Vergleichsstudie BEV und FCEV

Allgemeine Informationen zur mobilen Zukunft...

Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von tnt369 » 6. Dez 2016, 19:55

Du verdrehst den "Mythos". Ein Elektroauto könnte mit der Energiemenge des Eigenverbrauch der Spritherstellung (Raffinerie)
(Elektrisch + Wärmeenergie durch fossile Brennstoffe) fahren.
Das ganze ist eh nur ein Rechenexempel und soll nur verdeutlichen dass auch beim Verbrenner der Wirkungsgrad
(wieviel L Rohöl ergeben welche Fahrleistung) all zu oft unter den Teppich gekehrt wird.

Auf Dein Beispiel bezogen:
8L Verbrauch am Auto => 5,3kWh Strom + 10,6kWh Wärmeenergie werden in der Raffinerie benötigt
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von reniswiss » 6. Dez 2016, 20:09

Wärmeenergie ist aber wertlose Energie. Mit dem Öl, das eine Raffinerie für ihre Prozesse verbraucht, kann ein EV nicht fahren.

Es ist zwar richtig, dass auf den Verbrauch eines Verbrenners ungefähr 20 % aufgeschlagen werden müssen, um die tatsächlichen CO2-Emissionen bzw. den tatsächlichen Energieverbrauch zu ermitteln, aber es ist falsch, dass ein EV mit der Energie, die die Bereitstellung fossiler Treibstoffe verschlingt, fahren könnte.
Verbrenner können auch nicht mit den Netzverlusten, die ein EV verursacht, betrieben werden.
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von rollmops » 22. Mär 2018, 17:27

Die Infrastruktur bleibt das größtes E-Auto-Problem. Wir werden bei einer reinen Elektromobilität weder das Ladeplatzproblem noch die Ladezeit in den Griff bekommen.
https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... toffzelle/

Es wird sich vermutlich beides entwickeln. Der Elektromotor macht Sinn, aber die reine Akkutechnik ist meiner Meinung nach nur für die Städte sinnvoll, wenn die Strecken kurz sind und Nachts geladen werden kann.
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von trimaransegler » 22. Mär 2018, 17:32

Hä??? Und was machen wir hier alle täglich, nur in der Stadt fahren - ich nicht !!! :o
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

Wer meinen Empfehlungslink nutzen möchte und uns beiden dann 1500 km free Supercharging gibt, hier ist er: http://ts.la/drfriedhelm6242
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von pollux » 22. Mär 2018, 17:43

Und als Beleg den Bericht des Verbandsmgzins der Automobilbranche über die bekannte KPMG Studie zur Zukunftsenschätzung deren CEOs.
Meine Prognose: Diese CEOs werden scheitern, nicht die Elektromobilität.

Übrigens 150tkm in 3 Jahren mit vielen Langstrecken über 1000km. Nix Stadtauto. Es geht. Und wie es geht. Glaub nicht den falschen Propheten die nur ihre eigenen Interessen im Sinn haben.
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von Abgemeldet 06-2018 » 22. Mär 2018, 17:48

rollmops hat geschrieben:Das sind alte Vorurteile. Wo sind denn nur Nachteile gegenüber reinem Elektrofahrzeug?
Die Vorteile sind die schnelle Tankmöglichkeit, große Rechweite. Vorallem man muß nicht so teure AKKUs irgendwann neu kaufen, die fast so viel kosten wie ein Neuwagen. Was meint ihr wie viele Elekroautos verschrottet werden wenn der AKKU hin ist. Roller und Mottorräder stehen schon auf Halde wo es sich nicht lohnt nachzurüsten.
Bisher hat es nur den Nachteil, dass es (noch) zu wenig Tankmöglichkeiten gibt und (noch) zu teuer ist.
Das wird sich ändern..ich warte auf die Technik wenn bezahlbar und die Infrastruktur dafür da ist.
Die Politiker sind auf jeden Fall nach der Dieselkriese in Richtung Wasserstoff als Zukunftsmobilität unterwegs.
Ich denke es geht in diese Richtung, da die reine Elekrtomobilität sich für Langstrecken nicht kosteneffizient auf Dauer rechnet.
Ich denke es wird sich beides entwickeln.
Elektro für die Städte (aber kleine Autos) und Wasserstoff für die Langstrecke.


Das stimmt aber alles nicht so richtig, denn weder ist das Betanken schneller als es mit 800-V-Technologie beim Akku-Fahrzeug der Fall sein wird, noch ist die Reichweite der existiertenden Fahrzeuge bisher nennenswert größer.
Die Brennstoffzelle braucht noch mehr seltene Rohstoffe, kann nicht so leicht weiter genutzt werden (etwa als Hausspeicher) und das Tanken ist schon deshalb der Wahnsinn, weil Wasserstoff so flüchtig ist.

Nein, das wird sich ohne ein Wunder definitiv nicht ändern und die Brennstoffzelle wird maximal in einem Nischenmarkt wie z.B. bei Speditionen eine Rolle spielen, wo das Fahrzeug im Dauereinsatz ist (dann ist vernachlässigbar wie flüchtig der Tankinhalt ist) und an eigenen Zapfsäulen nachgetankt werden kann.
Angesichts der Kostenreduktionen bei der Akku-Herstellung ist es aber durchaus auch möglich, dass sich selbst für große LKW und Busse die Brennstoffzelle nicht mehr rentieren wird.
Strom gibt es überall, man kann bequem zu Hause tanken und spart sich nervige Fahrten zur Tankstelle, es gibt vom Handling einfach nichts besseres als das Akku-Auto.
Die CO2-Bilanz hängt im wesentlichen davon ab, ob die Akkuzellen mit Ökostrom produziert wurden und genau das macht Tesla zukünftig mit der Gigafactory!
Im Vergleich zu dem in deinem erwähnten Artikel zitierten Kobalt aus Kongo, sind in der Brennstoffzelle viel mehr seltene Rohstoffe enthalten, was die Produktion auch sehr teuer macht.

Ich bin bei der Wasserstoff-Technologie echt offen für Argumente, aber bisher überwiegen die Nachteile und wie man die Produktion, den Transport und vor allem die Lagerung dieses flüchtigen Elements in den Griff bekommen möchte, da ist keine betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösung innerhalb der nächsten Jahre auch nur in Sichtweite.
 
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von rollmops » 22. Mär 2018, 18:36

Das Problem der seltenen Rohstoffe wie Platin ist auch kein Argument mehr dagegen.
Hab daüber auch schon mehr gelesen (bei Toyota bzw. Hyundai oder Mecedes) finde es aber auf Anhieb nicht mehr.
Aber hier steht es auch:
https://www.analytik-news.de/Presse/2016/55.html

Ich denke ja auch dass beides seine Berechtigung findet, aber wenn die Brennstoffzellentechnik günstiger und verbreiteter wird, könnte sich das Prinzip durchsetzen. Wir haben dann eine ähnliche Infrastruktur der Tankmöglichkeit und dann bald hoffentlich keine rauchenden Auspufftöpfe und keine Verbrennungsmotoren mehr nötig. Um so mehr in die Richtung der Fahrzeuge mit reinem Elekrtomotor entwickelt wird um so besser. Es muß ja kein Entscheid: Entweder Akku oder Brenstoffzelle werden.
Ich sehe den reinen Akkuberieb nicht als die Lösung der Zukunft an, dafür müssten viel zu viele Akkus produziert werden und das Stromnetz wäre völlig überfordert.
Alleine in der IT Branche für Mobilgeräte: Handys, Laptops, USVs haben wir schon ein Entsorgungsproblem mit den alten Lithium Akkus.
http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 10489.html

Es sind viel zu viele Faktoren zu beachten um den richtigen Weg einzuschlagen. Am Besten wir reduzieren auch alle unseren Fahrbedarf auf das Nötigste. Auch mal Nachdenken ob die eine oder andere Fahrt überhaupt sein muß. Auch benötigen wir keinen SUV in der Stadt. Weder als Benziner, Diesel, E-Auto oder Wasserstoffauto!
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von majorfibbs » 22. Mär 2018, 22:45

rollmops hat geschrieben:Die Infrastruktur bleibt das größtes E-Auto-Problem.


Warum? Nur weil es AMS schreibt?

Hier ein Karten-Ausschnitt Grossraum Zürich und Frankfurt als Beispiel. Ich sehe hier kein Infrastruktur-Problem hinsichtlich El.Ladestationen. (Quelle: http://www.lemnet.org)

Bildschirmfoto 2018-03-22 um 21.37.34.png


Bildschirmfoto 2018-03-22 um 21.38.07.png


Und hier noch die gleichen Regionen mit H2 Tankstellen. (Quelle: http://www.h2.live)

Bildschirmfoto 2018-03-22 um 21.51.43.png


Bildschirmfoto 2018-03-22 um 21.52.37.png
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von pollux » 22. Mär 2018, 22:56

rollmops hat geschrieben:D Wir haben dann eine ähnliche Infrastruktur der Tankmöglichkeit .....

Ich sehe den reinen Akkuberieb nicht als die Lösung der Zukunft an, dafür müssten viel zu viele Akkus produziert werden und das Stromnetz wäre völlig überfordert.

1. Du bist wirklich scharf drauf auch zukünftig an eine Tankstelle fahren zu müssen?
2. Wenn wir mit Wasserstoff statt direkt mit Strom fahren wollten würden noch sehr viel mehr Strom benötigt werden, nicht weniger.
3. Die Rohstoffe für dienAkkus werden nicht verbraucht sondern nur benutzt. Sie sind auch am Nutzungsende noch vollständig vorhanden.

Die Wasserstofftechnik hat, außer vielleicht bei einigen Nieschenanwendungen nur den Zweck den Verbraucher weiterhin in Abhängigkeit zu halten und das Geschäftsmodell weiter führen zu können. Einen technischen oder ökologischen Vorteil kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
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Re: Vergleichsstudie BEV und FCEV

von trimaransegler » 22. Mär 2018, 22:57

rollmops hat geschrieben:.......
Ich sehe den reinen Akkuberieb nicht als die Lösung der Zukunft an, dafür müssten viel zu viele Akkus produziert werden und das Stromnetz wäre völlig überfordert.........!

Das wird ja immer haarsträubender. Wo kommt denn bitte der Strom für das Wasserstoffsystem her bei einem Drittel der Effizienz???????
Viele Grüße aus dem Westerwald

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