Testbericht e-Golf

Allgemeine Informationen zur mobilen Zukunft...

Re: Testbericht e-Golf

von Toschi » 20. Jul 2017, 16:39

Naheris hat geschrieben:Mal sehen, was der nächste Lief leafert, ahem, Leaf liefert. ;)


Da habe ich gerade eben das hier gefunden...oder war das schon bekannt?

http://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id_81705014/alles-wir-einfacher-zweiter-nissan-leaf-hat-nur-noch-ein-pedal.html
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Re: Testbericht e-Golf

von Mathie » 20. Jul 2017, 17:52

Toschi hat geschrieben:
Naheris hat geschrieben:Mal sehen, was der nächste Lief leafert, ahem, Leaf liefert. ;)


Da habe ich gerade eben das hier gefunden...oder war das schon bekannt?

http://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id_81705014/alles-wir-einfacher-zweiter-nissan-leaf-hat-nur-noch-ein-pedal.html

Oh, mann wer hat sich denn diese idiotische Überschrift ausgedacht?

Im Text steht "der Leaf-Pilot könne bis zu 90 Prozent der Fahrsituationen nur mit dem e-Pedal meistern". Die Überschrift heisst aber:

Nicht drei, nicht zwei
Kommender Nissan Leaf hat nur noch ein Pedal

Will Nissan etwa den Autowerkstätten neue Einnahmequellen verschaffen, nachdem die Wartung der Verbrennungsmotoren wegfällt? So nach dem Moto, wenn 10% der Fahrten nicht mit dem e-Pedal gemeistert werden können, dann ging es immer genug zu reparieren?

Unabhängig davon bin ich mal auf das System gespannt, ich mag das Autoscootergefühl im Tesla, wenn Nissan das noch weiter treibt, würde mich das freuen!

Gruß Mathie
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Re: Testbericht e-Golf

von Trabbisachse » 20. Jul 2017, 17:58

Vor aller Theorie über tolle Ausstattung. Fahr mal mit dem eGolf im Hochsommer ordentlich weit quer über die Berge. Spaß macht das nicht. Eine Frage hab ich noch:

Was ist ein BEV ohne Temperaturmanagement der Fahrbatterie als Gebrauchter dann drei Jahre später noch wert?
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Re: Testbericht e-Golf

von Mathie » 20. Jul 2017, 19:45

Trabbisachse hat geschrieben:Vor aller Theorie über tolle Ausstattung. Fahr mal mit dem eGolf im Hochsommer ordentlich weit quer über die Berge. Spaß macht das nicht.

Blöde Frage, wie wirkt sich das aus? Kein Thermo-Management kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dann würden die Batterien ja irgendwann durchgehen. :shock:

Thermo-Management über Abschaltung bei Überschreitung einer bestimmten Batterietemperatur wäre in meinen Augen aber ebenso inakzeptabel!

Gruß Mathie
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Re: Testbericht e-Golf

von past_petrol » 20. Jul 2017, 20:06

Mathie hat geschrieben:
Trabbisachse hat geschrieben:Vor aller Theorie über tolle Ausstattung. Fahr mal mit dem eGolf im Hochsommer ordentlich weit quer über die Berge. Spaß macht das nicht.

Blöde Frage, wie wirkt sich das aus? Kein Thermo-Management kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dann würden die Batterien ja irgendwann durchgehen. :shock:

Thermo-Management über Abschaltung bei Überschreitung einer bestimmten Batterietemperatur wäre in meinen Augen aber ebenso inakzeptabel!

Gruß Mathie



Hi Mathie !

Check mal das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=rf0PJwNsffE

Ein Video von Tesla Björn - Bergen / Oslo mit dem Nissan Leaf 30 kWh ! Außentemperatur. ca. 14 Grad.

Bottom Line:

Das häufige DC Laden unterwegs inkl. dem ständigen Fahrbetrieb durch Björn führt zu einer derartigen Erwärmung des AKKUs, dass Du am DC-Lader massiv in Deiner Ladeleistung reduziert wirst. Zusätzlich werden auch die Fahrleistungen eingeschränkt - in Norwegen nicht sooo das Problem - dennoch. Am Ende musst Du deutliche Wartezeiten beim Laden hinnehmen.

Nicht temperierte AKKUs sind zwar günstiger zu bauen, haben aber eben auch gewissen Einschränkungen. Es dauert sehr lange, bis so ein AKKU von allein auskühlt.

Im normalen deutschen Winter mußte ich feststellen, wie krass der Tesla eigentlich aufgebaut ist. Zu Hause Typ2 rein - zack 22 kW auf Anschlag. Selber Test mit der ZOE daneben - denkste Puppe - erstmal ne Weile mit 8kW rumgehühnert...

Wir sind hier alle sehr verwöhnt !

Langstrecke mit einem nicht temperierten AKKU und DC-Ladestrategie bei hohen Aussentemperaturen - also ab 25 Grad - das kann schon interessant werden.

;)
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Re: Testbericht e-Golf

von Naheris » 20. Jul 2017, 20:41

Trabbisachse hat geschrieben:Was ist ein BEV ohne Temperaturmanagement der Fahrbatterie als Gebrauchter dann drei Jahre später noch wert?

Schau mal auf die Leafs. Die haben auch kein Temperaturmanagement. Sind trotzdem noch die meisten BEVs auf dem Planeten. :mrgreen:

Nick1 hat geschrieben:Mit dem Erscheinen des 41kWh Zoe ist die Zielgruppe des Golfs nämlich kaum noch existent.

Der e-Golf ist seit Auslieferung des 300 massiv in den Verkaufszahlen gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Der Zoe auch, aber das ist nicht relevant. Beide werden weiterhin gekauft.

Europa Mai 2017: 844 e-Golf zu 2.095 Zoe.
Europa Mai 2016: 479 e-Golf zu 1.657 Zoe.

Norwegen Juni 2017: 874 e-Golf zu 428 Zoe. Man beachte die Monatszahlen vom e-Golf im Juni alleine in Norwegen gegen die des Vormonats in ganz Europa.

Quelle: http://ev-sales.blogspot.com

Fakten checken ist nicht so Dein Ding, oder? :mrgreen:

Und bevor jetzt wieder jemand kommt, ich vergleiche selektiv einen Monat: das sind die neusten veröffentlichten. Und es ist absolut nicht sinnvoll die Jahreszahlen eines Fahrzeugs mit einem anderen zu vergleichen, dass einen Teil des Jahres nicht verkauft wurde. Der e-Golf wird erst drei Monate wieder ausgeliefert.
Fahrzeuge: VW e-Golf BEV, Volvo V60 D6 PHEV, VW Passat GTE PHEV.
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Re: Testbericht e-Golf

von Nick1 » 20. Jul 2017, 21:49

Nun ja, Naheris, Faktencheck ist so ne Sache.
Wenn Du mit Faktencheck das Rezitieren von Zahlen, deren Zustandekommen für uns nicht kontrollierbar ist, meinst, geb ich Dir Recht, ist nicht so mein Ding.
Wenn Du mit Fakten das tatsächlich Sichtbare auf der Straße meinst - doch, das hab ich gecheckt :mrgreen:
Ich meine mich übrigens zu entsinnen, Berichte über (legale) Tricksereien der Autokonzerne bzgl. (länderübergreifender) Mehrfachzulassungen von E-Autos gelesen zu haben.
Auf diese Zahlen geb ich also in etwa gleichviel wie auf VAG Unschuldsbeteuerungen und Verbrauchsangaben.
Aber vielleicht stehen die Wikinger wirklich alle so auf'n e-Golf, daß sie keine mehr für die hiesigen "Südschweden" übrig lassen... ;)
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Re: Testbericht e-Golf

von harlem24 » 20. Jul 2017, 21:55

Wobei man auch ehrlicherweise dazu sagen muss, dass die Touren, die Björn fährt, eher ungewöhnlich sind und er hat den Wagen gefahren, als hätte er ihn gestohlen...;)
Denn so wie ich das verstanden habe, ist es eine Kombination aus schnellem Fahren und häufiger Schnellladung.
Es scheint dem Akku aber nichts auszumachen und wenn beim letzten von 4 Ladevorgängen noch 30kW reingehen, ist es immer noch nicht schlecht. Dann ist man immerhin schon gut 500km gefahren.
Ne Zoe kann grundsätzlich nur mit 22kW laden (wenn jetzt jemand mit der Q kommt, viel Glück eine der 500 in Deutschland verkauften zu bekommen) und wenn es dumm läuft, dann gehen nur einstellige Leistungen in den Akku und das ist wirklich ärgerlich.
Bin sehr gespannt, wie der neue Leaf wird, optisch scheint er ja zumindest deutlich hübscher zu werden.
Gruß

CHris

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Re: Testbericht e-Golf

von Klaus » 21. Jul 2017, 20:09

Mathie hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:
hiTCH-HiKER hat geschrieben:Gibt es eigentlich einen Grund, warum die Hersteller die Fahrzeuge künstlich so kastrieren?
Ich dachte immer die Materialkosten sind eh relativ gering, warum spart man dann an derart essentiellen Dingen?


Es gibt überhaupt keinen Grund, Materialkosten spielen keine Rolle. Das ist ja das absurde.
Wenn ich nur einmal pro Jahr mit dem E-Golf an einer 22 KW Ladesäule stehe und nur mit 7,2kW lade, dann können sich Mathie und Naheris gerne darüber unterhalten, wie gut der E-Golf rollt. Aber wir haben 4 ZOE im Fuhrpark und keinen E-Golf.

Du machst den Fehler Deine Erfordernisse zu verallgemeinern! Wir fahren seit über zwei Jahren elektrisch und bei uns hat noch nie jemand einen schnelleren AC-Lader vermisst. Wir brauchen ihn nicht!

Du brauchst ihn offenbar einmal im Jahr und wenn Du die Entscheidung zu kaufen oder nicht zu kaufen davon abhängig machst, ist das Dein gutes Recht!

Und klar kostet ein Lader Geld! Und 2p 16A ist billiger als 3p 32A oder willst Du das bestreiten?

Gruß Mathie


Dann mal zu deinen Fehlern zum Thema schnelles AC laden mit 3 Phasen

Ein 2-Phasen Lader kostet nicht weniger als ein 3-Phasen Lader. Diese ist der entscheidende Punkt und danach müsste man nicht weiter diskutieren.

Deine Annahme, ich hätte mein Fahrprofil gepostet und würde darüber mit dir diskutieren. Mit deiner Aussage, du brauchst nicht an AC Ladesäulen zu laden, ist natürlich jede Diskussion hinfällig, wie schnell das Auto dort (nicht) lädt. Du vertrittst damit die unsägliche Strategie der etablierten Autohersteller, BEVs als Kurzstrecken und Zweitauto zu positionieren, ohne die Option eines schnelleren Ladens anzubieten.

Auch wenn du heute über Nacht den Akku voll laden kannst, übersiehst du die größere Flexibilität bei einer höheren Ladeleistung in Bezug auf gesteuerten Laden. Das gilt für günstigere Stromtarife mit dem Recht der Unterbrechung oder für zukünftige Szenarien, bei denen ein Überschuss an Erneuerbarer Energie in einem engen Zeitfenster mit einem günstigen Tarif zur Verfügung steht, z.B. Windstrom.

Für die Geschwindigkeit, mit der ich mit einem BEV das Ziel erreiche, sind Größe des Akkus, Ladegeschwindigkeit und Verbrauch relevant.
Die Ladegeschwindigkeit dabei als unwichtig darzustellen, aber einen geringen Verbrauch herauszustellen, ist in der Kombination eindeutig ein großer Fehler.
Zuletzt geändert von Klaus am 21. Jul 2017, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Testbericht e-Golf

von crazyeddie » 21. Jul 2017, 20:54

Naheris hat geschrieben:
Trabbisachse hat geschrieben:Was ist ein BEV ohne Temperaturmanagement der Fahrbatterie als Gebrauchter dann drei Jahre später noch wert?

Schau mal auf die Leafs. Die haben auch kein Temperaturmanagement. Sind trotzdem noch die meisten BEVs auf dem Planeten. :mrgreen:


Weder ist das fehlende Temperaturmanagement ursächlich für die hohen Verkaufszahlen, noch werden das fehlende Temperaturmanagement oder die große Anzahl der dann möglicherweise veralteten Autos den Restwert in der absehbaren Zukunft positiv beeinflussen.

Und ganz allgemein sollte man nicht allzu viele Rückschlüsse aus den Verkaufszahlen von Elektroautos ziehen. Alle sind ein Kompromiss (aus Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Innenraumgröße, Spaltmaßen,...). Dass die Menschen den Kompromiss beim Leaf besonders häufig eingegangen sind, heißt nicht dass sie das fehlende Temperaturmanagement toll finden. Sonst könnte man ja auch überall das DC-Laden weglassen und auf den Erfolg der Zoe hinweisen.
 
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