Die Mär vom sauberen E-Mobil...

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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Spürmeise » 14. Jun 2017, 10:16

Die neue Untersuchung zeigt, dass bei der Produktion pro Kilowattstunde (kWh) Lagerungskapazität der Autobatterien rund 150 bis 200 Kilogramm Kohlendioxid-Äkvivalente entstehen. Bei zwei in Dänemark handelsüblichen Elektroautos, Nissan Leaf und Tesla Model S mit jeweils 30 kWh und 100 kWh Batterien, sind das 5,3 beziehungsweise 17,5 Tonnen CO2.

Zum CO2eq für die Batterieherstellung gibt es unterschiedliche Werte, ab ca. 50 kg pro kWh.

Gerade zum Nissan Leaf gibt es auch eine Gesamtbilanz inkl. Fahrzeugherstellung:

Union of Concerned Scientists, Nov. 2015

Under the average U.S. electricity grid mix, we found that producing a midsize, midrange (84 miles per charge) BEV typically adds a little over 1 ton of emissions to the total manufacturing emissions, resulting in 15 percent greater emissions than in manufacturing a similar gasoline vehicle.

Hier basiert das Model auf einen Nissan Leaf ähnlichem Fahrzeug mit 28 kWh Batteriekapazität. Je nachdem, ob "ton" metrisch ist oder nicht, ergäbe sich für so ein Fahrzeug ein CO2-Äquivalent-Rucksack für die Batterie (kompletter Lebenszyklus ohne positive Effekte eines schon heute exemplarisch realisierten "Second Life" wie für Akkus vom Smart ED2), der das "Umsetzen" von ca. 300 Litern Dieselkraftstoff entspricht, oder vielleicht 7.000 km Fahrstrecke insgesamt (nicht pro Jahr!) ausmacht.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von George » 14. Jun 2017, 10:19

supercharged hat geschrieben:Alle geschockt - keiner eine Antwort? Einfach nur "Lügenpresse!" wär zu billig... @tornado7?

Interessengesteuerte Lückenpresse ;)

Kostet 10 Cent mehr der Buchstabe.

Bitteschön. Gern geschehen.
Zuletzt geändert von George am 14. Jun 2017, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von George » 14. Jun 2017, 11:03

Sucseeker hat geschrieben:Es denkt auch keiner in der Bilanz an die Zweitverwendung als Speicher wenn die Autos 300 bis 500.000 km runter haben.
Die Diesel- und Benzinmotoren sind dann längst Schrott und haben bis dahin hunderte von Litern Öl verbraucht.

Hunderte von Litern? Meinst du Motoröl oder Dieselöl?

Sagen wir mal ein Diesel hält 300.000 km und verbraucht dabei moderate 7 l/100 km. Dann verheizt dieser Dieselmotor gewaltige 21.000 Liter Diesel in seinem Leben.

Wie ich erst kürzlich meinem skeptischen Nachbarn (höherer Angestellter bei BMW) sagte: wie zum Henker kann man glauben, über 40 Mio. ineffiziente, umweltverpestende, herumrollende Kleinstkraftwerke, die mit einer monströsen Infrastruktur am Laufen gehalten werden, die umwelt- und gesundheitsschädliche, brennbare Flüssigkeiten kontinentweit verteilt, wären tatsächlich "besser" als super effiziente BEV, für deren primäre Energieerzeugung man grundsätzlich die Wahl der Quelle hat, ob jetzt oder in Zukunft.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von redvienna » 14. Jun 2017, 11:41

Wie gesagt laut MB Studie aus 2014. 4,6t für 36 kWh Batterie.

Spürmeise hat geschrieben:
Die neue Untersuchung zeigt, dass bei der Produktion pro Kilowattstunde (kWh) Lagerungskapazität der Autobatterien rund 150 bis 200 Kilogramm Kohlendioxid-Äkvivalente entstehen. Bei zwei in Dänemark handelsüblichen Elektroautos, Nissan Leaf und Tesla Model S mit jeweils 30 kWh und 100 kWh Batterien, sind das 5,3 beziehungsweise 17,5 Tonnen CO2.

Zum CO2eq für die Batterieherstellung gibt es unterschiedliche Werte, ab ca. 50 kg pro kWh.

Gerade zum Nissan Leaf gibt es auch eine Gesamtbilanz inkl. Fahrzeugherstellung:

Union of Concerned Scientists, Nov. 2015

Under the average U.S. electricity grid mix, we found that producing a midsize, midrange (84 miles per charge) BEV typically adds a little over 1 ton of emissions to the total manufacturing emissions, resulting in 15 percent greater emissions than in manufacturing a similar gasoline vehicle.

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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von tornado7 » 14. Jun 2017, 12:11

Welche Forschung ist wohl unabhängiger und damit aussagekräftiger? Die von Mercedes (Haupteinnahmequelle: Verkauf von Verbrennern) oder diejenige der UCS?

Schlecht ist die erwähnte Studie zur B-Klasse nicht, oder nicht grundsätzlich. Doch MB hat ja z.B. selbst beim Szenario Wasserkraft identische Herstellungsemissionen, d.h. die Fabrik läuft dann immernoch mit Kohlestrom.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Hias2016 » 14. Jun 2017, 12:13

Servus zusammen.
Gemäß angeführter Ausarbeitung werden zur Produktion von 1 kg Alu 69 kWh benötigt. Wenn man davon ausgeht, dass im Tesla ca. 600 kg Akku verbaut sind, das Fahrzeug somit ca. 300 kg mehr Alu enthält als ein vergleichbares Auto, ergibt sich ein zusätzlicher Energieaufwand von 20.700 kWh. Somit werden 11.385 kg co² mehr aufgewendet. Dies entspricht ca. 4.216 l Benzin oder ca. 50.000 km.

https://www.tu-braunschweig.de/Medien-D ... mautos.pdf
Es geht nichts über kWh, ausser mehr kWh.
S90D, Luftfederung, Autopilot (ich darf ihn so nennen), Premium, 19", 19,44 kwp Photovoltaik Anlage, 19,4 kWh Akku, Amtron Ladegerät.
Privat 9,4 kW Photovoltaik, E3DC Speicher 9,2 KWh, E3DC Wallbox
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Walter » 14. Jun 2017, 12:43

Wäre interessant zu wissen, wo die 69 kWh pro Kilo herkommen (ich habe seinen Ansatz nicht nachgerechnet).

Im Netz werden je nach Quelle um die 15 MWh für 1 Tonne Primäraluminium angegeben:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/aluminium102.html
https://keinplastikfuerdietonne.wordpre ... u-plastik/
http://eneff-industrie.info/quickinfos/ ... bereichen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminiumhütte

Dann wäre noch zu klären, wieviel Primäraluminium im Tesla steckt. Sekundäraluminium braucht nur 5% des Energieeinsatzes.
Seit 20.11.13 auf der Strasse: Model S 60, braun, Tech, Luftfederung, Panorama, Sensoren, Supercharger, Winterpaket
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von stevelectric » 14. Jun 2017, 12:46

In dem dankenswerterweise verlinkten Papier lese ich einen tendenziellen Vorteil für's Aluminiumauto heraus oder zumindest keinen klaren Nachteil.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von grizzzly » 14. Jun 2017, 15:22

Wieso geht es jetzt hier ums Aluminium?
Dann vergleicht bitte mitnem Audi A8der auch Alukarosse hat ;)
Falls Du gar keine Ahnung hast welchen Referral Link Du verwenden sollst....
Ich auch nicht (mehr)
 
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von m3ntI » 14. Jun 2017, 16:50

Vllt. etwas offtopic betreffend zum Thema Batterie , da es sich hier um ein Brennstoffzellenfahrzeug handelt, aber es hat deutlich ähnliche Tendezen:

Hier ist der von Toyota durchgeführte (und sogar zertifizierte) Vergleich bezüglich des CO2 footprint über den Gesamtlebenszyklus einschließlich Produktion und all sonstigem Kram.
http://www.toyota-global.com/sustainabi ... report.pdf

Kurz und knapp zusammengefasst:
Der Materialeinsatz für FCV's ist zwar fast doppelt so hoch wie der von Verbrennungsfahrzeugen, schlägt allerdings auf eine Laufleistung von ca. 150.00 Km sogar ein Hybridfahrzeug, selbst wenn der Wasserstoff komplett aus Dampfreformierung gewonnen wird. Das CO2 Einsparpotenzial bei Wasserstoff per Elektrolyse liegt sogar bei ca. 70% im Idealfall gegenüber reinen Verbrennern. Siehe hierzu Seite 28.

Solche Ergebnisse brauch ich im Kopf jetzt doch mal nur grob durchzurechnen und auf Batteriefahrzeuge zu übertragen. Ein Fahrzeug wie ein Tesla Model S hat mit Sicherheit auch einen hohen Materialbedarf, ähnlich wie der Mirai. Da isses dann vllt. nicht unbedingt Platin,Blei und Carbon sondern Lithium,Nickel,Cobalt oder weis der Teufel was. Letztendlich wird aber der Gesamtfootprint beim Tesla auf eine hohe Laufleistung sicherlich ähnlich ausfallen, eventuell durch die besseren Wirkungsgrade sogar noch en ticken besser als beim Mirai.

Ich komme zum Schluss:
Egal wie es die Verbrennerheinis drehen und wenden, aber Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge sind einschließlich ihrer hohen Laufleistung , eindeutig im Vorteil gegenüber Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ja sogar Hybridfahrzeugen) was den CO2 Ausstoß angeht.

Dieser tollkühne Bericht bezüglich der unsauberen Batterie kann man also getrost in die Schublade "Gefährliches Halbwissen" oder "alternative Fakten" legen, zumal das Recyclingthema in beiden Szenarien garnicht mitbetrachtet wurde. :mrgreen:
 
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