Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von Bones » 17. Jun 2018, 14:57

grizzzly hat geschrieben:[.....]Ich bleibe dabei das eine positive Berichterstattung dem System E-Mobilität viel zugänglicher wäre. [.....]


Da bin ich voll bei Dir, aber man kann und sollte die unbequemen Dinge nicht einfach unter den Tisch kehren.
Erwartungen zu schüren, die in Enttäuschungen münden, sind nur kurzfristig positiv.
Schwachstellen aufzuzeigen, die dann auch angegangen und beseitigt werden, sind genauso wichtig.
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von grizzzly » 17. Jun 2018, 15:26

Da geb ich Dir auch Recht.
Aber die Ladesäulen können nix dafür das das Konzept fehlender Akku Kühlung ein Mist ist.
Dann darfst den Artikel mMn nicht als E-Mobilität Test im allg aufmachen was hier suggeriert wird sondern musst sagen das der Wagen mies ist. Und es mit anderen Fahrzeugen (ala Tesla) durchaus sehr gut funktioniert. Oder eben den Test mit einem guten und schlechten Produkt im Vergleich machen.
An sich macht die ct keine solchen Einseitigen Berichte. Und daher bin ich da sehr enttäuscht.
Die Leserschaft der ct hat nach meinem Empfinden (wue bei den IT Produkten auch) durchaus eine fairere Berichterstattung verdient.
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von crazyeddie » 17. Jun 2018, 15:51

Generell sehe ich diese Langstreckenversuche mit Kurzstreckenautos auch sehr kritisch. Da wird dann was gezeigt, was allen Informierten vorher klar war und für alle Uninformierten bleibt dann hängen "taugt nix".

Diesen Test als Vergleich, um zu zeigen was sich in zwei Jahren getan hat, finde ich wiederum etwas spannender. Und dass das Ergebnis auf Grund des Autos jetzt schlechter ausfällt, dafür können die Tester ja nichts. Deren Absicht war sicher eher eine Verbesserung aufzuzeigen, denn sie machen mir jetzt nicht den Eindruck von Anti-EV-Trollen.

Jetzt sollten sie mal einen Ioniq nehmen und als Benchmark ein Model S100D. Klar ist das für die meisten finanziell nicht erreichbar, aber um die Richtung aufzuzeigen wo es ingesamt mit der Elektromobilität hingeht (bzw. hingehen sollte) ist das doch relevant. Nächstes Jahr können sie dann ja hoffentlich das Model 3 mit einbeziehen.
 
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von Mathie » 17. Jun 2018, 17:06

grizzzly hat geschrieben:Aber die Ladesäulen können nix dafür das das Konzept fehlender Akku Kühlung ein Mist ist.

Die schlechte Lade-Erfahrung rührt aber nur zum Teil daher, dass der Leaf nur passives Thermomanagement kann. Wenn der RFID-Chip deaktiviert wird, ohne, dass das an den Säulen kenntlich gemacht wird und die App dann eine Falsche Reihenfolge der Schritte zum erfolgreichen Laden suggeriert, dann kann da nur der Ladesäulen Betreiber etwas dran ändern.

Dann darfst den Artikel mMn nicht als E-Mobilität Test im allg aufmachen was hier suggeriert wird sondern musst sagen das der Wagen mies ist.

Für mich klang das nicht wie ein allgemeiner E-Mobilitätstest, sondern eindeutig nach dem Wunsch die Erfahrungen von vor zwei Jahren mit dem neuen Leaf zu überprüfen. Ich denke die Autoren hatten erwartet eine sehr viel bessere Erfahrung zu machen und haben ja auch zugegeben, dass sie sich am Anfang verfahren haben, weil sie sich auf das Navi im Smartphone verlassen haben, und nicht auf das korrekt funktionierende Navi im Nissan.

Und es mit anderen Fahrzeugen (ala Tesla) durchaus sehr gut funktioniert. Oder eben den Test mit einem guten und schlechten Produkt im Vergleich machen.

Das war ein Live-Blog direkt bei jeder Ladepause hochgeladen, außer am Abend, weil sie da Netzwerkproblem hatten, und das Video nicht durchging (Video habe ich mir nicht angeschaut, wenn sich Deine Kritik darauf bezieht, kann ich nix zu sagen)

An sich macht die ct keine solchen Einseitigen Berichte.

Dann warte doch mal auf den Bericht in der c‘t da erwarte ich auch einen strukturierteren Bericht mit Einordnung der Erlebnisse.

Und daher bin ich da sehr enttäuscht.
Die Leserschaft der ct hat nach meinem Empfinden (wue bei den IT Produkten auch) durchaus eine fairere Berichterstattung verdient.

Ich fand die Berichterstattung fair und authentisch. Das Fahren mit dem Leaf würde ja als sehr angenehm gelobt, eigene Fehler der Autoren (Smartphone stat Auto geglaubt) wurden als solche thematisiert.

Dass die Userexperience bei manchen Ladesäulen für Gelegenheitsnutzer unterirdisch ist, stimmt mit meiner Erfahrung leider überein. Ich meide das ganze Ladekartengedöns. Hab mal glaube ich in Rostock eine App für den ÖPNV genutzt, um an einer Ladesäule zu laden, sowas mag aus Sicht der Stadtwerke intuitiv sein, eine App für alles anzubieten. Aus Sicht eines auswärtigen Elektroautofahrers, der ausnahmsweise mal dort laden will, ist das eine Quälerei. In einer anderen Stadt hab ich mal in einem Parkhaus versucht über SMS den Ladestrom zu zahlen, was auch erst nach Telefonat mit der Hotline klappte. Da hatte ich zwar einen Fehler gemacht, aber irgendetwas an der Reihenfolge wann man wo einstecken, schicken und dann auf der anderen Seite einstecken sollte, war so unintuitiv, dass ich es ohne Hotline eben nicht hinbekommen habe.

Das ist halt leider eine elende User-Experience.

Ich fand das Blog durchaus interessant, auch wenn ich mir einen positiveren Ausgang gewünscht habe, als ich dieses am Morgen des ersten Tags verlinkt habe.

Gruß Mathie
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von volker » 18. Jun 2018, 09:55

Mathie hat geschrieben:Dass die Userexperience bei manchen Ladesäulen für Gelegenheitsnutzer unterirdisch ist, stimmt mit meiner Erfahrung leider überein. Ich meide das ganze Ladekartengedöns.


Ich meide das auch. Gerade gestern eine kurze Recherche gemacht, welche Ladestationen auf dem Weg zum Ausflugsziel liegen. Haarsträubend ist es, wenn eine ganze Stadt mit Ladesäulen zugepflastert ist, aber man jede einzelne davon nicht nutzen kann weil man genau diese Karte oder App nicht hat, Öffnungszeiten (am Wochenende geschlossen), wird nur auf Anfrage eingeschaltet - bitte vorher anrufen, jadajada.

Da ist man mit einem Tesla einfach verwöhnt und urteilt leicht vom hohen Ross herunter, wie umständlich E-Mobilität für alle anderen ist.
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von grizzzly » 18. Jun 2018, 10:48

Guddi, ich will das jetzt auch nicht zu negativ sehen. Vielleicht hat mich die Idee auch auf dem linken Fuß erwischt.

Und ansonsten bin ich mit Crazyeddie's letztem Absatz konform ;-)
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von prodatron » 18. Jun 2018, 11:13

volker hat geschrieben:Ich meide das auch. Gerade gestern eine kurze Recherche gemacht, welche Ladestationen auf dem Weg zum Ausflugsziel liegen. Haarsträubend ist es, wenn eine ganze Stadt mit Ladesäulen zugepflastert ist, aber man jede einzelne davon nicht nutzen kann weil man genau diese Karte oder App nicht hat, Öffnungszeiten (am Wochenende geschlossen), wird nur auf Anfrage eingeschaltet - bitte vorher anrufen, jadajada.

Da ist man mit einem Tesla einfach verwöhnt und urteilt leicht vom hohen Ross herunter, wie umständlich E-Mobilität für alle anderen ist.

Ist das nicht eher ein rein deutsches Problem? In Deutschland habe ich tatsächlich noch nie an einer öffentlichen Säule geladen (genau weil ich sowas immer befürchtet habe), in den nahen Niederlanden mache ich das mehrmals pro Jahr und weder das Auffinden von freien Säulen am Zielort, noch das Starten des Ladevorganges mit TNM oder Plugsurfing RFID war jemals ein Problem.
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Re: Artikel in ct 14/2016 zu Langstrecke mit Nissan Leaf

von volker » 18. Jun 2018, 12:49

Mag sein, die c't-Reporter sind aber nun mal in Deutschland rum gefahren. Da ist der Verweis auf Holland höchstens in der Form nützlich, dass eine funktionierende Lade-Infrastruktur sehr wohl aufgebaut werden kann, aber hierzulande noch Verbesserungsbedarf hat.
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