "Reichensteuern" abschaffen wollen nicht besser, dazu kommen eben noch Beitragsbemessungsgrenzen und keine Finanztransaktionssteuer.

Wem oder was ist mit der Wehrpflicht geholfen? Die Bundeswehr braucht keine billigen Lakaien, um so zu tun, als ob ABC Alarm wäre oder um an den Schießstand zu fahren. Eine kleinere Truppenstärke würde weniger Probleme bereiten geeignetes Personal zu finden. In den Sozialverbänden fehlen helfende Hände jedoch an allen Ecken und Kanten und jeder junge Mensch, ich selbst hab Zivi gemacht, sollte sich mit der Welt der Hilfsbedürftigen beschäftigen, um einen kleinen Einblick darin zu bekommen, was die Herausforderungen auf dieser Seite des Lebens sind.
Wenn wir dies gesamteuropäisch aufziehen, verbinden wir die Menschen miteinander und schaffen so Kontakte, Kommunikation und neue Blickwinkel. Wir sehen, dass z.B. Franzosen, Bulgarier, Finnen, Italiener, Portugiesen sehr nette und freundliche Menschen sind, man tauscht sich aus und lernt so, was die Probleme des jeweils anderen sind. Nur durch Verstehen lösten wir Konflikte und Probleme, es gibt keinen einfacheren und schwierigeren Weg zugleich.

Rockatanski hat geschrieben:
Land ohne Armee, in Utopia evtl.
Aber nicht hier in der Realität. Ein Dienst für das Land, welches einem Schutz und Sicherheit bietet, ist meiner Meinung nach obligatorisch.


So utopisch ist das nicht, schauen wir nach Europa findet sich Island (mit Luftsicherheitsunterstützung aus Norwegen) wieder, schauen wir nach Zentralamerika, findet sich z.B. Costa Rica. Auffindbar bei wiki unter "List of countries without armed forces".
Aber im Grunde geht es mir auch nicht um Abschaffung der Bundeswehr, erfüllt sie gerade im Katastropheneinsatz wertvolle Dienste, jedoch ist Aufrüstung für uns hier in Zentraleuropa widersinnig.

Rockatanski hat geschrieben:
Deinen letzten Absatz unterschreibe ich auch, 100% und das alles in Deckungsgleichheit des AfD - Programms.

Komisch, nicht? Vielleicht sollten wir einfach einmal aufmerksam einander zuhören und nicht aus ideologischen Gründen andere Meinungen gleich in Grund und Boden verdammen?

Ich mag zB den heutigen Kretschmann, auch der Boris Palmer hat vernünftige Ansichten. Beide machen an ihren Stellen einen guten Job soweit ich das beurteilen kann. Haben auch gute Wahlergebnisse. Sind aber beide Ausnahmen, die ich nicht mit Grün gleichsetzen kann. Stichwort Künast Görung-Eckhardt Roth Beck ....

Aber es gibt da eben auch noch andere Stimmen, da fehlt mir dann die realitätsnähe Konsensfindung bei den Grünen. Auch solche Geschichten mit Drogen/Pädophilie/Unterstützung radikaler Gruppierungen aus der Vergangenheit machen mir Probleme. Damit scheidet Grün aus.

Vielleicht nachvollziehbar?
Warum hier immer braun und damit "nazi" angeführt wird, liegt ja nicht am Parteiprogramm, oder?

Einen guten Tag!

Genau das möchte ich auch, dass wir uns einander aufmerksam zuhören und den Kontakt miteinander suchen: sei es in der Klima- und Naturschutzpolitik, sei es in der Gender- und LGBT-Politik, sei es in der Verteilung von Arm und Reich, sei es mit den Sozialverbänden, sei es zwischen uns Europäern. Es gibt für mich keine Menschen zweiter Klasse, egal voher sie stammen oder wer sie sind, das ist unverhandelbar für mich, darum ist es mir auch so wichtig auf die Brisanz des AFD-Wahlprogramms hinzudeuten und die Paar Punkte die ich auf Seite 6, hier im Forum aufzählte, sind ja nur schnelle Ausschnitte.
Bereits bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg setzte ich mich damit auseinader und die AFD ist offensichtlich nicht menschenfreundlich, noch sozial, noch umweltbewusst aufgestellt.

Den Grünen die -auch ich finde das befremdlich- pädophilen Auswüchse der 70er Jahre vorzuhalten, ist wie den Linken vorzuwerfen, dass sie eine Ausgeburt der SED wären. Die Parteien stehen werder für Pädophilie, noch für ein abschottendes, kommunistisches Regime.
Aber die AFD aus Protest zu wählen, wäre so vernünftig, wie sich mit einer Krankheit zu infizieren, um gesund zu werden. Wir müssen aus unserer Geschichte lernen, dass radikale Parteien nicht dem Wohle aller dienen, es gibt Alternativen zur Alternative für(?) Deutschland.

Alles Gute!
Auf die bestmögliche Zukunft!

The only thing worse than being blind is having sight but no vision. *Helen Keller
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Mathie » 7. Jan 2017, 14:01

Da hier mehrfach das Programm der AfD angesprochen wurde, möchte ich auch nochmal darauf eingehen.

Ich finde es auffällig, dass das Programm in zentralen Teilen wie der Familienpolitik, Umwelt, Migration unwahre Tatsachenbehauptungen zur Basis der Programmatik macht.

In der Familienpolitik wird behauptet, dass Deutschland die niedrigste Geburtenrate Europas habe, was bei weitem nicht stimmt. (5.4.1 des Programms)

http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table. ... e=tsdde220

In gleichen Kontext wird über die Benachteiligung von Familien gegenüber Kinderlosen und die daraus resultierende "Familienarmut" gesprochen. Das tatsächlich größte Armutsrisiko, nämlich die alleinerziehende Elternschaft wird hier nicht erwähnt.

In 6.6 des des Grundsatzprogramms wird von einer "Masseneinwanderung, hauptsächlich aus muslimischen Staaten" gesprochen. Derzeit leben in Deutschland gut 11 Mio Menschen, die aus dem Ausland eingewandert sind, davon stammen jedoch lediglich gut 2 Mio aus muslimischen Staaten.

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... aaten.html

Eine weitere unwahre Tatsachenbehauptung, die als Basis für die Programmatik der AfD herhalten muss findet sich unter 12.1

"IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus."

Also wären 100% CO2 ideal für die Welternährung! Hier verzichte ich mal gegen meine Gewohnheit darauf, einen Link zum Beleg des Gegenteils zu posten.

Das Wirtschaftsprogramm finde ich als Ordo-Liberaler durchaus akzeptabel, auch wenn ich nicht alles unterschreiben würde, aber das auf unwahren Tatsachenbehauptungen basierende Programm zu Migration, Gesellschaft und Umwelt macht die Partei für mich völlig unwählbar. Und ich denke jeder, der die AfD wählt, sollte sich im Klaren sein, dass die Programmatik der AfD in wesentlichen Teilen auf unwahren Tatsachenbehauptungen beruht.

Deutschland ist ein freies Land und ich bin froh, dass auch eine Partei wie die AfD existieren darf. Dass sie so viel Zuspruch findet, stimmt mich bezüglich der Urteilsfähigkeit der Menschen traurig. Man kann in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung sein und ich vertrete oft Minderheitenmeinungen. Was ich unakzeptabel finde, ist wenn man mit unwahren Tatsachenbehauptungen Stimmungen beeinflussen will.

Ich habe bei der letzten Bundestagswahl die FDP gewählt und würde das heute wieder tun. Fühle mich sicherlich auch deshalb von der jetzigen Bundesregierung in weiten Teilen schlecht vertreten, insbesondere Nahles, Schwesig, Schmidt, Maas und Dobrindt sind in meinen Augen erbärmliche Fehlbesetzungen, wohingegen ich von der vielgescholtenen Kanzlerin ein überwiegend positives Bild habe. Es gibt bei Politikern gute und schlechte und alles dazwischen, so wie überall in der Bevölkerung. Die übliche generelle Politikerschelte und vor allem die Hoffnung, dass die Qualität der Politik besser würde, wenn man "es denen da oben mal richtig zeigt", teile ich nicht.

Mit der AfD an der Macht würde alles, was mich an der jetzigen Regierung stört um ein Vielfaches schlimmer! Dass irgendetwas besser würde, kann ich nicht sehen.

Gruß Mathie
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Leto » 7. Jan 2017, 14:11

Mathie hat geschrieben:Da hier mehrfach das Programm der AfD angesprochen wurde, möchte ich auch nochmal darauf eingehen.

Ich finde es auffällig, dass das Programm in zentralen Teilen wie der Familienpolitik, Umwelt, Migration unwahre Tatsachenbehauptungen zur Basis der Programmatik macht.

In der Familienpolitik wird behauptet, dass Deutschland die niedrigste Geburtenrate Europas habe, was bei weitem nicht stimmt. (5.4.1 des Programms)

http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table. ... e=tsdde220

In gleichen Kontext wird über die Benachteiligung von Familien gegenüber Kinderlosen und die daraus resultierende "Familienarmut" gesprochen. Das tatsächlich größte Armutsrisiko, nämlich die alleinerziehende Elternschaft wird hier nicht erwähnt.

In 6.6 des des Grundsatzprogramms wird von einer "Masseneinwanderung, hauptsächlich aus muslimischen Staaten" gesprochen. Derzeit leben in Deutschland gut 11 Mio Menschen, die aus dem Ausland eingewandert sind, davon stammen jedoch lediglich gut 2 Mio aus muslimischen Staaten.

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... aaten.html

Eine weitere unwahre Tatsachenbehauptung, die als Basis für die Programmatik der AfD herhalten muss findet sich unter 12.1

"IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus."

Also wären 100% CO2 ideal für die Welternährung! Hier verzichte ich mal gegen meine Gewohnheit darauf, einen Link zum Beleg des Gegenteils zu posten.

Das Wirtschaftsprogramm finde ich als Ordo-Liberaler durchaus akzeptabel, auch wenn ich nicht alles unterschreiben würde, aber das auf unwahren Tatsachenbehauptungen basierende Programm zu Migration, Gesellschaft und Umwelt macht die Partei für mich völlig unwählbar. Und ich denke jeder, der die AfD wählt, sollte sich im Klaren sein, dass die Programmatik der AfD in wesentlichen Teilen auf unwahren Tatsachenbehauptungen beruht.

Deutschland ist ein freies Land und ich bin froh, dass auch eine Partei wie die AfD existieren darf. Dass sie so viel Zuspruch findet, stimmt mich bezüglich der Urteilsfähigkeit der Menschen traurig. Man kann in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung sein und ich vertrete oft Minderheitenmeinungen. Was ich unakzeptabel finde, ist wenn man mit unwahren Tatsachenbehauptungen Stimmungen beeinflussen will.

Ich habe bei der letzten Bundestagswahl die FDP gewählt und würde das heute wieder tun. Fühle mich sicherlich auch deshalb von der jetzigen Bundesregierung in weiten Teilen schlecht vertreten, insbesondere Nahles, Schwesig, Schmidt, Maas und Dobrindt sind in meinen Augen erbärmliche Fehlbesetzungen, wohingegen ich von der vielgescholtenen Kanzlerin ein überwiegend positives Bild habe. Es gibt bei Politikern gute und schlechte und alles dazwischen, so wie überall in der Bevölkerung. Die übliche generelle Politikerschelte und vor allem die Hoffnung, dass die Qualität der Politik besser würde, wenn man "es denen da oben mal richtig zeigt", teile ich nicht.

Mit der AfD an der Macht würde alles, was mich an der jetzigen Regierung stört um ein Vielfaches schlimmer! Dass irgendetwas besser würde, kann ich nicht sehen.

Gruß Mathie


Kommt nicht oft vor aber ich stimme Dir in allen Punkten zu.
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Re: Was würdet ihr wählen wenn morgen Bundestagswahl wäre?

von Rockatanski » 7. Jan 2017, 15:00

@Adastremos

Na, da sind wir ja gar nicht weit auseinander, nur zieht ein jeder andere Schlussfolgerungen bzw Lösungsansätze. Genau das sollte die Politik auch abbilden und dann mit Argumenten dafür werben.

Bei einem Glas Wein am Abend wäre hier eine sicherlich befruchtenden und informative Runde möglich.

VG
 
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