Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von JeanSho » 26. Feb 2017, 17:21

Danke. Mein jüngstes Gespräch in Potsdam lässt Zuversicht aufkommen. Dort will man vielleicht klotzen statt kleckern. Aber mal sehen, was die Krämerseelen daraus machen am Ende
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von Elektroniker » 26. Feb 2017, 20:04

Mathie hat geschrieben:Ich bevorzuge dann doch eine differenzierte Sichtweise und halte deshalb das Töten eines Menschen um andere Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen für verwerflicher als das emittieren giftiger Gase aus Verbrennungsmotoren, auch wenn an letzterem in toto mehr Menschen sterben.

Auch dann, wenn das Emittieren giftiger Gase (NOx) aus Verbrennungsmotoren herbeigeführt wird von quasi allen etablierten Autokonzernen unter bewusster Umgehung bzw. Missachtung gesetzlicher Vorschriften ausschließlich zur Gewinnmaximierung der Autokonzerne selbst?
Und das, obwohl die Autokonzerne genau wissen, dass es Gesundheitsschäden bis hin zu Todesfällen zur Folge hat.

Ich denke, dass es das ist, was Hitchhiker so auf die Palme bringt.
Und das zurecht!
Meines Erachtens ist dieser Skandal, den man durchaus auch als "Massenmord an Unbekannten" bezeichnen kann, noch gar nicht in ausreichendem Maße in der Öffentlichkeit gewürdigt worden. :twisted:
Das wird viel zu schnell und zu sehr verharmlost und relativiert.
Auch hier im Forum wird das verharmlost und sehr bereitwillig relativiert, was mich schon arg erstaunt. :cry:
 
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von Abgemeldet 06-2018 » 26. Feb 2017, 21:03

@Dr.Mabuse:
Du hast recht und ich kann das was du schreibst im Grunde auch so unterschreiben. Es sind definitiv die raffgierigen Firmenlenker und korrupten Poliker, die hier das Gros der Schuld für das sinnlose Sterben auf sich geladen haben.
Nur weigere ich mich jemanden nur aufgrund seines Einkommens davon freizusprechen auf das Leben seiner Mitbürger Rücksicht zu nehmen.
Man muss in den allermeisten Fällen nicht zwingend mit einem Auto in eine Großstadt einfahren, da gibt es so dermaßen viele Alternativen.
Sei es beispielsweise mit dem Pedelec ins Büro, Park & Ride nutzen oder gleich mit dem ÖPNV. Bei den meisten Menschen scheitert es doch eher aufgrund der Faulheit und Bequemlichkeit und nicht wegen Geldmangel.
Mich regt einfach auf, dass es nicht viel Aufwand bedarf um den Wahnsinn zumindest in ein paar Jahren endgültig zu stoppen, tatsächlich passiert aber fast nichts und jeder schaut nur weg statt wenigstens mal vor der eigenen Haustüre zu kehren.
 
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von volker » 26. Feb 2017, 23:18

Aufregung, Empörung über den Skandal und dessen schleppende Aufarbeitung sowie das Schützen der Verantwortlichen vor irgendwelchen Konsequenzen sind völlig OK.

Wir haben hier eine Diskussion in die Gesellschaft zu tragen, die bisher mangels Alternativen ein "Ja, schon, geht halt nicht anders" in den manchmal vorhandenen Bart murmelt. Wenn ich da die Wortkeule "Terrorismus" schwinge, erreiche ich gar nichts. Mir geht es nur um die Formulierung und die Au0enwirkung der Diskussion.
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von OS Electric Drive » 27. Feb 2017, 09:44

Mich wundert es so oder so, dass ein Flüchtling der eine Bananenschale im Park wegwirft für mehr Empörung sorgt als der ganze Abgasskandal überhaupt keine Aufregung bringt und die "dummen" Grünen sich für sinnlose Steuerpolemik, Diskriminierung von Silvestergästen in Köln etc einsetzen.
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von BananenBrot » 27. Feb 2017, 12:11

Naja wenn man so eine Kernfunktion wie die Mobilität grundlegend umstellen will kostet das natürlich Geld und will man das sozialveträglich machen sogar sicher recht viel - da eine Vermögenssteuer einzuführen bzw durchzusetzen (offiziell ist die ja nur ausgesetzt) insbesondere für Unternehmen um eine langfristig sichere Finanzierung zu haben ist natürlich durchaus wirtschaftlich sinnvoll. Wenn man den Unternehmenswert besteuert statt nur die Gewinne gibt es auch weniger Tricks sich dem zu entziehen und man hat auch berechenbare Einnahmen wenn die Konjunktur etwas stottert :)

Nun der Abgasskandal ist doch soweit nun durch - denke Diesel werden weniger verkauft im PKW Bereich sicher mittelfristig in Deutschland auslaufen.

Was soll man da denn noch gross machen die Grünen demonstrieren ja auch nicht mehr gegen Atomkraft, weil eben das erreicht wurde was man wollte auch wenn das noch nicht alles umgesetzt ist - wenn dann muss man sich nun auf die Zukunft konzentrieren?

Dass das langsam verläuft und man ohne Beweise jeden anklagen oder beschuldigen kann das ist halt der "böse" Rechtsstaat - dass die Grünen sich daran halten finde ich nun keinen Nachteil und dass man sich um die Gegenfinanzierung vorher kümmert ist doch auch gut und zeigt doch auch man hat aus "uh das kostet nur ne Kugel Eis im Monat hab ich selbst berechnet" gelernt :D
 
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von BerlinTesla » 27. Feb 2017, 15:17

hiTCH-HiKER hat geschrieben: ....Es sind definitiv die ... korrupten Poliker, die hier das Gros der Schuld für das sinnlose Sterben auf sich geladen haben.


Nur für mich zum Verständnis, kannst du das irgendwie belegen oder hast du Beweise für Korruption? Wenn du diese hast, bin ich daran Höchstinteressiert, sonst würdest du das ja nicht schreiben und kein Feinstaubsalafismus betreiben, oder?
Korruption ist ein Straftatbestand und sollte Dank deines Wissens zur Anzeige gebracht werden. So kann etwas geändert werden.
http://www.rodorf.de/03_stgb/bt_26.htm#01
Ab §331 wird es im Strafgesetzbuch interessant.
https://dejure.org/gesetze/StGB/331.html
Neuer Tesla mit SuC Free gewünscht? - http://ts.la/sylvia7861
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Re: Feinstaubalarm in Stuttgart - reloaded

von Abgemeldet 06-2018 » 27. Feb 2017, 16:41

BerlinTesla hat geschrieben:Nur für mich zum Verständnis, kannst du das irgendwie belegen oder hast du Beweise für Korruption? Wenn du diese hast, bin ich daran Höchstinteressiert, sonst würdest du das ja nicht schreiben und kein Feinstaubsalafismus betreiben, oder?
Korruption ist ein Straftatbestand und sollte Dank deines Wissens zur Anzeige gebracht werden. So kann etwas geändert werden.


Ich frage mich mittlerweile ernsthaft ob du hier verdeckt Lobbyarbeit für diese Vereine verrichtest oder ob du tatsächlich dermaßen schlecht über die Sachlage informiert bist.

Definition von Korruption:
ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik oder auch in nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisationen (zum Beispiel Stiftungen), um für sich oder Dritte einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtmäßiger Anspruch besteht.


Wenn das KBA den Autoherstellern Narrenfreiheit bei den Prüfberichten erteilt, ist das für dich etwa keine schwere Korruption?
-> http://www.spiegel.de/auto/aktuell/absp ... 20641.html

Auch dass keine Unterlagen herausgegeben werden, was lediglich den Autoherstellern einen Vorteil bringt, das stinkt zum Himmel und trägt nicht zum Vertrauen bei, selbst wenn das möglicherweise noch in einer rechtlichen Grauzone abläuft. Die ganze Zusammenarbeit zwischen Autoindustrie und Politik in Deutschland ist auf dem Niveau einer Bananenrepublik und rechtlich nicht nur fragwürdig, sondern aus meiner Sicht durch und durch korrupt.

Übrigens muss ich mir die Arbeit nun wirklich nicht machen die Machenschaften des KBA zur Anzeige zu bringen, das haben andere längst erledigt:
-> http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abga ... 18795.html


Ich sehe es als sehr viel sinnvoller an vernünftige Geldbeträge an die DUH zu überweisen.
Denn die haben die Experten an Bord und ich kann mit meiner normalen Arbeitstätigkeit sowie Spenden in Summe sehr viel mehr erreichen als wenn ich auf kommunaler Ebene gegen irgendwelche Betonköpfe argumentiere (am Ende auch noch mit weichgespülter Rhetorik, um ja keine Gefühle zu verletzen) und im Ergebnis nur selbst einen dicken Hals bekomme.

So ein Jahrhundert-Skandal muss von unseren höchsten Gerichten restlos aufgeklärt und geahndet werden, aber leider bringt lokales Engagement einzelner Aktivisten hier wenig. Letzteres mag hilfreich sein um die Basis auf die Probleme aufmerksam zu machen, die Verantwortlichen für das Ganze juckt das aber wenig.
 
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