Brennstoffzelle zu Hause die Energieerzeugung von morgen?

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Brennstoffzelle zu Hause die Energieerzeugung von morgen?

von Ombre2k6 » 31. Okt 2012, 12:15

Hallo zusammen,

ich habe einen interessanten Bericht über den Autohersteller Honda gefunden. Dieser hat eine Tankstelle für Wasserstoff im heimischen Bereich entwickelt. Laut Aussage von Honda könnte via Solarenergie an einem Tag Wasserstoff für eine Reichweite von 150km zu Hause erzeugt werden. Mehr dazu kann man in folgendem Bericht lesen:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/hond ... 24459.html

Wieder ist eure Meinung gefragt. Wie seht und findet ihr das? Werden wir da doch von der Politik und Autoindustie etwas verschaukelt?

Ombre
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Re: Brennstoffzelle zu Hause die Energieerzeugung von morgen

von ManuaX » 31. Okt 2012, 21:35

also ich sage mal so,

so lange es keine preiswerten und langlebigen also wirtschaftlichen stromspeicher lösungen für zb meine heimische Solaranlage oder auch windräder gibt würde ich eine speicherung durch wasserstoff erzeugung aus wasser ok finden. leider ist der wirkungsgrad gerade max 25% (auf dauer) und so lange nicht die netze überlastet sind und ich noch 50 % einspeisvergütung bekomme so speise ich die überschüsse lieber noch ein usw.

den strom aus der brenstofzelle könnte wir auch wieder tanken (zuhause ;-)

wenn wir eine andere überlegung machen und von einem auto ausgehen, zb unserem tesla wenn er statt eines akku's, eine brenstofzelle hat die keine 450 kg wiegt sonder nur 150kg + 150kg Tank (inkl 60 kg liquid H²) spaart somit noch 150kg ist also ca. 12% leichter braucht aber beim besten wirkungsgrad (25%) 4 mal so viel strom, also villeicht 500 Wh pro km und wenn der wasserstoff nicht aus erdgas (8 € pro kg) sondern aus normalen stom zu normalen preisen hergestellt wird so währen wir bei 25 Cent die kWh bei 12,5€ pro 100 km. (zur info der H² aus erdgas kostet nur einen bruchteil zur zeit ist aber sicher nicht die lösung)
P.S: die im beispiel beschrieben 60 kg H² entspricht 2000 kWh und somit einer theoretischen reichweite von ca. 4000 km

Also versteht ihr jetzt warum das keine zukunt hat? unser gesamt wirkungsgrad lieget in der PRAXIS bei ca. 80 bis 90% und nicht bei 20-25%

Aber entmutigen möchte ich euch auch nicht ^.^ weil der wirkungsgrad für's heizen 100% ist und auch vom strom zum H² ist der wirkungsgrad 100% also könnte man so stom aus dem sommer speichern und im winter mit heizen leider giebts keine H² heizungen für den hausgebrauch und auch keine handlichen systeme um mit seiner PV H² herzustellen wobei mann auf dem freien markt Wasserstoff ja noch billiger bekommt als die einspeisevergütung zur zeit.
und vergleicht man es gegen eine erdgas heizung hat es sowieso veroren aber autarki hat auch schon was so long ...

Meine überlegungen ;-)

gruß ManuaX
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Re: Brennstoffzelle zu Hause die Energieerzeugung von morgen

von volker » 5. Nov 2012, 16:06

@Ombre Also da hast du was durcheinandergebracht. Diese Tankstation erzeugt Wasserstoff aus Strom, also per Elektrolyse. Die Prozess hat ca. 70% Wirkungsgrad. Großtechnisch kann man vielleicht den Wirkungsgrad noch etwas hochbringen, sicher aber die Kosten pro erzeugtem kg H2 senken.

Dann kommt noch der Energieverbrauch für den Kompressor dazu, der fällt durchaus ins Gewicht: von 1 bar auf über 700 bar weil die H2 Fahrzeugtanks heute 700 bar haben (wenn voll). Außerdem muss der H2 entweder beim Tanken erzeugt werden (=langsam) oder gespeichert werden (also noch höherer Druck nötig). Und danach hast du H2 im Fahrzeugtank, aus dem die Brennstoffzelle mit bis zu 60% Wirkungsgrad Strom macht. Daher ist der Gesamtwirkungsgrad, wie ManuaX ja schreibt, echt zum Heulen.

Meines Erachtens macht diese Technik zu Hause keinen Sinn. Aber mit Kosten zu argumentieren ist bei der H2 Fraktion eh unbeliebt :D

Wieso soll ich nicht den übrigen Strom vom Dach einspeisen? Das Stromnetz macht den bestmöglichen Gebrauch davon - der Strom wird zu jedem Verteiler geleitet, der etwas abnimmt. Wenn da eine H2 Tankstelle dabei ist, wunderbar - Hauptsache ich bekomme den eingespeisten Strom vergütet.

Merkwürdig: Auf der einen Seite wird der Strom aus Erneuerbaren Energien als "zu teuer" verteufelt -- sobald man aber Wasserstoff daraus macht, ist es nur recht und billig ihn ineffizient zu verwenden. Hallo?!
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Re: Brennstoffzelle zu Hause die Energieerzeugung von morgen

von Ombre2k6 » 5. Nov 2012, 16:26

volker hat geschrieben:@Ombre Also da hast du was durcheinandergebracht. Diese Tankstation erzeugt Wasserstoff aus Strom, also per Elektrolyse. Die Prozess hat ca. 70% Wirkungsgrad. Großtechnisch kann man vielleicht den Wirkungsgrad noch etwas hochbringen, sicher aber die Kosten pro erzeugtem kg H2 senken.

Dann kommt noch der Energieverbrauch für den Kompressor dazu, der fällt durchaus ins Gewicht: von 1 bar auf über 700 bar weil die H2 Fahrzeugtanks heute 700 bar haben (wenn voll). Außerdem muss der H2 entweder beim Tanken erzeugt werden (=langsam) oder gespeichert werden (also noch höherer Druck nötig). Und danach hast du H2 im Fahrzeugtank, aus dem die Brennstoffzelle mit bis zu 60% Wirkungsgrad Strom macht. Daher ist der Gesamtwirkungsgrad, wie ManuaX ja schreibt, echt zum Heulen.

Meines Erachtens macht diese Technik zu Hause keinen Sinn. Aber mit Kosten zu argumentieren ist bei der H2 Fraktion eh unbeliebt :D

Wieso soll ich nicht den übrigen Strom vom Dach einspeisen? Das Stromnetz macht den bestmöglichen Gebrauch davon - der Strom wird zu jedem Verteiler geleitet, der etwas abnimmt. Wenn da eine H2 Tankstelle dabei ist, wunderbar - Hauptsache ich bekomme den eingespeisten Strom vergütet.

Merkwürdig: Auf der einen Seite wird der Strom aus Erneuerbaren Energien als "zu teuer" verteufelt -- sobald man aber Wasserstoff daraus macht, ist es nur recht und billig ihn ineffizient zu verwenden. Hallo?!


Verstehe jetzt nicht ganz was ich da durcheinander gebracht haben soll? Ich hab doch geschrieben das Wasserstoff erzeugt werden soll. Ob das gut oder schlecht ist habe ich gar nicht bewertet. Im Grunde geht es ja nur darum, das man irgendwie die Energie speichern kann. So das ist eine weitere Möglichkeit im Vergleich zur Batterie. Das das nicht ganz ohne Hindernisse geht ist außer Frage. ;)
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