Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von sustain » 11. Jan 2018, 20:09

OS Electric Drive hat geschrieben:Klar "könnte" man das, wir "könnten" auch auf Braunkohlestrom verzichten den wir sehr stark exportieren. Wir könnten auch alle Passivhäuser bauen und mit dem Rauchen aufhören.

Nicht alles was auf der Hand liegt wird auch gemacht. Die meisten Menschen die ich kenne die kein EV fahren haben definitiv die Reichweite als erstes Thema und das ständige laden.


kann ich bestätigen
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von egn » 11. Jan 2018, 20:19

sustain hat geschrieben:Ergo hat das Stromnetz nachts etwas mehr Kapazitäten fürs Laden von BEV als tagsüber, das meinte ich.


Das ist genau das gleiche Problem wie mit den unsinnigen kleinen uneffizienten Solarspeichern. Dadurch dass mit Speichern/Elektroautos nachts Laden der Verbrauch vergleichmäßigt wird wird der aktuelle Grundlastsockel gesichert, oder sogar erhöht. Damit können die trägen schmutzigen Kraftwerke länger am Netz bleiben.

Gerade das generelle Laden in der Nacht ist hier kontraproduktiv. Ideal wäre ein Laden am Tag wenn PV Strom anfällt, denn dann kann man PV immer stärmer ausbauen, ohne dass jedes Mal der Strompreis einbricht und so den Export angetrieben wird. Geladen sollte möglichst immer dann werden wenn ein hohes EE Angebot vorhanden ist.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von Leto » 11. Jan 2018, 20:32

Reichweite war ein Thema als ein 100k€ Auto an den Mann/die Frau zu bringen war und die EV Reichweite typischen nicht einmal sichere 100km im Winter war. Heute ist es der Preis und wo lade ich täglich ohne Zeitaufwand. Selbst 300km reale Reichweite sind luxuriös für 2x20km am Tag. Und 2x im Jahr ist es alle Mal O.K. ein paar Pausen von 30 Min. an SuCs zu verlegen.

EVs für 100t€ ist nicht skalierbar. EVs brauchen einen Platz für die regelmäßige Ladung ohne zusätzliche Zeit zu vergeuden. Dann sind sie sogar weniger Zeitaufwand als Verbrenner. Täglich ein Kabel einstecken in 10 Sekunden ist sicher weniger Aufwand als einmal pro Woche tanken.

EVs sind mit heutiger Technologie für jeden Normalfahrer mit Schuko oder mehr am Stellplatz zu Hause eine Lösung sobald der Preis stimmt. Ich bin nicht bereit das Nebelkerzen werfen der Automobilindustrie mitzumachen. Wenn auf etwas gewartet werden muss dann auf bezahlbaren Fahrzeuge und Ausbau der Home Charging Infrastruktur. Aber nicht auf schnellere Lader, noch größere Akkus, astrologische Zeichen oder ähnliche.

Wenn wir nicht deutlich machen das wer 15tkm im Jahr fährt und zu Hause einen Stellplatz mit Schuko hat sobald es ein bezahlbares Fahrzeug wie Zoe NG, M III & Co gibt sofort und problemlos EV fahren kann, wer soll es sonst tun?
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von sustain » 11. Jan 2018, 20:36

egn hat geschrieben:
sustain hat geschrieben:Ergo hat das Stromnetz nachts etwas mehr Kapazitäten fürs Laden von BEV als tagsüber, das meinte ich.


Das ist genau das gleiche Problem wie mit den unsinnigen kleinen uneffizienten Solarspeichern. Dadurch dass mit Speichern/Elektroautos nachts Laden der Verbrauch vergleichmäßigt wird wird der aktuelle Grundlastsockel gesichert, oder sogar erhöht. Damit können die trägen schmutzigen Kraftwerke länger am Netz bleiben.

Gerade das generelle Laden in der Nacht ist hier kontraproduktiv. Ideal wäre ein Laden am Tag wenn PV Strom anfällt, denn dann kann man PV immer stärmer ausbauen, ohne dass jedes Mal der Strompreis einbricht und so den Export angetrieben wird. Geladen sollte möglichst immer dann werden wenn ein hohes EE Angebot vorhanden ist.


Eine gleichmässige Netzauslastung macht generell Sinn, weil es die effizienteste Art ist die Netze zu nutzen. Daraus jetzt die Verlängerung von schmutzigen Kraftwerken zu machen ist dein Gedanke, meiner nicht. Die eh irgendwann anfallenden Mengen an second life Autoakkus zu nutzen um Ökostrom gleichmässig auch nachts zur Verfügung zu stellen ist sinnvoll, weil diese Akkus billig sind. Es ist sehr ökologisch genau diese Akkus so lang wie möglich zu nutzen! Dann ist noch der Nutzer, der meistens nachts schläft und das Auto in aller Wahrscheinlichkeit nachts lange steht. Gleichmässige Abnahme von Strom braucht deutlich weniger Netzausbau, wenn wir den Peak am Tag nutzen müssen halt die Netze auf diese Peakleistung ausgebaut werden, die nur für ein paar Stunden anhält.
Wer aber denkt das wir in Zukunft an jedem Parkplatz eine Ladestation haben werden kann das gern tun, ich glaub da nicht dran, sondern nach wie vor an einen sinnvollen Mix der Möglichkeiten.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von sustain » 11. Jan 2018, 20:44

Leto hat geschrieben:Reichweite war ein Thema als ein 100k€ Auto an den Mann/die Frau zu bringen war und die EV Reichweite typischen nicht einmal sichere 100km im Winter war. Heute ist es der Preis und wo lade ich täglich ohne Zeitaufwand. Selbst 300km reale Reichweite sind luxuriös für 2x20km am Tag. Und 2x im Jahr ist es alle Mal O.K. ein paar Pausen von 30 Min. an SuCs zu verlegen.

EVs für 100t€ ist nicht skalierbar. EVs brauchen einen Platz für die regelmäßige Ladung ohne zusätzliche Zeit zu vergeuden. Dann sind sie sogar weniger Zeitaufwand als Verbrenner. Täglich ein Kabel einstecken in 10 Sekunden ist sicher weniger Aufwand als einmal pro Woche tanken.

EVs sind mit heutiger Technologie für jeden Normalfahrer mit Schuko oder mehr am Stellplatz zu Hause eine Lösung sobald der Preis stimmt. Ich bin nicht bereit das Nebelkerzen werfen der Automobilindustrie mitzumachen. Wenn auf etwas gewartet werden muss dann auf bezahlbaren Fahrzeuge und Ausbau der Home Charging Infrastruktur. Aber nicht auf schnellere Lader, noch größere Akkus, astrologische Zeichen oder ähnliche.

Wenn wir nicht deutlich machen das wer 15tkm im Jahr fährt und zu Hause einen Stellplatz mit Schuko hat sobald es ein bezahlbares Fahrzeug wie Zoe NG, M III & Co gibt sofort und problemlos EV fahren kann, wer soll es sonst tun?


Ich bin da bei Dir, homecharging ist kein Problem für alle die einen eigenen Stellplatz haben und Strom in der Nähe, da hast du vollkommen recht. Aber es gibt halt Millionen von Menschen die das nicht haben. Um die geht es ja. Die können nur a) öffentlich an einer Säule laden oder b) schnellladen ein zwei mal die Woche. Wenn du diese Manschen von Elektromobilität überzeugen willst muss du ihnen SICHERHEIT geben das sie ihr Auto laden können. Entweder braucht dann jeder Parkplatz einen Steckdose oder es muss andere Möglichkeiten geben. Ich denke ein Mix aus Ladesäulen so viel wie die Netze derzeit hergeben ohne gigantischen Ausbau in den Ortschaften und da sind viele möglich und zum zweiten Schellladeparks für diese Nutzer ist gesamtökonomischen am sinnvollsten. Andere sehen das anders, was ja ok ist ;).
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von Leto » 11. Jan 2018, 21:18

Schuko über Nacht braucht IMHO überhaupt keinen Ausbau. Nur das sinnlose Schreien nach 22kW AC und mehr macht das zum Problem. Und wenn auch nur die 50% (ich glaube die Zahl mal gelesen zu haben) mit eigenen Stellplatz EV fahren bin ich hochzufrieden. Bis die überhaupt mit Fahrzeugen versorgt sind kann man Ladeparks bauen, Netze ausbauen, etc. Aber bitte nicht denen mit Ladeplatz erzählen sie müssten darauf warten.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von egn » 11. Jan 2018, 21:55

sustain hat geschrieben:Eine gleichmässige Netzauslastung macht generell Sinn, weil es die effizienteste Art ist die Netze zu nutzen. Daraus jetzt die Verlängerung von schmutzigen Kraftwerken zu machen ist dein Gedanke, meiner nicht.


Das ist nicht mein Gedanke sonder der Gedanke der Stromerzeugungskonzerne in Verbindung mit ihren ehemaligen Netzabteilungen. Alle Maßnahmen die sie über die Lobbyarbeit in die Energiepolitik einfließen ließen, und auch immer noch einfließen lassen zielen alleine darauf ab den Betrieb der fossilen Dinosauriern so lange wie möglich sichern. Dafür haben sie für die EE das Konzept der netzdienlichen Einspeisung entwickelt. Was an sich sinnvoll ist wenn die Erzeugung von Strom überwiegend durch EE erfolgt, und nur noch die Lücken durch schnelle flexible Kraftwerke gefüllt werden, sorgt in der aktuellen Situation dafür dass die unflexiblen Kraftwerke am Netz bleiben. Das Werkzeug das sich die Konzerne zusammen mit der Politik ausgedacht haben sind seit 10 Jahren die laufenden Änderung am EEG.

Angefangen hat es damit dass das Marktkonzept für die Einspeisung so umgestellt wurde dass die EEG Umlage umso stärker steigt je erfolgreicher sie sind. Je höher die Einspeisung desto stärker werden die Marktpreise gedrückt, desto geringer die Vergütung für EE Strom am Strommarkt, desto höher die EEG Umlage für die nicht-privilegierten Verbraucher. Weiter ging es mit der Privilegierung der Großverbraucher.

Dann kamen die Begrenzung des Ausbaus und die Kappung der Erzeugung, was schon der erste Schritt zur netzdienlichen Einspeisung war. Der zweite und geniale Schritt war dann Privatleute mit völlig unrentablen Speichern die Spitzen im Netz weiter zu kappen. Die Privatleute mit Speichern merken nicht mal dass sie selbst gegen die Energiewende arbeiten, und das Geld zum Fenster hinausschmeißen, weil sie in ihrer Eigenversorgungseuphorie einfach die Augen verschließen. In den Speichern geht dann durch Umwandlungsverluste 30 % und mehr Energie verloren, obwohl in der aktuellen Situatin das Abregeln von brennstoffbetriebenen Kraftwerken die effizienteste Lösung ist. Aber das wollen die Stromkonzerne natürlich nicht. Sie wollen ihre Kraftwerke weiterhin auf Dauerstrich laufen lassen.

Tagsüber werden sie ihren Überschussstrom noch über den Export los, nachts wird es langsam eng, weil das EE Angebot gering ist, sind die Preise in D höher als im Ausland. Da ist jeder zusätzliche Verbraucher willkommen um den Grundlastsockel anzuheben. Die Elektroautos sollen die Nachtspeicheröfen des 21. Jahrhunderts werden und den fossilen Großkraftwerken aka Kohlekraftwerken auch noch den nächsten Jahrzehnten den Bestand sichern.

Wenn die Politik nicht bereit für ein Kohlestromausstiegsgesetz ist bleibt nichts anderes übrig den Weiterbetrieb so schmerzhaft wie möglich zu machen.

Das bedeutet unter anderem:
- EE so schnell wie möglich ausbauen
- keine Speicher, außer für die Kappungsgrenze
- keine Eigenversorgung, so viel PV Leistung auf dem Dach wie möglich
- Verbrauch so viel wie möglich dann wenn EE Einspeisung am höchsten

Die eh irgendwann anfallenden Mengen an second life Autoakkus zu nutzen um Ökostrom gleichmässig auch nachts zur Verfügung zu stellen ist sinnvoll, weil diese Akkus billig sind. Es ist sehr ökologisch genau diese Akkus so lang wie möglich zu nutzen!


Das Thema Second Life Akkus ist erstens heute nicht relevant, und wird meiner Meinung nach völlig überschätzt. Diese Akkus wird man wohl nie in einem Hausspeicher sehen, da das Risiko dass ein vorgeschädigter Akku einfach in Flammen aufgeht viel zu groß ist. Man kann in Lithium Akkus nicht hineinsehen und man weiß deshalb nicht ob sie bereits durch Lithium Plating geschädigt sind. Für eine einwandfreie Funktion muss jede Zelle bezüglich Restkapazität und Innenwidrrstan gematched und daraus eine neue Batterie gebaut werden. Das ist alles sehr aufwändig, da ist es möglicherweise viel einfacher die Materialien zu recyclen und neue Zellen mit voller Leistungsfähigkeit herzustellen.


Wer aber denkt das wir in Zukunft an jedem Parkplatz eine Ladestation haben werden kann das gern tun, ich glaub da nicht dran, sondern nach wie vor an einen sinnvollen Mix der Möglichkeiten.


Auch ich bin für einrn Mix, sehe aber den Schwerpunkt bei einem flächendeckendem Angebot und nicht bei HPC. Laden einer breiten Masse von Elektrofahrzeugen mit 150 kW, oder gar mit 350 kW oder gar 500 kW wird meiner Meinung nach den nächsten 10 Jahren ein Traum bleiben. 800 V Technik wird es in erster Linie im Luxussegment geben.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von olbea » 11. Jan 2018, 22:24

Leto hat geschrieben:Schuko über Nacht braucht IMHO überhaupt keinen Ausbau. Nur das sinnlose Schreien nach 22kW AC und mehr macht das zum Problem. Und wenn auch nur die 50% (ich glaube die Zahl mal gelesen zu haben) mit eigenen Stellplatz EV fahren bin ich hochzufrieden. Bis die überhaupt mit Fahrzeugen versorgt sind kann man Ladeparks bauen, Netze ausbauen, etc. Aber bitte nicht denen mit Ladeplatz erzählen sie müssten darauf warten.

Hi Leto, da Stimme ich dir voll zu.
Wenn wir nur die erreichen, die zu Hause laden können, ist doch schon viel erreicht.
Ich denke der Rest kommt dann von selbst.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es akzeptiert wird, 10-20 Minuten in einem Ladepark zu laden, wenn man zum laden fahren muss. Auf der Langstrecke mache ich auch keine Ladepause sondern eine Biopause in der der Wagen läd. Da ist das zu verkraften, bzw. Sogar sehr willkommen.
Es wird auch wieder viel mit Äpfeln und Birnen diskutiert. Einerseits wird vom neuen Roadster mit 200 kWh geschwärmt, nur wieso soll der in 10 min schnellladen? Oder davon 100 Stück gleichzeitig.
Mit einem ~60 kWh Akku der halt bezahlbarer ist müsste man dann alle zwei drei Tage zum laden fahren.
Wichtig ist eine gute Mischung bei Akkukapazität, Ladezeit beim Schnelladen und Preis vom Auto und vom Strom.
Ich habe z.B. Nicht den 85er gekauft, weil zu 95% der 70er ausreichend ist und ich die 10k€ Oder 15k€ zusätzlich nicht aufbringen wollte. Ohne Lademöglichkeit zu Hause UND ohne SuC hätte ich mein S nicht gekauft. Selbst einen Roadster mit 200 kWh sehe ich ohne heimladung als nicht alltagstauglich an.
Ich fahre NUR auf Langstrecke zu den SuC. Ansonsten Heimladung.
Laden bei Kunden ist Glückssache. Selbst wenn man Energieversorger als Kunden hat. :roll:
Deshalb werden wir (wir als Gemeinschaft, Volk, Europäer, Menschen) alle Möglichkeiten schaffen müssen und somit die Vorteile der Elektromobilität nutzen.
Tesla macht es genau richtig. Heim-, Schnell- und Destination-Ladung.
Und das auch noch einfach und komfortabel. Dazu gehört ein an der Ladesäule befestigtes Kabel.

Was mich übrigens noch nervt, ist das dauernde lamentieren dass das alles zu teuer sei und sich niemals rechnen wird. Ich habe hier im Bestand schon mal Strom in den Hof gelegt. Auf meine Kosten. Wenn ich alleine den Zeitgewinn durch nicht mehr tanken fahre kalkuliere, war das die beste Entscheidung meines Lebens. Und wenn das M3 für meine Frau kommt oder ein Mieter irgendwann Strom laden möcht finde ich eine Lösung.
Jetzt muss erst mal PV aufs Dach, das will ich schon lange...

Und bevor ich noch weiter abschweife, höre ich jetzt erst mal auf.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von SLAM » 12. Jan 2018, 00:11

Je höher die Einspeisung desto stärker werden die Marktpreise gedrückt, desto geringer die Vergütung für EE Strom am Strommarkt,


Desto geringer auch die Erlöse für konventionellen Strom am Markt.

Welches Interesse sollte ein Kraftwerksbetreiber an Marktpreisen haben, die so gering sind, daß keinerlei Reinvest mehr möglich ist ?

Ich möchte das Verstehen.......


Gruß SLAM
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von OS Electric Drive » 12. Jan 2018, 00:13

Leto hat geschrieben:Reichweite war ein Thema als ein 100k€ Auto an den Mann/die Frau zu bringen war und die EV Reichweite typischen nicht einmal sichere 100km im Winter war. Heute ist es der Preis und wo lade ich täglich ohne Zeitaufwand. Selbst 300km reale Reichweite sind luxuriös für 2x20km am Tag. Und 2x im Jahr ist es alle Mal O.K. ein paar Pausen von 30 Min. an SuCs zu verlegen.

EVs für 100t€ ist nicht skalierbar. EVs brauchen einen Platz für die regelmäßige Ladung ohne zusätzliche Zeit zu vergeuden. Dann sind sie sogar weniger Zeitaufwand als Verbrenner. Täglich ein Kabel einstecken in 10 Sekunden ist sicher weniger Aufwand als einmal pro Woche tanken.

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Wie soll das dann gehen? Ein Auto braucht einfach eine Mindestreichweite um nicht gleich wieder ins Schwitzen zu kommen. Ich denke viele denken viel zu sehr aus ihrem technischen Verständnis. Ich kenne viele Menschen die keinen Bock haben im Hotel zu aller erst zu fragen ob man dort laden kann oder nicht. Von daher denke ich wäre ein kleiner Akku dann interessant, wenn das Auto einen Bruchteil eines vergleichbaren Verbrenners kosten würde.
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