Ist der Asynchronmotor alternativlos?

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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von TArZahn » 5. Feb 2018, 14:56

Beatbuzzer hat geschrieben:Also ich habe trotz des langen Textes nicht viele Rechtschreibfehler gefunden...


Viel ist halt relativ. Dieser Absatz verursacht schon ein wenig Schmerzen: :roll:

Da das Magnetfeld von fest eingebauten Festmagneten im Rotor stammt, weißen die Synchronmotoren einen Wirkungsgrad auf und verbauen somit weniger Energie. Aus ökologischer und ökonomischer Sichtweiße......


Zum Thema kann ich leider nicht viel sagen.... :oops:
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von PatrickK14 » 5. Feb 2018, 22:24

tornado7 hat geschrieben:
Mathie hat geschrieben:
Eberhard hat geschrieben:Die Lösung wären Hybridmotoren, wie Brusa sie entwickelt hat. Für den Teillastbereich die Effiziens der Synchronmotoren, aber überlastbar wie ein Asynchronmotor für hohe Kurzzeitleistung.

Baut BMW nicht Hybridmotoren im i3 ein? Weißt Du, wie die sich ggf. von denen von Brusa unterscheiden?

Der Motor im BMW i3 ist doch von BRUSA im Schweizer Rheintal. Zumindest wurde mir das so gesagt.


Laut Wikipedia baut BMW einen selbstentwickelten Hybridmotor in den i3, der im BMW Werk in Landshut gefertigt wird.

SLAM hat geschrieben:Doch. Aber die Frage wurde schon 2013 in einem Artikel der KSB Frankenthal abschließend beantwortet (auch völlig ohne E-Auto-Bezug):

Wenn Frequenzumrichter sowieso notwendig sind, ist die Synchron-Reluktanz-Maschine unschlagbar.

Was jetzt nach und nach alle spitzkriegen.

Die Reihenfolge ist Asynchron --> Synchron Permanentmagnet --> Synchron Reluktanz


Bringt der erwähnte Motor, den BMW einbaut (Ich habe hier das Patent gefunden https://patents.google.com/patent/DE102009050991A1/en), dem von KSB entwickeltem Motor gegenüber noch andere Vorteile oder wieso setzt BMW hier auf eigene Technik?
Zuletzt geändert von PatrickK14 am 6. Feb 2018, 00:16, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von CityEL » 5. Feb 2018, 23:28

SLAM hat geschrieben:Aber die Frage wurde schon 2013 in einem Artikel der KSB Frankenthal abschließend beantwortet (auch völlig ohne E-Auto-Bezug):

Der Vergleich zwischen stationärer und mobiler Anwendung ist doch wenig zweckvoll.

Zum einen werden Motoren im E-Auto meist auch tief bis in den Feldschwächebereich betrieben und müssenen gleichzeitig als effizienter Generator fast bis zum Silllstand dienen.

Daneben soll der Aufwand des Inverters natürlich auch nicht ausufern.

Wer weiss denn genaues über den Motor des Model 3? Permanenterregt alleine sagt noch nicht viel.
 
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von OS Electric Drive » 6. Feb 2018, 05:34

Ich denke, dass es keine Vorfestlegung geben kann, sondern sich ein Preis Leistungs Paket durchsetzen wird. Wenn jemand einen Motor bauen kann der zwar 5% weniger Wirkungsgrad hat und dafür rund 10% mehr Batterie zur Verfügung stellt und dennoch günstiger ist hat er Argumente für seine Technologie. Ich denke nicht, dass der Wirkungsgrad in Zukunft bei sinkenden Batteriepreisen eine große Rolle spielen wird. Mein MX ist ein echtes Reichweitenwunder. Wir waren letzte Woche in Italien und mein Bekannter fährt einen Cayenne, er konnte im Hotel nicht am Tesla Lader laden :-) und musste daher auf dem Rückweg tanken. Wir sind dann gemeinsam in Jettingen zum "Nachladen" gefahren. Er konnte das nicht glauben dass wir im Winter fast 400km mit einer Ladung fahren konnten. Ich bin mir sicher, dass das MS 100D bis nach Ulm oder gar Leonberg gekommen wäre.
Wenn das MX also mit ca. 120-140kWh Akku kommen sollte ist es doch völlig egal ob es 5% mehr oder weniger Wirkungsgrad hat. Bei kleinen Autos werden sich womöglich wieder andere Grundlagen einstellen was Preis und Leistung bei Motor und Batterie angeht.
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von SLAM » 6. Feb 2018, 07:28

CityEL hat geschrieben:
SLAM hat geschrieben:Aber die Frage wurde schon 2013 in einem Artikel der KSB Frankenthal abschließend beantwortet (auch völlig ohne E-Auto-Bezug):

Der Vergleich zwischen stationärer und mobiler Anwendung ist doch wenig zweckvoll.

Zum einen werden Motoren im E-Auto meist auch tief bis in den Feldschwächebereich betrieben und müssenen gleichzeitig als effizienter Generator fast bis zum Silllstand dienen.

Daneben soll der Aufwand des Inverters natürlich auch nicht ausufern.


Wenn die "stationäre" Anwendung dynamisch regelbare Verdichter und Pumpen sind, würde ich schon eine gewisse Vergleichbarkeit unterstellen.

Und wenn jetzt einer nach dem anderen nach Irrwegen (oder quick and fast Lösungen) genau bei der Maschine landen, dann würd ich das mal als recht sicheres Indiz nehmen.

Gegenwärtig sind für die Hersteller drei Eigenschaften der Reluktanzmaschine die Haupttreiber:

- Wirkungsgrad sehr hoch (meist best of class)
- Synchronmaschine ohne Seltene Erden --> "green"
- Läufer sehr einfach (Blechpaket ohne alles) und mit sehr geringen Verlusten --> Läufer trotz Verzicht auf Kühlung hochlastfähig

Und insbesondere der zweite Punkt wird Tesla ebenfalls zwingen umzustellen, spätestens wenn die treehugger in Kalifornien Druck zu machen beginnen......


Grüßle SLAM
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von snooper77 » 6. Feb 2018, 07:54

SLAM hat geschrieben:Wenn die "stationäre" Anwendung dynamisch regelbare Verdichter und Pumpen sind, würde ich schon eine gewisse Vergleichbarkeit unterstellen.


Wenn bei einer stationären Anwendung prinzipbedingt Masse und Volumen dritttrangig sind, was man von der Anwendung im E-Auto eher nicht behaupten kann, würde ich die Vergleichbarkeit massiv in Frage stellen.
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von SLAM » 6. Feb 2018, 09:30

snooper77 hat geschrieben:
SLAM hat geschrieben:Wenn die "stationäre" Anwendung dynamisch regelbare Verdichter und Pumpen sind, würde ich schon eine gewisse Vergleichbarkeit unterstellen.


Wenn bei einer stationären Anwendung prinzipbedingt Masse und Volumen dritttrangig sind, was man von der Anwendung im E-Auto eher nicht behaupten kann, würde ich die Vergleichbarkeit massiv in Frage stellen.


Du meinst, auf Gewicht käme es bei Anwendungen in der Investgüterindustrie nicht an ?

Da irrst du: vorallem wegen der notwendigen Logistik zu und auf den Baustellen, sowie später bei maintenance, wird sehr darauf geachtet, unnötiges Gewicht zu begrenzen. Bei Motoren in den besprochenen Einsatzfällen kommt noch hinzu, daß diese möglichst wenig Drehimpuls speichern sollen ( geringes Trägheitsmoment = leichte rotierende Massen mit geringem Durchmesser), damit die Regelbarkeit des Gesamtsetups verbessert wird.

Noch ein weiterer Vorteil trägt gerade bei e-Mobilen: die Welligkeit des Drehmomentes ist sehr gering und damit die Tendenz zu Geräuschen unter Last bzw. Anregung derselben......


Gruß SLAM
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von blinddog » 6. Feb 2018, 12:54

SLAM hat geschrieben:...Noch ein weiterer Vorteil trägt gerade bei e-Mobilen: die Welligkeit des Drehmomentes ist sehr gering und damit die Tendenz zu Geräuschen unter Last bzw. Anregung derselben......
Gruß SLAM

Welcher Elektroauto-Hersteller verwendet derzeit bereits Synchron-Reluktanz-Maschinen (als Traktionsmotor, nicht für die Kühlmittel-Umwälzpumpe)?
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von Mathie » 6. Feb 2018, 13:18

blinddog hat geschrieben:
SLAM hat geschrieben:...Noch ein weiterer Vorteil trägt gerade bei e-Mobilen: die Welligkeit des Drehmomentes ist sehr gering und damit die Tendenz zu Geräuschen unter Last bzw. Anregung derselben......
Gruß SLAM

Welcher Elektroauto-Hersteller verwendet derzeit bereits Synchron-Reluktanz-Maschinen (als Traktionsmotor, nicht für die Kühlmittel-Umwälzpumpe)?

Hier wird behauptet, dass dies beim i3 der Fall sei:

https://www.heise.de/autos/artikel/Made ... 76056.html

Ob es stimmt weiss ich nicht. Habe sonst meist von einem Hybridmotor im i3 gehört, der angeblich die Vorteile von Synchron und Asynchronmotor verbinden soll, ob Hybrid- und Synchron-Reluktanz-Motor hier die gleiche Technologie bezeichnen weiss ich ebenfalls nicht.

Gruß Mathie
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Re: Ist der Asynchronmotor alternativlos?

von blinddog » 6. Feb 2018, 13:34

Mathie hat geschrieben:
blinddog hat geschrieben:
SLAM hat geschrieben:...Noch ein weiterer Vorteil trägt gerade bei e-Mobilen: die Welligkeit des Drehmomentes ist sehr gering und damit die Tendenz zu Geräuschen unter Last bzw. Anregung derselben......
Gruß SLAM

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Hier wird behauptet, dass dies beim i3 der Fall sei:
https://www.heise.de/autos/artikel/Made ... 76056.html
Ob es stimmt weiss ich nicht. Habe sonst meist von einem Hybridmotor im i3 gehört, der angeblich die Vorteile von Synchron und Asynchronmotor verbinden soll, ob Hybrid- und Synchron-Reluktanz-Motor hier die gleiche Technologie bezeichnen weiss ich ebenfalls nicht.
Gruß Mathie

Danke, diesen Artikel kenne ich - aber überwiegend wird dem i3 eine HybridSynchronMachine/HSM zugeordnet - und die enthält seltene Erden, also keine Alternative für die ASM entsprechend den Anforderungen des ThreadErsteller.
Nein, ich meine eine reine Synchron-Reluktanz-Maschinen ohne seltene Erden Magnete, so wie sie S?AM propagiert.
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