Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von Südstromer MS85 » 19. Feb 2018, 18:39

Die Erfahrung der Kunden ist: Man erhält das Carsharing-Auto nicht oder nicht dort, wo man es gerade braucht. Und noch schlimmer: Man kann es aus Parkplatzmangel nicht dort abstellen, wo man seine Fahrt gerade beenden möchte. Und oder befindet sich außerhalb der Anmietungszone. Junge Menschen und Rentner, in der Stadt ohne eigenes Auto, aber mit Geld, Zeit und Muße oder Lust und der Fähigkeit auf ihrem Smartphone herumzuspielen, sind als gelegentliche Nutzer auf Dauer als Zielgruppe für ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu wenig.


Da hat er doch absolut recht und von den Kosten her stimmt es auch - ein Taxi lässt dir kommen, rein ins warme Auto und 5 meter vom Zielort wieder raus. Und dazu stehen diese elektro carsharer auch recht oft tagelang an der einzigsten Ladesäule im Ort. gut möglich die non premiums nutzen diese Autos rein als Abschreibungsobjekt um ja in der Zulassungsstatistik schön oben zu bleiben. Den Betrügern würd ich das zutrauen.
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von Südstromer MS85 » 19. Feb 2018, 18:42

Dringi hat geschrieben:Dass man aber auch den Inidivualverkehr einschränken oder verbieten könnte, auf die Idee kommt er nicht.

Gut möglich, das wenn die Fahrverbote nicht so kommen, wie angedacht, dann wird es eben Citymauts geben.
Wobei einschränken und Verbote irgendwie nicht zeitgemäß sind. Die Leute brauchen endlich einen Kalten Entzug beim
Thema Auto.
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von Healey » 20. Feb 2018, 12:56

Auch der TÜV - Süd kann positiv über Elektroautos reden:

Es geht um die Umweltfreundlichkeit.

Zitat:
Er sagte, er habe dort erlebt, dass eine nur für drei Monate geltende attraktive Förderlösung für Elektroautos zur Zulassung von 12.000 Tesla geführt habe, während die deutschen Premiumhersteller in dieser Zeit dort praktisch nichts mehr hätten verkaufen können.

https://www.taxi-heute.de/Taxi-News/New ... esel-nicht

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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von Bones » 20. Feb 2018, 14:02

War das nicht Ende 2016, Anfang 2017 und was dann zum 01.04.2017 endete und seitdem so gut wie kein einziger Tesla mehr verkauft wurde?
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von biglake » 22. Feb 2018, 17:48

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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von SebastianR » 23. Feb 2018, 15:01

Südstromer MS85 hat geschrieben:
Die Erfahrung der Kunden ist: Man erhält das Carsharing-Auto nicht oder nicht dort, wo man es gerade braucht. Und noch schlimmer: Man kann es aus Parkplatzmangel nicht dort abstellen, wo man seine Fahrt gerade beenden möchte. Und oder befindet sich außerhalb der Anmietungszone. Junge Menschen und Rentner, in der Stadt ohne eigenes Auto, aber mit Geld, Zeit und Muße oder Lust und der Fähigkeit auf ihrem Smartphone herumzuspielen, sind als gelegentliche Nutzer auf Dauer als Zielgruppe für ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu wenig.


Da hat er doch absolut recht und von den Kosten her stimmt es auch - ein Taxi lässt dir kommen, rein ins warme Auto und 5 meter vom Zielort wieder raus. Und dazu stehen diese elektro carsharer auch recht oft tagelang an der einzigsten Ladesäule im Ort. gut möglich die non premiums nutzen diese Autos rein als Abschreibungsobjekt um ja in der Zulassungsstatistik schön oben zu bleiben. Den Betrügern würd ich das zutrauen.


Ich werde versuchen, die kraftvolle Sprache aussen vor zu lassen. Aber ich kann dem absolut nicht zustimmen, bzw. kann nur auf das Beispiel Kopenhagen verweisen (dort wo ich wohne): Wir haben hier zwei Flotten von carsharing anbietern, beide sind voll-elektrisch (Zoe / i3). Beide sieht man sehr oft im Einsatz, beide scheinen gut zu funktionieren.

In Kopenhagen stimmt halt das gesamt Paket: Wir haben ordentlich ausgebaute Fahrradwege (mindestens 1,20m breit, oft mehrspurig, stets sauber von der Fahrbahn getrennt, niemals "abrupt im Nichts endend" etc.). Wir haben gute Oeffis, wir haben elektrisches Car-Sharing.

Mein Audi (nen Model S is zu breit fuer die Einfahrt, warte auf das Model 3) bleibt in der Stadt fast immer stehen, wenn ich mal mit dem Audi in die Arbeit muss (wegen Transport von schweren Dingen etc.) bin ich angefressen, weil das mit dem Fahrrad immer schneller/besser/einfacher geht, als mit dem Auto.

Car-sharing ist absolut super: man braucht sich keine Parkplatzsorgen zu machen, Abends, wenn man weggehen will faehrt man mit dem car-sharing Auto in die City und kommt dann - je nach Feiererfolg mit dem Taxi zurueck/nimmt die U-Bahn etc.). Und grade Dinge wie zum Flughafen/Bahnhof kommen sind mit car-sharing unschlagbar: dezidierte Plaetze, Charger und bequeme Locations direkt am Gate / am Bahnhof sind einfach unschlagbar bequem. Man muss sich nie Sorgen um Parkplaetze/verfuegbare Autos machen. In meinen Augen laeuft das so perfekt, dass ich gar kein Auto mehr braeuchte, wenn da nicht das Sommerhaus in Schweden waere, zu dem ich hinkommen muss...
 
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von einstern » 23. Feb 2018, 15:09

Ich kann dir folgen. Andere können es nicht. Ist gibt tatsächlich Menschen, die haben nicht die geistige Flexibilität, sich in etwas Neues hineinzudenken. Das bleiben hoffnungslose Fälle.
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von Spürmeise » 23. Feb 2018, 15:20

SebastianR hat geschrieben:Car-sharing ist absolut super: [..] In meinen Augen laeuft das so perfekt, dass ich gar kein Auto mehr braeuchte, wenn da nicht das Sommerhaus in Schweden waere

Das ist das Problem - nicht das Sommerhaus in Schweden i.e.S., sondern weil auch der gemeine Stadtbewohner (nicht nur das studentische/ökologische Milieu betrachten) gerne mal die Stadt verlassen und zu mehr oder weniger entlegenen Orten halbwegs bequem (d.h. mit etwas Laderaum) fahren möchte.

Carsharing wird deshalb m.E. erst dann richtig funktionieren (private PKWs der Innenstadtbewohner ersetzen), wenn es überregionale Carsharing-Netzwerke gibt, so dass die E(!)-Fahrzeuge bei gelegentlichem Bedarf (nicht täglich) in andere Regionen gefahren und dort auch für dortige Carsharing-Nutzer stehen gelassen werden dürfen (Rückfahrt z.B. mit Zug), ohne dass der Minutenpreis weiter tickt.
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von Hein Mück » 23. Feb 2018, 16:31

Spürmeise hat geschrieben:
SebastianR hat geschrieben:Car-sharing ist absolut super: [..] In meinen Augen laeuft das so perfekt, dass ich gar kein Auto mehr braeuchte, wenn da nicht das Sommerhaus in Schweden waere

Das ist das Problem - nicht das Sommerhaus in Schweden i.e.S., sondern weil auch der gemeine Stadtbewohner (nicht nur das studentische/ökologische Milieu betrachten) gerne mal die Stadt verlassen und zu mehr oder weniger entlegenen Orten halbwegs bequem (d.h. mit etwas Laderaum) fahren möchte.

Nicht nur das, sondern z. B. in HH sind die Car-Sharer (ich verzichte mal auf die "bring die Karre bloß wieder an die Stelle zurück"-Anbieter) auf den Stadt-Kern (auch gern Geschäftsgebiet genannt) beschränkt (bis auf ein paar Exklaven). Möglicherweise aus Gründen der Fahrzeugdichte/Kostenstruktur verständlich, heißt aber, dass selbst in Millionenstädten - zumindest in D - Car Sharing sich scheinbar nicht gewinnorientiert betreiben lässt.

Ich frage mich, wie die CS-Modelle in Kopenhagen funktionieren, denn im Gegensatz zu HH ist der ÖPNV (Zuverlässigkeit, Redundanz, Fahrradmitnahme usw.) und Radwegeausbau deutlich besser und somit die Car Sharing Motivation noch geringer.

Bye Thomas
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Re: Elektromobilität in Presse und Internet (nicht Tesla)

von SebastianR » 26. Feb 2018, 10:21

Hein Mück hat geschrieben:Ich frage mich, wie die CS-Modelle in Kopenhagen funktionieren, denn im Gegensatz zu HH ist der ÖPNV (Zuverlässigkeit, Redundanz, Fahrradmitnahme usw.) und Radwegeausbau deutlich besser und somit die Car Sharing Motivation noch geringer.


Die Diskussion geht ein bissle OT, daher nur ganz kurz so viel: In Kopenhagen ist die Fahrradinfrastruktur extrem gut ausgebaut, gleichzeitig das Autofahren extrem teuer (180% Steuer bei Zulassung + 25% MwSt machen einen einsteiger Mittelklassewagen schnell mal 3x so teuer wie in DE). Klar ist der Lebensstandard hoeher und die Daenen verdienen mehr - aber dennoch ueberlegt man sich ob man wirklich ein Auto braucht. D.h. viele haben kein Auto - daher lohnt sich Car Sharing mehr - es gibt schlicht mehr Kunden.

Was auch boomed sind sog. "Mini-Leasing" Angebote: Man zahlt eine Mitgliedschaft und kann dann jeden Monat (z.T. auch Tageweise) ein anderes Fahrzeug waehlen. Z.B. Kleinwagen im Winter, grossen Kombi fuer die Sommerferien etc.

Bei mir im Office sind mittlerweile ein paar Mercedes / Audi Fahrer auf Tesla umgestiegen, waehrend andere ihre Fahrzeuge ganz aufgegeben haben und nur noch car sharing / mini-lease + Fahrrad verwenden.

Zurueck zum Thema:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/elek ... 94420.html

Ein Artikel, der die allgemeine Lieferunfaehigkeit aller Hersteller bei E-Autos anprangert. Interessanterweise kommt Tesla da auch nicht gut weg bei (war ja klar beim Spiegel) - wobei es natuerlich stimmt, dass Autos, die aus den USA geliefert werden eine gewisse Lieferzeit haben.
 
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