Studie: Elektroautos als Alternative für Berufspendler

Hallo zusammen!

Meine Uni hat kürzlich untersucht, ob Elektrofahrzeuge eine geeignete Alternative für Berufspendler darstellen. Es sei angemerkt, dass sich dabei nicht im Oberklassen-Segment bedient wurde, weshalb auch das Model S keine Erwähnung findet. Dennoch eine interessante Studie wie ich finde.

rubin.rub.de/de/elektrisch-pendeln

Interessanter Satz:
„Dass es so kommen wird, ist für ihn eine Frage der Zeit. Denn auf Dauer werden es sich immer weniger Mitbürger leisten können, Benziner zu fahren.“

Immer wieder offensichtliche Fehler: Ein iMEV kostet ab 23.700,- € (Stand heute), ein ZOE 22.000 nach Liste + Batterieleasing. Ich habe in 12/2014 für einen ZOE INTENS 17.500 bezahlt.
Warum braucht man als Pendler in der angegebenen Range schnellladefähige Ladesäulen? Wirklich benötigt wird doch ein Ladepunkt beim Arbeitgeber und dann reichen 3,7 kw völlig.

Immer wieder das Fazit, fährt gut, macht Spaß, ist zu teuer, keine Ladesäulen. Das lese ich seit 4-5 Jahren, wird immer wieder gefördert untersucht und das Ergebnis stimmt aus meiner Sicht nicht! Ich habe keine Ahnung, woran das liegt.

Mir scheint das im Augenblick keiner ein durchgängiges Konzeppt hat was nun wo gebraucht wird. Kein Wunder das also Politiker überfordert sind und somit die einfachste Lösung anstreben und alles auf die Marktwirtschaft abschieben. Wenn ein Bedarf da ist, wird auch ein Angebot entstehen.

bisher fehlt es meiner Meinung nach an einer Ausgereiften im Grossen anwendbaren Produktepalette, ein Produkt fürs schnell laden mit verschiedensten Steckern, Ein Produkt für die Wohnviertel ohen eigene Garage, ein Produkt für Parkplätze und Tiefgaragen. Und das ganze einfach bewirtschaftbar d.h. Mit integrierten Bezahlsystem mit Geld oder Kreditkarte.

Und selbst dann, das Elektroauto wird zu einem Grossteil zu Hause geladen oder beim Arbeitgeben. Beides sind Infrastrukturen die in der Regel nicht für jedermann zugänglich sind. D.h. danach müsste man eine relativ flächendeckende Infrastruktur aufbauen an denen die Benutzen nur zu 1-10% der zeit ihre Energie beziehen, und dafür auch noch relativ lange brauchen 20min-8Stunden. D.h. man braucht auch noch relativ viele davon um eine gewisse Anzahl an Autos zu laden. Dafür müssen also die Stationen auch extrem günstig werden oder die Benutzung extrem Teuer um Kostendeckend betrieben werden zu können.

Auch wenn man in einigen durch die Ladestation mehr dienstleistungen verkaufen kann, ähnlich wie beim Tankstellenshop, so deckt dies nur einen kleinen teil der schlussendlich benötigten infrastruktur ab.

Nur mal so:
Wenn der Berufspendler auf dem Weg zur Arbeit nur einmal nachladen muss, dann stimmt etwas nicht. Er soll daheim laden und fertig auf die Straße rollen. Für den Arbeitsweg ist Laden also kein Thema. Bestenfalls beim Arbeitgeber nachladen.

Alles andere, wie „ich will mit meinem Auto in den Urlaub nach Italien fahren“ etc. ist nicht relevant für die größte Zielgruppe.
Und Fahrten weiter als 200 km kommen eher selten vor.
Das Angebot (VW oder BMW?), einen Verbrenner für einige Tage im Jahr gestellt zu bekommen, ist eine intelligent Ergänzung.

Die Schlussfolgerung sollte daher lauten:
Da die Fernreise mit Ladesäulen nicht zu empfehlen ist, ist das EV das ideale Fahrzeug für den Berufspendler.

Das siehst Du meines Erachtens falsch!

Eine Fernreise mit Zwischenladung ist nur dann nicht zu empfehlen, wenn zu viele Ladepausen (meine persönliche Grenze liegt bei höchsten einer Ladepause alle 2 Stunden) oder zu lange Ladepausen (meine persönliche Grenze liegt bei höchstens 1 Stunde) notwendig sind!

Fernreisen und Berufspendler haben nichts miteinander zu tun. Wie man aus einer „Nichtempfehlung“ für Fernreisen auf ein „ideales Fahrzeug“ für Berufspendler schließen kann, ist mir schleierhaft :confused:

Ich vermute, Du meinst es anders :smiley: .

Uli

Prinzipiell schon aber

  • gibt es nur ein Fahrzeug im Haushalt, ist das Pendlerfahrzeug auch das Urlaubsfahrzeug,
  • gibt es 2 Fahrzeuge, häufig ein kleineren Stadtwagen und einen größeren Wagen der auch zum Reisen taugt,
    wird vom Berufspendler meist der Reisewagen genutzt (der kleine ist eben besser zum einkaufen geeignet) und man ist eher bereit für den Reisewagen mehr auszugeben als für den Stadtflitzer,
    auch bei dieser Konstelation klappt es bei den derzeitigen Preisen und Reichweiten selten mit dem Elektrowagen.

Von dem ein Fahrzeug für alles Konzept sollte man sich verabschieden.

Für die ein oder zwei Urlaubsfahrten kommt man mit einem Leihwagen oder Carsharing günstig zum idealen Urlaubsfahrzeug ( wenn Bahn und Flieger nicht gehen) und entlastet das Alltagsauto von vielen, teuren Anforderungen :stuck_out_tongue:

Ja, so meinte ich das auch. Danke.

Nur leider denken die meisten nicht so :frowning:
Die fragen sich…
Was ist, wenn ich schnell mal nach … muss !!!

Aber langsam wandelt sich das :slight_smile: Und der perfekte Einstig in die Pendelstrecke ist ein Twizy.
Wenn der erst mal da ist ändert sich vieles und man denkt nicht mehr an Verbrenner :slight_smile:

Grüße

Mario

P.S. Ich habe auch schon mal einen Stinker gemietet… Mich störte dann aber das tanken bei der Rückgabe… Watn Gestank :wink: und dann auch noch so viel Geld bezahlen…

Ja prinzipiell funktioniert es wie Du es vorschlägst,
nur glaube ich das der Großteil sich von dem Konzept „ein Fahrzeug für Alles“ gar nicht verabschieden möchten,
den es ist bequem und praktisch.

Der Twizy ist aber eher der Drittwagen, statt Motorroller.
Ist natürlich energetisch zum Pendeln immer besser als die Familienkutsche, aber ersetzen tut der Twizy ein konventionelles Fahrzeug in den wenigsten Fällen.

Kann er ja auch gar nicht, ist ja ein Quad und kein Auto. Er kann aber Aufgaben erfüllen, für die sonst ein konventionelles Auto verwendet wird, da es zufälligerweise vor der Haustür steht.

Ja, es ist bequem und praktisch, weil man sich das so einredet. Und zwar so stark, dass ich dir Recht geben muss: Die meisten Leute wollen genau das glauben: ihre Fahrzeugwahl sei sinnvoll, rational begründbar, praktisch eben.

Sie gewichten „einmal pro Jahr Langstrecke für den Urlaub“ als „must have“ im Ein-Fahrzeug-Konzept, wegen „praktisch“. Für den Umzug mieten sie einen Lieferwagen… Die Grenzen von „praktisch“ sind anerzogen, eingeredet, irrational. Ansonsten müsste man sich immer einen Lieferwagen/Kleinbus anschaffen, da passt dann auch mal die neue Tiefkühltruhe rein.

Es ist schlicht praktisch, wenn man ohne Vorbereitung (Mietwagen organisieren) spontan über das Wochende ans Meer oder die Alpen fahren kann, da kannst Du darüber lästern soviel Du willst.
Und wenn ich einmal im Jahr ein Möbelstück oder eine Kühltruhe transportieren will, dann reicht ene Anhängerkupplung (ups AHK…),
wenn jemand allerdings dauernd umzieht kauft er sich besser gleich ein Wohnmobil… :laughing:

Bin 3 Jahre fast ausschließlich Roadster gefahren. Bin einmal Bahn gefahren, da Ladeleistung an 13A zu gering war um am nächsten Tag 300km weit zu kommen. Das zweite mal 130km Roadster mit 160km/h dann Stinker 400km
Wenn man fast immer allein unterwegs ist, hat man immer genügend Platz für das Gepäck

Worüber ich lästere, überlass mal mir… :stuck_out_tongue:

Es ist genauso praktisch, einfach mal eben 7 Leute einladen zu können. Oder 9, oder 11. Trotzdem habe ich kein Auto, welches das kann …

Was ist wenn man zuhause nicht laden kann? Es ist sicher einfach eine Ladeinfrastruktur in Parkhäusern und grossen Parkplätzen hinzubekommen als an den Strassenrandparkplätzen vieler städtischer Wohnviertel. Auch kann man mit einer Ladestation zuhause bei der Arbeit die Reichweite des Pendelns verdoppeln ohne dabei mehr Batterien (Rohstoffe/Gewicht) zu benötigen.

Eine verbreitete Infrastruktur macht durchaus Sinn. Die Frage ist wo welche und wie schaut ein gutes Produkt dafür aus?

+1

Kennst Du jemanden, der das macht?