Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

Allgemeine Informationen zur mobilen Zukunft...

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Yellow » 4. Okt 2015, 23:48

Junge, Junge... das nennt sich "Gestaltungsmissbrauch" und dass Du damit bisher immer durchgekommen bist, sollte kein Vorbild für andere sein!

-> http://www.steuertipps.de/selbststaendi ... -fahrzeugs

Der Herr Hoeneß ist auch viele Jahre nicht erwischt worden ;-)
Tesla-Fahrer seit 03/2014, Moderator seit 09/2016
Bis 06/2015: P85, bis 12/2016: S85D, bis 03/2019: X90D, ab 03/2019: M3 LR (als Zweitwagen)
Ab 07/2019: XP100D, aussen & innen weiss, 20", 6-Sitzer, AP3
http://ts.la/stefan7726
Benutzeravatar
Moderator
 
Beiträge: 9484
Registriert: 8. Jan 2013, 17:31
Wohnort: Hannover (Deutschland)

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Boris » 5. Okt 2015, 00:00

Yellow hat recht, Wassermann lies einfach den Link von Yellow, da steht warum das nicht funktioniert.

Wenn Du 25 Jahre keine Probleme hattest, dann mag das sein. Vielleicht war der Restwert damals ca. Verkehrswert. Oder die Prüfer haben den vermeintlichen Trick nicht erkannt. Oder sie haben nicht geprüft wer das Fahrzeug zu diesem unrealistisch niedrigen Restwert gekauft hat. Die sind vermutlich gutgläubig davon ausgegangen dass Du einfach zurückgegeben und ein fremder Dritter das Fahrzeug erworben hat.
Model S: P85+, Multicoat Rot, ausgeliefert 06.03.2014
Model 3: LR DualDrive, AP, Midnight, ausgeliefert 15.02.2019
1x Model 3 Reservierung vom 02.04.2016 in Reserve
 
Beiträge: 4017
Registriert: 5. Jul 2013, 15:37
Wohnort: Hamburg

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Wassermann » 5. Okt 2015, 00:03

Auf welcher Seite stehst du denn?

Klar, wenn man das das so dämlich einstielt, kann es ja nur in die Hose gehen. Geh' doch bitte mal kreativ an die Sache ran:

Verkaufsbeschreibung:

Zum Verkauf steht ein Eletrofahrzeug der ersten Generation mit folgenden Mängeln:

Der Tesla VIN xxxx hat bereits xx Kilometer gelaufen und die Garantie des Herstellers läuft zum xxx ab. Eine Verlängerung der Garantie besteht nicht. Es ist mit Austauschkosten hinsichtlich des Akkus mit xxx € zu rechnen. Als Verkäufer distanzieren wir uns explizit von der Übernahme weiterer Kosten und wüschen Ihnen viel Glück beim Fahren eines Autos, dem die Zukunft gehören soll. Aus diesem Grund möchten wir das Fahrzeug zum Preis von € xxx an Sie verkaufen und Sie darüber informieren, dass weitere Ansprüche nicht gestellt werden können.

Ende Aus und Nkolaus.
Grüße vom Chris

MS70 (ohne D), AP1, FW 8.1 (2018.18.2 301aeee)
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1029
Registriert: 30. Jan 2014, 00:54
Wohnort: Willich

Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Boris » 5. Okt 2015, 00:10

Deine Verkaufsbeschreibung wird leider keinen Betriebsprüfer überzeugen, weil alle Teslas gleichen Baujahrs und Laufleistung diese "Mängel" haben. Also schaut der Prüfer wie üblich in Schwacke u.ä. und schon ist Ende aus der Nikolaus.

Das hat mit "Seite" nichts zu tun, man muss das nur realistisch bewerten ob das steuerrechtlich zulässig ist und funktionieren kann. Mit Glück ja, aber steuerrechtlich richtig wäre das eben nicht.
Model S: P85+, Multicoat Rot, ausgeliefert 06.03.2014
Model 3: LR DualDrive, AP, Midnight, ausgeliefert 15.02.2019
1x Model 3 Reservierung vom 02.04.2016 in Reserve
 
Beiträge: 4017
Registriert: 5. Jul 2013, 15:37
Wohnort: Hamburg

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Wassermann » 5. Okt 2015, 00:15

+1, weil ich deine Kompetenz schätze. Bin gerne aus auf weitere Reiberei, gehe jetzt aber ins Bett. Vielen Dank für deine Kompetenz hier im Forum. Man sieht sich. :D
Grüße vom Chris

MS70 (ohne D), AP1, FW 8.1 (2018.18.2 301aeee)
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1029
Registriert: 30. Jan 2014, 00:54
Wohnort: Willich

Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Yellow » 5. Okt 2015, 00:17

Du verwendest das Wort "kreativ" als Synonym für "illegal"!

"Kreativ" mag positiv klingen aber dahinter steckt trotzdem nur die Absicht, einen Gewinn aus dem Unternehmen zu ziehen, ohne ihn zu versteuern! Das ist Steuerhinterziehung und ich finde langsam, dass dieser Thread geschlossen oder sogar gelöscht werden sollte!

Ich will mich nicht auf dieses Niveau begeben und führe mein Unternehmen ehrlich und redlich!
Tesla-Fahrer seit 03/2014, Moderator seit 09/2016
Bis 06/2015: P85, bis 12/2016: S85D, bis 03/2019: X90D, ab 03/2019: M3 LR (als Zweitwagen)
Ab 07/2019: XP100D, aussen & innen weiss, 20", 6-Sitzer, AP3
http://ts.la/stefan7726
Benutzeravatar
Moderator
 
Beiträge: 9484
Registriert: 8. Jan 2013, 17:31
Wohnort: Hannover (Deutschland)

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von ammersee-tesla » 5. Okt 2015, 08:12

@Yellow Kreativ mit illegal gleichzusetzen ist schon starker Tobak.

Auch bei uns werden seit fast 20 Jahren die Wagen nach Leasingende rausgekauft.
Betriebsprüfungen gab es ohne Ende. Immer alles gesetzeskonform!
Du solltest vielleicht mal einen kreativen Buchhalter in deine Bücher schauen lassen. Vielleicht können einige Zahlen auch bei dir optimiert werden.


LG
Frank
1.ZOE seit 10.07.15
2.ZOE seit Mitte 2017
S 70 D seit 23.09.2015
Kona 64 seit 12.2018
Benutzeravatar
 
Beiträge: 861
Registriert: 17. Jul 2014, 12:55

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Capricorn » 5. Okt 2015, 11:19

Was soll man hier noch sagen....
Yellow hat natürlich Recht.

Das Konzept "Wassermann" kann vielleicht bei dem einen oder anderen funktionieren.
Tatsächlich ist es aber so, dass es sich hier um Stammtisch-Steuerberatung handelt, die
früher oder später auffliegt.

Das Steuerrecht ist viel zu komplex und individuell um hier so eine Instant-Lösung vorzutragen,
also nur umrühren und fertig.

Und noch etwas......falls hier jemand wieder so eine tolle Idee haben sollte,
dann seid bitte so schlau und macht das mit PN.
 
Beiträge: 34
Registriert: 14. Jan 2015, 10:50

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von Wassermann » 5. Okt 2015, 14:35

Ich habe mir das Urteil in letzter Instanz einmal angeschaut und es ist kein Wunder, dass der Bundesfinanzhof so entschieden hat:
http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=31148&pos=1&anz=84

Hier hat auch der Leasinggeber aus meiner Sicht fahrlässig gehandelt und einen Vertrag aufgesetzt, der bezüglich der Kalkulation des Restwertes weit an der Realität vorbei geht. 2.200 DM Monatsrate auf 36 Monate sind 79.200 DM – zzgl. Restwert von 17.082 DM sind also 96.282 DM an die Leasingbank geflossen. Der Kaufpreis des Wagens lag somit bei rund 86.000 DM.

Nach 3 Jahren einen Restwert von ca. 20% des Neuwagenpreises anzunehmen ist abenteuerlich. Folgerichtig ging es in diesem Fall in die Hose, zumal auch mehrfach nach diesem Schema verfahren wurde. Vielen Dank @Yellow für diesen Fund.

Jetzt mag man behaupten, dass ein Restwert von 30% ebenfalls abenteuerlich sei. Ich sehe das speziell bei einem Tesla anders. Wir erleben eine sich beschleunigende Senkung der Kosten bei den Akkus, damit einher schreitet ein Wertverlust, der sich vom Markt der Verbrenner abkoppelt. Insoweit ist es zukünftig meiner Meinung nach gegenüber dem FA darstellbar, diesen hohen Wertverlust bei der Gestaltung des Leasingvertrages (30% Restwert) argumentieren zu können.

Ich bin übrigens bei Verkäufen von Leasingrückläufern immer gut damit gefahren, ein Wertgutachten zu machen und dann zu einem leicht darüber befindlichem Preis an Dritte zu verkaufen. Selbstverständlich wurde der Gewinn dabei versteuert.

Die Vereinbarung eines festen Restwertes spart jede Menge Nerven zum Ende des Leasings, weil nicht über jeden Kratzer oder Einkaufswagenrempler diskutiert wird. Man weiss von vorne herein, was auf einen zu kommt und erlebt keine böse Überraschung.

Danke an das Forum für die sachliche Diskussion.
Grüße vom Chris

MS70 (ohne D), AP1, FW 8.1 (2018.18.2 301aeee)
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1029
Registriert: 30. Jan 2014, 00:54
Wohnort: Willich

Re: Leasing – eine möglichst hohe Rate kommt oft günstiger

von elrond » 5. Okt 2015, 14:42

Wassermann hat geschrieben:Jetzt mag man behaupten, dass ein Restwert von 30% ebenfalls abenteuerlich sei. Ich sehe das speziell bei einem Tesla anders. Wir erleben eine sich beschleunigende Senkung der Kosten bei den Akkus, damit einher schreitet ein Wertverlust, der sich vom Markt der Verbrenner abkoppelt. Insoweit ist es zukünftig meiner Meinung nach gegenüber dem FA darstellbar, diesen hohen Wertverlust bei der Gestaltung des Leasingvertrages (30% Restwert) argumentieren zu können.


Damit sind wir aber im Bereich von Deinen Vermutungen. Im Zweifelsfall wird ein Finanzprüfer das eben doch anders sehen - und dann darfst Du Deine Meinung eben vor Gericht durchsetzen - in solchen Fällen immer mit ungewissem Ausgang. In diesem Fall teile ich beispielsweise Deine Einschätzung nicht.

Wer das Risiko in Kauf nimmt, seine Zeit dann vor Gericht zu verbringen (bzw. seinen Steuerberater oder Anwalt damit zu beschäftigen), der mag das machen. In der Zeit verdiene ich lieber Geld :-)


Ciao,
Gerhard
Model S 85 D
 
Beiträge: 816
Registriert: 28. Feb 2015, 02:26
Wohnort: Timmendorfer Strand

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Santosh, Vogtlandy und 3 Gäste