Förderung DUH sinnvoll?

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Förderung DUH sinnvoll?

von Earlian » 20. Nov 2016, 09:39

Da draußen sterben täglich Menschen, weil unsere Luft in den Städten jedes Jahr schlechter wird.

Weder Industrie, noch Politik, noch Behörden haben es seit Jahrzehnten geschafft die Luft sauberer zu bekommen. Im Gegenteil, sie wird schlechter!

Wenn Bürgerproteste nichts helfen, was bitte gedenkt man dann noch zu tun?

Wollen wir einfach warten, bis sich das Problem von selbst erledigt? Das beinhaltet dann aber auch, dass wir keine Luft mehr zum Atmen haben.

Solange die DUH, als einzige Änderungen erwirken kann, weil sie gerichtlich gegen diese Verbrechen am Menschen vorgeht, werde ich sie unterstützen.

Wer eine bessere Methode hat, die ohne gerichtliches Vorgehen auskommt, der möge bitte sofort vortreten.

Ansonsten bremst dies nur notwendigen Wandel. Man könnte auch sagen, diese Diskussion schadet der Gesundheit.

Gruß Earl
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Niubie » 20. Nov 2016, 09:51

@Earl +100
 
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Drdoomguard » 20. Nov 2016, 09:57

Earlian hat geschrieben: Man könnte auch sagen, diese Diskussion schadet der Gesundheit.

Gruß Earl


Ich glaube nicht, dass eine Diskussion jemals schadet.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Volker.Berlin » 20. Nov 2016, 10:02

GalileoHH hat geschrieben:Als Privatperson kann ich weder Verbandsklage erheben, noch Abmahnungen nach Unterlassungsklagegesetz aussprechen. Von daher ist "selbst machen" eben nicht die Alternative.

Doch, ist es. Herr Resch hat keine übermenschlichen Kräfte. Selbstverständlich kannst Du einen Verein gründen, Mitglieder anwerben, Spenden sammeln, Anwälte beauftragen. Ist halt ne Menge Arbeit, aber letztlich nur eine Frage Deiner persönlichen Prioritäten. So ehrlich muss man auch sein.

Natürlich finde ich es, wie ich bereits betont habe, gut und richtig, dass hier möglichst viele Seiten der DUH beleuchtet werden. Man sollte die Kritik, die es an der DUH gibt, nicht aus dem Blick verlieren. Dennoch sind sie für den Beitrag, den Sie zurzeit in der Abgasaffäre leisten, "alternativlos" (so lange sich kein anderer findet, der sich daran die Finger verbrennen mag).

Ich habe die Frage schon im anderen Thread angeschnitten: Warum steht die DUH allein auf weiter Flur? Wo sind NGOs wie VCD oder BUND? Wie es aussieht, haben sie alle Schiss oder finden keinen wirksamen Hebel. Offenbar brauchen wir diesen Wadenbeißer aus der zweiten Reihe... Warum? Wie konnte es so weit kommen? Diese Frage muss man nicht der DUH stellen, sondern den anderen, von denen man in diesen Tagen irgendwie nix hört.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von einstern » 20. Nov 2016, 10:08

Die Ausgangsfrage war: Förderung DUH sinnvoll?
Antwort: Ja!
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von FrankfurterBub » 20. Nov 2016, 10:13

Measureman hat geschrieben:Und wieder keine Fakten und ganz viel Unterstellungen.

Du behauptest, du hättest nichts gegen den DUH verweist aber auf unbewiesene und sogar falsche Tatsachen (das mit dem Abmahn-Geschäftsmodell wurde kurz vorher in diesem Thread widerlegt).


Wo denn?

Das reicht dir in deiner angeblich neutralen und rein objektiven, geradezu humanistischen Haltung nicht:


Aha.

Allen DUH-Förderern und dem Rest im Forum wohl gleich mit, wird dann auch noch unterstellt, sie wären voreingenommen und nicht objektiv und würden DUH und Autolobby mit zwei Maß messen, egal ob sie schon vor der Mitglidschaft genau der gleichen Meinung waren.

Nein, tue ich nicht. Ich warf lediglich die Frage auf, habe aber bislang keine Antwort erhalten.


Wenn es dir nur um die Aufklärung ging, hättest du mit deinem ersten Post dein Ziel erreicht ;)

Nicht, wenn danach in einer Form auf die Punkte eingegangen wird, die jegliche Diskussion überflüssig macht ("Stimmt doch alles nicht, und wenn, die anderen sind viel schlimmer!").

Also sag doch einfach, dass du die DUH nicht magst, das darfst du und dann kriegen wir wenigsten mal eine ehrliche Basis für die Diskussion und nicht so ein "ich will ja nichts sagen, aber..." rumgegurke.

Mir ist die DUH egal. Aber ich teile die unvereingenommene Lobhudelei hier bei einigen jedenfalls nicht.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von FrankfurterBub » 20. Nov 2016, 10:16

Volker.Berlin hat geschrieben:Natürlich finde ich es, wie ich bereits betont habe, gut und richtig, dass hier möglichst viele Seiten der DUH beleuchtet werden. Man sollte die Kritik, die es an der DUH gibt, nicht aus dem Blick verlieren. Dennoch sind sie für den Beitrag, den Sie zurzeit in der Abgasaffäre leisten, "alternativlos" (so lange sich kein anderer findet, der sich daran die Finger verbrennen mag).


Danke, genau solche Antworten finde ich - auch in dieser Absolutheit - als sehr angenehm und völlig nachvollziehbar. Zu sagen, es gibt keine Probleme und wenn, dann ist das alles egal, ist ein Teil dessen, was der Automobilindustrie vorgeworfen wurde.

Viele Grüße
FrankfurterBub
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Volker.Berlin » 20. Nov 2016, 10:19

Sorry, es ist mir wieder passiert: Ich habe meinen von Dir zitierten Beitrag noch ergänzt (aber im Sinn nicht verändert) während Du schon geantwortet hast. Siehe oben.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von FrankfurterBub » 20. Nov 2016, 10:44

Nur noch einmal: Im Grundsatz befürworte ich die Arbeit der DUH und das Anliegen erst recht. Aber wie bei jeder Sache sehe ich gerade nicht, dass der Zweck die Mittel heilt. Da ich ja mittlerweile doch reingezogen wurde, ein paar Worte, warum ich grundsätzlich meine Bedenken habe, wenn Vereine ihre Geschäfte mit Abmahnungen bestreiten.

Abmahnungen sind - im Grundsatz - vom Gesetzgeber eingeführt worden, um einem Unternehmen / einer Person die Möglichkeit zu geben, ein "falsches Verhalten" abzustellen, ohne dies gleich vor Gericht zu bringen. Leider hat sich aus diesem durchaus sinnvollen Instrument eine Cash Cow entwickelt, v.a. im Bereich der urheberrechtlichen Abmahnungen im Internet, aber auch der UWG-Verstöße.
Wenn ich die Zahlen richtig verstanden habe, hat die DUH in 2014 nun über 2 Mio. EUR an Geldern durch Abmahnungen eingenommen, der Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/m ... 38146.html) geht von einem Kostenerstattungsanspruch i.H.v. 245 EUR aus. Tendenz der Einnahmen: Stark steigend.
Dies bedeutet: ca. 8.000 Abmahnungen im Jahr, lassen wir es die Hälfte sein (da evtl. in die 2 Mio. EUR auch Vertragsstrafen einfließen).

4.000 Abmahnungen pro Jahr. VIERTAUSEND. Das funktioniert nur über gezielte Suchen und Copy/Paste-Modelle und ist ein Geschäftsmodell und keine "Umwelthilfe". Wer jetzt meint, dass hier ja nur die großen Umweltfrevel dran sind, dem kann ich nur sagen: So viel Idealismus hätte ich auch gerne. Wer sich in der Industrie auskennt, weiß, dass manche Verordnungen, etc. rein faktisch nicht einzuhalten sind, weil sie einfach außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen (s. hierzu als einfaches Beispiel das genannte "abgeknubbelte Label" in Ausstellungsräumen). Und selbst bei selbst zu verantwortenden Verstößen: Hier geht es nicht immer um die Einleitung von Schwermetallen in den Fluss am Kindergarten, sondern vielfach um eine falsch zitierte Verordnungen, um das Vergessen der Linksetzung auf ein Label, auf die zu kleine Schrift, etc. Alles Dinge, die sicherlich ihren Sinn haben - aber eben Kleinigkeiten darstellen.

Als Anwalt kann ich ehrlich sagen: Ich habe schon in einigen Fällen Abmahnungen versandt, um ein Verhalten zu unterbinden. Meine Mandanten haben aber immer darauf verzichtet, die entstandenen Kosten (die ja in der DUH ohnehin nur "virtuell" sind) dem Gegner in Rechnung zu stellen. Ich hatte allerdings auch schon Anfragen, ob ich mich nicht für ein solches Abmahngeschäftsmodell (Bereich: ebay) interessiere, welche ich dankend ablehnte. Ich sehe mich als Organ der Rechtspflege, die Pervertierung des Rechts zur Einnahmengenerierung halte ich für obszön. Wer einmal in seinem Leben mit Abmahnungen und v.a. den dahinterstehenden Anwälten zu tun hatte, wird meine eher negative Haltung zu diesen verstehen. Und ja, ich weiß, auch der Verein muss schauen, wo er bleibt.

So, und nun liebe Kinder wisst ihr, warum ich zumindest auf diesen Punkt hinweisen wollte. Was ihr daraus macht, ist mir wirklich vollkommen egal. Ich halte mich jetzt mit weiteren Beiträgen zur DUH zurück.
Zuletzt geändert von FrankfurterBub am 20. Nov 2016, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Förderung DUH sinnvoll?

von GalileoHH » 20. Nov 2016, 10:45

Volker.Berlin hat geschrieben:Doch, ist es. Herr Resch hat keine übermenschlichen Kräfte. Selbstverständlich kannst Du einen Verein gründen, Mitglieder anwerben, Spenden sammeln, Anwälte beauftragen. Ist halt ne Menge Arbeit, aber letztlich nur eine Frage Deiner persönlichen Prioritäten. So ehrlich muss man auch sein.


Kritisch draufschauen darf und muss man trotzdem. Ansonsten dürftest Du auch nicht die Politik, die Autobauer oder wen auch immer kritisieren. Jeder kann sich politisch engagieren und einen Autobauer kann man heutzutage auch gründen, wie Elon gezeigt hat.

Volker.Berlin hat geschrieben:Natürlich finde ich es, wie ich bereits betont habe, gut und richtig, dass hier möglichst viele Seiten der DUH beleuchtet werden. Man sollte die Kritik, die es an der DUH gibt, nicht aus dem Blick verlieren. Dennoch sind sie für den Beitrag, den Sie zurzeit in der Abgasaffäre leisten, "alternativlos" (so lange sich kein anderer findet, der sich daran die Finger verbrennen mag).


Völlig richtig. Dass die DUH jetzt ein eigenes Messlabor hat, finde ich z.B. ausgezeichnet. Da könnten sich andere deutlich mehr engagieren.

In der Diskussion hier ist schön zu sehen, dass gerne versucht wird, die Welt in "nur gut" und "nur böse" zu unterteilen. DUH=gut, Autoindustrie=böse. Und damit das Weltbild keine Kratzer bekommt, ist alles, was gegen die DUH spricht unwahr, gelogen, das Werk von Lobbyisten und wenn es sich doch als zutreffend herausstellt, dann ist es eben egal.

Da die DUH für den Kampf mit der Autoindustrie viel Geld benötigt, werden Spenden von Konzernen angenommen und Privatleute und kleine Immobilenmakler abgemahnt und vor Gericht gezerrt, weil sie in der Zeitungsannonce vergessen haben, den Typ der Heizung im Haus anzugeben. Das entsprechende Gerichtsurteil aus NRW findet sich im Netz. Hat mit Verbraucherschutz relativ wenig zu tun, bringt aber ordentlich Geld für die "große Sache".

Und so wird aus dem schwarz/weiß ein schönes Grau. Ich sehe das genauso wie FrankfurterBub: Dem vermeintlich Guten wird hier deutlich mehr zugestanden als umgekehrt.
Zuletzt geändert von GalileoHH am 20. Nov 2016, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
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