AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von mkk73 » 10. Sep 2018, 14:25

harlem24 hat geschrieben:Aktuell ist es z.B. schon so, dass an der A3 zwischen Frankfurt und Arnheim an jedem Rasthof (auch die ohne Tankstelle) eine 50kW-Säule.
An der A2/A1 zwischen Dortmund/Köln und Hannover/Bremen sieht es mit wenigen Ausnahmen ähnlich aus.
Zusätzlich sind schon an vielen Autohöfen Triplelader.
Upgrades auf höhere Leistungen sollten in den meisten Fällen kein Problem sein.
Aktuell geförderte Ladesäulen müssen 150kW können ansonsten werden sie nicht gefördert.
Ich bin am Samstag und Sonntag insgesamt rund 780km mit meinem Drilling durch Deutschland gefahren und es gab nicht ein Problem bei den insgesamt 10 Säulen, die ich auf den Strecken benutzt habe. Wenn jetzt die Zahl noch erhöht wird, sollte das funktionieren.


Nach einem eventuellen Upgrade steht dann pro Rasthof ein 150 kW Triplecharger. Ein E-Auto kann dann dort schnell DC laden.
Nett aber zu wenig. Denn MB und Co wollen ja stückzahlenmäßig in die Gänge kommen. Die wollen jährlich tausende E-Autos ausliefern.
Da müssten die schon jetzt beim Ausbau der Ladestationen gewaltig Gas (Strom) geben. Wie lange das dauert sieht man ja am Beispiel Tesla. Die werkeln schon ein paar Jahre am Aufbau einer vernünftigen Ladeinfrastruktur...

Daher sind für mich derzeit E-Autos anderer Anbieter (ausgenommen TESLA) unbrauchbar. Zumindest für meine Nutzung auf der Langstrecke...
Akkukapazität und Ladegeschwindigkeit sind durch nichts zu ersetzen. Früher war das mal der Hubraum. ;-)
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von Teatime » 10. Sep 2018, 15:55

Aktuell ist meiner Meinung nach ein 7.2kW-Lader ein Krampf, weder Fisch noch Fleisch.
Im Heimbereich wird wahrscheinlich bald eine Limitierung auf max. 3.6kW bei einseitigem Laden kommen, ein 11kW-Lader würde die 3 Phasen gut nutzen. Im Heimbereich ist zumindest in Österreich mehr bei Bezug aus dem Versorgernetz oft nicht möglich, da versorgerseitig bei einem Haus- oder Wohnungsanschluß häufig eine Limitierung mit 25A gesetzt ist (11kW=16A bzw 16.5kW=25A). 7.2kW einphasig würde einen Strombezug von 32A bedeuten.

Das was meiner Meinung nach energiepolitisch absolut Sinn machen würde wäre bei Fahrzeugen verpflichtend V2G und jeder gibt an wann er welchen Ladungszustand benötigt. Z.b. morgen um 7 Uhr hat genügend Kapazität für 140km Fahrstrecke(hier unterstützt sicher eine App, Siri etc mit der Berechnung) zur Verfügung zu stehen und in der Zeit bis dahin steht der Fahrzeugakku als Pufferspeicher im Netz zur Verfügung(in seinem lebensdauermässig bestem Bereich, z.b. 25-75%). Hierzu wären quasi überall wo Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum stehen Anschlüsse notwendig (sei es kapazitiv, per Stecker mittels AC oder auch DC). Die Steuerung dazu kann mittels 5G erfolgen. Die Leute dazu animieren bei jedem längeren Halt an- und auszustöpseln liese sich über einen Energiesteuerbeitrag regeln.
Und wenn jedes dafür geeignete Haus nicht nur auf dem Dach, sondern auch auf den Fronten mit PV versorgt wird und die vor allem im Sommer überschüssige Energie längerfristig in Wasserstoff umgewandelt wird, dieser unterirdisch regional gespeichert und im Winter mittels Brennstofffzelle zur Versorgung von Wärmepumpen, Haushaltsstrom sowie Einspeisung ins öffentliche Netz herangezogen wird wird die Abhängigkeit von Atomstrom und Braunkohle wohl signifikant sinken.
Damit es soweit kommt ist jedoch der Wille der Politiker gefordert und da liegt der Hase im Pfeffer.
 
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von harlem24 » 10. Sep 2018, 16:24

mkk73 hat geschrieben:
harlem24 hat geschrieben:Aktuell ist es z.B. schon so, dass an der A3 zwischen Frankfurt und Arnheim an jedem Rasthof (auch die ohne Tankstelle) eine 50kW-Säule.
An der A2/A1 zwischen Dortmund/Köln und Hannover/Bremen sieht es mit wenigen Ausnahmen ähnlich aus.
Zusätzlich sind schon an vielen Autohöfen Triplelader.
Upgrades auf höhere Leistungen sollten in den meisten Fällen kein Problem sein.
Aktuell geförderte Ladesäulen müssen 150kW können ansonsten werden sie nicht gefördert.
Ich bin am Samstag und Sonntag insgesamt rund 780km mit meinem Drilling durch Deutschland gefahren und es gab nicht ein Problem bei den insgesamt 10 Säulen, die ich auf den Strecken benutzt habe. Wenn jetzt die Zahl noch erhöht wird, sollte das funktionieren.


Nach einem eventuellen Upgrade steht dann pro Rasthof ein 150 kW Triplecharger. Ein E-Auto kann dann dort schnell DC laden.
Nett aber zu wenig. Denn MB und Co wollen ja stückzahlenmäßig in die Gänge kommen. Die wollen jährlich tausende E-Autos ausliefern.
Da müssten die schon jetzt beim Ausbau der Ladestationen gewaltig Gas (Strom) geben. Wie lange das dauert sieht man ja am Beispiel Tesla. Die werkeln schon ein paar Jahre am Aufbau einer vernünftigen Ladeinfrastruktur...

Daher sind für mich derzeit E-Autos anderer Anbieter (ausgenommen TESLA) unbrauchbar. Zumindest für meine Nutzung auf der Langstrecke...


Es sollte doch außer Frage stehen, dass es nicht bei der Anzahl bleiben kann, wenn mehr Fahrzeuge kommen.
Ich wollte nur zeigen, dass es aktuell schon kaum ein Problem ist, mit einem Nichttesla durch halb Deutschland zu fahren, besonders wenn der Akku etwas größer ist und man nicht die erst beste Säule nutzen muss.
Meine Vermutung ist, dass sich da in den kommenden Jahren einiges tun wird.
Und wenn man sich die Standorte anschaut, an denen Ionity seine Säulen auf stellt, ist es auch kein Problem, direkt an die Autobahn zu kommen, man muß nur ein deutscher Anbieter sein...;)
Gruß

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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von Sucseeker » 10. Sep 2018, 18:40

Ein Erstauto sollte von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr am Folgetag leer bis voll geladen werden können, zumal wenn es sich um ein 70-100k€-Fahrzeug handelt. Alles andere ist eine Zumutung.
Kann aber auch sein, dass Daimler seine Kunden an den "eigenen" Ionity-Säulen melken möchte. Ich schätze den Preis Ende 2019 für eine 80kWh-Vollladung auf mind. 40 Euro.

Grüße SuCseeker
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von harlem24 » 10. Sep 2018, 20:56

Der EQC schafft in der Zeit immerhin über 57kWh an einer roten CEE16.
Sollten auch auf der Autobahn rund 200km sein.
Wüßte jetzt nicht, in welcher Situation ich so abgelegen bin, dass ich innerhalb dieser Reichweite nicht laden könnte.
Zumindest in Westeuropa.
Gruß

CHris

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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von Sucseeker » 10. Sep 2018, 22:02

harlem24 hat geschrieben:Der EQC schafft in der Zeit immerhin über 57kWh an einer roten CEE16.
Sollten auch auf der Autobahn rund 200km sein.
Wüßte jetzt nicht, in welcher Situation ich so abgelegen bin, dass ich innerhalb dieser Reichweite nicht laden könnte.
Zumindest in Westeuropa.


Es geht nicht um das "nicht laden können", es geht um die Bequemlich- und Selbstverständlichkeit morgens voll los fahren zu können.

Grüße SuCseeker
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von Gerdi » 11. Sep 2018, 06:05

OS Electric Drive hat geschrieben:Supermarkt und AC macht doch keinen Sinn. Im Schnitt sind die Menschen 17 Minuten dort das bedeutet dass das dann rund 5kWh I'm Akku sind. Das passt nicht. Mit einem 50kW Lader kann der Kunde laden und Einkauf perfekt kombinieren besser wären aber 100kW


Das macht schon Sinn, gerade gestern waren wir mit unserer Zoe einkaufen, Leergut abgeben, dann steht man etwas an der Kasse sind es fast 40 Minuten gewesen. Das bei 22kW war schon nett.
Ich hätte gerne einen Doppellader für mein MS gekauft, aber keine Softwareoption für sehr teures Geld,

Ihr kennt aber schon den Preisunterschied zwischen einer 22KW AC und DC Lösung für den Betreiber ?
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von Ollinord » 11. Sep 2018, 06:45

Gerdi hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:Supermarkt und AC macht doch keinen Sinn. Im Schnitt sind die Menschen 17 Minuten dort das bedeutet dass das dann rund 5kWh I'm Akku sind. Das passt nicht. Mit einem 50kW Lader kann der Kunde laden und Einkauf perfekt kombinieren besser wären aber 100kW


Das macht schon Sinn, gerade gestern waren wir mit unserer Zoe einkaufen, Leergut abgeben, dann steht man etwas an der Kasse sind es fast 40 Minuten gewesen. Das bei 22kW war schon nett.
Ich hätte gerne einen Doppellader für mein MS gekauft, aber keine Softwareoption für sehr teures Geld,

Ihr kennt aber schon den Preisunterschied zwischen einer 22KW AC und DC Lösung für den Betreiber ?


Sehe ich genauso, besser als 1 Gleichstromsäule wären 5 x 22 kW AC. Dann kann ich mich dort mit einer gewissen Sicherheit dorthin bewegen und zu 80% laden ohne Angst haben zu müssen. Wenn ich die Säule in Quickborn sehen, hier ist es schon 50:50 Chance überhaupt laden zu können, weil diese gerne genutzt wird.
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von OS Electric Drive » 11. Sep 2018, 07:12

Ich bin ein großer Fan von AC Lademöglichkeiten und prinzipiell ist das auch eine sehr tolle Sache gerade in Hotels etc. Mir stellt sich halt die Frage ob das die 99,7% auch so sehen die heute noch kein BEV fahren. Und dann sieht meine Einschätzung eben etwas anders aus.

Ich persönlich freue mich wenn es dort wo ich bin AC Lademöglichkeiten gibt und klar war es mit meinem MS und 22kW auch möglich bei einem Kundentermin die meiste Energie wieder dazu zu gewinnen. Ich habe mich aber die letzte Zeit auch schon öfters dabei erwischt wie ich dank der neuen Ladekurve lieber kurz am SUC gehalten habe als beim Kunden mit Strom zu hantieren.

Wie viele ja sicher schon mitbekommen haben haben wir an Deutschlands größer Ladestation mitgewirkt die komplett AC ist. Diese ist aber schon auf die Zeit nach 2020 ausgerichtet und ab da wird es halt spannend was eine AC Säule dann wirklich kostet.

Wir haben hier im OV der Grünen nach drei Jahren hartem Kampf nun endlich eine Ladesäule durch den GR gebracht aber stehen tut die noch lange nicht.

Ich kann daher Daimler und auch Tesla verstehen die die AC Leistung in den Autos reduzieren. Ich denke Tesla wird genau analysieren können wie statistisch häufig geladen wird.
Bleibt auch noch abzuwarten mit welchem Lader das M3 aufschlagen wird.

Wie immer im Leben gibt es für die eine wie auch die andere Seite gute Argumente.
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Re: AC Ladegerät: Tesla vs. Mercedes EQC vs. Jaguar I-Pace

von harlem24 » 11. Sep 2018, 07:21

Wenn man davon ausgeht, dass das M3 aktuell 48A einphasig laden kann, dann würde ich davon ausgehen, dass das gleiche Ladegerät dreiphasig maximal 16A kann.
Denke, dass sie es ähnlich verschalten, wie beim MS/MX.
Gruß

CHris

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