Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

Elektroautos anderer Marken und Konzeptfahrzeuge...

Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von CG1997 » 9. Mai 2019, 12:03

shunty hat geschrieben:
Die Zeit der begeisterten Early adopter,der Tesla-Fanboys (ich bin in Grenzen ja auch einer), der Öko-Vorreiter und Weltverbesserer, der wohlhabenden IT´ler oder der Geschäftsführer mittlerer Firmen als Käufer ist vorbei, Auch die Zeit der Käufer, die sich wiederum die Zeit nehmen können, mit einem Auto endlos YouTube Videos zu drehen, wird sich dem Ende zu neigen.

Jetzt kommt Otto Normalverbraucher.


Wieso, sind die alle gestorben? Warum gehst du davon aus, dass diese Leute, die über genügend Kaufpotential verfügen, sich nur einmal im Leben ein Auto leisten? In der Realität sind es doch genau diese, die sich mindestens alle 3 Jahre ein neues Fahrzeug zulegen. Solange man mit dem Tesla im Grossen und Ganzen zufreiden ist, oder solange es eben keine richtige Alternative zum X/S gibt, warum sollte man dann nicht wieder Tesla kaufen?

Das Problem sehe ich eher nicht bei dieser Käuferschicht, sondern bei einer darunter. Für viele MS/X Käufer war der Tesla bei weitem das teuerste Auto, dass sie sich jemals zugelegt haben. Teslas, für weit über 100t€, wurden von vielen aus Alternativlosigkeit gekauft. Diese haben nun die Möglichkeit zum deutlich günstigeren M3 und später zum MY zu greifen. Tesla hat sich deswegen mMn die eigene Konkurrenz geschaffen.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von cer » 9. Mai 2019, 12:06

stelen, der rhetorische Aufwand, den du betreibst, um den e-tron als »Wettbewerber« zum Model X zu positionieren ist schon beachtlich. Da wird auf- und ab-gewertet wie’s gerade passt, bis ein dir genehmes Referenzsystem entsteht, in dem der Audi einen Vergleich mit dem Model X bestehen kann. Dieses Refernzsystem nennst du dann »Kerntugenden«.
Mir hat es genügt, einen e-tron auf dem Hockenheimring fahren zu sehen (und mich zu erinnern, wie des Model X da aussieht – mit dem alten Fahrwerk, wohlgemerkt), um über das Thema »Kerntungenden« meine eigenen Gedanken zu haben. »Fahren« ist nämlich die Kerntugend schlechthin.

Aber, nochmal: Warum lassen wir die Vergleicherei von zwei konzeptionell vollkommen verschiedenen Autos nicht sein? Warum wird von den Audi-Fanboys (na, wie fühlt sich das an?) immer wieder das Model X auf den Plan gerufen, obwohl man genau so gut jeden anderen Tesla (bis auf den Roadster) ins Rennen schicken könnte?
Wenn ihr von der Gesamtqualität des e-tron so überzeugt seid, warum dann immer wieder vergleichen?

Meine Antwort ist: Weil er dadurch um ein bis eineinhalb Klassen aufgewertet erscheint womit verborgen werden soll, dass dieses Gesamtpaket einfach viel zu teuer ist. Der e-tron spielt vielleicht in der Liga des Model Y, was Größe, Funktionalität, und Leistungen betrifft.
Audi versucht, mit Stylingmaßnahmen und Gimmicks eine Aufwertung zu bewerkstelligen, offenbar ohne die entsprechende Bau- und Materialqualität zu liefern. Und ihr hängt euch an diese Marketingsicht dran.

Mir ist das völlig einsichtig. Im Grunde ist es das, was Tesla auch gemacht hat: Ein Fahrzeug in der Oberklasse positionieren (um die hohen Kosten für die Akkus zu kompensieren), das eigentlich nicht den Anforderungen dieser Klasse genügt – und dieses Defizit mit schönem Design und optimierter Wellness auszugleichen. Das Ergebnis kann in sich überzeugend wirken. Aber es ist unnötig und falsch, es ständig durch schräge Vergleiche zu entwerten. Und der Vergleich e-tron vs. Model X, der mit dem Ziel begonnen wird, den e-tron wertvoller erscheinen zu lassen als er ist, könnte halt auch nach hinten losgehen, wenn man ihn aus der Perspektive des überzeugten Model X -Nutzers betrachten würde.

Edit:
stelen hat geschrieben:Von mir aus kann man auch postulieren, das der E-Tron sich später mit dem Y messen müsse, aber auch der bleibt ein Tesla und schwächelt somit in Disziplinen, die anderen potentiellen Käufern halt wichtig sind.

Sag ich ja. Nur dass du vergisst (?), dass Tesla sich bis dahin weiter entwickelt. Der vielgescholtene Regensensor scheint bei den neuesten Softwarereleases schon besser zu sein als jeder konventionelle. Und das findet auf vielen Ebenen statt (irgendwann sicher auch bei der deutschen Sprachsteuerung). Wenn man das nicht begreift, begreift man Tesla nicht.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von prodatron » 9. Mai 2019, 12:28

shunty hat geschrieben:6 Milliarden € in 3 Jahren, neues Entwicklungszentrum in München, inzwischen fast 500 Ingenieure und Experten nur mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigt, Suchen derzeit dauernd neue Kräfte und wollen das bis auf 1000 Entwickler aufstocken [...] Wenn ein schwerreicher Konzern das nicht auf den Markt bringen kann, dann kann es ein armer Konzern mit Sicherheit auch nicht.

Der eine hat ganz viel Geld und tonnenweise Programmierer, der andere hat das wohl eher entscheidende: Die Daten.
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von stelen » 9. Mai 2019, 12:33

cer hat geschrieben:stelen, der rhetorische Aufwand, den du betreibst, um den e-tron als »Wettbewerber« zum Model X zu positionieren ist schon beachtlich. Da wird auf- und ab-gewertet wie’s gerade passt, bis ein dir genehmes Referenzsystem entsteht, in dem der Audi einen Vergleich mit dem Model X bestehen kann. Dieses Refernzsystem nennst du dann »Kerntugenden«.



Auch wenn es nicht in Dein Weltbild paßt wird das auch durch ständige Wiederholungen nicht richtiger.

Bei meinem VOLVO steht im November das Leasing-Ende an und wenn ich dann auf ein reines BEV umsteigen möchte bleiben für mich Model X und E-Tron zur Auswahl. Ich rede / schreibe hier nicht über irgendwelche thoeretischen "Klassenvergleiche" sondern schlicht über meine ganz persönlichen Überlegungen zu meinem nächsten (Dienst-) Auto. Bei dem ist es mir wurscht, ob irgendwelche Dritte etwas von unterschiedlichen "Klassen fabulieren. Erinnert mich an meinen "Abstieg" damals von Mercedes zu VOLVO, da gabe es Leute, die das wirklich so sahen.

Das sind für mich allerdings beides primär erstmal nur Autos. Sie müssen mich möglichst bequem und sicher über etwa 65.ooo km im Jahr durch die Republik bringen. Ich muß bei denen keine "Klassen" verklären, bei denen es vordergründig nur um die Übergröße geht. Dann könnte man auch postulieren, das ein Sprinter in einer viel höheren Liga als ein Model X spielt. So wie Du Dich hier darstellst scheinst Du ein durchaus gebildeter und weltoffener Mensch zu sein, umso mehr verwundert mich dieses kleingeistige Klassendünkel. Wir (ich zumindest) reden hier über Gebrauchsgegenstände, aus der Phase, das ich glaubt mich über ein Auto definieren zu müssen bin ich lange raus.

Ich zieh in meine Überlegungen allerdings auch nur die Ist-Situation ein. Das das Model X u. U. in ein paar Jahren autonom fahren kann ist für mich stand heute nicht kaufentscheidend, genauso wie das derzeit noch -für mich- unbrauchbare Ionity-Netz ebenfalls Stand heute der Show-Stopper beim Audi ist.

Wenn es sowas gäbe würde ich liebend gern einen Skoda Kodiaq oder Landrover Evoque als PHEV bestellen, 2-3 Klassen unter meinem aktuellen VOLVO, na und? Ich schaue derzeit auch 1x die Woche auf der DS-Seite, ob es irgendwann mal die Info gibt was für eine Anhängelast der DS7 E-Tense (PHEV von PSA) bekommen soll. Das Auto gefällt mir richtig gut, auch wenn es nur ein umgelableter Zitrön ist.

Was ich aber freiweg gestehe: Ich will nicht die Welt retten, sondern ich bin durch meinen PHEV "elektrisch angefixt". Ich möchte einfach -wenn möglich- ein E-Auto. Genauso wie ich Anti-Tesla Kampangen K.cke finde finde ich das ewige Audi-Bashing genauso daneben.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von cer » 9. Mai 2019, 12:45

Nimm nicht den Tesla. Es liegt klar auf der Hand, dass du damit nicht froh werden würdest.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von jonn68 » 9. Mai 2019, 12:57

cer hat geschrieben:Nimm nicht den Tesla. Es liegt klar auf der Hand, dass du damit nicht froh werden würdest.

Gewagte Aussage, er ist sich ja noch nicht sicher, was er machen soll. Das Problem ist, die Alternativen sind für einer Vielfahrer zu einem Tesla sehr gering. Und wenn man eine AHK mit guter Anhängelast will, gibt es nur MX und E-tron.

Prinzipiell sind beide Autos, das MX und der E-tron, die ersten ihrer Gattung im elektrischen Bereich, beide haben ihre Limitierungen, deshalb muß man hoffen, daß es bald mehr Auswahl gibt.

Also für mich wäre E-tron und MX die Wahl zwischen Cholera und Pest, ich finde als BEV sind das MS oder M3 deutlich bessere Alternativen, da deutlich effizienter unterwegs, schönere Autos und für die wenigen AHK Fahrten kann man sich bei Sixt und Konsorten was passendes mieten.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von cer » 9. Mai 2019, 13:00

Ich bin grundsätzlich der Meinung: Ein Tesla sollte ein No-Brainer sein, oder er ist nix.
Die Kompromisse / Abweichungen vom Standard sind noch zu groß, wenn man die »bewährten« Maßstäbe anlegt.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von stelen » 9. Mai 2019, 13:06

Ich bin da zugegeben ein Sonderfall, ich bin praktisch nur mit umgelegter Rückbank und beladen bis unter die Dachpfannen unterwegs. Übrigens auch wieder so ein Punkt, wo das Forum völlig falsche Erwartungen bei mir geweckt hat. Das MS ist für mich durch die Riesenstufe bei umgelegter Rückbank nahezu unbrauchbar. Nach den Jubelarien hier hätte ich einen komplett ebenen Laderaum erwartet. Da ich meist große Kartons im Auto habe ist die "Kastenwagenform" des VOLVO da schon nahezu perfekt.

Anhänger ist bei mir leider min alle 14-Tage -oft sogar wöchentlich- am Haken, da ist ein Mietwagen keine Alternative. Allerdings meist nur im Kurzstreckenbetrieb, das wäre selbst mit der Audi-Saufziege kein Problem, eher schon das ich bei dem die Anhängelast "kreativ auslegen" müßte.
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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von RobT » 9. Mai 2019, 13:22

Ich hatte heute die Gelegenheit, mir einen Audi E-Tron anzusehen, dabei sind mir einige Dinge aufgefallen:

Positiv:
Beinfreiheit auf den Rücksitzen

Negativ:
beengtes Raumgefühl für Fahrer- und Beifahrer
zerklüftetes Armaturenbrett, viele Schalter
zentrales Display teilweise von Lenkrad verdeckt
billiges, genarbtes, hartes Plastik für die meisten Verkleidungen im Innenraum
sehr hohe Ladekante
harte Sitze

Neutral:
sieht aus wie die anderen Audis aus der Q-Serie

Habe dann auf eine Probefahrt verzichtet, da ich in den 30 Minuten, die ich bei Audi München war und im E-Tron herumgeturnt bin, von keinem der gelangweilt herumsitzenden Verkäufer angesprochen wurde.

Kaufen würde ich mir das Ding ohnehin nicht, weil ich aus Prinzip keine Geschäfte mit Betrügern mache.

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Re: Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

von Chris King » 9. Mai 2019, 13:30

T-Fan hat geschrieben:Man mag einmal mehr die Quelle in den Schmutz ziehen, die einem nicht passt, während man auf der anderen Seite 1:1 die Werbung der Konzernmutter VW hier postet und als Wahrheit hinstellen möchte.

Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Welt Artikel viele Menschen erreicht und keine Grundlage gefunden hätte, wenn nicht dort unangenehme Wahrheiten geschrieben stehen würden.

Genauso wie Tesla wird sich auch Audi unangenehmen Tatsachen stellen müssen. Den Impact auf die Wahrnehmung der e-tron im Hinblick auf die Elektromobilität hat CER sehr gut beschrieben.
Da muss man keine VT bemühen.

Für mich ist das auch hinreichend beantwortet und ich fand die Diskussion zu dem Unterthema spannend.

Audi hat noch ganze andere Probleme. In Norwegen werden Kunden auf 6 Monate Verzögerung hingewiesen und ein Blogger berichtet, dass er 8% Strafzahlung leisten sollte, wenn er stornieren will, weil ihm das zu lange dauert.



Auch eine deiner Taktiken...immer deinen Stiefel weiter durchziehen und Fragen nicht beantworten...



- Quelle, dass der Audi absichtlich schlecht gebaut wurde?

- wo habe ich die Welt kritisiert?
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- Model X 100D AP2 seit 02/18
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