Wieder einen kleinen Schritt näher zur induktiven Autobahn

Allgemeine Informationen zur mobilen Zukunft...

Re: Laden während der Fahrt

von SLAM » 3. Jan 2018, 18:05

Das bedingt dicke und schwere Induktionsspulen am Auto(und in der Fahrbahn) um viel Energie aufnehmen zu können, das wäre auch aufgrund der Energieverluste kein billiger Spass.


Schwere und dicke Spulen: bei 50 hz ja, bei einigen kHz bis einigen dutzend kHz nein, da reichen dann zwei Leiter pro Fahrbahn, die man leicht in Frässschlitzen verlegen kann.

Betreibt man sender und Empfänger im Resonanzmodus, dann liegen die Verluste bei 5 bis 15%. Das ist o.k..

Es ist vorteilhaft das zunächst auf die rechte(n) Spuren zu beschränken, da dort die größten Abnehmer (LKW) unterwegs sind. Sehr schön ist auch, daß diese Ladeinfrastruktur praktisch 24/7/365 genutzt wird, also permanenten Umsatz garantiert.

Und eine hervorragende Spurführung für entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge gibts als windfall-profit gratis dazu ;)


Gruß SLAM
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Re: Laden während der Fahrt

von sustain » 3. Jan 2018, 18:10

Dann zeig doch mal so ein System her, würd mich interessieren!
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Re: Laden während der Fahrt

von SLAM » 3. Jan 2018, 18:51

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Vorteilhaft ist auch die Längenskalierung: längere und damit größere Fahrzeuge können mehr Energie ziehen.


Gruß SLAM
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Re: Laden während der Fahrt

von sustain » 3. Jan 2018, 21:29

So ein System würde über 100km oder mehr verbaut werden müssen um einen Ladeeffekt für zig Autos zu haben, da reichen kein 10km. Man bekommt hier auch keine konstanten Ströme hin aufgrund der Unterbrechungen was die gesamte Ladeelektronik vor Herausforderungen stellt, wenn man rekuperiert geht u.U. gar nix rein und die Spule am Auto ist auch kein Leichtgewicht.
Mich persönlich überzeugt das alles nicht, ich glaub eher das Schnellladen und eine höhere Energiedichte der Akkus so schnell verbessert werden das sich solche Projekte in Luft auflösen bevor sie begonnen haben. Problem auch wer soll so ein Netz betreiben, die Strassen sind zum überwiegenden Teil in D steuerfinanziert, das müsste dann wie bei der Maut laufen und der Staat am Ende als Stromdealer fungieren usw.. Glaub ich nicht dran.
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Re: Laden während der Fahrt

von douglasflyer » 3. Jan 2018, 22:12

Zuerst steht die Idee, dann der Versuch, dann die Verbesserung und schlussendlich die grossflächige Implementierung.

Das wohl Wichtigste: Der Glaube an den Erfolg!

Ich bin seit 1984 regelmässig in China gewesen - erstaunlich, wie sich dort das Denken und das Verständnis der Technologien verändert haben. Die Planwirtschaft Chinas - oft belächelt - zeigt hier wohl ihre nachhaltigen Vorteile...
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Re: Laden während der Fahrt

von Kellergeist2 » 4. Jan 2018, 13:03

Auf der ehemaligen Transrapid-Versuchsanlage gibt es bereits eine Erprobungsstrecke für induktive Ladung während der Fahrt.
Die können 50 kW induktiv liefern und halten dabei alle Grenzwerte ein.

Ohne jetzt genaue Zahlen zu den Kosten zu kennen, könnte ich mir vorstellen, dass es immer noch billiger ist, auf allen mehrspurigen Straßen den rechten Fahrstreifen flächendeckend damit auszurüsten, als ein mit dem heutigen Tankstellennetz vergleichbares Wasserstoff-Tankstellennetz aufzubauen.
Wenn man bedenkt, dass diese Straßen in der Regel alle 10-15 Jahre saniert werden müssen, könnte man sie in dem Zusammenhang gleich aufrüsten.
In spätestens 15 Jahren wären dann bundesweit alle Fernstraßen mit induktiver Ladetechnik ausgerüstet.

Bis dahin brauchen wir für die Elektromobilität jedoch weiterhin große Akkukapazitäten und eine richtige Schnelllade-Infrastruktur.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Laden während der Fahrt

von Elektroniker » 4. Jan 2018, 13:18

Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass das wirtschaftlich darstellbar ist.
Außerdem kann man ja trotzdem nicht auf Akkus in den Autos verzichten. Der Akku muss aber für nicht elektrifizierte Strecken von wenigstens einigen 10km bis 100km dimensioniert sein, sofern man nicht ALLE Straßen elektrifizieren will.
Und von dem bisschen eingesparten Akku will man dann die Strecken elektrifizieren?
Nie und nimmer ist das wirtschaftlich sinnvoll.
 
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Re: Laden während der Fahrt

von Kellergeist2 » 4. Jan 2018, 13:29

Statt 100 kWh Akkus bräuchte man dann wahrscheinlich nur noch 30 kWh Akkus.
Das spart Volumen, Gewicht und Kosten.
Nützt natürlich Leuten wie mir nichts, die auf den täglichen Strecken keine solchen Fahrbahnen befahren, aber dafür würden mir ja pro Tag eine echte Winterreichweite von 150 km reichen. Längere Strecken würden dann über mehrspurige Straßen führen, dort bekäme ich dann ja den Fahrstrom induktiv und könnte sogar noch während der Fahrt aufladen.

Die Einsparungen durch kleinere Akkus werden sicher nicht reichen, aber es kämen ja noch Einsparpotentiale bei der Ladeinfrastruktur hinzu. Man bräuchte theoretisch keine einzige Ladesäule entlang der Autobahnen.

Und im Vergleich zu der angeblich so tollen Brennstoffzellen-Technologie dürften die Investitions-Kosten (unter Berücksichtigung der Einsparpotentiale) deutlich unter denen für ein flächendeckendes H-Tankstellennetz liegen.
Klar, jede Infrastruktur muss auch betrieben und gewartet werden, was laufende Kosten verursacht.
Auch hier vermute ich, dass der Betrieb und die Wartung eines flächendeckenden Induktions-Ladenetzwerks kostengünstiger sein könnte, als der Betrieb und die Wartung eines H-Tankstellennetzwerks.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Laden während der Fahrt

von sustain » 4. Jan 2018, 13:36

Elektroniker hat geschrieben:Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass das wirtschaftlich darstellbar ist.
Außerdem kann man ja trotzdem nicht auf Akkus in den Autos verzichten. Der Akku muss aber für nicht elektrifizierte Strecken von wenigstens einigen 10km bis 100km dimensioniert sein, sofern man nicht ALLE Straßen elektrifizieren will.
Und von dem bisschen eingesparten Akku will man dann die Strecken elektrifizieren?
Nie und nimmer ist das wirtschaftlich sinnvoll.


Find ich auch völlig abwägig. Wenn man sich mal den Semi anschaut, der kann in den gesetzlichen Pausen ausreichend nachladen. Mit einer Technik die in 2-3 Jahren auf den Markt kommt. Somit kann man diese Infrastrukturmassnahmen den privaten Unternehmen überlassen wie bei den Tankstellen und muss nicht öffentliche Infrastrukturgelder bemühen. Führen wir noch ein Geschwindigkeitslimit ein dann sparen wir sogar beim Ausbau der Trassen, tun der Umwelt was Gutes, rein wirtschaftlich hat das null Auswirkungen, kein LKW fährst so schnell und wir retten damit auch noch Leben. Wir erhalten dann Mobilität auch auf den Millionen Kilometern von Landstrassen, auf denen ja auch Autos und LKWs fahren, die kann man nicht auch noch alle zupflastern mit Induktionsschleifen. Bauen wir an den AB an jeder Raststätte super schnelle Lader auf, rundherum Windräder, Solaranlagen und Speicherbatterien zusätzlich zum Netzanschluss. Anfänge sind ja schon gemacht.
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Re: Laden während der Fahrt

von k11 » 4. Jan 2018, 15:24

20 cm Spalt - was soll das? Da finde ich Märklin mit den Punktkontakten ja richtig toll!
Ausserdem 200 A durch ein Kabel :lol: da ist die Straßenheizung gleich integriert.
Gruß
Klaus
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