Testbericht e-Golf

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Re: Testbericht e-Golf

von Mathie » 21. Jul 2017, 22:55

Klaus hat geschrieben:Dann mal zu deinen Fehlern.

Oh, gerne, ich lerne immer sehr gerne dazu!

Ein 2-Phasen Lader kostet nicht weniger als ein 3-Phasen Lader. Diese ist der entscheidende Punkt und danach müsste man nicht weiter diskutieren.

Dafür hast Du bestimmt einen Beleg, oder?

Der 16A Zweiphasenlader von VW war 2015 für 950€ zu bekommen: http://www.goingelectric.de/forum/nissa ... ml#p187143

Wo hast Du damals 3x32A für den gleichen Preis bekommen? Was kostet der NLG664 nochmal?

Den 3x16A Lader von Tesla lag damals, wenn ich mich recht erinnere, ungefährt beim Doppelten des zweiphasigen VW-Laders. Wenn Du damit auf 3x32A kommen willst, beim Vierfachen.

Also jetzt Butter bei die Fische, wo bekommst Du 3x32A zum gleichen Preis wie 2x16A?

Deine Annahme, ich hätte mein Fahrprofil gepostet und würde darüber mit dir diskutieren.

Du hast doch personalisiert und spekuliert, was Naheris und ich machen, wenn Du einmal im Jahr die 22kW benötigst.

Mit deiner Aussage, du brauchst nicht an AC Ladesäulen zu laden, ist natürlich jede Diskussion hinfällig, wie schnell das Auto dort (nicht) lädt. Du vertrittst damit die unsägliche Strategie der etablierten Autohersteller, BEVs als Kurzstrecken und Zweitauto zu positionieren, ohne die Option eines schnelleren Ladens anzubieten.

Die Diskussion zum Thema Schnelladen hatten wir hier im Forum doch schon früher. 22kW sind kein Schnelladen und ich habe hier im Thread selbst kritisiert, dass der e-Golf nur 40kW-CCS laden kann.

Auch wenn du heute über Nacht den Akku voll laden kannst, übersiehst du die größere Flexibilität bei einer höheren Ladeleistung in Bezug auf gesteuerten Laden. Das gilt für günstigere Stromtarife mit dem Recht der Unterbrechung oder für zukünftige Szenarien, bei denen ein Überschuss an Erneuerbarer Energie in einem engen Zeitfenster mit einem günstigen Tarif zur Verfügung steht, z.B. Windstrom.

Für die Geschwindigkeit, mit der ich mit einem BEV das Ziel erreiche, sind Größe des Akkus, Ladegeschwindigkeit und Verbrauch relevant.
Die Ladegeschwindigkeit dabei als unwichtig darzustellen, aber einen geringen Verbrauch herauszustellen, ist in der Kombination eindeutig ein großer Fehler.

Ladegeschwindigkeit ist nicht unwichtig, der habe ich aber auch nie behauptet! Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen Heimladung und Schnellaldung! Man muss (A) das Auto über Nacht am Stellplatz vollständig aufladen können, und (B) muss man unterwegs oder bei Zwischenstopps schnell laden können.

A ist mit 2x16A erfüllt, für B reicht nach meinen Ansprüchen nicht mal 40kW DC. Wenn man das Auto untertags aufladen muss, ist der Wagen für meine Ansprüche ungeeignet und wäre das auch mit 22kW AC.

Für unsere Firma würde der e-Golf - so wie er heute zu kaufen ist sogar ohne DC Lademöglichkeit - als einziges Firmenauto reichen. In den Urlaub würde ich damit allerdings nie fahren.

Gruß Mathie
Model S 85D, Air, Tech, 19"
 
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