Die Mär vom sauberen E-Mobil...

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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von founder » 28. Okt 2017, 13:43

M3-75 hat geschrieben:Vielleicht ist Förderung des besseren anstatt Verteuerung des schlechten der falsche ansatz:

Kohlestrom, Diesel, Benzin, Heizöl, Pflanzenöl, Ethanol und Wasserstoff sollten einen sinnvollen Preis pro Tonne CO2 bezahlen.

Es wurde errechnet, das bei 10$ pro Tonne 10% der IPCC 2Kelvin Ziele erreicht werden, bei 100$ 30% also wäre 1000$ pro Tonne Co2 wohl nicht verkehrt.

Damit der shitstorm nicht ganz so heftig wird für den Anfang 300$...

Und dafür z.b. Mal Arbeit weniger besteuern.


Dieses Modell promote ich seit 2004.
2009 war beim "100 Milliarden EUR Konjunkturprogramm für Deutschland die Forderung 100 EUR pro Tonne CO2, allerdings ergänzend, dass so 2013 das auf 250 gesteigert werden soll.

Im österreichischen EU-Wahlkampf 2014 war meine Forderung 200 EUR pro Tonne CO2
Dafür wurde ich Ende Februar 2014 wegen parteischädigenden Verhaltens von der EU-Wahlliste der NEOS gestrichen.
NEOS ist in Österreich sowas wie die FDP in Deutschland, aber rosa.

Doch ganz große Überraschung, am 3. Oktober 2017 stellte die NEOS mein parteischädigendes Verhalten als die neue Parteilinie vor

Wer hier Verbindungen in die FDP hat, verbreitet dies bitte weiter, damit sich diese neuen Erkenntnisse auch in der FDP verbreiten mögen.

* Zwischen Umwelt und Wirtschaft steht ein UND
* aufkommensneutrale, wirtschaftsfreundliche CO 2 -Steuer
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von fränki1 » 28. Okt 2017, 13:48

tornado7 hat geschrieben:Die 10 Tonnen reichen locker, selbst für einen 100 kWh Akku;

a) durch Recherche in der Literatur, siehe hier: http://www.bit.do/co2-emissionen
b) Oder durch das Lesen der "Schweden-Meta-Studie", worin die 5 aktuellsten zitierten Analysen von 40 bis 80 kg CO2 pro kWh ausgehen.
(IVL Swedish Environmental Research Institute: The Life Cycle Energy Consumption and Greenhouse Gas Emissions from Lithium Ion Batteries, Stockholm 2017; siehe auch Autorenkommentar: http://www.ivl.se/english/startpage/top ... study.html)

Lieschen Müller darf aber nicht den erhöhten Verbrauch bei Kurzstrecke und entsprechend vielen Kaltstarts vergessen ;-)


Ja, bei a) steht da Gestehungsaufwand 9,6 Tonnen CO2 pro ev. und nicht pro "Elektropanzer" Tesla X. Da steckt mindestens Faktor zwei bis drei.
Und bei "Lieschen Müller " sind dir Kaltstarts schon locker mit dabei. Kannst ja mal die Taxifahrer fragen.
 
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Südstromer MS85 » 28. Okt 2017, 13:50

fränki1 hat geschrieben:Völlig falsch,mann sollte elektrisch betriebene Motorjachten ab 100 Meter Länge fördern, denn die Diesel betriebenen machen viel mehr Dreck :mrgreen: Aber Spaß beiseite. Wer sich ei 2,5 Tonnen "Dampfschiff" kauft, egal mit welchem Antrieb, sollte gefälligst auch seine Steuern dafür zahlen, zumal die Gelder ja eigentlich für die Erhaltung der Straßen gedacht sind.
Übrigens fährt "Lieschen Müller", die 10000 km im Jahr mit einem kleinen Hybridauto unterwegs ist (mehr als die Hälfte auf dem weg zur Arbeit)
deutlich umweltfreundlicher, als ein Tesla X mit deutschem Strommix.
Ach übrigens ich würde auch von Deinem Vorschlag profitieren, halte es aber für total ungerecht.

Wir haben uns das MS gekauft, weil er im Alltag ein perfekter "Kombi" ist - ich brauch beruflich und privat Laderaum. Bin ich jetzt eine Umweltsau, weil ich 2,3 Tonnen mit 17 - 19 kWh bewege? Man kann doch nicht die Menschheit in kleine Autos zwängen, nur weil irgendwer mal erwähnt hat, das schwere Autos böse sind. Ein kleiner Clio im stop and go verbrennt mehr Energie als ein Model S bei Tempo 230. so what?
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Südstromer MS85 » 28. Okt 2017, 13:55

fränki1 hat geschrieben:Übrigens ist es auch umweltfreundlicher. Ein Tesla X als Steuersparmodell ist jedenfalls der falsche Ansatz.

Manches im Leben möchte man eben einfach haben. Früher hab ich einen Tintenstrahldrucker gehabt, gestern kam unsere neue Druckermaschine mit 3 Fächern Papiereinzug und in Farbe. Spart Steuern und macht richtig Laune. Ein i3 wollte ich nicht mal geschenkt fahren, für ein MS zahl ich liebend gerne. Und um Steuern sparen zu können, muss man erstmal Umsatz machen und das kommt zwangsläufig dem Staat zu gute.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von fränki1 » 28. Okt 2017, 13:56

redvienna hat geschrieben:Einfach mal hier schauen. ;)

Österreich liegt bei rund -73%. (130 co2/kWh)

https://elektrotechnikblog.at/das-phant ... kwh-strom/

https://www.transportenvironment.org/

https://www.transportenvironment.org/si ... %20v04.pdf


Besonders toll steht hier Frankreich da, wegen der vielen schrottreifen Atomkraftwerke :mrgreen: :oops:
Österreich und Schweden haben halt genügend Wasserkraft, genau wie Norwegen oder die Schweiz. Hier sollte man nicht alles in einen Topf hauen.
 
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von tornado7 » 28. Okt 2017, 14:14

fränki1 hat geschrieben:Ja, bei a) steht da Gestehungsaufwand 9,6 Tonnen CO2 pro ev. und nicht pro "Elektropanzer" Tesla X. Da steckt mindestens Faktor zwei bis drei.
Und bei "Lieschen Müller " sind dir Kaltstarts schon locker mit dabei. Kannst ja mal die Taxifahrer fragen.

Weshalb Faktor 2-3 wenn doch die 9.4 t für das Tesla Model S gelten? Ok, das Fahrzeuggewicht +200 kg aber Akkus sind die gleichen drunter. 10t für ein Tesla Model X sind deshalb durchaus zutreffend. Anderslautende, aktuelle Belege bist du hier noch schuldig. Behaupten kann ja jeder.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von fränki1 » 28. Okt 2017, 14:19

OS Electric Drive hat geschrieben:Natürlich muss man sehen ob man reichen das Geld noch hinterher wirft. Aber man sollte nicht vergessen dass man Geldströme leiten kann. Nehmen wir doch mal eine PV Anlage... Hier können "reiche" Menschen Rendite erwirtschaften über das EEG... Mir ist es aber lieber diese Menschen kaufen eine PV Anlage und das Geld wirft Rendite und CO2 Ersparnis ab. Ansonsten sucht es sich nur Rendite.

Bei den großen Autos ist doch in der Regel der Firmenwagenanteil >80% was bedeutet dass alle Kosten von der USt und den jeweiligen Ertragssteuern mindern. Selbst die Steuern auf Sprit sind wieder Geschäftsausgaben!

Ich denke schon, dass die großen Autos so oder so subventioniert sind von daher kann man auch die E-Autos in diesem Segment fördern... Ein Stopp der Förderung für Verbrenner ist nicht zu erwarten!

Alles was man macht steht immer in der Diskussion bezüglich der sozialen Gerechtigkeit. Am Ende geht es aber darum was man mit welchem Aufwand erreichen kann.

Und ob ein i3 vermehrt in Ballungsräumen fährt muss erst noch bewiesen werden, ich sehe hier im Umfeld von Stuttgart mehr i3 als in der Stadt selbst. Ist eine subjektive Wahrnehmung aber würde auch Sinn ergeben. Denn in der Stadt fahren so oder so kaum Stadtautos.

In Stuttgart stehen eher große Autos im Stau!

Ja, in der Stadt sollten gar keine Autos Fahren, sondern ein elektrisch betriebener Nahverkehr. Und ja, die i3 fähren kaum im Zentrum von Stuttgart, sondern im Speckgürtel und den Randlagen. Aber dort ist die lokale Emission genauso ein Problem.
Wenn wir mal zu unseren Nachbarn schauen, z.B. Norwegen, Österreich, Holland usw., dort werden EV nicht subventioniert, sondern "Panzer" mit 6 Liter Hubraum und 20 Liter Verbrauch gnadenlos besteuert. Außerdem gibt es überall eine Höchstgeschwindigkeit, außer in Deutschland.
 
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von eggerhd » 28. Okt 2017, 14:26

Ich denke, so lange die deutsche Regierung den Kohleabbau subventioniert und mit dieser "geförderten" Kohle Strom erzeugt wird, wird dieses "Geschäftsmodell" bestand haben. :cry:
Das Elend dabei ist, dass dieser billige "Dreckstrom" auch noch nach ganz Europe verkauft wird. :oops: Und damit den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, mit dem "Argument" "zu teuer", unterläuft. :o
Die Leute an den Schalthebeln der Macht verdienen so mit "Kohle richtig Kohle" . :oops:
Model S90D - 19" Reifen, Titanium Metallic-Lackierung - FW 8.1 - 2018.26.2 6341863 - AP1
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Stackoverflow » 28. Okt 2017, 14:31

eggerhd hat geschrieben:Ich denke, so lange die deutsche Regierung den Kohleabbau subventioniert und mit dieser "geförderten" Kohle Strom erzeugt wird, wird dieses "Geschäftsmodell" bestand haben. :cry:
...
Die Leute an den Schalthebeln der Macht verdienen so mit "Kohle richtig Kohle" . :oops:


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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von tornado7 » 28. Okt 2017, 14:35

Leider wohl wahr.

Aber gleichzeitig auch eine bequeme Ausrede.

Das schöne am Strom(-auto), ist ja, dass der Kunde (im Gegensatz zum Benzin an der Tankstelle) selber entscheiden kann, aus welcher Energiequelle seine Energie kommen soll, bis hin zu 100% erneuerbar. Nutzen wir diese Macht im Kollektiv!
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