BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

Allgemeine Informationen zur mobilen Zukunft...

Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von m3ntI » 20. Jan 2017, 14:10

7,5% ?
Aber ich halte diese Meldung ohnehin für falsch. Der Kompressor wird doch sicher von einem Elektromotor angetrieben? Was hat alleine der für einen Wirkungsgrad? Der Rest ist dann "umsonst"?
Es wird ein Rechentrick sein indem man zum Beispiel davon ausgeht, dass die Abwärme voll genutzt werden kann. Realitätsfremd.
Wer so einen Zahl in den Raum stellt ist per se unglaubwürdig. Weiterlesen sinnlos.


Die Angabe bezieht sich auf den Tankvorgang eines Mirai. Linde gibt laut Datenblatt 2,7KWh pro Kg H2 Energieverbrauch an. (0,5MPa auf 90MPa, Kühlung mit drin)
Bei einem Tankinhalt von grob 5kg eines Mirai macht das 166,65KWh / 166,65KWh + die 5x2,7KWh (13,5KWh) = 0,9250...

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... 4172,d.bGs

https://www.youtube.com/watch?v=2E6ZQtGZy2k

Da Sie ja einen bösen Rechentrick vermuten, dürfen Sie gerne mal bei Linde anrufen und fragen in wie fern sich diese Angaben auf den gesamten Tankvorgang beziehen. Ich kann ihnen allerdings gleich sagen, dass Abscheider und Überwachung nicht allzu viel fressen dürfte (insofern diese nicht ohnehin schon mit eingerechnet sind). Zumal das Hauptkriterium bei einem solchen Vorgang eher die Druckstufen sind, mit der Wasserstoff an der Tankstelle ankommt (desto höher desto besser ...im übrigen setzt sich daran auch der Preis zusammen).
Hierzu gibts ne coole Machbarkeitsstudie von FZJülich...sind so um die 200 Seiten lang. Viel Spaß beim Lesen ...
http://juser.fz-juelich.de/record/13639 ... lt_144.pdf
 
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von bash_m » 20. Jan 2017, 17:40

OS Electric Drive hat geschrieben:Ich möchte erstmal eine H2 Anlage sehen die AUSSCHLIESSLICH auf die Überschussproduktion regelt. Solche Industrieanlagen müssen 24/7 laufen sonst wird das nichts mit billig. Betriebsstunden machen eben die Preise. :-)

Bin mir dabei nicht ganz sicher...
Ich wohne bei Hassfurt und der Bevölkerung wurde das so verkauft, dass es nur Überschussstrom verwenden soll. Ob das stimmt kann ich nicht sagen..

http://www.sueddeutsche.de/bayern/ein-l ... -1.3002048
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von Naheris » 20. Jan 2017, 18:15

Ist doch logisch! Wenn der Strom nicht überschüssig wäre, könnte die Anlage nicht laufen. Somit braucht man für die Anlage auch immer überschüssigen Strom ... also, im Vergleich zum Stromnetz ohne die Anlage :P ;)

Und Öko-Strom, den man aus dem Netz zieht sorgt, solange wir keine 100% Versorgung haben, immer dafür, dass irgend jemand anderes Kohlestrom o.Ä. zieht.
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von Sucseeker » 20. Jan 2017, 18:34

OS Electric Drive hat geschrieben:Ich möchte erstmal eine H2 Anlage sehen die AUSSCHLIESSLICH auf die Überschussproduktion regelt. Solche Industrieanlagen müssen 24/7 laufen sonst wird das nichts mit billig. Betriebsstunden machen eben die Preise. :-)


Unser Stromlieferant GREENPEACE-ENERGY betreibt zwei solcher Anlagen.
Sie machen aus Windstrom Wasserstoff und speisen diesen in das öffentliche Erdgasnetz ein.
Sie nennen es WINDGAS.

Link: https://www.greenpeace-energy.de/privat ... ndgas.html

Die Elektrolyse läuft nur mit Strom aus Windrädern, welche sonst abgeschaltet werden müssten weil das Netz überlastet ist.
Sie haben in 2016 sogar in einem Sommermonat gar kein Wasserstoffgas erzeugt, weil das Netz nicht entlastet werden musste (=wenig Wind).

Konsequent !!

Wir kamen auf GREENPEACE-ENERGY, weil dieser Ökostromanbieter auf Strom aus Biogasanlagen verzichten.
Dafür werden auch meiner Meinung nach zu viele Hektar mit Maismonokulturen gezüchtet mit hohem Pestizideinsatz und erheblichem Dieselverbrauch.

Wasserstoff für PKW´s halte ich auch für einen Irrweg.

Grüße SuCseeker
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von CLG » 20. Jan 2017, 19:17

Wasserstoffantriebe im PKW laufen in die gleiche Falle wie der Transrapid: Die konkurrierende Technologie (Chemische Batterie, konventionelle Hochgeschwindigkeitszüge)
  • entwickelt sich schneller als erwartet
  • durchbricht vermutete Grenzwerte (hier die Kosten, dort die maximal erreichbare Reisegeschwindigkeit)
  • ist einfacher und robuster (auch ein HEV braucht eine Batterie, der ganze Wasserstoff-Kram kommt nur on top...)
  • kann auf vielfach vorhandene Infrastruktur zurückgreifen (hier Li-Ion-Fertigung gibt es schon zahlreich für andere Anwendungsfelder, dort vorhandenes Schienennetz und zugehörige Bau-/Betriebstechnik).

Wie gesagt, das gilt für den PKW. Für Feuerwehrfahrzeuge kann ich mir Wasserstoff in einer benzin-/dieselfreien Zukunft vorstellen, da sind die Kosten sekundär... Alles dazwischen ist eine Grauzone, da wir die Entwicklung der Parameter noch nicht kennen.
S85D seit 08/15, 170.000 km. Hier im Video: https://www.youtube.com/watch?v=iwjXWornBNc
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von Sedna » 20. Jan 2017, 19:47

m3ntI hat geschrieben:
7,5% ?
Aber ich halte diese Meldung ohnehin für falsch. ..
Wer so einen Zahl in den Raum stellt ist per se unglaubwürdig. Weiterlesen sinnlos.


Die Angabe bezieht sich auf den Tankvorgang eines Mirai.


Dann ist es ja noch enttäuschender.

- Wie kommt das H2 aus dem Tanklaster in den Tank der Zapfsäule?
- Wie kommt das H2 vom zentralen Lager aus der Elektrolyse"Fabrik" in den Tanklaster?

Das heisst doch, dass drei Umpump-/Umlagerungsvorgänge stattfinden?

Dazu kommt noch, dass AFAIK aufgrund der schlechten Energiedichte von kompr. H2 die Tanklaster 5 bis 10 mal öfter fahren müssten als bei Benzin/Diesel.

Eine derart schlechtere Transportbilanz von H2 im Vergleich zu el. Strom hätte ich so nicht erwartet.

Gruß,
Sedna
 
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von teslacharger » 20. Jan 2017, 20:34


Also ehrlich gesagt reicht mir das Video schon um zu wissen, dass das viel zu viel aufwändige Technik ist...zu teuer und zu ineffizient.
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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von OS Electric Drive » 20. Jan 2017, 23:07

Sucseeker hat geschrieben:
OS Electric Drive hat geschrieben:Ich möchte erstmal eine H2 Anlage sehen die AUSSCHLIESSLICH auf die Überschussproduktion regelt. Solche Industrieanlagen müssen 24/7 laufen sonst wird das nichts mit billig. Betriebsstunden machen eben die Preise. :-)


Unser Stromlieferant GREENPEACE-ENERGY betreibt zwei solcher Anlagen.
Sie machen aus Windstrom Wasserstoff und speisen diesen in das öffentliche Erdgasnetz ein.
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Link: https://www.greenpeace-energy.de/privat ... ndgas.html

Die Elektrolyse läuft nur mit Strom aus Windrädern, welche sonst abgeschaltet werden müssten weil das Netz überlastet ist.
Sie haben in 2016 sogar in einem Sommermonat gar kein Wasserstoffgas erzeugt, weil das Netz nicht entlastet werden musste (=wenig Wind).

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Re: BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

von Sucseeker » 20. Jan 2017, 23:19

Es sind zwei Anlagen, eine in Brandenburg seit 2014, eine in Haßfurt aus 2016.
Sie haben aber jetzt schon über 15.000 Kunden.
Jeder fängt mal klein an......wir haben kein Gas, können nicht helfen.

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Re: BMW hat fällt in alte Muster zurück

von ManuelS » 25. Jan 2017, 20:44

Great Cornholio hat geschrieben:Natürlich wollen sie H2 Antriebe anbieten, die wiederum vom Staat gefördert werden können.

a) weil sie jetzt merken das sie(BMW) schlichtweg die Anzahl an notwendigen Batterien unterschätzt haben und ihnen jetzt bewußt wird, das sie in 2020 nicht genügend Batterien haben für Ihre "i-Offensive"

b) Mit der Bundesregierung schon abgesprochen ist, das man lieber auf H2 setzt. Win-win-Situation: Nur so kann die Regierung, wie bisher an der Tanke, den "Treibstoff" besteuern. "Fahrstrom aus der Schukodose" von der eigenen PV-Anlage läßt sich nicht so ohne weiteres besteuern. Dafür bekommt die H2-Infrastruktur und die deutschen Hersteller eine ordentliche Anschubfinanzierung in Form von "Forschungsgeldern"


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