Spannungsabfall beim Laden

Technische Fragen und Probleme...

Re: Spannungsabfall beim Laden

von UdoW » 30. Sep 2012, 10:57

Was auch immer sich er Elektriker bei der Ausführung gedacht hat, "Selektivität" war nicht seine stärkste Vokabel. Wenn ich "Adapter" von 63 A auf 32 A CEE höre / lese / sehe dann heben sich bei mir merklich die Augenbrauen an. Sobald zum ersten Mal - durch welchen Anwendungsfall auch immer - hinter einem solchen Adapter mal eine Stromstäke von 40...45 A ihr Unwesen treibt und etwas total in Rauch aufgeht, spätestens dann wird auch der betroffene Nutzer wissen warum es sinnvoll ist zum (kleinsten) Querschnitt die Sicherungen mit den richtigen! Nennstromwerten einzusetzen.
Hoffe wir das es lange dauert bis was wegschmilzt, ein gefundenes Fressen für die Presse / Medien wäre es allemal.
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Thorsten » 30. Sep 2012, 13:22

Ich habe ja verstanden, dass der Adapter, wenn er nicht mit 32 A abgesichert ist, eine potenzielle Gefahrenquelle darstellt. Ob er eine 32 A-Sicherung enthält, kläre ich kommende Woche.

In der von mir verwendeten Konstellation ist mir aber die Problematik nach wie vor nicht klar. Der UMC wird den Adapter nie mit mehr als 32 A belasten. Damit kann es nach meinem laienhaften Verständnis zu keiner Überlastung des Adapters kommen. Zu anderen Zwecken nutze ich den Adapter nicht, d.h. er verlässt nie meine Garage und wird immer nur mit dem UMC genutzt.

Gehe ich dann wirklich ein Risiko ein, wenn ich meine 50 A-Sicherungen im Sicherungskasten nicht gegen 32 A austausche oder nachträglich eine 32 A-Sicherung in den Adapter einbauen lasse (falls nicht bereits vorhanden)?

Und wo liegt genau der Unterschied zu dem im Beitrag Ladeadapter beschriebenen Adapter CEE 32 auf CEE 16? Auch hier muss beim Laden die maximale Belastung auf 16 A geregelt werden. Das macht in meinem Fall der UMC automatisch.

Grüße
Thorsten
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Bernd » 30. Sep 2012, 13:45

Theoretisch kann wenn immer nur der Tesla geladen wird und der Tesla keine Fehlfunktion hat nichts passieren.

ABER es ist verboten und passieren kann etwas wenn jemand, der von dieser Einschränkung nichts weiss, mehrere Geräte an der 32A Steckdose anschliesst oder einmal der Tesla aufgrund eines Defekt mehr Strom zieht.

Der Unterschied zum 16A auf 32A Adapter ist, dass die 16A auf 32A "erweitert" werden, aber die Vorsicherung bei 16A bleibt.

Deswegen kann dort nichts passieren.

Darf ich dir empfehlen, dass du deinen Elektriker mal diesen Tread zeigst?

Dann sollte er peinlich berührt genug sein und die Konstruktion bei dir auf ein zulässiges und praktisch Maß - mit fest verauter 32A CEE Steckdose, damit du auch einfacher den Stecker anschliessen und abziehen kannst, ändern.
 
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Talkredius » 30. Sep 2012, 14:51

Vorab zu Deiner Beruhigung : Du hast den Auftrag ja offiziell an einen Elektriker vergeben, also einer Fachfirma, der Du als Laie vertrauen darfst, machen die einen Fehler, haften die auch, Du bist aus der Haftung raus. Dies ist z.B. wichtig bei einem Brand verursacht durch einen technischen Defekt in der Elektrik. Ein Grund warum ich z.B. bestimmte Dinge nicht selber mache sondern auch an eine Fachfirma vergebe und auch eine Rechnung will.

Und noch ein paar wichtige formale Dinge :

Ich höre immer wieder , das ist doch alles nicht zu schlimm, technisch kein Problem. (Ich mache manchmal auch Dinge, die in keiner Norm so drin stehen, aber dann weiß ich was ich tue und begrenze das Risiko)
Man kann technisch machen was man will, solange kein Schaden entsteht interessiert sich niemand ( in Deutschland) dafür.
Aber wehe es kommt zu einem Schaden (z.B. Brand durch technischen Defekt):
dann gibt es mindestens eine Versicherung, die nicht zahlen will und dafür einen Schuldigen sucht, dem Sie den Schaden ans Bein binden will, bei größeren Schäden oder Personenschäden kommt dann noch ein Staatsanwalt mit ins Boot, der auch einen Schuldigen sucht.
Bei dieser Suche werden zuerst die Formallien abgeklopft, hat jemand etwas nicht normgerecht gemacht (unabhängig davon, ob das technisch überhaupt eine Rolle spielt) ist er dran und trägt jetzt selber die Beweislast, dass sein nicht normgerechtes Handeln nicht zu dem Schaden geführt hat. => Gutachter => sehr teurer Prozess mit ungewissen Ausgang, Richter sind keine technischen Fachleute aber Richter fällen Urteile.
Hast Du aber normgerecht gearbeitet, dann bist Du aus dem Schneider, selbst dann, wenn die Norm selbst falsch war und u.U. Ursache für den Schaden war (!!).

Ein Beispiele wie schnell das gehen kann :
Bis in die 80'ziger war es zulässig und üblich, bei Kabeln die abisolierten Enden mit Lötzinn zu benetzen oder in Lötzinn einzutauchen und über einfache Schraubklemmen zu befestigen.
Diese Art der Verbindung hat in einigen Fällen zu Brandschäden geführt, was zu einer Änderung in der Norm führte. Diese Art der Verbindung ist heute per Norm untersagt, es ist vorgeschrieben entweder spezielle Schraubklemmen mit Drahtschutz oder Aderendhülsen zu verwenden oder andere Verbindungselemente zu verwenden.
Wenn Du also 1980 einen Adapter gebaut hättest, könnte Dir heute keiner ans Leder, wenn Du z.B. keine Klemmen mit Drahtschutz verwendet hast, heutzutage könnte das ein Grund sein, dass die Versicherung sich weigert einen entsprechenden Schaden zu bezahlen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Litze_%28Elektrotechnik%29 (unteres Drittel)




Thorsten hat geschrieben:Ich habe ja verstanden, dass der Adapter, wenn er nicht mit 32 A abgesichert ist, eine potenzielle Gefahrenquelle darstellt. Ob er eine 32 A-Sicherung enthält, kläre ich kommende Woche.
Gehe ich dann wirklich ein Risiko ein, wenn ich meine 50 A-Sicherungen im Sicherungskasten nicht gegen 32 A austausche oder nachträglich eine 32 A-Sicherung in den Adapter einbauen lasse (falls nicht bereits vorhanden)?


Du selber nicht aber Dein Elektriker. Sicherungen dienen als Leitungsschutz (nicht als Geräteschutz!!). Es kann z.B. (theoretisch) zu einem Schaden im UMC oder in Deinem Adapter kommen, der dauerhaft einen Strom von 50 A fließen lässt, mindestens aber die CEE Dose ist nur für 32 A auslegt => (theoretisch) Brandgefahr im Fehlerfalle. Ist alles mit 32 A abgesichert fliegt die Sicherung und schützt so die Leitung und damit Haus/Garage vor einem Brand.
Thorsten hat geschrieben:Und wo liegt genau der Unterschied zu dem im Beitrag Ladeadapter beschriebenen Adapter CEE 32 auf CEE 16? Auch hier muss beim Laden die maximale Belastung auf 16 A geregelt werden. Das macht in meinem Fall der UMC automatisch.


Genau hinschauen, ich habe 2 Adapter erwähnt :

a) von 16 A (Stecker) auf 32 A (Dose), wird in eine 16 A Dose eingesteckt : braucht keine zusätzliche Sicherung, stelle ich versehentlich > 16 A am Roadster ein fliegt die 16 A Sicherung in der Hausinstallation und alles ist gut, nichts passiert

b) von 32 A (Stecker) auf 16 A (Dose), wird in eine 32 A Dose eingesteckt, hier ist und muss eine 16 A Sicherung im Adapter integriert sein, sonst besteht Brandgefahr für das Equipment, was nur für 16 A ausgelegt ist, und dies nicht nur im Fehlerfalle sondern auch im Normalfalle, wenn 32 A gezogen werden. (diesen Adapter brauchen wir aber für den Roadster nicht, ist für andere EVs gedacht, die sich an eine 32 A Dose hängen wollen)

Allgemein : Du kannst immer Equipment einsetzen, das mehr Strom kann als Deine Zuleitungssicherung, niemals umgekehrt. Wenn es doch erforderlich ist musst Du eine geeignete Zwischensicherung setzen.
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Thorsten » 5. Okt 2012, 16:26

Vielen Dank für Eure Hinweise.

Ich habe heute meine 50 A-Sicherungen gegen 35 A getauscht (32 A gibt es wohl standardmäßig nicht als Schmelzsicherung). Damit sollte auch im unwahrscheinlichen Fall eines Defekts des UMC kein Strom größer 35 A durch den Adapter gehen.

Grüße
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Bernd » 5. Okt 2012, 18:33

Warum hast du keine normalen LS-Schalter genommen, die sind doch viel praktischer.
 
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Thorsten » 6. Okt 2012, 08:37

Der Elektriker hat 50 A Schmelzsicherungen und einen FI-Schalter verbaut. Das wollte ich nicht komplett umbauen. Daher habe ich nach Rücksprache mit dem Elektriker die Sicherungen gegen 35 A getauscht.

Wenn zukünftig an das Kabel ein anderes Ladegerät mit höherer Leistung angeschlossen wird (bspw. für ein Model S/X), werde ich die Installation nochmal komplett prüfen lassen. Bis dahin sollte ich aber mit meiner jetzigen Konstellation auf der sicheren Seite sein, oder?

Grüße
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Mischa » 6. Okt 2012, 09:12

hmm ich darf unsere Fotos von der spanien frankreich tour hier wohl besser nicht posten. ;-)

ich habe in unserem Neubau fast Thorstens installation beauftragt.
im Keller 3x63A abgesichert, in der garage eine CEE63A, mit dem 63A Stecker gehe ich in einen kleinen Henselkasten, in dem 3x32A Sicherungen sind. von dort aus mit einem dünneren Kabel auf eine 32A Dose.

Vorteil ist, wenn Rafael mit seinem mobilen HPC vorbeikommt, kann er sich an der 63A CEE hängen.
lg
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von martin » 7. Okt 2012, 10:54

... vorbildlich!
Aber was anderes: mobile HPC - hast Du dazu nähere Infos? Interessiert mich sehr.
EG
Martin
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Re: Spannungsabfall beim Laden

von Mischa » 7. Okt 2012, 11:04

martin hat geschrieben:... vorbildlich!
Aber was anderes: mobile HPC - hast Du dazu nähere Infos? Interessiert mich sehr.
EG
Martin

klingt leider spannender als es ist. Rafael hat an einem normalen HPC den Roadsterstecker-Halter abgeschraubt und ihn auf dem Beifahrersitz mitgenommen.
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