Testbericht e-Golf

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Re: Testbericht e-Golf

von Abgemeldet 06-2018 » 20. Jul 2017, 09:58

Warum bringen die eigentlich den GenE nicht in Serie? Der sieht ja für einen VW echt extrem gut aus:

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Der ID hingegen ist an Häßlichkeit kaum zu überbieten und kann nicht ernst gemeint sein.
 
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Re: Testbericht e-Golf

von Mathie » 20. Jul 2017, 10:40

Klaus hat geschrieben:Es ist für mich unfassbar, keinen 3-Phasen Lader mit mindestens 11 KW, besser 22 KW, zu verbauen. Erstens als wesentliche Verbesserung der Lademöglichkeiten, zweitens weil nichts dagegen spricht.

So unterschiedlich können die Auffassungen sein! Für mich ist die AC-Ladeleistung ausreichend, wenn der Akku über nacht wieder voll ist. Was beim e-Golf für den Ersatz eines typischen Privatautos im Moment noch nicht passt, ist die geringe DC-Ladeleistung und das fehlende CCS-Ladenetz sowie noch mal 50% mehr Akku zumindest als Option gegen Aufpreis.

So wie der e-Golf im Moment dasteht ist er schon ein ziemlich gutes Auto, wäre für unseren Einsatz als Firmenwagen eigentlich ideal. Würde mir für den reinen Firmeneinsatz bei Leasing dann sogar die CCS-Buchse sparen (bei Kauf aber dazunehmen, wg. Wiederverkaufswert).

Hätte den Nachteil, dass ich den Wagen dann nicht von der Firma für Urlaubsreisen leihen würde und ich wieder in den Urlaub fliegen "müsste". Privatauto habe ich nämlich nicht, da Innenstadtbewohner mit minimalem weg zur Arbeit. Wenn es den e-Golf so wie er heute angeboten wird, schon vor zwei Jahren gegeben hätte, wäre es schwer geworden den Tesla rational zu begründen!

Gruß Mathie
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Re: Testbericht e-Golf / Fahrt nach Kroatien

von Trabbisachse » 20. Jul 2017, 12:31

Erfahrungen von Urlaubsfahrt Sachsen <=> Kroatien:
Die Hinfahrt haben wir mit Zwischenstopp geplant, alles easy. Die Rückfahrt dann am Stück absolviert. Modus "Eco" mit Klima. Es war morgens schon über 30°C. Das erste und zweite mal Laden war noch im akzeptablem Bereich, aber nicht mehr unsere gewohnten 30 Minuten. Das Fahren und das Schnelllladen machte sich dann beim 3. Laden bemerkbar, indem der Golf dann 1:20 h Ladezeit angab, wir luden deshalb nur auf 80%. An der 4. Ladestation, beim Losfahren zeigte er dann nur noch Leistung "Normal" und nicht "max" an. Das erholte sich während der nächsten 110 km bei 25°C wieder. Wir drosselten deshalb den Fahrstil. Es liegt einfach am fehlenden Temperaturmanagement. Lange Strecken sommerlichen Temperaturen fahren, ist zeitraubend, einphasiges Laden zum Reisen unbrauchbar.
Das neueste e-Golf Modell ist ja nicht schlecht, aber auch wieder ohne Temperaturmanagement, Schnarchladen auf zwei Phasen und nur 40 kWh Schnellladung. Und für 50 km mehr ist er einfach recht teuer und damit wieder nicht volkstauglich bei über 42.000€.
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Re: Testbericht e-Golf

von Naheris » 20. Jul 2017, 13:40

Die 40 kW DC sind tatsächlich sehr ärgerlich, dafür hält die Ladeleistung aber lange durch. Die Ladeleistung im Durchschnitt ist basierend auf einige Ladetests nicht wesentlich niedriger. Bis zu 70 SoC liegt wohl meist um 38-40 kW an - mehr, wenn der Akku nicht zu heiß ist.

Mit 2p-AC-Lader ist der e-Golf aber an 11kW Säulen merklich schneller als die meisten anderen EVs. Und wie Du auf nur 50 km kommst ist auch verwunderlich. Nach Zyklus sind es 110 km, real eher 80 km. Klar, bei Dir mag das anders sein. Im e-Golfer-Forum aber nicht. ;)

Sehr viele andere Schwächen im Vergleich zu typischen Fahrzeugen hat der e-Golf aber nicht.

Und der ständige Vergleich mit der Zoe hinkt. Die ist ein tolles Auto. Aber viele Dinge gibt es dort nicht. Notbremsassistent, Abstandsregelung, Spurführung oder ein akzeptables Lichtsystem. Alles nicht zu bekommen. Die Zoe ist von der Reichweite super, aber für Langstreckenfahrten dann nicht mehr so super - vor allem nichts Nachts. Die Ladeleistung ist mit dem 400er Akku auch merklich eingebrochen. Sie ist aber inzwischen einigermaßen möglich für Personen, die keine eigene Lademöglichkeit haben und nicht sonderlich viel fahren.

Die Zoe ist ein tolles Auto. Aber sie bedient ein ganz anderes Segment. Und das finde ich auch gut und richtig. Auswahl muss sein!
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Re: Testbericht e-Golf

von Abgemeldet 06-2018 » 20. Jul 2017, 14:29

Gibt es eigentlich einen Grund, warum die Hersteller die Fahrzeuge künstlich so kastrieren?
Ich dachte immer die Materialkosten sind eh relativ gering, warum spart man dann an derart essentiellen Dingen?
 
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Re: Testbericht e-Golf

von NortonF1 » 20. Jul 2017, 14:38

Naheris hat geschrieben:Und der ständige Vergleich mit der Zoe hinkt.

Die Zoe ist ein tolles Auto. Aber sie bedient ein ganz anderes Segment. Und das finde ich auch gut und richtig. Auswahl muss sein!


Das stimmt, der Golf muss sich am Hyundai Ioniq Electric messen, und da sieht er austattungbereinigt alt aus. (Straßenpreis Ioniq Premium mit allen denkabaren Assistenten und sogar belüfteten Vordersitzen 30.900,- €)

Und CCS mit 70KW bis 80% SoC, das kann nicht mal Tesla!
06/15-02/18 S85 EZ 11/13, Techpaket, Luftfahrwerk, Doppellader, 21 Zoll Oxigin Felgen, PDC, jetzt S85D EZ 10/15, AP 1, Vollausstattung o.Kindersitze 10/14-16 Leaf Model 3 2 Stück reserviert, seit 11/16 Ioniq Elektro, seit 9/17 PW 2 mit PV 10KWp
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Re: Testbericht e-Golf / Fahrt nach Kroatien

von tornado7 » 20. Jul 2017, 14:50

Trabbisachse hat geschrieben:Es liegt einfach am fehlenden Temperaturmanagement. Lange Strecken sommerlichen Temperaturen fahren, ist zeitraubend, einphasiges Laden zum Reisen unbrauchbar.
Das neueste e-Golf Modell ist ja nicht schlecht, aber auch wieder ohne Temperaturmanagement [...]

Damit fliegt für mich der Wagen raus. Kein Temperaturmanagement = geplante Obsoleszenz durch überhizte / unterkühlte Batterie.
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Re: Testbericht e-Golf

von Naheris » 20. Jul 2017, 14:59

Der Ioniq ist günstiger, e-Golf ist aber nicht sonderlich teurer. Zwei sehr ähnliche, sehr vergleichbare Produkte, beide mit Vor- und Nachteilen. So viel schlechter sehe ich den Golf nicht.

Der e-Golf hat nämlich ein paar Vorteile, die man auch beim Ioniq nicht bekommt. Die Sitze sind angeblich besser (kenne den Ioniq noch nicht), und das Fahrwerk und der Innenraum ruhiger. Das Licht ist besser (volldynamisch!) und die Assistenzsysteme sind ausgereifter. Der e-Golf lädt ein bisschen bis sehr viel schneller an AC, und er hat einen Tacken mehr Reichweite auf Weitstrecke - lädt dafür aber langsamer DC (das kann sich unterschiedlich auswirken). Die Ladervariabilität scheint besser. Und es gibt eine App-Steuerung.

Ich halte den Ioniq insgesamt für den Markt aber für das bessere Fahrzeug. Für mich selber wäre, aufgrund meiner Ansprüche, aber der e-Golf die Wahl. Das dürfte anders werden, sobald der Ioniq seinen Akku-Upgrade erhalten soll. Aber auch der e-Golf könnte 2019 dann wieder nachziehen.

Aber warten wir einfach mal auf den Leaf Mk-2. :twisted:
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Re: Testbericht e-Golf

von Klaus » 20. Jul 2017, 15:01

hiTCH-HiKER hat geschrieben:Gibt es eigentlich einen Grund, warum die Hersteller die Fahrzeuge künstlich so kastrieren?
Ich dachte immer die Materialkosten sind eh relativ gering, warum spart man dann an derart essentiellen Dingen?


Es gibt überhaupt keinen Grund, Materialkosten spielen keine Rolle. Das ist ja das absurde.
Wenn ich nur einmal pro Jahr mit dem E-Golf an einer 22 KW Ladesäule stehe und nur mit 7,2kW lade, dann können sich Mathie und Naheris gerne darüber unterhalten, wie gut der E-Golf rollt. Aber wir haben 4 ZOE im Fuhrpark und keinen E-Golf.
 
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Re: Testbericht e-Golf

von harlem24 » 20. Jul 2017, 15:20

Die Wahrscheinlichkeit, dass es noch einen e-Golf geben wird, schätze ich gegen Null.
Oder sie nehmen die ID-Plattform und packen ne Golf-Karosse drüber, um die Leute nicht so zu verschrecken.
Aber dass es einen echten e-Golf in der heutigen Form, nur auf Golf 8 Basis gibt, glaub ich nicht.
 
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