Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

Teilt Eure Vorfreude mit den anderen...

Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von DI77I » 12. Jun 2018, 08:17

Stackoverflow hat geschrieben:Hi,

.....


Und:
Du bist beim Bund, wo fette Panzer mit Dieseltreibstoff rumgeschubst werden, wo Helis und Flieger mit Kerosin rumknattern, wo so etwas wie (Umwelt-)Nachhaltigkeit keine Rolle spielt... wie passt es dazu ins Bild, dass du 150km Autostrecke umweltfreundlicher fahren willst?

Also das mit dem Fahrspaß verstehe ich - aber Ökologisches Bewusstsein und Bund - das nicht - ich glaube da hast du den "falschen" Arbeitgeber :)



Also allein mit der Produktion der Batterie kann ich mit einem normalen Auto 6-8 Jahre quasi abgasfrei fahren. Also mit Umwelt hat der Tesla nun wirklich nichts am Hut. Vielleicht da wo man gerade fährt. Insgesamt aber nicht. Wobei der krasse Reifenverschleiß ja auch enormen Feinstaub verursacht. Ich denke sogar das mein fetter Diesel ohne Partikelfilter und ordentlichem Kat sauberer ist. Aber egal, ich würde mir auch ein Tesla kaufen :mrgreen:

Die Einsparungen bei Sprit und Steuer in die Ersatzteilbeschaffung zu stecken, ist allerdings auch eine Milchmädchenrechnung. Jeder weiß, dass sich kein Mensch Geld für Reparaturen zurück legt. Ich habe ein Haus und bald 3 Kinder. Da fließt jeder Cent rein. Wenn was am Auto kaputt geht, muss das irgendwie anders funktionieren. Daher bin ich auch noch leicht verunsichert einen zu kaufen. Klar, ein Türgriff mit 1000 kann passieren, muss nicht. Aber wenn, dann sind es im schlimmsten Falle nur 1000 Euro oder ein Tag bauen, wenn es nur ein Wackelkontakt ist. Was ist aber, wenn 2021 die Garantie weg ist und dann der Akku die Hufe hoch reißt? So viel Geld legt sich doch keiner mit einem normalen Verdienst für eventuelle Reparaturen zurück?

Rein theoretisch klappt ja die Rechnung.
Kredit 420-540€ pro Monat 10 Jahre lang.
Versicherung bei ihm sicher 200€ im Monat.
Strom vielleicht weitere 100€ im Monat.
Passt. Nur geht was kaputt ist es Asche.

Oder alles finanzieren und die Anzahlung für Reparaturen aufheben? Ist doch auch unsinnig.
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von FFF » 12. Jun 2018, 08:32

DI77I hat geschrieben:
Stackoverflow hat geschrieben:Oder alles finanzieren und die Anzahlung für Reparaturen aufheben? Ist doch auch unsinnig.
Ein Punkt fehlt mir noch: Der selbstverschuldete Totalschaden, oder auch wahlweise, Unfallgegner verschwindet und ist nicht ermittelbar. Beides gibt es... Dann hat er über Jahre den Kredit an der Backe und KEIN Auto.
So sehr ich den Wunsch verstehe - ich fahre 40 Jahre und freue mich jedesmal, wenn ich in mein S einsteige - aber bei dem finanziellen Hintergrund ist das mMn nicht zu verantworten...
LG
Karl
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von DI77I » 12. Jun 2018, 09:03

Wobei das ja durch eine Vollkasko abgedeckt wäre. Das Problem hatte ich bei meinem ersten BMW aber. Kurzer Kredit über 2 Jahre. Nach einem Jahr ist mir einer durch meine Schuld rein geballert. Das hieß damals auch ein halbes Jahr Bus fahren und selbst reparieren. Bei meinem 2. BMW 750iL ging dann mal der Bremskraftverstärker hoch. Das Teil kostete damals über 1000DM neu. In dem Augenblick unbezahlbar für mich. Also den abgemeldet und mein ersten 6er BMW angemeldet. Den hatte ich noch. Dann monatelang nach ein gebrauchten Verstärker gesucht. Damals gab es noch kein Ebay, geschweige denn das Neuland :lol: Da fuhr man Sonntags morgens zur Tanke und holte die Zweite Hand und suchte und suchte und suchte. Irgendwann habe ich einen für 50DM aus einem Schrotthaufen ausgebaut. Und nach einem halben Jahr ist mir dann einer mit 160 frontal rein geknallt. Da war er nicht mehr zu reparieren :roll: Und ich habe von der Versicherung nur die Hälfte des Wertes bekommen.


Für mich hat es immer eine Lösung gegeben. Ich hatte auch immer irgendwie ein Ersatzwagen da stehen. Daher denke ich, dass es schon möglich ist. Auch für mich. Ich bin ja quasi in der selben Situation. Nur das ich jetzt allerhöchstens den Teil finanzieren müsste, der mir fehlt um schnellstmöglich einen fahren zu können und nicht 4/5 des Preises.
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Flico » 12. Jun 2018, 09:07

Stackoverflow hat geschrieben:Du bist beim Bund, wo fette Panzer mit Dieseltreibstoff rumgeschubst werden, wo Helis und Flieger mit Kerosin rumknattern, wo so etwas wie (Umwelt-)Nachhaltigkeit keine Rolle spielt... wie passt es dazu ins Bild, dass du 150km Autostrecke umweltfreundlicher fahren willst?

Also das mit dem Fahrspaß verstehe ich - aber Ökologisches Bewusstsein und Bund - das nicht - ich glaube da hast du den "falschen" Arbeitgeber :)


Was hat den das eine mit dem anderen zu tun? Sollen wir uns jetzt im V-Fall nicht mehr verteidigen bis es Solarkampfjets und Batteriebetriebene Panzer gibt? Sehr merkwürdige Denke.
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von stevelectric » 12. Jun 2018, 09:13

Flico hat geschrieben:Was hat den das eine mit dem anderen zu tun? Sollen wir uns jetzt im V-Fall nicht mehr verteidigen bis es Solarkampfjets und Batteriebetriebene Panzer gibt? Sehr merkwürdige Denke.


:lol: ymmd!

Hübsches Psychogramm unserer Community das hier entstanden ist. Nun wäre es aber an der Zeit dass Verolox auch mal wieder was schreibt...
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Schlichti » 12. Jun 2018, 09:42

DI77I hat geschrieben:Also allein mit der Produktion der Batterie kann ich mit einem normalen Auto 6-8 Jahre quasi abgasfrei fahren.


Moin, gibt es dazu wieder aktuelle Untersuchungen? Ich hatte immer eine Zahl von von einem Co2 Equivalent von ungefähr 30.000 km im Kopf welches bei der Produktion eines E-Fahrzeuges mehr anfällt als bei der Produktion eines vergleichbaren Verbrenners. Dadurch ergäbe sich bei dem deutschen Durchschnittsfahrer (14.200 km/Jahr) eine "Co2-Amortisation" von knapp über 2 Jahren.
Wenn sich der von dir angegebene Zeitraum auf die "Schwedische Studie" bezieht, hilft diese Lektüre eventuell:

viewtopic.php?f=22&t=17039&start=60#p391459
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Stackoverflow » 12. Jun 2018, 10:01

Flico hat geschrieben:
Stackoverflow hat geschrieben:Du bist beim Bund, wo fette Panzer mit Dieseltreibstoff rumgeschubst werden, wo Helis und Flieger mit Kerosin rumknattern, wo so etwas wie (Umwelt-)Nachhaltigkeit keine Rolle spielt... wie passt es dazu ins Bild, dass du 150km Autostrecke umweltfreundlicher fahren willst?

Also das mit dem Fahrspaß verstehe ich - aber Ökologisches Bewusstsein und Bund - das nicht - ich glaube da hast du den "falschen" Arbeitgeber :)


Was hat den das eine mit dem anderen zu tun? Sollen wir uns jetzt im V-Fall nicht mehr verteidigen bis es Solarkampfjets und Batteriebetriebene Panzer gibt? Sehr merkwürdige Denke.


Hab den TE anders verstanden, aber den Ansatz mit den Solarjets und den Batterie-Panzern kann man sich nochmal überlegen, die sind dann auch nicht so laut beim Anrollen :lol:
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von joergen » 12. Jun 2018, 18:14

Snuups hat geschrieben:Im Moment wird gerade der Doppeladler eingebaut. (2200 CHF inklusive Einbau)
YMMD
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Verolox » 12. Jun 2018, 18:29

stevelectric hat geschrieben:Nun wäre es aber an der Zeit dass Verolox auch mal wieder was schreibt...

Sorry, die Arbeit ruft ;)

@wp-qwertz
Ja richtig, ich bin der ausm GEF; der, der den SuC und das Service Center, bei dem ich Samstag aufm Showcase Event war, direkt umme Ecke hat. Soll heißen von Heimat bis SuC 30km, von Arbeit zu SuC 10km, und Service Center auch nur 40km. Ja richtig, das mit der Bundeswehr habe ich lange verschwiegen, gibt sonst manchmal blöde Kommentare und Diskussionen, die vom eigentlichen Thema ablenken, aber habe das im letzten Beitrag dann doch offen gelegt.


Sebastian B. hat geschrieben:Keine Ahnung wie man für über 200.000 KM über 50T Flocken bezahlen kann. Gilt jetzt nicht nur für Dich, sondern viele andere auch. Autohaus Müller in München hat oft sehr gute (richtige gute) Tesla Angebote.

Ja richtig, bei Autohaus Müller habe ich viele Model S für unter 50.000€ gefunden. Sieht auch recht profesionell aus, alle anderen unter 50k waren eher aus den Niederlanden. Trotzdem haben die bei Müller alle um die 200.000km...


Stackoverflow hat geschrieben:Du bist beim Bund, wo fette Panzer mit Dieseltreibstoff rumgeschubst werden, wo Helis und Flieger mit Kerosin rumknattern, wo so etwas wie (Umwelt-)Nachhaltigkeit keine Rolle spielt... wie passt es dazu ins Bild, dass du 150km Autostrecke umweltfreundlicher fahren willst?

Also es ist nicht die Umweltfreundlichkeit, für die ich extra 50.000€ ausgeben möchte. Mir geht es nur darum, dass ich seit meiner fünftägigen Probefahrt mit einem E-Golf gar nichts anderes mehr fahren möchte, als Elektroautos. Als langwieriger Fan von Tesla ist das Model S einfach mein absolutes Traumauto. Und ich glaube bzw. hoffe, dass ich mit einem Elektroauto auf lange Sicht weniger Kosten bei 35.000km pro Jahr habe, als mit (m)einem Benziner.
Und zu der Frage, ob ich beim Bund bleibe: Ja, so ist es geplant. Ich werde wohl ab und zu mal versetzt werden, vor allem wegen Lehrgängen usw, dann ändert sich auch wieder die Fahrtstrecke. Und ins Ausland werd ich auch müssen, dann wird das Auto wohl mal stehen. Und wer weiß, vielleicht bin ich der erste, der mit einem der von @Flico beschriebenen Solarkampfjets fliege ;)



An den Rest:
Grundsätzlich sehe ich, in welche Richtung es geht. Wie gesagt, eigentlich habe ich ja das Geld auch nicht, daher bestätigt ihr auch nur meine Vermutungen. Das Model S könnte ich mir nur Leisten, wenn ich bis auf den Kauf und ein paar Stromkosten absolut keine Kosten zu erwarten hätte, was ihr hier ja leider revidiert habt. Grundsätzlich wäre es natürlich ratsam, noch ein zwei Jahre zu warten, und dann eventuell das Top Model(l) für dann weniger Geld neu zu kaufen, aber irgendwie juckt es mich schon echt in den Fingern. Also von daher würde ich dann wahrscheinlich eher dazu tendieren, mir einen leicht gebrauchten Hyundai Ioniq zu kaufen, kostet immerhin nur die Hälfte. Ein paar von euch haben ja auch ne Zoe und nen Ampera erwähnt, die gefallen mir aber irgendwie nicht.
Durch @smartgrid ist mir aber auch erst jetzt klar geworden, dass ich tatsächlich keine Steigerung mehr für meine Zukunft hätte, wenn ich jetzt schon ein Model S kaufen würde.

Schlussendlich möchte ich einfach mal erwähnen, dass meine größte Sorge das Thema ,,Regret" ist. Wer weiß, wenn ich mir jetzt ein Mittelklasse BEV (Ioniq) kaufe, werde ich dann überhaupt jemals nochmal dazu kommen, mir ein Model S zu kaufen? Gleiches kann passieren, wenn ich jetzt zwei Jahre warte :( Es kann in ein paar Jahren an so vielen Sachen scheitern: Kein Geld mehr wegen Haus/Familie, Elektroautos sind doch nicht durchgekommen, Autos an sich fahren nur noch komplett autonom, die Produktion vom Model S wird eingestellt, etc. Ich befürchte einfach, dass ich, egal welche Entscheidung ich treffe, sie früher oder später bereuen werde.
Anderseits habe ich den Ioniq noch gar nicht Probefahren können, wer weiß, vielleicht verliebe ich mich ja auch direkt so wie in den E-Golf, als ich den fahren durfte.

Grüße, Matthias
Angehender Jetpilot der deutschen Luftwaffe :twisted: 8-)
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Re: Stark gebrauchtes Model S, kann ich mir das leisten?

von Sebastian B. » 12. Jun 2018, 18:45

Verolox hat geschrieben:
Sebastian B. hat geschrieben:Keine Ahnung wie man für über 200.000 KM über 50T Flocken bezahlen kann. Gilt jetzt nicht nur für Dich, sondern viele andere auch. Autohaus Müller in München hat oft sehr gute (richtige gute) Tesla Angebote.

Ja richtig, bei Autohaus Müller habe ich viele Model S für unter 50.000€ gefunden. Sieht auch recht profesionell aus, alle anderen unter 50k waren eher aus den Niederlanden. Trotzdem haben die bei Müller alle um die 200.000km...


Aktuell ist dort ein 85er mit 81.000 KM für unter 60.000 Euro zu haben. Haste nicht nen lieben Onkel als Sponsor, der dieses Jahr noch nicht "seine gute Tat" getan hat?
Wir haben zuviele Experten. Was es wirklich braucht sind paar Leute mit Ahnung vom Thema.
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