Förderung DUH sinnvoll?

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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von trayloader » 21. Nov 2016, 14:54

hiTCH-HiKER hat geschrieben:Die DUH klagt ja gegen das KBA und tut damit genau das was du forderst, nämlich in Deutschland demokratische Verhältnisse wiederherstellen, also gegen die illegalen Praktiken der Regierenden und deren Handlanger vorgehen.
Mag ja schön und gut sein AI zu unterstützen, aber damit bekommen wir sicher nicht die zum Leben notwendige Atemluft in den Großstädten zurück!
Solange die DUH hier dermaßen aktiv zum Wohle der Menschen ist, hat sie meine volle Unterstützung.


Exakt.100%

Aber das wollen manche hier nicht hören.
Die DUH unternimmt endlich die richtigen Schritte, nachdem die Autoindustrie dazu, obwohl technisch möglich, die letzten zwanzig Jahre (!) nicht willens war.
Alles andere ist Hintergrundrauschen und rhetorische Akrobatik.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Mathie » 21. Nov 2016, 15:15

@ALBA: Wenn die Abmahnende Firma einen externen Anwalt mit der Abmahnung beauftragt, dann macht sie doch kein Geschäft mit der Abmahnung. Abmahnung als Geschäftsmodell bedeutet für mich, dass der Abmahner finanziell von den Kosten der Abmahnung profitiert. Einen Beleg für die Behauptung, dass dies, wie Elektroniker behauptet hat, vom Gesetzgeber so gewollt sei, habe ich nirgends gefunden.

Gruß Mathie
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Naheris » 21. Nov 2016, 15:17

cko hat geschrieben:Ich habe vor vielen Jahren in meinem damaligen Haus von einem Öko-Institut Luftmessungen durchführen lassen und festgestellt, dass die Hausluft einen ungesunden Anteil Formaldehyd enthielt. Ich habe daraufhin unter sehr hohem finanziellen Aufwand sämtliche Innenwände ersetzt, die aus Spanplatten bestanden, deren schädlicher Formaldehydgehalt mir zur Bauzeit nicht bekannt war. Nicht mein Fehler, aber mein Schaden. Hätte ich die Spanplatten drin lassen und meine Familie schleichend mit Formaldehyd vergiften sollen?

Denkst Du jetzt aber nicht ein bisschen zu kurz? DU hast die Messungen begonnen und DU hast Dich entschieden, die Platten zu ersetzen. Das ist doch ein gravierender Unterschied dazu, wenn das für Dich von einer dritten Seite beschlossen wird und Du ggf. gar kein Geld dafür hast, das so zu machen. Oder?

Klar. Gesundheit ist wichtig. Aber das Eigentum und die Bewegungsfreiheit von den Menschen in Städten muss auch abgewogen werden. Wenn's nur eben so einfach wäre...

Und nur um es klar zu stellen: Ich halte die DUH trotz ihrer Abmahnungswellen trotzdem sehr Förderungswürdig.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von ALBA » 21. Nov 2016, 15:43

Mathie hat geschrieben:@ALBA: Wenn die Abmahnende Firma einen externen Anwalt mit der Abmahnung beauftragt, dann macht sie doch kein Geschäft mit der Abmahnung. Abmahnung als Geschäftsmodell bedeutet für mich, dass der Abmahner finanziell von den Kosten der Abmahnung profitiert. Einen Beleg für die Behauptung, dass dies, wie Elektroniker behauptet hat, vom Gesetzgeber so gewollt sei, habe ich nirgends gefunden.

Gruß Mathie


Auch hier ist das Leben viel grauer: Das Ganze ist für bestimmte Anwaltskanzleien ja ein gutes Geschäft. Der Vorteil für den Mandanten (das Unternehmen) ist dann typischerweise kein direkt finanzieller Vorteil. Das ist das Wesen einer Mischkalkulation.

Für die Behauptung des Elektroniker kenne ich auch keine Belege.

Und auch von mir an noch einmal ganz deutlich: Die Förderung der DUH ist sinnvoll.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von volker » 21. Nov 2016, 16:00

Naheris hat geschrieben:Klar. Gesundheit ist wichtig. Aber das Eigentum und die Bewegungsfreiheit von den Menschen in Städten muss auch abgewogen werden. Wenn's nur eben so einfach wäre...


Die einfachen Fragen in schwarz/weiß oder gut und böse kann jeder Grundschüler entscheiden. Politik muss sich mit den schwierigen Fragen beschäftigen, bei denen Grundgüter gegeneinander abgewogen werden müssen. Die Freiheit des einen (zu lärmen und Abgase auszustoßen) endet bei der Freiheit des anderen (Recht auf saubere Luft und Schutz vor Lärm).
Dazu gibt es Grenzwerte für Emissionsquellen (Auspuff und Kamin) sowie für Immissionswerte (z.B. von der EU: Grenzwert 50mg NOx pro m³ an nicht mehr als 35 Tagen überschritten an Messpunkten in der Stadt).

Diese Grenzwerte sind Ergebnis der politischen Kompromissfindung zwischen den persönlichen Freiheiten und Grundrechten. Wenn du an denen rumdiskutieren willst, bist du im falschen Thread. Hier geht es darum, dass die Auto-Industrie die Emissionsgrenzwerte überschreitet, und dass die Politik die daraus resultierenden Imissionsgrenzwert-Überschreitungen nicht wirksam bekämpft.

Wenn sie es nämlich täte, gäbe es unmittelbar folgende Konsequenzen:
+ mehr Gesundheit und weniger Lärm für Stadtbewohner
- weniger Gewinn für Autohersteller
- Autos teurer -> weniger Menschen können sich Individualmobilität leisten
- weniger Arbeitsplätze in der Autoindustrie

Der erste Punkt ist ein Grundrecht und steht so im Grundgesetz.

Die anderen drei nicht.

Die DUH stellt sich somit auf die Seite des Grundgesetzes. Jeder frage sich, wo er steht. Eine Förderung der DUH folgt daraus nicht, klar. Aber man sollte sich schon selbst Rechenschaft ablegen, was man statt dessen zu tun gedenkt.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Mathie » 21. Nov 2016, 16:06

ALBA hat geschrieben:Auch hier ist das Leben viel grauer: Das Ganze ist für bestimmte Anwaltskanzleien ja ein gutes Geschäft.

Das ist unbestritten, aber diese Kanzleien generieren den Umsatz, solange sie legal operieren, nicht selbst. Kickbacks des Anwalts an seinen Mandanten sind meines Wissens nicht erlaubt. auch wenn ich in manchen Konstellationen (nicht DUH!) nicht überzeugt bin, dass die Regeln dort immer eingehalten werden.

Gruß Mathie
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Elektroniker » 21. Nov 2016, 16:24

ALBA hat geschrieben:Für die Behauptung des Elektroniker kenne ich auch keine Belege.

Sorry, der Teil meiner Ausführungen bzgl. vom Gesetzgeber gewolltem wirtsch. Anreiz in Form Geschäftsmodell Abmahnung war nicht richtig. Eine Fehlinterpretation in Erinnerung einer Abhandlung darüber meinerseits. :oops:
 
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von cko » 21. Nov 2016, 16:26

Nur, um das Ganze noch etwas weniger schwarzweiß zu machen: Ich bin kein genereller Befürworter von Abmahnungen. Tatsächlich hatten wir schon mal Berührung mit einer Abmahnkanzlei. Meine Frau mistet regelmäßig unseren Dachboden aus und verkauft nicht mehr benötigte Gegenstände auf eBay. Ihr wurde gewerbliche Tätigkeit ohne Kennzeichnung unterstellt. Schnell fanden wir einen Anwalt, der schon viele weitere Mandanten mit demselben Gegner hatte. Das beweist, dass so etwas tatsächlich auch mal als Geschäftsmodell missbraucht wird.
Das hat aber aus meiner Sicht mit der DUH wenig zu tun.
Was die DUH macht, ist gut und leider bitter nötig.
Abmahnungen sind bei der DUH kein Selbstzweck, sondern Mittel zu einem guten Zweck.
Aus meiner Sicht der entscheidende Unterschied.
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von Naheris » 21. Nov 2016, 16:55

volker hat geschrieben:Wenn du an denen rumdiskutieren willst, bist du im falschen Thread. Hier geht es darum, dass die Auto-Industrie die Emissionsgrenzwerte überschreitet, und dass die Politik die daraus resultierenden Imissionsgrenzwert-Überschreitungen nicht wirksam bekämpft.

Das war mein erster Post in diesem Thema, und Grenzwerte habe ich da nicht einmal erwähnt. Und es geht hier im Thread meines Wissens nach eigentlich auch nicht um diese oder wie die Auto-Industrie sie umgangen hat - sondern um die Förderungswürdigkeit der DUH. ;)

volker hat geschrieben:Die DUH stellt sich somit auf die Seite des Grundgesetzes. Jeder frage sich, wo er steht.

Das Recht auf Eigentum ist übrigens (auch) ein Menschenrecht, also in der Verfassung (dem Grundgesetz) verankert. Ein Einfahrverbot für Dieselfahrzeuge in die Innenstädte würde direkt in die Eigentumsrechte der Betreiber eingreifen, indem es die Fahrzeuge nutzlos und wertlos macht. Somit stehen auch diejenigen, welche die pauschal angestrebten Verbote der DUH nicht gut heißen wollen auf der Seite des Grundgesetzes. Einfach so einer riesigen Menge von Leuten das (Diesel-)Auto wegnehmen ist halt auch keine perfekte Lösung.

volker hat geschrieben:Eine Förderung der DUH folgt daraus nicht, klar. Aber man sollte sich schon selbst Rechenschaft ablegen, was man statt dessen zu tun gedenkt.

Das ist richtig. Nur ist es eben nicht für alle Menschen gleichermaßen möglich dem Wollen auch Taten folgen zu lassen. Das kann sehr leicht am Geld scheitern. Ich würde ja auch viele Dinge gerne tun wollen...
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Re: Förderung DUH sinnvoll?

von TeeKay » 21. Nov 2016, 17:01

Naheris hat geschrieben:Das Recht auf Eigentum ist übrigens (auch) ein Menschenrecht, also in der Verfassung (dem Grundgesetz) verankert. Ein Einfahrverbot für Dieselfahrzeuge in die Innenstädte würde direkt in die Eigentumsrechte der Betreiber eingreifen, indem es die Fahrzeuge nutzlos und wertlos macht.

Ich berufe mich auf dich, wenn ich morgen früh um 10:30 Uhr den bestimmungsgemäßen Gebrauch meiner teuer in Pakistan erworbenen Nuklearwaffe vor dem Brandenburger Tor mit der GSG9 ausdiskutieren muss.
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