Ökologischer Aspekt von E-Autos

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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von ManuaX » 31. Jan 2013, 19:01

Hi A2 Freund,

Seit ihr auch im A2 forum?

Habe einen der raren 1.6 er mit 81 kW da war der sprung zum TR nicht mehr gigantisch sondern nur noch riesig.
Ich nutze den übrigens immer noch und werde ihn nie verkaufen .
Er ist unser personen bus oder großraum transporter je nach dem was gerade gebraucht wird.
Wobei ich alle einkäufe mit dem TR erledige, Tetris ist dein Freund und helfer.

Schade das die Haftpflichtversicherung nicht billiger wird wenn die km weit unten sind aber ist ok.
Er bleibt absolut ein Raumwunder und rosten kann er so we iso nicht!

Mfg ManuaX
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von AQQU » 31. Jan 2013, 20:44

ManuaX hat geschrieben:Seit ihr auch im A2 forum?


Jau, bei den A2-Freunden. Aber nur noch seltenst.
Dein Roadster hätte genau meine Farbe :-)

.CHeers
OzBert
AQQU.ch --- https://www.tesla.com/de_CH/referral/oliver7046 : Coupon-Code „oliver7046“
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von Chris » 31. Jan 2013, 23:07

JeanSho hat geschrieben:Wer E-Auto fährt (behaupte ich mal) wird alsbald auch den Strom regenerativ beziehen (wollen). Dann ist auf dieser Seite fast nichts negatives mehr - außer die Herstellung von PV-Panelen.


Und wie sieht es mit der Herstellung der Lithium-Ionen-Akkus aus?
(Ja ich weis, dann müsste die Herstellung und Transport des Benzin beim Verbrenner auch mit berücksichtigt werden)
Nur zufälligerweise kam heute Abend meine Mum auf das Thema Abbau von Lithium und dessen Verarbeitung zu sprechen. Wo es wohl häufig zu Menschen unwürdigen Bedingungen abgebaut wird.
Ok beim Öl ist es vielleicht ähnlich, aber dennoch wollte mir da kein positives Argument einfallen um die Herstellung von Li-Ion-Akkus in ein besseres Licht zu rücken.
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von ManuaX » 1. Feb 2013, 00:00

Habe mal bei wiki geschaut und jetziges Li wird in Salzseen auf der ganzen wellt abgebaut weil es bis zu 1% davon sein kann darum noch kein bergbau nor oberflächen abbagern und rafinerieren ^,^
kannst also deiner mutter so sagen und ruhig schlafen, die lagerstätten sind auch in friedlichen regionen USA , Chile, Argentinien, Bolivien usw. natürlich auch ein grosteil in China

mfg ManuaX
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Re: AW: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von Volker.Berlin » 1. Feb 2013, 02:10

Chris hat geschrieben:Nur zufälligerweise kam heute Abend meine Mum auf das Thema Abbau von Lithium und dessen Verarbeitung zu sprechen. Wo es wohl häufig zu Menschen unwürdigen Bedingungen abgebaut wird.

Das ist meines Wissens im großen und ganzen leider richtig, wobei der Abbau von Lithium längst nicht so problematisch ist wie der der Seltenen Erden (s.o., ManuaX).

Chris hat geschrieben:Ok beim Öl ist es vielleicht ähnlich, aber dennoch wollte mir da kein positives Argument einfallen um die Herstellung von Li-Ion-Akkus in ein besseres Licht zu rücken.

Der entscheidende Unterschied ist: Lithium lässt sich wunderbar recyceln. Wenn das Öl verbrannt ist, ist es weg.
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von woodquartler » 1. Feb 2013, 08:09

Hier ergänzend ein Artikel über die Ökobilanz von Li-Ionen Akkus....(könnt a bisserl mehr Fakten haben....passt aber zum Thema dazu)

http://www.greengear.de/oekobilanz-lith ... obilitaet/

Im übrigen sind für die Herstellung eines 60 kWh nur 5 kg reines Li erforderlich! In einem durchschnittlichen Mittelklassewagen sind weit mehr als 10 kg Blei verbaut. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Li viel häufiger als Blei vorkommt, kann man schon entsprechend argumentieren...

Ein Problem der Li-Gewinnung ist die geringe Konzentration, weshalb sich der Abbau aufwändig und teuer gestaltet. Aber einmal gewonnen kann er wie von Volker angesprochen ja wunderbar recycled werden....
 
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von UTs » 1. Feb 2013, 11:59

Das hört sich wirklich gut an!

Uli
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von Volker.Berlin » 1. Feb 2013, 12:39

Ich hab da noch ein Argument, das ich immer dann anbringe, wenn ich schon weiß, dass mein Gegenüber ein Skeptical Environmentalist ist: Völlig egal, ob das Elektro-Auto unter dem Strich ein Gewinn für die Umwelt ist, ist es allemal ein Gewinn für die Lebensqualität in den Städten. Es ist zwar (u.U.) "nur" lokal abgasfrei, aber es ist immerhin lokal abgasfrei! Die Abgase und der Lärm, die von Verbrennungsmotoren emittiert werden, sind erhebliche Stressfaktoren in jedem Ballungsraum. Als Radfahrer in Berlin würde ich sogar dafür zahlen, dass die anderen elektrisch fahren!
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Re: Ökologischer Aspekt von E-Autos

von Eberhard » 1. Feb 2013, 12:42

Nur ist Lithium noch zu billig um es wieder zu gewinnen. Kobalt ist teuer und daher erster Kandidat für das Recycling. Bei Mangan könnte es sich gerade so lohnen.

lg

Eberhard
Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
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Elektromobilität und Umwelt

von gridparity » 5. Aug 2013, 13:45

Ich möchte hier einmal ein paar Aspekte zum Thema Umwelt und Elektroautos loswerden.
Immer und immer wieder wird das Ammenmärchen vom umweltschädlichen Elektroauto verbreitet.

Schauen wir uns zunächst mal das Thema "CO² Ausstoß" an
Beim Umweltvergleich Verbrenner/Elektroauto nimmt man immer den CO² Ausstoß als Messwert.
Beim Verbrenner misst man den CO² Ausstoß der aus dem Auspuff kommt.
Beim Elektroauto gibt es keinen Auspuff weshalb man den CO² Ausstoß zu Grunde legt, der bei Erzeugung des Stroms entsteht.
Dabei wird aber grundsätzlich immer vergessen, das auch bei der Herstellung von Benzin CO² emittiert wird.
Es ist also immer ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen!
Was ist mit der Exploration, Förderung, Transport per Schiff, Lagerung, nochmaliger Transport per LKW usw. ?
Und was ist mit Konflikten (Kriegen) die um die wertvolle Ressource Öl geführt werden?
Grob gerechnet kann man daher nochmal ca. 30% auf die CO² Emissionen beim Verbrenner aufschlagen.
Die Prospektangaben der Autohersteller geben diese Tatsachen leider nicht an...
Ein Toyota Prius wird deshalb niemals 99 Gramm CO² emittieren sondern eher 130 Gramm.
Rechnet man nun die Emissionen z.B. vom Tesla Roadster dagegen liegt man bei ca. 86 Gramm.
Dabei habe ich den CO² Ausstoß je kWh nach deutschem Strommix aus 2012 (576 Gramm/kWh) also auch Kohle und Gas eingerechnet.
Somit emittiert ein E-Fahrzeug deutlich weniger als ein Toyota Prius.
Einen Performance Vergleich zwischen Roadster und Prius spare ich mir jetzt mal ;-)
Übrigens: Ich kenne keinen E-Auto Besitzer der nicht schon auf Ökostrom umgestellt hat.
Somit liegen die meisten E-Autos noch deutlich unter den 86 Gramm CO²/km!
Bei weiterem Ausbau der Erneuerbaren sinkt dieser Wert kontinuierlich weiter.
Der Prius hingegen wird auch in 10 Jahren noch 130 Gramm emittieren...
Beim Elektroauto habe ich die freie Wahl des Energieträgers. Beim Verbrenner niemals.
Zudem sind Filtermechanismen an Kohlekraftwerken effizienter als beim Auto und die Abgase bleiben aus den Städten.

Soweit zum offiziellen Teil, dem Mantra welches sehr oft durch die Medien geistert.

Der Aspekt Umwelt umfasst aber deutlich mehr als nur CO²!

Wir müssen also noch andere Aspekte betrachten:
Abgase von Verbrennungsmotoren sind ein Gemisch einiger hundert Substanzen, die fast alle für sich genommen schon schädlich auf Menschen, Tiere und Pflanzen wirken.
Auspuffgase stinken nicht nur, sondern sie gefährden auch die Gesundheit. Sie erhöhen das Krebsrisiko und greifen die Atemwege an - insbesondere die der Kinder!
Ultrafeine Partikel aus dem Auspuff sind ein Grund für die epidemieartige Zunahme asthmatischer Atemwegserkrankungen.
Außerdem sind krebserregende Stoffe Summationsgifte, d.h. die Dosis wird vom frühen Kindesalter an aufsummiert.
In der morgentlichen Rush-hour zwischen 7 und 8 ist der Kohlenmonoxidgehalt der Luft am höchsten.
Autofahrer auf stark frequentierten Pendler-Routen atmen mehr Kohlenmonoxid, Benzol und Dieselruß ein als ein erwachsener Fußgänger.
Der menschliche Körper benötigt 4 bis 6 Stunden um Kohlenmonoxid aus dem Blut auszuscheiden.
Der Verkehr gilt heute als die mengenmäßig bedeutendste Quelle der Emissionen von Stickoxiden.
Der Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen betrug 1999 rund 60%!
Ozon wirkt unmittelbar gesundheitsschädigend (Sommersmog) und trägt ebenfalls zur Verstärkung des Treibhauseffektes bei.
Habt ihr euch mal die Bilder von Großstädten in China angesehen? Dort kann man teilweise nur noch mit Schutzmasken vor die Türe!
Wenn man in Stadtnähe lebt - so wie ich - ist es nahezu unmöglich geworden Spazieren zu gehen und dabei frische Luft zu atmen.
Auch auf Feldwegen wird man von Verbrennern eingenebelt, die mal wieder eine Abkürzung nehmen...
Leider atmet man als Fahrer eines Elektroautos immer noch die Abgase seiner Mitmenschen ein (Ja, auch die Abgase der Prius Fahrer!). :-(
Welche Umweltfaktoren müssen wir bei Verbrennern sonst noch berücksichtigen?
- Lärm: Lärm ist auch eine Emission. Lärm macht krank.
- Bremsstaub: Elektroautos erzeugen deutlich weniger von diesen giftigen Partikeln.
Entlang von Autobahnen wurden bereits erhöhte Belastungen der Umgebung (Felder und Grundwasser) festgestellt.
- Großflächige Umweltzerstörung durch Ölkatastrophen wie z.B. im Golf von Mexiko.
- Flächen zum Anbau von Rapsöl welches als Biokraftstoff (E10, E5 Ethanol usw.) dient, stehen für Nahrungsmittelanbau nicht zur Verfügung.

Eine Welt in der 100% Hybridfahrzeuge rumfahren ist immer noch zu 100% abhängig vom Öl.
Neben den Umweltaspekten geht es darum die Abhängigkeit von dieser begrenzt verfügbaren Ressource zu verringern.
Wenn ein Alkoholsüchtiger sagt das er heute nur noch 4 Flaschen Bier getrunken hat, ist er immer noch Alkoholiker. ;-)
Hybrid löst das Problem nicht!

Eine alte Indianerweisheit sagt:
Wenn Du ein Problem erkannt hast, und nichts zu seiner Lösung beiträgst, dann bist Du selbst ein Teil des Problems.

Ich fahre Elektroauto aus Überzeugung! Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein.
Der Roadster ist für mich kein "Spielzeug für Reiche". Ich bin auch gar nicht reich. Ich fahre beruflich viel mit dem Auto.
Tesla war damals und ist bis heute der einzige Hersteller, der das Thema Elektromobilität konsequent umgesetzt hat.
Die Autos von Tesla sind alltagstauglich und ich habe eine Reichweite mit der ich gut leben kann. (Im Sommer wie im Winter).
Über die jährliche Fahrleistung rechnet sich jedes Elektroauto früher oder später.
Es kommt eben auch darauf an, welche Fahrzeuge man miteinander vergleicht:
Prius mit Tesla --> Gaaanz schlechter Vergleich.
Porsche mit Tesla --> Naa, wie sieht es nun mit der Umweltbilanz aus? :-)

Elektrische Grüsse

Marco
 
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