Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von ChrisB III » 12. Apr 2017, 12:25

Mittelhesse hat geschrieben:- meines Erachtens ist das größte Problem die schlechte oder nicht vorhandene Ausschilderung der innerstädtischen Lademöglichkeiten, dadurch kommt es oft zum Zuparken der Ladesäulen


Dazu heute auf hessenschau.de am Beispiel Frankfurt:

- falsche Schilder bestellt *facepalm*
- zu wenig Verkehrspolizisten
 
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von Christoph Schwarzer » 12. Apr 2017, 15:11

Liebe Foristen,

inzwischen habe ich eine Antwort auf Volkers Posting geschrieben:

https://www.heise.de/forum/Autos/Artike ... 0572/show/

Die Probleme liegen im Detail, einfache Antworten gibt es nicht. Ich bin gerade mit einem Testwagen Hyundai Ioniq electric unterwegs (ein verdammt gutes BEV übrigens und wenn Ihr so wollt das Model S des Durchschnittsbürgers) und hatte wieder die volle Bandbreite der Probleme.

@grizzzly: Sie schreiben

"Was mich immer wieder verwundert wie sehr diese Heise Jungs die E-Mobilität entweder verkennen oder schlechtreden."

Sie dürfen mich und meine Kollegen gerne kritisieren, aber im konkreten Fall finde ich Ihre Antwort zu simpel. Ich habe den Beitrag nicht geschrieben, weil ich die E-Mobilität verkenne oder schlecht rede, sondern weil es hier eine reale Schwierigkeit gibt, auf die ich als Journalist aufmerksam mache und zu der ich pointiert Stellung beziehe.

Beste Grüße, Christoph Schwarzer
 
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von grizzzly » 12. Apr 2017, 16:07

Hallo Hr. Christoph Schwarzer,

bitte nehmen Sie meine Aussage nicht als zu sehr negativ.
Ich habe damit lediglich mein Gefühl über Postings sowie Artikel der letzten Zeit aus dem Hause Heise widergegeben.

ad 1. finde ich Klasse das sie sich hier melden und wir damit in Kommunikation treten.
Das zeigt mir umsomehr das ein Forum wie dieses durchaus wahrgenommen wird. *top*

ad 2. das e-Mobilität derzeit weiterhin in den Kinderschuhen steckt ist mir als Umstand durchaus bewusst.
Aber wenn grade die Medien die negativen Seiten der Medaille immer wieder nach oben kehren,
werden wir es nicht schaffen die e-Mobilität in die breite Masse der Menschen zu bringen.
Die Presse hat für mich hier einen ähnlichen Stellenwert wie die Politik.
Immer nur "nein" und "geht nicht" hilft dort auch nicht.
Wir brauchen konstruktive Lösungen und deren Umsetzung, dann erledigen sich die Problemchen von selbst.
Da sind wir aber alle zusammen aufgerufen diese zu erarbeiten und zu verbreiten.
Foren wie auch die Presse.

Beste Grüße
Christian Lepper
Falls Du gar keine Ahnung hast welchen Referral Link Du verwenden sollst....
Ich auch nicht (mehr)
 
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von tripleP » 12. Apr 2017, 16:30

Aus meiner Sicht wird es in Zukunft kein "entweder/oder" geben bei den Ladepunkten.

Damit das Hemmnis des Ladens gelöst werden kann, braucht es genügend Ladepunkte und auch verschiedene Konzepte.

- Die AC Ladepunkte in Verbindung beim Parken, z.Bsp. bei öffentlichen Parkhäuser. So wie sie heute schon existieren, nur viel mehr und besser/konsequenter beschildert.
- Ultraschnelle DC Schnellladepunkte, mehrere pro Standort, z. Bsp. 350kW. Auch in Städten, nicht nur auf Langstrecke. Und davon viele.
- Ladepunkte zu Hause.
- Barrierefrei, also einfache Zugänglichkeit.

Die Technik schreitet voran, und das allerwichtigste ist, dass die schnellen DC Ladetechnik kommt und auch Fahrzeuge.

Und genau das scheint doch alles der Fall zu sein. Es braucht nur noch ein paar Jahre Geduld.
Model S P85D 04/15. Model X90D 12/16.
PV 23kWp, 12kWh Batterie (bald 18kWh), Intelligente Steuerung PV/Haus/Heizung/Ladestationen
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von Wim » 12. Apr 2017, 16:41

ich glaube, benzin-tankstellen sind entstanden, weil es den markt gab (fahrer, die benzin kaufen wollten / benzinbesitzer, die benzin verkaufen wollten).
da wir uns im kapitalismus befinden, werden also auch e-mobilfahrer und elektrizitätsverkäufer auf einem markt zusammenfinden.
wie bei der benzinvariante (sprich: tankstellen) wird auch die e-variante ihre infrastruktur herausbilden.
ich würd mir da wenig sorgen machen ;-)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von m3ntI » 12. Apr 2017, 18:15

@ Volker.Berlin

Ich gebe Ihnen in den meisten Punkten Recht (ebenso wie Christoph in einigen Ausführungen), aber zu diesem Kommentar hier, würde ich gerne etwas sagen.

Brauchen wir unbedingt auch noch Zwietracht innerhalb der E-Community?


Den haben wir doch schon längst! Ich brauche hier nur die Worte, Brennstoffzelle und Wasserstoff in den Raum zu schmeißen und in spätestens 10min löse ich einen kompletten Shitstorm zum Thema: " Was setzt sich durch, Energieeffizienz blabla.." aus. (Ist im übrigem auf heise genauso).Generell finde ich gerade diese Kritik aus den "eigenen Reihen" zum Thema Ladeinfrastruktur ja sehr bezeichnend. Da schwebt mir schon wieder die KPMG Studie zu diesem Thema im Kopf herum, bei der ja alle maßlos entsetzt waren.
Was aber bei diesem Thema innerhalb der Community immer wieder in Vergessenheit geraten zu sein scheint, ist das alle dasselbe Ziel haben...Abkehr vom Verbrennungsmotor, weniger CO2, Stickoxide und saubere Luft etc.

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Wieso kommt hier eigentlich niemand auf die Idee in Zukunft diese Aspekte der Infrastruktur sinnvoll miteinander zu verbinden? Der Threadersteller kam ja nicht Mal auf die Idee, dass Thema Wasserstofftankstellen überhaupt anzusprechen.

Gerade der Ansatz in Zukunft jeden Parkplatz mit einer Ladesäule auszustatten halte ich für den völlig falschen Weg!

Ladesäulen sollten an zentralen Punkten in einer Stadt aufgestellt werden, wo auch langfristig geparkt wird...das heißt: Supermarktparkplätze bzw. Parkplatzhäuser oder die Parkplätze auf der Arbeit. Gegebenenfalls noch Restaurants oder diverse große Shops die hierfür auch alle ein gescheites Abrechnungsmodell haben. Dann gibt es die Auswahl für langes Laden ala 3,6 KW oder das schnelle Laden ala 22 bzw 50 KW usw. Im Sinne von Smart-Grids wäre eine solch wesentlich zentralere Lösung deutlich einfacher zu handhaben, als wenn wir nun jede Straße in Buxtehude aufreißen und umbauen müssen weil hier ja jeder gerne Laden möchte. Vor allem, wer sollte sich um die Ladesäule in Buxtehude kümmern? Bei ALDI und am Arbeitsplatz ist das klar....bei der Ladesäule in der Max Mustermannstraße 23 wäre ich mir bei den Kostenträgern und der Wirtschaftlichkeit da nicht so sicher.

Ein paar Wasserstofftankstellen in der Stadt könnten auch die Probleme bezüglich des Tankdurchsatzes von Autos lösen. In der Stadt müssen deutlich mehr Fahrzeuge, wesentlich schneller vollgetankt bzw. nachgeladen werden als auf dem Dorf. Brennstoffzellenfahrzeuge wären nicht unbedingt auf einen Ladeplatz angewiesen und könnten auch für Mieter ohne Garage bzw. Stellplatz in der dicht besiedelten Stadt attraktiv sein. Umgekehrt könnten Fahrzeuge die eine Brennstoffzelle lediglich als Range-Extender einsetzen und eine Art Plug-In Hybrid FCV darstellen, ihre WtW Effizienz deutlich verbessern. Die Batterie/Brennstoffzellenkombination wird fahrprofiltechnisch ausgewertet....so würde man beim Einkaufen oder auf der Arbeit die Batterie für Hin- und Rückwege nutzen und auf den Wasserstoffspeicher umschwenken, falls die Reise außerhalb der Städtischen Landteile gehen sollte oder plötzlich längere Strecken in Angriff genommen werden müssen.

Ich bin immer wieder fassungslos wie wenig Anhänger der Elektromobilität nicht verstehen wollen, dass beide Technologien in der Zukunft unabdingbar sind und sich GEGENSEITIG unterstützen und ergänzen müssen. Wer hier nur nach der Devise Schwarz-Weiß-Denken handelt hat eigentlich schon so gut wie verloren.
 
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von volker » 12. Apr 2017, 19:17

Bitte nicht noch ne dritte Front aufmachen.

Für unsere zukünftige Ladeinfrastruktur in den Städten hilft ein Blick nach Norwegen nur bedingt. Diese Winz-Akkus werden aussterben, so wie es heute auch keine Smartphones mit 1GB Speicher mehr gibt. Alle Autos mit festem Stellplatz werden an diesem laden, und ansonsten brauchen sie nur auf der Langstrecke (DC-Schnellladung) und am Zielort (AC Destination Charging) zusätzlichen Strom.

Für die Laternenparker sieht es mau aus, weil niemand bereit ist, eine dafür geeignete Infrastruktur zu errichten. Zu teuer wäre eine Umlage auf den gezapften Strom. Daher werden diese Fahrzeuge durch autonom fahrende und ladende E-Autos ersetzt werden, das dauert aber noch ein paar Jahre.
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von Hein Mück » 13. Apr 2017, 07:55

volker hat geschrieben:Für die Laternenparker sieht es mau aus, weil niemand bereit ist, eine dafür geeignete Infrastruktur zu errichten. Zu teuer wäre eine Umlage auf den gezapften Strom.

Auch aus meiner Sicht wahre Worte. Es wird ja jetzt schon von der BNA gejammert, das die Netzinfrastruktur nicht für sehr viele E-Autos ausgelegt ist. Drohszenario im Ticker: Kosten für den Ausbau zahlen alle E-Kunden ... :-(
Bye Thomas
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von Abgemeldet 06-2018 » 13. Apr 2017, 09:50

Also in München liegen noch jede Menge Industrieanschlüsse brach, weil die entsprechenden Firmen vor die Tore der Stadt umgezogen sind.
Das müsste doch in anderen Großstädten ganz ähnlich sein, insofern frage ich mich schon wo das Problem sein soll. Wenn weiterhin jeder durchschnittlich 40 km am Tag fährt, dann wird wohl innerhalb dieser Gebiete sicher nicht mehr Strom verbraucht als zu Zeiten der großen Fabriken mitten in den Städten.
Da werden irgendwie Probleme herbei geredet, weil man sich scheut seine Arbeit anständig und gewissenhaft zu erledigen.
Vor 100 Jahren wäre all das schon möglich gewesen und heute wird selbst aus einem Stromkabel noch eine Wissenschaft gemacht.
 
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Re: Heise: "Hemmnis der E-Mobilität"

von Wim » 13. Apr 2017, 09:53

ich welcher gemeinde ist in den letzten jahren, zu weihnachten, das stromnetz zusammengebrochen, als in den haushalten zeitgleich die gänse in den backofen geschoben wurden? mir ist kein fall bekannt ...
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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