E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von barbarossa1959 » 14. Aug 2017, 17:09

Wir leben in einer Zeit der Reizüberflutung, die auf Dauer abstumpft und nach immer härteren Stimuli verlangt. Und die Medien, zumal die im Niedergang befindlichen klassischen, liefern sie im verzweifelten Bemühen ums Überleben. Da gibt es nur noch wenig Platz für nüchterne, abwägende Berichte.

Das hier darüber hinaus tatsächlich ein Kulturkampf tobt, zeigt dieser Artikel, den ich auf der Achse des Guten gefunden habe:

http://www.achgut.com/artikel/kindersklaven_aus_dem_kongo_schuften_fuer_gruene_elektroautos

Aufruf auf eigene Gefahr!

Merke: Fragwürdige Umstände bei der Gewinnung von Rohstoffen sind nur verwerflich, wenn sie der Elektromobilität dienen!

Das ist nur der neuste Beitrag in einer ganzen Reihe. Da geht es um Lithium, jetzt um Kobalt, um die Abschaffung des Autos durch die Hintertür der Eletromobilität, um brennende Teslas als Todesfalle, um Netzüberlastung, den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland und, natürlich, die Grenzwerte für Schadstoffe sind alle absichtlich viel zu hoch angesetzt- bis zur Behauptung, die ärmeren Schichten der Bevölkerung müssten für das gute Gewissen der Besserverdiener mit ihrer Gesundheit bezahlen, denn erstere wohnen angeblich außerhalb der Städte, da, wo die Schlote der Kraftwerke qualmen...
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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von segwayi2 » 14. Aug 2017, 17:56

barbarossa1959 hat geschrieben:Wir leben in einer Zeit der Reizüberflutung, die auf Dauer abstumpft und nach immer härteren Stimuli verlangt.

...


Da kann ich nur eine Oculus Rift empfehlen ;)
sorryfürsofftopic
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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von Healey » 14. Aug 2017, 18:00

Hier ist ein Link zu Vera Lengsfeld und deren Nähe zur AFD. Am liebsten würde ich den Link zu Deinem Artikel löschen. Wieso müssen hier in letzter Zeit immer wieder Links aus der rechten Ecke auftauchen? Egal unter welchen Deckmantel. Jedes verbreiten egal mit welchen Erklärungen finde ich furchtbar.
https://www.google.at/amp/amp.handelsbl ... 48496.html
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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von founder » 14. Aug 2017, 19:04

Diesen pervertierten Kulturkampf versuchte ich hier schon öfters zu thematisieren.

Da sind die ewig gestrigen Fossilen: "Ohne fossiler Energie stürzen wir in die Steinzeit zurück".
Da sind die Umweltschützer: "Sparen Einschränken Verzichten - freiwillig zurück in die Steinzeit"

Seit Herbst 1991 zeige ich einen anderen Weg, weil beide der oben beschriebenen Wege zum sicheren Untergang führen.

[http://infinitismus.pege.org/]Daraus wurde eine neue Weltsicht[/url].
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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von founder » 14. Aug 2017, 19:09

Healey hat geschrieben:Hier ist ein Link zu Vera Lengsfeld und deren Nähe zur AFD. Am liebsten würde ich den Link zu Deinem Artikel löschen. Wieso müssen hier in letzter Zeit immer wieder Links aus der rechten Ecke auftauchen? Egal unter welchen Deckmantel. Jedes verbreiten egal mit welchen Erklärungen finde ich furchtbar.
https://www.google.at/amp/amp.handelsbl ... 48496.html
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Und da wären wir bei einem weiteren Kulturkampf. Die Zeit der Aufklärung ist in Deutschland vernichtet.
Heute herrscht nicht eine Inquisition, sondern im Gegensatz zum finsteren Mittelalter eine multiple Inquisition.

Was im finsteren Mittelalter die Aussage "Das ist ein Ungläubiger" bedeutetet hat,
das soll Heute mit einem dumpfen "Das ist rechts" erreicht werden.
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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von barbarossa1959 » 14. Aug 2017, 20:10

Ich habe eben meine bisherigen Beiträge noch einmal gecheckt. In der Diskussion zu einem ntv-Artikel lieferte ich ein paar Hintergrundinformationen zum Autor, die helfen sollten, die politische Ecke einzuordnen, aus der das kam. Meine Anmerkungen zu den Angaben über den Motor im Model 3 hatten mit Politik nix zu tun, somit habe ich vor kurzem genau einen Link gesetzt, den man als einen zur rechten Ecke betrachten kann. Ich habe auch nicht vor, weitere anzubringen, da ein weiterer Erkenntnisgewinn unwahrscheinlich wäre. Sollten also tatsächlich in letzter Zeit "immer wieder Links aus der rechten Ecke" auftauchen (was ich selber nicht beurteilen kann), ich kann damit nicht gemeint sein.
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Re: E-Auto in DE als Kulturkampf: Blickwinkel weiten!

von SebastianR » 14. Aug 2017, 22:33

Um wieder auf meinen OP zurueck zu kommen: Vielleicht ist in diesem Kulturkampf das 1:1 diskutieren nicht sonderlich hilfreich?

Nach meiner Erfahrung war es oft erfolgreicher z.B. die Frage nach "wie viel CO2 hat Dein Akku verbraucht?" mit "weniger als Du denkst! Ist mir aber voellig egal, ich habe den Wagen nur, weil ich damit nie wieder an die Tanke muss und der jeden Morgen voll ist" zu beantworten, als haarklein den CO2 Rucksack zu begruenden... etc.

Und grade wenn es um Petrolheads geht, argumentiere ich oft eher mit China und Absatzzahlen in der Zukunft als mit technischen Werten...

@Bones: Ich glaube nicht, dass wir hier Medienschelte treiben muessen. Die Medien sind in der Regel ein recht genaues Bilder der Gesellschaft. D.h. ich gehe davon aus, dass wir dann gewonnen haben, wenn wir im Spiegel positive Artikel ueber E-Autos finden. Was hat nicht der Spiegel Jahrelang gegen Windkraft gehetzt? Und heute sieht das ganz gut aus... Ich sehe erste positive Zeichen. Merke: wenns in den Zeitungen steht ist der Kulturkampf vorbei :)

@Snooper77: Vielen Dank! Ich bin auf meine zwei Gruppen (Petrolheads & Oekos) dadurch gekommen, weil ich mich gefragt habe, was Deutschland so anders macht, als andere Laender. Ich glaube die zwei Gruppen, die Du benannt hast, gibt es in fast jedem Land. Ich habe mich gefragt, warum das in DE so verbissen ist im Vergleich z.B. zu Daenemark (wo ich lebe), Schweden, Norwegen, den Niederlanden, den USA, Indien, China etc.

Ich glaube, dass nur wenige Laender die Vorraussetzungen von Deutschland bieten: auf der einen Seite Autonation! Auf der anderen Seite sehr viele umweltbewusste Menschen (siehe erneuerbare Energie, Recyclinghoefe/Abfallwirtschaft, die relativ starken Gruenen etc.): ich habe erlebt, wie in DE Solarzellen auf einmal in konservativen Kreisen kein "gruenes Thema" sondern ein "wirtschaftliches Thema" wurden, genau das haben wir beim Thema E-Auto nie erreicht.

Und damit sind wir dann bei den Zwei "Kernaengsten", die @Founder angesprochen hat (Steinzeit durch E-Mobilitaet oder freiwillige Steinzeit). Und das ist irgendwie meine Kernfrustration: Die deutsche Industrie ist ja sonst nicht waehlerisch dabei, wem sie was verkauft. Nur beim Thema E-Mobilitaet will die Industrie partout nicht einlenken und weigert sich einen existierenden Markt zu bedienen...
 
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