Testbericht e-Golf

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Testbericht e-Golf

von Mathie » 19. Jul 2017, 18:26

Christoph M. Schwarzer, der zum Ioniq einen Guten Artikel geschrieben hatte und auch hier im Forum darüber diskutiert hat, hat einen ausführlichen Test zum e-Golf auf heise.de veröffentlicht:

https://www.heise.de/autos/artikel/Der- ... 74086.html

Die Batterie ist mit knapp 36kWh immer noch ziemlich klein, aber größer als beim Ioniq. Kostet nach Förderung ab 32 k€. Bis das Model 3 auch hierzulande verfügbar ist, eine interessante Alternative für alle, denen die Zoe zu klein und MS und MX zu teuer sind.

Was (ich glaube von Naheris) hier im Forum schon behauptet wurde, dass VWs sehr gut rollen, scheint sich hier zu bestätigen:

Ich kam im Durchschnitt auf 258 km und einen Stromverbrauch von 13,9 kWh auf 100 km. Zum Vergleich: Das bisher sparsamste BEV (für Battery Electric Vehicle), der Hyundai Ioniq electric, lag bei 13,3 kWh. Der e-Golf hat allerdings knapp 28 Prozent mehr Batteriekapazität. Ein Plus, das sich im Alltag spürbar bemerkbar macht.

Zu den Details der Verbrauchsmessung: Genau wie beim Ioniq electric habe ich zuerst den Tempomat des e-Golf auf per GPS erhobene 130 km/h (Tacho: 135 km/h) eingestellt. Die Strecke führte je zwei Mal auf der Autobahn A1 von der Abfahrt Rade bis nach Sittensen und zurück. Beim Hyundai zeigte der Bordcomputer 18,5 und 18,7 kWh an. Beim e-Golf waren es 19,5 und 18,5 kWh.

Der Logik nach muss der Hyundai effizienter sein: Er ist leichter (1550 kg) als der e-Golf (1615 kg), und sein Luftwiderstandsbeiwert ist mit Cw 0,24 (e-Golf: 0,27) günstiger. Beim Normverbrauch nach NEFZ nimmt der e-Golf gut zehn Prozent mehr pro 100 Kilometer aus der Batterie (12,7 statt 11,5 kWh). Erstaunlich ist nicht, dass die Neukonstruktion aus Südkorea sehr gut ist – mich hat verwundert, wie dicht der Ende 2012 vorgestellte Golf 7 dem Ioniq beim realen Stromverbrauch auf die Pelle rückt. Auf einer reproduzierten Rundfahrt von Hamburg Richtung Bremen über Cuxhaven und zurück hat der e-Golf den Ioniq electric sogar unterboten: 12,5 zu 13 kWh / 100 sind die Vergleichswerte. Stichproben aus der Wirklichkeit.


Knapp 140 Wh/km sind im Echtbetrieb für einen Wagen in Golfgröße nicht schlecht! 190 Wh/km auf der Autobahn bei echten 130 km/h sind auch o.k.!

Gruß Mathie

P.S. In der Bilderstrecke sind auch zwei Fotos (Nr. 13 und 14) vom Forschungsfahrzeug, mit dem der ID zur Serienreife gebracht werden soll. Auf Bild 14 ist auch ein Laderoboter von Kuka zu sehen.
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Re: Testbericht e-Golf

von weg » 19. Jul 2017, 22:03

Mathie hat geschrieben:
...

Knapp 140 Wh/km sind im Echtbetrieb für einen Wagen in Golfgröße nicht schlecht! 190 Wh/km auf der Autobahn bei echten 130 km/h sind auch o.k.!

...


Der Autobahnverbrauch bei meinen Testfahrten mit dem Ioniq bei etwa 135km/h (=129 real) war im Bereich von 16-17kWh/100km - mit Klima bei 32°C, kein Wind, halbwegs ebener Autobahn (Wr. Neudorf - Lobersdorf).

Ich hatte den Ioniq 6 Tage zum Testen und war wirklich überrascht wie effizient der Wagen war. Besser gesagt, wie weit man trotz des kleinen Akkus im normalen Fahrbetrieb damit kommt. Lt. Guessometer waren bei Volladung ~235km zur Verfügung, was auch realistisch war.
Hatte wirklich Spass mir dem Wagen, hätte ich von einem Hyundai nicht erwartet :D
 
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Re: Testbericht e-Golf

von segwayi2 » 19. Jul 2017, 22:17

wenn sie bei Golf und Hyundai die Akkugrössen verdoppeln könnte es sogar was werden
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235.000 km
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Re: Testbericht e-Golf

von harlem24 » 19. Jul 2017, 22:21

Verdoppeln werden sie sie nicht, aber zumindest der Hyundai bekommt im nächsten Jahr mindestens 40kWh, eher mehr.
Wenn sie es dann noch schaffen, das wirklich schnelle CCS Laden zu erhalten, dann kann das ein ziemlich interessantes Auto werden.
Der Golf hat nämlich das Problem, dass CCS auf 40kW limitiert ist, wo der Ioniq mit über 70kW an einer 100kW Säule lädt.
 
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Re: Testbericht e-Golf

von weg » 19. Jul 2017, 22:30

harlem24 hat geschrieben:Verdoppeln werden sie sie nicht, aber zumindest der Hyundai bekommt im nächsten Jahr mindestens 40kWh, eher mehr.
Wenn sie es dann noch schaffen, das wirklich schnelle CCS Laden zu erhalten, dann kann das ein ziemlich interessantes Auto werden.
Der Golf hat nämlich das Problem, dass CCS auf 40kW limitiert ist, wo der Ioniq mit über 70kW an einer 100kW Säule lädt.


Leider gibt's noch keine 100kw CCS Säulen in der Nähe von Wien. :-(
Der Ladesäulenausbau stoppt zur Zeit in AT irgendwie (abgesehen von Tesla).
 
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Re: Testbericht e-Golf

von Mathie » 19. Jul 2017, 22:51

segwayi2 hat geschrieben:wenn sie bei Golf und Hyundai die Akkugrössen verdoppeln könnte es sogar was werden

Ich glaube nicht mal, dass eine Verdopplung notwendig wäre, aber so 50% mehr wären bei unverändertem Verbrauch und Preis glaube ich wirklich interessant.

Dann noch vernünftiges Ladenetz und Ladeleistung für die Langstrecke, dann wird die E-Mobilität für Personen mit eigenem Stellplatz und Steckdose massentauglich!

Gruß Mathie
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Re: Testbericht e-Golf

von ddeml » 20. Jul 2017, 08:48

Der e-Golf lädt Wechselstrom (AC) serienmäßig zweiphasig mit 7,2 kW Leistung. Anders als bei den erweiterten Einphasenladern [...] gibt es hier also kein Schieflastproblem

Wieso sollen zwei Phasen kein Schieflastproblem haben? :?
 
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Re: Testbericht e-Golf

von volker » 20. Jul 2017, 09:12

Schieflast ist eine Asymmetrie > 20A pro Phase. 7,2kW an 2 Phasen sind 2x16A und 1x0A, was unter der Grenze bleibt.
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
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Re: Testbericht e-Golf

von Klaus » 20. Jul 2017, 09:39

Es ist für mich unfassbar, keinen 3-Phasen Lader mit mindestens 11 KW, besser 22 KW, zu verbauen. Erstens als wesentliche Verbesserung der Lademöglichkeiten, zweitens weil nichts dagegen spricht.
 
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Re: Testbericht e-Golf

von Nick1 » 20. Jul 2017, 09:56

Der Zoe hat
die Wärmepumpe serienmäßig,
den größeren Akku,
lädt mit 22 statt 7,2kW,
ist preisgünstiger

und ganz entscheidend:
ist als eigenständiges Modell als Elektroauto erkennbar!

Einziges wirkliches Erkennungsmerkmal des E-Golf sind seine spezifischen 16Zoll Felgen, und die schauen -gelinde gesagt- bescheiden aus.
Jede Wette, daß der E-Golf ein Ladenhüter bleibt.

Bei uns in Ravensburg wimmelt es mittlerweile vor Zoes, E-Gölfe sind in homöopathischen Dosen vertreten. Daran wird sich wohl kaum etwas ändern. Kein Wunder bei solch halblebigem nicht Fisch nicht Fleisch Gemurkse.
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