Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilhersteller

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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von Dane » 1. Mai 2017, 08:55

Ist es nicht so, dass für die EV Quote auch ein PHEV mit einer elektrischen Mindestreichweite als EV zählt?
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von pollux » 1. Mai 2017, 09:05

Dane hat geschrieben:Ist es nicht so, dass für die EV Quote auch ein PHEV mit einer elektrischen Mindestreichweite als EV zählt?

Die hier diskutierten Quoten dienen doch eher nur als Anzünder für ein Feuer, welches schon lange vor 2030 lichterloh brennen wird.
Ich kann mich schlichtweg nicht vorstellen dass 2030 noch irgendwer einen Verbrennungsmotor in seinem Auto haben will. In 2030 braucht es keine Quoten mehr. Dannn ist schon längst alles gelaufen.
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von merlinfive » 1. Mai 2017, 09:14

+10 korrekt , aber einige reiten halt weiterhin gerne einen toten Gaul
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von Adastramos » 1. Mai 2017, 09:17

Ob die hiesige Autoindustrie am Ende ist oder nicht, das lässt sich nur ganz schwer vorhersagen. Aber was ich hier bislang nicht hörte, sind die möglichen Strafzahlungen, bezüglich des zu hohen CO2-Flottenverbrauchs ab 2021. Durchschnittlich 4l/100km (4,1l Benzin, 3,6l Diesel) dürfte ein Verbrenner von da an verbrauchen, um auf die 95g/km CO2 zu kommen. Die daraus resultierenden Strafzahlungen können in den dreistelligen Millionenbereich steigen.
Als Beispiel Porsche hat einen durchschnittlichen Flottenverbrauch von ca 8-9l/100km und liegt damit bei 200g/km CO2. Würde die Regelung nicht 2021 sondern heute in Kraft tregen, läge die Strafzahlung bei 9.975 Eur pro ausgelieferten Fahrzeug. Hinzu kommt, dass die derzeitgen Verbräuche nach NEFZ definiert sind, und nicht nach dem WLTP (mit bislang verwaschenen RDE), der 30% höher ausfällt, womit wir bei 12.967 Eur wären.

Geht deswegen die deutsche Autoindustrie unter? Man weiß es nicht. Was man jedoch sagen kann, ist, dass die Verbrennungshersteller in 4 Jahren einen großen Wettbewerbsnachteil haben werden, gegenüber eAutos. Die SUV-isierung der Verkaufsflotten treiben die Verbräuche hoch, wenn man sich anschaut, von welchen Fahrzeugreihen alles SUVs und Crossover angeboten werden (X1, Q2, Crossgolf, GLA, ...), dann wird einem der Irrsinn und die massive Kurzsichtigkeit erst richtig bewusst.
Selbst ein Model X ist im Equivalent weit unter den 4l/100km Verbrauch, mit angegebenen 20kWh/100km, sagen wir konservativen 28kWh/100km, was ein Benzinverbrauch von grob 2,8l/100km bedeutet.

Tesla wird nicht zum größten Fahrzeughersteller mutieren, aber zu einem bedeutenden, soviel kann man bislang absehen. Die Gefahr unserer Hersteller wird darin liegen, dass sie kleiner werden, an Bedeutung verlieren und Kapazitäten oder Werke zurückfahren müssen. Von den Zulieferbetrieben, die nur und ausschließlich am Verbrennungsmotor und dessen Komponenten verdienen ganz zu schweigen.
Die Zeiten des Verbrennungsmotors sind vorbei, mit jedem Jahr wird der Zwang zur Elektifizierung größer und die Stückzahlen müssen hochgefahren werden, bei den E-Motoren und Akkuzellen/-packs.

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/co2- ... 75612.html

Alles Gute!

P.S. Nicht zu vergessen, das zukünftige Aufkommen autonomer Fahrzeuge, welche das Potential haben, 80-90% des Fahrzeugbestandes zu ersetzen.
The only thing worse than being blind is having sight but no vision. *Helen Keller
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von Wim » 1. Mai 2017, 09:30

+1


ich vergleiche das immer mit der seefahrt:
die segler wurden immer größer ("suv").
dann kam die nächste antriebsgeneration (dampfmaschine) mit eingegrenzter leistungsfähigkeit.
es entstanden die hybridendampfsegler.
die dampfmaschine wurde leistungsfähiger.
die großsegler waren auf schlag vom markt.
werften, die diesen umschwung nicht mitmachten, waren vom markt.
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von Dane » 1. Mai 2017, 09:48

Adastramos hat geschrieben:Ob die hiesige Autoindustrie am Ende ist oder nicht, das lässt sich nur ganz schwer vorhersagen. Aber was ich hier bislang nicht hörte, sind die möglichen Strafzahlungen, bezüglich des zu hohen CO2-Flottenverbrauchs ab 2021. Durchschnittlich 4l/100km (4,1l Benzin, 3,6l Diesel) dürfte ein Verbrenner von da an verbrauchen, um auf die 95g/km CO2 zu kommen. Die daraus resultierenden Strafzahlungen können in den dreistelligen Millionenbereich steigen.
Als Beispiel Porsche hat einen durchschnittlichen Flottenverbrauch von ca 8-9l/100km und liegt damit bei 200g/km CO2. Würde die Regelung nicht 2021 sondern heute in Kraft tregen, läge die Strafzahlung bei 9.975 Eur pro ausgelieferten Fahrzeug. Hinzu kommt, dass die derzeitgen Verbräuche nach NEFZ definiert sind, und nicht nach dem WLTP (mit bislang verwaschenen RDE), der 30% höher ausfällt, womit wir bei 12.967 Eur wären.

Geht deswegen die deutsche Autoindustrie unter? Man weiß es nicht. Was man jedoch sagen kann, ist, dass die Verbrennungshersteller in 4 Jahren einen großen Wettbewerbsnachteil haben werden, gegenüber eAutos. Die SUV-isierung der Verkaufsflotten treiben die Verbräuche hoch, wenn man sich anschaut, von welchen Fahrzeugreihen alles SUVs und Crossover angeboten werden (X1, Q2, Crossgolf, GLA, ...), dann wird einem der Irrsinn und die massive Kurzsichtigkeit erst richtig bewusst.
Selbst ein Model X ist im Equivalent weit unter den 4l/100km Verbrauch, mit angegebenen 20kWh/100km, sagen wir konservativen 28kWh/100km, was ein Benzinverbrauch von grob 2,8l/100km bedeutet.


Bei den grossen wie SUV und S Klasse werden einfach genügend PHEV's gebaut.
Ich sehe leider keinen echten Willen konsequent auf echte BEV bei den Deutschen Herstellern zu setzten. Ist echt schade. Denn das Model S gibt es schon ganze 5 Jahre...
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von Annox » 1. Mai 2017, 12:00

Was ist eigentlich mit den Firmen:

Toyota
Mazda
Honda
Fiat
Ford
Crysler
Alfa Romeo
Dacia
Volvo
Renault
Nissan
Hyundai
KIA
.
.
.
.

Die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Klar haben ein paar von diesen Herstellern Elektroautos im Angebot doch sind die auch nichts weiter als Augenauswischerei, vergleicht man sie mit der abgesetzten Anzahl von Verbrennern in den betroffenen Konzernen.

Die müssten nach eurer Argumentationslage ebenfalls kurz vor dem Abgrund stehen. Irgendwie bleiben dann nach 2021-2025 nur mehr Tesla und BYD übrig. Na hoffentlich werden die ihre Produktionen so ankurbeln können das sie die ~80 Millionen Autos produzieren können. Von der benötigten Infrastruktur einmal abgesehen.

Oder natürlich in den nächsten Jahren kommen immer mehr Elektroautohersteller auf den Markt. Hoffentlich schaffen die es aus dem Stand besser als Tesla mit Elon Musk auf seiner Seite. Die haben es ja immerhin schon geschafft mehr als 100k pro Jahr zu produzieren, nach 14
Jahren. ;)

MfG
 
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von OS Electric Drive » 1. Mai 2017, 12:19

Ich finde es auch so schlimm was die dt. Hersteller alles so machen... Aber nun gut... Wir werden sehen ob dieser Plan aufgeht.. Tragisch finde ich, dass BMW nun so tut als wären sie ein großer BEV Hersteller weil sie so viele Autos mit größerer Starterbatterie im Markt haben.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE - Tesla M3 1/3 Feb 2019 2/3 Mrz 2019 3/3 Mrz 2019
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von pollux » 1. Mai 2017, 13:41

Annox hat geschrieben:Was ist eigentlich mit den Firmen:

Toyota
Mazda
Honda
Fiat
Ford
Crysler
Alfa Romeo
Dacia
Volvo
Renault
Nissan
Hyundai
KIA
.
.
.
.

Die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Klar haben ein paar von diesen Herstellern Elektroautos im Angebot doch sind die auch nichts weiter als Augenauswischerei, vergleicht man sie mit der abgesetzten Anzahl von Verbrennern in den betroffenen Konzernen.

Die müssten nach eurer Argumentationslage ebenfalls kurz vor dem Abgrund stehen. Irgendwie bleiben dann nach 2021-2025 nur mehr Tesla und BYD übrig. Na hoffentlich werden die ihre Produktionen so ankurbeln können das sie die ~80 Millionen Autos produzieren können. Von der benötigten Infrastruktur einmal abgesehen.

Oder natürlich in den nächsten Jahren kommen immer mehr Elektroautohersteller auf den Markt. Hoffentlich schaffen die es aus dem Stand besser als Tesla mit Elon Musk auf seiner Seite. Die haben es ja immerhin schon geschafft mehr als 100k pro Jahr zu produzieren, nach 14
Jahren. ;)

MfG

Die Fertigungstiefe der "Automobilhersteller" ist teilweise sehr niedrig. Viele Zulieferer können genausogut EV Zulieferer sein. Andere werden nicht mehr gebraucht oder vielleicht umstellen.
Wer sagt, dass nach einer Insolvenz eines Automobilherstellers dort nichts mehr produziert wird? Auch Tesla nutzt Werkhallen von Verbrennerherstellern. Warum sollen Karosseriebauteile nicht auf Pressen der alten Verbrennerhersteller produziert werden.

Eine Insolvenz ist ja nicht die Vernichtung der Produktionsanlagen.
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Re: Es ist erschütternd : Prognose deutsche Automobilherstel

von Mathie » 1. Mai 2017, 13:49

OS Electric Drive hat geschrieben:Tragisch finde ich, dass BMW nun so tut als wären sie ein großer BEV Hersteller weil sie so viele Autos mit größerer Starterbatterie im Markt haben.

Was meinst Du damit? Hältst Du den i3 nicht für ein richtiges BEV?

Der i3 ist im ersten Quartal 17 immerhin die Nummer 5 im Ranking der globalen BEV-Zulassungen:
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Nissan Leaf       14.438
Tesla Model S     13.450
Tesla Model X     11.550   
Renault Zoe        9.286
BMW i3             7.369

http://ev-sales.blogspot.de/2017/04/wor ... -2017.html

Bei den BEV-Herstellern ist BMW damit (mit einigem Abstand) nach Tesla und Nissan/Renault die globale Nummer 3 in Q1/2017.

An die beiden größten BEV-Hersteller kommt BMW damit nicht ran, aber in dem immer noch kleinen Markt ist BMW schon relativ groß.

Gruß Mathie
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