Absatz von Diesel-Autos bricht ein

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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von Spürmeise » 7. Jan 2018, 16:54

Adastramos hat geschrieben:D.h. dann ab 2.375kg Leermasse dürfen dann entsprechend 108g/km CO2 ausgestoßen werden?

128 g/km (95+33)

Zu der herstellerseitigen Schönrechung WLPT vs. NEFZ bis mindestens Ende 2020
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von Adastramos » 7. Jan 2018, 18:10

@Spürmeise: Danke, hab mich on der Summe verrechnet und es richtiggestellt.

Ich möcht da nochmal nachfragen, was meinst du mit der Schönrechnung? Der WLTP ist um grob 30% strenger als der NEFZ oder auf was möchtest du hinweisen?

Alles Gute!
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von Spürmeise » 7. Jan 2018, 22:31

Der WLPT ist strenger, aber der 95 g/km CO2 "Basis"-Grenzwert ab 2020/2021 wird nach NEDC/NEFZ berechnet. Die Hersteller müssen zwar nach WLPT messen, können dann aber den für sie günstigsten "conversion factor" verwenden, um auf das NEFZ-95 g/km-Ziel zu kommen.

"The procedure for converting the NEDC target value into the WLTP target value presents a
major incentive in 2020 to register vehicles with as high a conversion factor between WLTP
and NEDC equivalent emission values as possible, and with the highest possible weight."
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von volker » 10. Jan 2018, 16:58

Normverbrauch ist das Eine, die tatsächlich verfahrene Spritmenge etwas anderes. Die letzten Jahre steigen die CO2-Emissionen aus dem Verkehr, weil mehr und schwerere Fahrzeuge unterwegs sind und mehr Kilometer abspulen. Der technische Fortschritt beim spezifischen Verbrauch wird dadurch restlos aufgefressen.

Wenn man weniger CO2-Emission aus dem Verkehrssektor will, muss man CO2 verteuern! Also "carbon tax". DAS wäre mal eine technologie-neutrale Lenkungsmaßnahme!
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von SLAM » 10. Jan 2018, 17:26

Wenn man weniger CO2-Emission aus dem Verkehrssektor will, muss man CO2 verteuern! Also "carbon tax". DAS wäre mal eine technologie-neutrale Lenkungsmaßnahme!


Aber dann bitte auch Sektoren-Neutral: die tonne CO2 sollte gleichviel kosten, egal ob aus PKW, LKW, Heizung, Industrie, etc......... .

UND bei Importen und Exporten über die Deutsche Grenze hinweg die äquivalenten Ausgleiche (importiere ich also z.B. aus einem Land mit CO2 tax von 10 €/t und in Deutschland ist die tax 100 €/t und für die Herstellung der entsprechenden Ware sind 10 t CO2 emittiert worden, wird ein Ausgleichsbetrag an den Staat von 900 € fällig, umgekehrt, wenn ich exportiere bekomme ich die 900 €, bzw. bekomme von den 1000 €, die ich zahlen mußte, 900 erlassen).

Dann können alle damit leben.

Gruß SLAM
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von trayloader » 11. Jan 2018, 10:46

SLAM hat geschrieben:
Wenn man weniger CO2-Emission aus dem Verkehrssektor will, muss man CO2 verteuern! Also "carbon tax". DAS wäre mal eine technologie-neutrale Lenkungsmaßnahme!


Aber dann bitte auch Sektoren-Neutral: die tonne CO2 sollte gleichviel kosten, egal ob aus PKW, LKW, Heizung, Industrie, etc......... .

UND bei Importen und Exporten über die Deutsche Grenze hinweg die äquivalenten Ausgleiche (importiere ich also z.B. aus einem Land mit CO2 tax von 10 €/t und in Deutschland ist die tax 100 €/t und für die Herstellung der entsprechenden Ware sind 10 t CO2 emittiert worden, wird ein Ausgleichsbetrag an den Staat von 900 € fällig, umgekehrt, wenn ich exportiere bekomme ich die 900 €, bzw. bekomme von den 1000 €, die ich zahlen mußte, 900 erlassen).

Dann können alle damit leben.

Gruß SLAM


Ohne Witz-
genau das hatte Rex Tillerson vor (Ex Exxon.
Musk hatte das sogar ins Trumpsche "Beratergremium" eingebracht, das Ganze wurde aber dann industriefreundlich verwässert.
Der Ansatz wäre IMHO der einzig richtige.

Back to topic:
ich war im Oktober beruflich in Chicago.
Die Luft war gefühlt an den frequentierten Straßen wesentlich besser als in jeder deutschen Großstadt, ganz zu schweigen von Paris.
Auch wenn der Benziner das Problem nur verschiebt, symptomal besser ist es allemal.
 
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von SLAM » 11. Jan 2018, 12:46

ich war im Oktober beruflich in Chicago.
Die Luft war gefühlt an den frequentierten Straßen wesentlich besser als in jeder deutschen Großstadt,


Da helfen die Winde über die Großen Seen aber kräftig mit ;) .
Das kann man kaum mit Stuttgart (worst case) und Berlin (besser) vergleichen. Am ehesten noch mit Hamburg.

Stuttgart hat klimatisch ähnliche Probleme wie Los Angeles oder Beijing.

Gruß SLAM
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von trayloader » 11. Jan 2018, 13:15

Hatte ich vergessen zu ergänzen.
An den Tagen, an denen wir da waren, war es windstill.
Starker Verkehr, allerdings die meisten Spritschleudern waren neu (wenn auch finanziert).

Es scheint einfach, daß Benzinabgase wesentlich besser zu filtern sind.
Bei gleichem verkehr wäre die Luft hier in München absolut unerträglich.
Selbst Inversionswetterlage in L.A. finde ich mittlerweile "angenehmer" als die Luft in Stuttgart.

Hoffen wir, das die Klagen der DUH erfolgreich sind.
 
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Re: Absatz von Diesel-Autos bricht ein

von Naheris » 11. Jan 2018, 14:51

Nur weil man nichts riecht heißt es nicht, dass das geatmete gesund ist. Feinstaub riecht man nämlich eher nicht. Und Direkteinspritzer sind da noch aktiver mit dabei als Diesel.
Ist: e-Golf. Bild. War: Passat GTE. Bild.
Firma: 75% PEV, Tendenz steigend.
I paced (#22).
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