Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Ladens?

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Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Ladens?

von Christian1977 » 9. Jun 2017, 07:31

Hallo Zusammen,
ich habe vor kurzem mit einem Bekannten darüber gesprochen, dass ich mir beizeiten ein E-Auto anschaffen werde.
Darauf hin meinte er dass es in Österreich eine sogenannte "Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Ladens" geben und seiner Auskunft 1.000/Jahr kosten soll. Und dies könnte seiner Ansicht nach auch bald in Deutschland der Fall sein.
Ich habe darauf hin im Internet gesucht aber da ich nich weiß wonach ich eigentlich suchen soll auch nichts gefunden.
Könnt Ihr mir da weiterhelfen was er meinen könnte? Evtl. die Wallbox die man installieren kann? Aber die zahle ich ja nur einmalig bei der Installation.
Vielen Dank für Eure Antworten!
 
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von Mittelhesse » 9. Jun 2017, 07:40

Es geht um die Bereitstellungsgebühr vom Hausanschluss, eine Erhöhung der Anschlussleistung kostet Geld. Des weiteren kann der Netzbetreiber ab einer gewissen Energiemenge pro Jahr verlangen das die Spitzenlast gemessen wird, dann kommt diese zusätzlich in die Berechnung (fast alle Firmenkunden)
Liebe Grüße
Stefan Becker


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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von Christian1977 » 9. Jun 2017, 08:46

@Mittelhesse: vielen Dank für die Antwort. Dann wird mir einiges klar. Das eine Erhöhung der Anschlusskosten bei einem "größeren" Anschluss fällig wird lässt sich ja irgendwie denken.
Weißt du zufällig ab welcher Energiemenge der Versorger die Spitzenlast messen lassen und die Gebühr erheben kann. Gilt das auch für Privatkunden wie mich?
 
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von saga » 9. Jun 2017, 08:59

Ich wohne in einer Wohnanlage mit mehreren Wohneinheiten und einer gemeinsamen Tiefgarage. Der hier hiesige Stromanbieter fordert 5.000 € für die Zuleitung zum Haus und weitere 3.000 € von jedem einzelnen Parkplatzbesitzer für die Leitung von der Einspeisung im Haus zum jeweiligen Stellplatz (bei ca. 180 Stellplätzen ein erkleckliches Sümmchen). Danach sind dann nur noch 15 € pro Monat für die Bereitstellung des Stroms zu berappen und natürlich der Strom, den man tankt...
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von chr20 » 9. Jun 2017, 09:33

Heute in der Früh ging mein Wecker wie immer um 05:00 ab und ich wurde auch wie immer von den Nachrichten geweckt... Sekunden darauf war mein Tag schon gelaufen. :x
Erste Meldung des Tages war eben diese Propagandamitteilung das durch oder für Elektroautos eine höheres Netzgrundentgeld eingehoben werden soll... blablabla...
Smartrics hat dann ein wenig entkräftet aber rein das man solche Horrormeldungen ins Volk streut finde ich ein Wahnsinn!

Ich habe mich damit beruhigt dass wir ja wirklich in der Phase sind "dann bekämpfen sie dich"...

Fakt ist ja glaube ich das für den "normalen" Haushalt 11kW zum Laden ausreichend sind und es ja schon jetzt so ist das man für eine 22kW Ladung den Anschluss nicht Standardmäßig hat sondern erst vom Energieversorger für Geld kaufen muss.

Alles in allem ist es Panikmache und das Thema mit den Ladeleistungen zu Hause muss einfach nur vernüftig geregelt sein.
Wer unbedingt mit zB. 2x22kW zu Hause laden will wird sicherlich mit Mehrkosten rechnen müssen.
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von Kellergeist2 » 9. Jun 2017, 09:35

Von einer "Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Ladens" oder dergleichen habe ich noch nie gehört.

Zuhause benötigt man keine Schnellladung, da reichen 11 kW in der Regel völlig aus.
Nur in einigen wenigen Fällen bräuchte der ein oder andere mehr.

Unterwegs kann das Laden natürlich nie schnell genug gehen.
Hier sprechen wir dann aber von Gleichstrom-Ladung (Tesla Supercharger, CHAdeMO, CCS).
Die Preise an den Ladesäulen sind jedoch von Anbieter zu Anbieter und von Tarif zu Tarif unterschiedlich.
Das geht von kostenlos bis hin zu "kostet fast soviel wie Benzin".
Manche unterscheiden bei den Preisen auch zwischen AC- und DC-Ladung.

Ich interpretiere die "Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Ladens" so, dass die öffentlichen Ladesäulen zwischen AC (11 bzw. 22 kW) und DC (50 kW) unterscheiden und entsprechend unterschiedliche Preise verlangen.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von sexus » 9. Jun 2017, 11:08

Bei den Preisen wird das "schnelle Laden" zuhause für die meisten uninteressant. Ich bekomme mein e-Auto auch mit 3KW bis 11KW voll.
Da bin ich geizig.
 
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von Cupra » 9. Jun 2017, 14:49

Ist wohl auch Länder- bzw. Gemeindeabhängig. In D werden Anschlüsse ja gern sehr grosszügig und günstig angeboten (dort ist scheinbar 63A für ein EFH normal), während hier in der Region Mittelland in der CH ein Haus normal nur 25A bekommt und alles darüber massiv teurer ist (Unser Upgrade von 3x25A auf 3 x 40A mit Ausbau der Zuleitung auf 3x63A) hat einen Aufpreis von knapp 950€ pro zusätzlichem A gekostet. Sprich rund 13.500€ Aufpreis für den 40er Anschluss, das Einsetzten von 63er Sicherungen würde nochmal gut 20k kosten...

Wie es in Österreich ist weiss ich nicht, meine Eltern haben da ein 2fach EFH mit 32A am Netz :o Ich nehme mal an dass die Meldung sich wie andere denken auf höhere Anschlusskosten für den Ausbau beziehen.
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von Healey » 9. Jun 2017, 15:10

In Österreich ist geplant, stärkere Anschlüsse teurer zu machen. Das betrifft Saunabesitzer, Wärmepumpen, Elektroautos usf. Alle Verbraucher welche mehr und länger das Netz belasten. Es geistert durch unsere Medien, aber genaue Grenzen und Zahlen gibt es nicht. Die Idee kommt von der E-control. Vermutlich betrifft es die max. 11kW Lader eher nicht.

http://press.e-control.at/News_Detail.a ... nueid=1831

Hier geht es darum, ein weiter führender Link ist auch noch vorhanden, letztlich kommt man zu einem Positionspapier als .PDF.
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Re: Extra- Gebühr für die Bereitstellung des schnellen Laden

von Mittelhesse » 9. Jun 2017, 18:33

Christian1977 hat geschrieben:@Mittelhesse: vielen Dank für die Antwort. Dann wird mir einiges klar. Das eine Erhöhung der Anschlusskosten bei einem "größeren" Anschluss fällig wird lässt sich ja irgendwie denken.
Weißt du zufällig ab welcher Energiemenge der Versorger die Spitzenlast messen lassen und die Gebühr erheben kann. Gilt das auch für Privatkunden wie mich?


Mein Energieversorger würde mich mit über 10.000kWh nicht mehr nach dem Privattarif mit [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Ferraris-Zähler]Ferraris-Zähler[/url] abrechnen, sondern ich müsste in den gewerblichen Tarif mit Smartem Zähler wechseln. Soweit ich weiß würden dann aber immer noch keine 15 Minuten Spitzenlast gemessen. Ich glaube da muss man noch mal ein bis zwei Nullen an die Energiemenge dran hängen, da der 15 Minuten Spitzenlasttarif online erfasst wird (Zähler wird über das UMTS Netz ausgelesen).
Liebe Grüße
Stefan Becker


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