Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von prodatron » 12. Jun 2018, 18:48

Beim Ioniq kann das schnell passieren, daß man sich in den verliebt :) (von allen reinen BEVs finde ich ihn nach den Teslas mit Abstand am schönsten). Aber daß E-Autos in den nächsten 2 Jahren doch nicht durchkommen, darüber würde ich mir keine Sorgen machen!
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von wp-qwertz » 12. Jun 2018, 18:54

ja, mind. der ioniq sollte mal von dir gefahren werden!
könntest du dir vorstellen dafür ins WupperTal zu kommen?
kenne hier gleich 2 ioniq-fahrer*innen, mit denen ich dich gerne "bekannt" machen würde. und du hast dann die möglichkeit, die das X mal anzusehen/ anzufahren? :D

also, sag mal bescheid. für ne std. (was nicht die welt ist, aber für einen ersten eindruck vlt. gut ist?!) wäre einer der beiden schon mal bereit :D
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Kuba » 12. Jun 2018, 19:23

Hallo Matthias,

Kann mich meinen Forumskollegen nur anschließen. Es ist sehr schön einen Traum zu haben, der dann auch in Erfüllung geht. Bei mir war das auch, mit 18 Jahren, eine finanzierte, neue Suzuki GSX 750 R. Damals, vor 34 Jahren haben die 600 DMark jeden Monat geschmerzt.

Ich für meinen Teil habe mir geschworen, so eine Zeit nie wieder mitzumachen, und mir etwas erst zu kaufen, wenn ich die Kohle dafür habe.

Der User Grizzly hat dich nach deinem handwerklichen Geschick gefragt. Hier z. B ein Thread von einem US Import:

viewtopic.php?f=58&t=19657



Gruß

Kurt
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von volker » 12. Jun 2018, 20:06

Hier ist eine Idee, die dir eventuell neu ist: Auto teilen.

Sprich, du suchst dir jemand, der auch in Teilzeit einen Tesla fahren will. Den restlichen Mobilitätsbedarf deckst du mit deiner alten Gurke, bis sie stehen bleibt, danach mit einem billigen Gebrauchten. Dieses Modell reduziert den Kapitalbedarf und streut das Risiko etwas.

Beim Kauf eines gebrauchten Tesla rate ich unbedingt zu einem CPO von Tesla wegen der Garantieverlängerung.
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von mmm » 12. Jun 2018, 22:42

@ Verolox / Matthias
Auf hier ein "Willkommen" von mir, habe im GE schon ein "bisschen" von mir gegeben.

Vielleicht hast Du auch meine Meinung zu "Seele der Bank leihen" gelesen - deshalb schließe ich mich den Vorrednern an, ob nicht warten und sparen vernünftiger wäre.
Oder ob das Projekt nicht etwas heftig für einen Jungspund ist.

Ich weiss jetzt nicht, ob ich die folgenden Zeilen wirklich schreiben soll, denn ich hätte echt ein Problem damit wenn etwas schief geht und es zu einem persönlichen Problem wird...
Soweit zu "contra".

Nun zum "pro" und den Einschränkungen:
Voraussetzung: So günstig wie möglich, mit der höchstmöglichen (finanziellen) Sicherheit.
Es ändert sich täglich, mit heute gäbe es dieses Angebot:

https://www.tesla.com/nl_NL/used/5YJSA3 ... edirect=no

Eur 49.100, Mitte 2014er 80.000 km, Garantie 2 Jahre / 80.000 km verbleibend (bis 160.000 km gesamt)
(im ersten Posting gingst Du von einem 2013er mit 200.000 km aus - der von Tesla direkt ist wohl schon mal deutlich günstiger)
Garantie geht sich bei 35.000 km / Jahr aus, somit sind die nächsten 2 Jahre sorgenfrei.
"Onbeperkt Superchargen" ist bei Dir ein Muss.
Das Auto hat nicht viele Extras, kein Autopilot, mehr is nich.
19 Zoll Bereifung, 21zöller zu teuer.
Da in DE der Strom nicht gerade billig ist, wirst Du wohl Supercharger / kostenlose Ladestationen anfahren (müssen).
Das geht, machen andere ja auch. Kostet nur etwas Zeit. Diese Lebenszeit wirst investieren müssen.

Was kostet Dein Benziner jetzt?
Die Daten kennst Du selbst besser, rechne selbst, ich nehme mal an:
35.000 km mal 8 Liter (?) / 100 km = 2800 Liter x Eur 1,40 (?) = knapp 4.000 Euro / Jahr
Das sparst Du mal pro Jahr.

Reifenkosten sollten (bei vernünftiger Fahrweise) im Rahmen bleiben bei den 19zöllern.
Langlebige, aber nicht zu teure Gummis, reifendirekt & co helfen. Sparen wo es geht. Teslabjörn hat vor kurzem ein Video zu den Reifenkosten gedreht. Hilfreich.
Dennoch werden die vom Berlingo klar günstiger sein.
Recherchiere / rechne nach. 80.000 km schaffst mit einem Satz wenn Du Dich im Zaum hältst.

Versicherung: keine Ahnung, was das in DE im Vergleich zum Benziner wirklich kostet.
Steuer sparst, aber die Prämie ist sicher höher.
Recherchiere / rechne selbst nach.

Wartung: bei der Fahrleistung kommst ein Mal im Jahr oder alle 2 Jahre rein (40.000 oder 80.000 km).
Ich rechne pessimistisch oder realistisch mit Wartung und Reparatur mit 4.000 alle 80.000 km.
OK - nicht die erste Wartung. Die machst kurz vor Ablauf der Garantie, große Wartung kostet ca. 1300 Eur, und alles genau checken lassen / auf Garantie machen lassen.

Rechne einfach ehrlich, was kostet der Berlingo jetzt (Treibstoff + Wartung + Reifen + Versicherung) und was kostet der Tesla.
Was kommt raus?

Schönrechnen: davon rate ich hier ab.
Einzig die Sicherheit könnte ein Thema sein, Du fährst viel (will nicht sagen dass die anderen unsicherer sind - aber mit >2 Tonnen unterm Popo hast bessere Chancen beim Crash).

Schlaf drüber. Schlaf oft und lange. Rechne. Überlege. Halt die Geilheit im Zaum. Renn nicht einer "Okkasion" nach. Es wird immer wieder welche geben.

Ein letztes "pro": Nehmen wir an, Du kaufst das Auto für 50k. Sagen wir, nach 2 Wochen änderst Du die Meinung um 180 Grad.
40 bis 45k kriegst sicher sofort ohne viel verhandeln (hat ja immerhin Tesla-Garantie), Schaden würde sich in Grenzen halten.

Grüße, mmm
 
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Sebastian B. » 13. Jun 2018, 07:58

Keine Ahnung über was er sich Überlegungen machen sollte, bei dem Netto kauft man sich ne gebrauchte Gurke für max. 4.000 Euro und zahlt die bar. Oder er macht so ein Mietwagen Ding, was es aktuell hier und da gibt, für 300 Euro mit Versicherung und Verschleiß, nur tanken. Alles andere ist doch hardcore. Der eine sagte, er solle "leben". Tja, wenn aber wegen einem Auto das überleben gefährdet ist? Man gibt max. 10 Prozent seiner Einnahmen für ein Auto aus. Hallo!
Wir haben zuviele Experten. Was es wirklich braucht sind paar Leute mit Ahnung vom Thema.
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Dr. Schiwago » 13. Jun 2018, 08:21

Ich finde die Beiträge hier auch unverantwortlich - Tesla fahren macht Spaß - aber nicht zu jedem Preis. Max 10% des Einkommens ist eine gute Richtgröße - es wären aber in diesem Falle eher 80% !
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von past_petrol » 13. Jun 2018, 09:36

Dr. Schiwago hat geschrieben:Ich finde die Beiträge hier auch unverantwortlich - Tesla fahren macht Spaß - aber nicht zu jedem Preis. Max 10% des Einkommens ist eine gute Richtgröße - es wären aber in diesem Falle eher 80% !


;)

Das ist eine ausschließlich rationale Betrachtung der Thematik. Vor diesem Hintergrund müßte ein Model S auch nicht so hübsch sein, weil es sich allein wg. seiner tollen technischen Werte schon super verkaufen würde - wir wissen alle, dass das so nicht funktioniert.

Der Mensch ist nur durch Emotionen zu Höchstleistungen fähig. Rationale Träume gibt es nicht, oder ?

Motorradfahren ist auch unverantwortlich und der Gerst setzt sich auf ein Pulverfass und läßt sich in den Orbit schießen - eine Gummidichtung nicht ganz dicht und das wars - wenn aber alles hält, ist es für ihn das vermutlich Beste in seinem Leben, was ihm passiert ist.

Jeder Mensch verknüpft etwas anderes mit seinen Träumen und Vorstellungen. Man weiß nicht, wohin es den TE trägt, wenn er doch diesen abgedrehten Weg geht.

Unverantwortlich fände ich es, wenn er sich zum selben Preis einen BiTurbo V8 anschaffen würde - als EURO 6 Diesel oder so...

Er wird schon für sich das Richtige machen...
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Snuups » 13. Jun 2018, 09:40

Dr. Schiwago hat geschrieben:Ich finde die Beiträge hier auch unverantwortlich - Tesla fahren macht Spaß - aber nicht zu jedem Preis. Max 10% des Einkommens ist eine gute Richtgröße - es wären aber in diesem Falle eher 80% !


Mit 10 % fährt der normale 'Arbeiter' gar kein Auto. Für 10 % ist nicht einmal Tanken möglich.
Liebe Grüsse
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Dr. Schiwago » 13. Jun 2018, 10:27

Na dann wäre endlich wieder Platz auf den Straßen ;) - ist nur ein kleiner Spaß.. :D
Jeder muss schon tun was er für richtig hält - aber der TE hat ja nach Rat gefragt - und meiner Meinung ist sich mit diesem Einkommen ein Tesla zu kaufen ein ziemlich sicherer Weg unglücklich zu werden - es kommen bestimmt bald Zeiten, in denen es sich auch finanziell lohnt Eauto zu fahren..
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