Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

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Re: Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

von Simeon » 11. Sep 2014, 14:56

@Teekay: Was du sagst geht für mich schon fast argumentativ in die Richtung derer, die sagen, dass deswegen sich e-Mobilität nicht durchsetzen wird. Dabei sind es nur die Ist-Zahlen und die Erwartung der nächsten 5 Jahre, also ein relativ kleiner Zeitraum. Ich bin echt gespannt, was da in den nächsten 20+ Jahren noch an Entwicklungen kommen wird und wie dann die E-Mobilität dasteht.
(Ich will dir nichts unterstellen, die so nebeneinandergestellten Zahlen machten mir das nur nocheinmal klarer.)
 
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Re: Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

von volker » 11. Sep 2014, 15:25

Man kann angesichts der Aufgabe, den gesamten PKW Sektor zu revolutionieren, natürlich verzweifeln. Insbesondere wo man in Deutschland noch nicht mal für 5-6Mrd Euro einen Bahnhof oder einen Flughafen gebaut kriegt, was doch eigentlich bekannte Technologie ist. Wie soll da eine GigaFactory entstehen? :o

Das Schöne ist: Es gibt genug Beispiele für solche Revolutionen, angestoßen durch technologische Durchbrüche. Siehe Vortrag Lars Thomsen. Irgendjemand wird schon bereit stehen, sobald die Kunden in Heerscharen kommen, und seine Produktion ausweiten. Aber man muss schon vorher mitspielen, aufspringen geht dann nicht mehr.
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Re: Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

von Simeon » 11. Sep 2014, 15:30

Stimmt. Man sollte zumindest früh genug mit mitlaufen anfangen, dann kann man noch später aufspringen wenns sein muss.

Der Heise-Artikel ist wohl 1:1 dpa, im ADAC-Mobilitätsblog steht er fast Wort für Wort.
 
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Re: Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

von Kellergeist2 » 11. Sep 2014, 15:30

Dazu fällt mir gerade spontan ein:
Alle sagen immer, dass das unmöglich sei.
Doch dann kam einer, der das nicht wusste und machte es einfach.
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Re: Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

von TeeKay » 11. Sep 2014, 15:58

Simeon hat geschrieben:@Teekay: Was du sagst geht für mich schon fast argumentativ in die Richtung derer, die sagen, dass deswegen sich e-Mobilität nicht durchsetzen wird. Dabei sind es nur die Ist-Zahlen und die Erwartung der nächsten 5 Jahre, also ein relativ kleiner Zeitraum. Ich bin echt gespannt, was da in den nächsten 20+ Jahren noch an Entwicklungen kommen wird und wie dann die E-Mobilität dasteht.
(Ich will dir nichts unterstellen, die so nebeneinandergestellten Zahlen machten mir das nur nocheinmal klarer.)

Welche Zahlen? Dass 100 Gigafactories benötigt werden? Wo ist das Problem? Eine Erdöl-Raffinerie mit einem Verarbeitungsschnitt von 400.000 Barrel pro Tag kostet 12 Milliarden Dollar und hat eine geplante Lebensdauer von 40 Jahren. Pro Tag werden 80 Mio Barrel Öl verbraucht. Die Welt braucht also 200 Raffinierien a 12 Milliarden Dollar = 2.400 Milliarden Dollar, die für 40 Jahre gebunden sind.

Die wurden auch nicht alle an einem Tag errichtet, sondern nach und nach. Es ist logisch, dass die Besitzer keine Sofortabschreibungen von 2.400 Milliarden Dollar vornehmen wollen, sondern lieber abwarten, bis die Dinger ohnehin Schrott sind. Und so gibt es einen schrittweisen Shift weg von 12 Milliarden Dollar Raffinierien hin zu 12 Milliarden Dollar Double-Gigafactories.

Wer aber wie die Deutschen sagt, dass der Zug endgültig abgefahren ist und es nicht lohnt, den Asiaten hinterher zu forschen, der gibt auf, obwohl der Marathon erst 5min läuft. Und jeder Tag, an dem ein deutscher Automobilmanager mit dem Gedanken "Batterien lohnen sich eh nicht, der Zug ist abgefahren" aufsteht, schließt sich das Zeitfenster zum Aufholen ein Stückchen mehr. Denn irgendwann ist kein Geld und keine Zeit mehr da, um aufzuholen.
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Re: Deutschland in der Batterietechnologie abgehängt.

von Simeon » 11. Sep 2014, 16:39

Ja diese Zahlen meinte ich. Das klingt auf den ersten Blick einfach erst mal nach echt viel. Viel Arbeit, Platz, Geld, Rohstoffen etc.
Aber dass für Raffinerien auch viel investiert wurde und von uns mit Sprit bezahlt wird hatte ich gerade vergessen. Logisch ists natürlich, denn irgendwo muss dass Benzin ja herkommen.
Und in die Batterieforschung wurde hierzulanda ja (glaube ich) auch echt einigese Steuergeld reingesteckt. Wenn das alles mit einem einfachen "jetzt lohnt sichs eh nicht mehr" weggewischt wird wäre echt krass/schade/blöde.

Alles in allem kein Problem. Ich bin nur noch nicht so im Thema drin aie andere hier, trotz Ingenieurstudium ;)
 
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