Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von Nero » 21. Jul 2019, 12:05

Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Überführungskkosten sind nicht auf der Rechnung. Einzig eine Registrierungs- und Verwaltungsgebühr i.H.v. 369,75 Euro könnte man evtl. abziehen.

Der Tipp mit dem Steuerberaterforum ist gut. Mich interessiert insbesondere eine gerechte Behandlung aller Nachteile ggü. einem Verbrenner-Dienstwagen, die im Bruttowert mit eingepreist sind. Eine Kollegin mit einem Verbrenner bekommt monatlich Betriebs- und Wartungskosten (inkl. Treibstoff) gratis vom Arbeitgeber bezahlt, während ich den Wegfall dieser fortlaufenden Kosten über den Listenpreis vom Finanzamt in Rechnung gestellt bekomme (oder sehe ich da etwas falsch?).
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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von stelen » 21. Jul 2019, 12:12

Nero hat geschrieben:Mich interessiert insbesondere eine gerechte Behandlung aller Nachteile ggü. einem Verbrenner-Dienstwagen, die im Bruttowert mit eingepreist sind. Eine Kollegin mit einem Verbrenner bekommt monatlich Betriebs- und Wartungskosten (inkl. Treibstoff) gratis vom Arbeitgeber bezahlt, während ich den Wegfall dieser fortlaufenden Kosten über den Listenpreis vom Finanzamt in Rechnung gestellt bekomme (oder sehe ich da etwas falsch?).



Siehst Du IMHO falsch. Wenn Du dem Unternehmen -über wegfallende Wartungskosten z. B.- Kosten einsparst dann mußt Du das mit dem AG verhandeln nicht mit dem Finanzamt. Du kannst nicht darüber argumentieren, das der Tesla so viel teurer wäre, weil er hintenraus weniger Kosten verursacht.

Dann könnte auch der Passat-Diesel-Fahrer geringeren BLP ansetzen wollen, da sein Auto ja weniger verbraucht als sein Benziner-Kollege. In Realitas ists meist andersum, denn bei vergleichbarer Motorisierung ist der mehr verbrauchende Benziner im BLP niedriger als der Diesel, der dem Unternehmen mehr Kosten verursachende Wagen ist also in der Versteuerung beim AN günstiger.
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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von just_cruise » 21. Jul 2019, 12:19

Nero hat geschrieben:Eine Kollegin mit einem Verbrenner bekommt monatlich Betriebs- und Wartungskosten (inkl. Treibstoff) gratis vom Arbeitgeber bezahlt, während ich den Wegfall dieser fortlaufenden Kosten über den Listenpreis vom Finanzamt in Rechnung gestellt bekomme (oder sehe ich da etwas falsch?).

Zur Zeit gibt es keine (steuerliche) Gerechtigkeit EV vs. Verbrenner, jedenfalls nicht bei solchen EV, die vor Anfang 2019 (im steuerlichen Sinn) angeschafft wurden (bei neueren: 0,5%-Regelung). Das wäre dann eher Sache des Arbeitgebers, hier einen Ausgleich zu schaffen. Vielleicht kannst Du den überreden, Lademöglichkeiten zu schaffen (den Strom musst du NICHT als geldwerten Vorteil versteuern) bzw. dir eine Ladekarte (analog den Tankkarten für Verbrenner) zu geben oder dir eine Pauschale fürs Laden zu Hause zu vergüten.
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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von Nero » 21. Jul 2019, 12:45

Vielen Dank - ihr habt mir mit euren Antworten sehr geholfen, die Sache noch einmal aus ein paar anderen Blickwinkeln zu sehen.

Die 0,5%-Regelung habe ich natürlich im Blick. Von der werde ich dann hoffentlich beim nächsten Modell profitieren, das im nächsten Jahr dann ansteht. Dann sind vermutlich auch die Preise etwas runter und die Elektromobilität wird für Dienstwagennutzung etwas erschwinglicher.

Euch allen gute und unfallfreie Fahrt und einen schönen Restsommer!
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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von KLE-BSB » 21. Jul 2019, 15:02

Nur nochmals, habs vor einigen Jahren mit dem FA und Stb. bereits durch.

Es zählt der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der EZ. Also muss ich sogar für mein Model S P 100 DL mehr versteuern als ich bezahlt habe. Da ich aber ein ekektr. Fahrtenbuch anwende, sind auch die 0,5% für mich noch zu viel und das Fahrtenbuch lohnt sich.

Wenn - wie im o.g. Bsp - der große 100er mit ca. 150 TEur erst zugelassen wurde, wo die Preise auf heutigem Niveau lagen, würde ich meinen Stb./ Anwalt und den Leiter des FA damit beschäftigen.
Viele Grüße vom Niederrhein,
Rainer


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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von BalticTesla » 21. Jul 2019, 17:56

Ist im Steuerrecht eine reine Sache der Rechtsanwendung. Im Gesetz steht der Bruttolistenneupreis, ob gerecht oder nicht.
In Foren der StB wird das nicht groß diskutiert werden, da die Rechtslage eindeutig ist.
Bei der Umsatzsteuer gilt die Vergünstigung der 0,5% Regelung für ab 1.1.19 zugelassene Fahrzeuge leider nicht.
Also den BLP zum Zeitpunkt der EZ dokumentieren und im Zweifel vorab mit StB besprechen...
Viele Grüße von der Ostsee!

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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von TommyP. » 21. Jul 2019, 18:04

Ahoi,

wie schon in meinem ersten Beitrag geschrieben, empfehle ich dringend das Fahrtenbuch per App. Mach doch mal einen Versuch. Das kostet täglich nur ein paar Sekunden. Ist Routine, wie das Anstöpseln am SuC. Kostet kaum Geld, kaum Zeit und spart extrem Geld.
Wenn die Finanzamtregeln eingehalten werden, gibt es auch kein Problem.
Grüße aus der grünen Heide

Tommy

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Re: Dienstwagenbesteuerung - Bruttowertbestimmung

von Enno » 21. Jul 2019, 23:59

Nero hat geschrieben:Um die Ermittlung des Bruttolistenwertes geht es genau. Wenn die Leasingfirma den reduzierten Betrag ansetzt und unsere Firma diesen auch bezahlt, warum setzt das Finanzamt dann einen höheren Wert an?

Warum?
Damit niemand einen Deal mit der Leasingfirma macht, einen extrem niedrigen Bruttopreis in den Leasingvertrag schreibt und so die Steuerlast künstlich nach unten drückt.
Es gilt sogar immer der offizielle Herstellerlistenpreis. Nicht der Händerllistenpreis.
Unterschied: ein Auto wird nach dem deutschen gültigen VK Preisliste besteuert, auch wenn er als Reimport zu einem deutlich niedrigeren Listenpreis beim Händler gekauft wurde.
 
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