Große eAutos im Hinblick auf den Umwelteinfluss

Allgemeine Informationen zur mobilen Zukunft...

Re: Große eAutos im Hinblick auf den Umwelteinfluss

von Adastramos » 17. Feb 2020, 00:16

Also ich mag mich mal deinem zweiten Absatz etwas widmen:
(aus https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=34098&start=30#p911257)
Lobo hat geschrieben:[...] Ich habe mich bereits vor 24 Jahren, [...] ein seinerzeit aufwendiges und extrem teures Unterfangen, [... für eine] Wärmepumpe mit Erdsonden als Heizung entschieden. Wozu? Der Umwelt zu liebe! Letztes Jahr dann die Entscheidung zum Tesla, der Umwelt zu liebe - denn einen anderen Vorteil sehe ich in dem Fahrzeug nicht!
Ich hätte schließlich auch weiter mit einem 2 Tonnen 3 Liter Diesel, der im übrigen noch keine 2 Jahre alt war, fahren können.
Also ich denke - alles richtig gemacht, der Umwelt zu liebe!
Wie gesagt, intelligente Technologie zu nutzen, wenn man sie sich leisten kann und dadurch deutlich sparsamer wird, ist das immer etwas gutes!
Nur was den 3l-Diesel betrifft, würde sich mir die Frage stellen, warum man sich 2016/17 einen solchen PKW zulegt, nachdem der Dieselskandal bereits 2014/15 offenkundig wurde. Aber das will ich hier nicht diskutieren, sondern es nur als eine innere Frage meinerseits beschreiben.
Ich denke auch, dass man Early-Adopter nicht mit dem Mainstream verwechseln darf, das Model S und X waren die ersten langstreckentauglichen BEV, die überhaupt auf dem Markt verfügbar waren, wobei es heute vergleichbare, kleinere Fahrzeuge gibt (bspw. Model 3 oder bald Y).

Lobo hat geschrieben:Zum Thema wir können nicht so weiter machen wie die letzten 100 Jahre.....
Wenn das Problem in den letzten 100 Jahren entstanden wäre, dann wäre es kein Problem! Das Problem ist über Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende entstanden (das ist Evolution) und nicht erst gestern. Aber was ist die Ursache???
Hier müsste man einen Zahn ziehen, da wenn man sich den CO2-Ausstoß per Capita anschaut, sind es exakt die Industrienationen (in einer Mischung aus pro-Kopf und Gesamt-Ausstoß), die seit der Industrialisierung und vorallem mit und nach dem 2.WK einen immensen Ressourcenverbrauch erzeugten, der stetig weiterwuchs. Es ist weniger die Evolution, die im Grunde gleichsam auch in allen anderen Teilen der Welt verläuft, als der Energie- und Ressourcenhunger, der Industrienationen.

Lobo hat geschrieben:Wenn du meine Gedanken dazu gelesen hast, hast du das wesentliche wohl übersehen. Ist das, was man uns glaubhaft machen will, wirklich die Ursache??? oder will man aus Profitgier uns nur ein schlechtes Gewissen machen, damit wir ohne murren mehr bereit sind zu zahlen??? Klar ist es ein Bestandteil des Problems!
Sind andere Ursachen nicht wahrscheinlicher und wesentlich schwerwiegender.?? Nur an das Thema „Überbevölkerung“ und daraus resultierende Umwelt Verschmutzung wird niemand ernsthaft ran gehen. Nur ein Beispiel!!!
Wäre ja auch der eigenen Karriere und Macht- und Profitgier nicht zuträglich!
Nur mal so zu Nachdenken....
Hier wird es für mich etwas kryptisch, deine Gedanken zu verstehen.
Das Bevölkerungswachstum ist überhaupt kein Problem, unser Planet bietet die notwendigen Grundlagen, um alle satt zu bekommen aber nicht auf der Grundlage unseres, westlichen Lebenstils. Es ist und war aber nie die Frage, dass wir den "Fuß vom Pedal" nehmen, um uns an einem fairen Verhalten dem Planeten und unserer weltweiten Mitmenschen gegenüber zu beteiligen. Das aber und genau das muss aber thematisiert werden!

Und genau aus diesem Gedanken heraus, bringe ich meine Kritik hervor, dass es kein erstrebenswerter Trend ist, wenn immer alles größer wird, auch wenn die Technologie dahinter erstrebenswert ist.
Auch technisch gesehen, ist es nicht notwendig, immer größere BEV zu bauen, ich kann heute bereits 80kWh innerhalb eines 4,5m langen PKW unterbringen, um 500km zurücklegen zu können, wofür ich früher an die 5m Fahrzeuglänge benötigte. Je leistungsfähiger die Zellen werden, desto weniger Platz und Material benötige ich am Ende, desto kompakter kann ein Fahrzeug ausfallen. Das verbirgt sich hinter der Zellforschung und der graduellen Entwicklung.

Erlauben wir es nun, mit der Technologie auch "smarter" zu werden oder bleiben wir als Verbraucher (tolles Wort, wenn man es technisch betrachtet) bei unserem alten "nur die Masse zählt"?

Lobo hat geschrieben:Jeder kann ja denken und glauben was er will und seiner Wahrheit hinterherlaufen.
Übrigens, darin sind die Deutschen eindeutige Weltmeister wie die Geschichte unwiderruflich beweist.
Aber ich denke wir sollten aufhören bei allen Problemen schon fast hysterisch zu reagieren. Vor allem die, die schon ihren Beitrag leisten sollten stolz darauf sein und nicht in Depressionen verfallen, weil ja irgendwie mehr möglich wäre!
In diesem Sinne - ich wünsche allen, auch dehnen die noch nichts für die Umwelt tun, eine glückliche Zeit!
Was ist für dich "die Wahrheit" oder ihr hinterher zu laufen? Was ist für dich hysterisch und worin sollten wir Deutsche Weltmeister sein?

Und was ist für dich Verhalten, dass motiviert ist, die Umwelt zu schützen und wo hört für dich dieser "Einsatz" auf?

(aus: https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=34098&start=30#p911722)
Lobo hat geschrieben:Jeder darf kritisieren was er will! Aber es ist m.E. nach schon ein wenig anmaßend zu schreiben:
Sind unsere Ansprüche mittlerweile losgelöst von der Frage, was mir eigentlich fairerweise zusteht und verbrauche ich mehr, als ich eigentlich dürfte?

Wenn du von dir ausgehst und schreibst, wäre es ja ok. Was steht mir denn fairerweise zu - nach deiner Meinung???
Warum ist dies anmaßend, wenn sich das jeder Konsument vor einer Kaufentscheidung selbst fragt und darüber reflektiert?

Es geht mir nicht darum, eine allgemeine Klassifikation aufzustellen aber eine andere Denkweise.

Lobo hat geschrieben:Anstatt dafür zu sorgen, das grundsätzlich gute Ansätze mehr Anklang finden und verbreitet werden wird hier nach dem Motto gehandelt „suche den Fehler“ und das hilft nicht!
Natürlich könnten Fahrzeuge kleiner sein, aber wo soll dann der Akku hin....
Wie bereits geschrieben, es wird zunehmend leichter, einen entsprechenden Akku auf immer kleinerem Bauraum unterzubringen, das ist kein Grund bei den Fahrzeugen ein "super-size me" zu verlangen.

Lobo hat geschrieben:Und - was tust du denn für eine bessere Welt???
Bisher konnte ich nur feststellen, Menschen kritisieren die schon eine Menge tun.
Nur mit Polemik verbessern wir nicht die Welt!
Das ist -meiner Meinung nach- zu einfach gedacht und ich muss hier sagen, dass ich mich vorverurteilt fühle, ohne Grund.
Aber was mache ich, um meinen Einfluss möglichst gering zu halten? Ich beziehe Ökostrom, ich ernähre mich vegetarisch, bewohne weniger als 40qm, wenn ich etwas kaufe, schaue ich auf Qualität, repariere Dinge, bevor ich sie entsorge, reise nicht quer durch die Welt und wenn, dann nicht für ein Wochenende mal eben nach Mallorca oder New York. Als persönliches CO2-Aufkommen, schätzt der Rechner des Umweltbundesamts meinen Anteil auf etwa 6,5t CO2 pro Jahr, inklusive meines Verbrenners als Auto (Kleinwagen). Aber ich hab immernoch die 3t im Kopf und würde ich gänzlich elektrisch fahren, käme ich auf ca. 5,5t CO2 pro Jahr.
Auf die bestmögliche Zukunft!

The only thing worse than being blind is having sight but no vision. *Helen Keller
Benutzeravatar
Trusted User
Trusted User
 
Beiträge: 1493
Registriert: 19. Okt 2015, 23:46
Land: Deutschland
Fahrzeug: anderes Auto

Vorherige

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: grizzzly, Semrush [Bot], viennacityview und 2 Gäste