Kritik am Audi Q7 e-tron

Elektroautos anderer Marken und Konzeptfahrzeuge...

Re: Q7 e-tron

von OS Electric Drive » 27. Jan 2017, 10:47

Niemand hat jemand dafür angegriffen dass er einen Audi fährt. Neben dem Q7 gibt es noch eine große Palette aus diesem Hause. Aber auch der Q7 ist ein Auto das man fahren kann, nur wer dann hier im Forum groß posaunt dass er damit 180-200 fährt, dann muss er auch mit Kritik leben können! Denn es gibt nun mal eine Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen und wenn mein Mitarbeiter so schnell fahren würde und ich wüsste das gäbe es definitiv Probleme!

Von daher ist die Forderung nach einem maximalen Ausstoß völlig okay. Er muss dann halt mit Akku so schnell fahren ist doch kein Problem aber alles über 7l gehört verboten!
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Re: Q7 e-tron

von Chris King » 27. Jan 2017, 10:53

OS Electric Drive hat geschrieben:Niemand hat jemand dafür angegriffen dass er einen Audi fährt. Neben dem Q7 gibt es noch eine große Palette aus diesem Hause. Aber auch der Q7 ist ein Auto das man fahren kann, nur wer dann hier im Forum groß posaunt dass er damit 180-200 fährt, dann muss er auch mit Kritik leben können! Denn es gibt nun mal eine Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen und wenn mein Mitarbeiter so schnell fahren würde und ich wüsste das gäbe es definitiv Probleme!

Von daher ist die Forderung nach einem maximalen Ausstoß völlig okay. Er muss dann halt mit Akku so schnell fahren ist doch kein Problem aber alles über 7l gehört verboten!


Du darfst mich ruhig angreifen. Hab schon schlimmeres erlebt in meinem Leben. [emoji6]

Ich posaune übrigens nicht sondern erkläre die entstandenen Verbrauchswerte.

Und einem Mitarbeiter vorschreiben, dass er maximal 130 km/h fahren darf ist ja auch sehr lustig. Welche Probleme meinst du denn, die er dann bekommen würde? Willst du ihm fristlos kündigen?
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Re: Q7 e-tron

von Chris King » 27. Jan 2017, 10:55

Mathie hat geschrieben:
Piccman hat geschrieben:Der Q7 etron kostet ab 80500€ - warum man, wenn man so viel Kohle heutzutage in ein Auto investiert, dann keinen
Tesla kauft, begreife ich einfach nicht.


Es soll Leute geben, die privat Tesla fahren und als Geschäftswagen Audi fahren müssen sein. Und manche dieser Leute sind so nett und schildern Ihre Erfahrungen mit dem Q7etron im Vergleich zum Tesla und zum zuvor gefahrenen Q7 hier im Forum und werden dafür - nicht nur von Dir - angegriffen. Oder war das oben zitierte nicht als Angriff gemeint, sondern ein ehrliches Eingeständnis Deiner unzureichenden Vorstellungskraft?

Ich war mal jung und naiv und hoffte, dass Internet würde durch die Möglichkeit des offenen Austauschs Menschen toleranter machen, Naja, das glaubte ich halt, als ich jung und naiv war. Da bin ich im wahrsten sinne des Wortes enttäuscht worden.

Gruß Mathie


+1

Mathie hat die hervorragende Eigenschaft Threads komplett zu lesen und kennt deswegen die ganze Geschichte. [emoji16]
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Re: Q7 e-tron

von Eberhard » 27. Jan 2017, 10:57

Wir leben in einem freiheitlichen Land und müssen auch den anderen Ihre Freiheiten zugestehen.
Die Freiheiten haben da Ihre Grenzen, wo die Schutzbedürtigkeit der anderen Menschen beginnt, z.B. bei deren Gesundheit.
Daher wäre z.B. die Einführung eines Tempolimits gesellschaftspolitisch geboten, die Beschränkung, das sich jemand keine Auto mit einem Verbrauch > 7l/100k fahren darf, aber unakzeptabel. Man weiß ja nicht, warum jemand ein solches Auto braucht.
Ein sauberes Benzinauto mit 10l/100km Verbrauch ist besser zu akzeptieren als ein Diesel mit 5l/100km, dessen Abgasreinigung bei < 10° in der Stadt einfach abgeschaltet wird und damit unendlich mehr gesundheitsschädliche Schadstoffe ausstößt als 10 Benziner zusammen.
Auch dem Diesel die doppelte Schadstoffmenge als einem Benziner zuzugestehen kann man einfach nicht so hinzunehmen.
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Re: Q7 e-tron

von OS Electric Drive » 27. Jan 2017, 11:05

@EBA

es geht darum dass das AUTO nicht mehr ausstoßen DARF! Es ist Aufgabe der Hersteller sich darum zu kümmern dass die Autos das im ECHTEN LEBEN erfüllen und wenn jemand schneller fahren will, dann soll er eben mit AKKU fahren.

Wie Du richtig schreibst endet die Freiheit genau da wo die eines anderen eingeschränkt wird.
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Re: Audi Q7 etron

von Helmut Wiese » 27. Jan 2017, 11:14

egn hat geschrieben:
Nein, das beharren darauf dass alle Leute doch gefälligst die völlig überteuerten und unbrauchbaren BEV Krücken, die sich derzeit auf dem Markt befinden kaufen sollen, verschiebt den Umstieg weiter nach hinten.
Wer will schon mit den aktuell verfügbaren BEVs Krücken fahren?

Weder Tesla Model 3, Opel Ampera-e, noch Zoe R400 sind wirkliche Alternativen für einen Großteil der Bevölkerung. Dieses Diktat das ihr ausüben wollt funktioniert nicht. Das ist Zuteilung von Mobilität nach Gutdünken. Das lassen sich die Leute nicht gefallen, da könnt ihr so viel schreien wie ihr wollt.

Mir kommt das so langsam wie eine reine weltanschauliche Diskussion von - ich sage es jetzt mal sehr überspitzt - besser-verdienenden Umweltaktivisten vor, die meinen dass sie das Maß aller Dinge sind, und glauben die Welt retten zu müssen. :roll:

Dazu wollen ihr jedem diktieren was er zu tun und zu lassen hat. Ihr könnt euch mit eurem Tesla und der dazu vorhandenen Infrastruktur zu Hause selbst beweihräuchern, während die anderen sich mit den überteuerten Krücken herum schlagen und ihre Mobilität einschränken sollen. Ihr seit irgendwie total abgehoben und weit von der Realität der Großteil der Bevölkerung entfernt. :evil:

Leute muss man von etwas überzeugen und nicht mit überzogener und aggressiver Agitation zu etwas zwingen zu versuchen. Nicht jeder muss eure Weltanschauung teilen und jeder setzt andere Prioritäten. Wowereit.


Das ist eine gesunde Einstellung dazu.

Zum Einwand von OS electric. Hier fehlen einem die Worte, so geht es mir jedes Mal wenn ich Agitatoren der Verbotspartei Bündnis90/Die Grünen höre. Unfassbar arrogant und abgehoben ist das.
 
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Re: Audi Q7 etron

von Leto » 27. Jan 2017, 11:27

egn hat geschrieben:
tornado7 hat geschrieben:
egn hat geschrieben:Der erste Schritt ist ein PHEV und im nächsten Schritt ist es dann vielleicht auch ein BEV.

Damit verschiebt sich die Lösung des Problems aber weitere 15-20 Jahre in die Zukunft und das wäre sehr schade.


Nein, das beharren darauf dass alle Leute doch gefälligst die völlig überteuerten und unbrauchbaren BEV Krücken, die sich derzeit auf dem Markt befinden kaufen sollen, verschiebt den Umstieg weiter nach hinten.
Wer will schon mit den aktuell verfügbaren BEVs Krücken fahren?

Weder Tesla Model 3, Opel Ampera-e, noch Zoe R400 sind wirkliche Alternativen für einen Großteil der Bevölkerung. Dieses Diktat das ihr ausüben wollt funktioniert nicht. Das ist Zuteilung von Mobilität nach Gutdünken. Das lassen sich die Leute nicht gefallen, da könnt ihr so viel schreien wie ihr wollt.

Mir kommt das so langsam wie eine reine weltanschauliche Diskussion von - ich sage es jetzt mal sehr überspitzt - besser-verdienenden Umweltaktivisten vor, die meinen dass sie das Maß aller Dinge sind, und glauben die Welt retten zu müssen. :roll:

Dazu wollen ihr jedem diktieren was er zu tun und zu lassen hat. Ihr könnt euch mit eurem Tesla und der dazu vorhandenen Infrastruktur zu Hause selbst beweihräuchern, während die anderen sich mit den überteuerten Krücken herum schlagen und ihre Mobilität einschränken sollen. Ihr seit irgendwie total abgehoben und weit von der Realität der Großteil der Bevölkerung entfernt. :evil:

Leute muss man von etwas überzeugen und nicht mit überzogener und aggressiver Agitation zu etwas zwingen zu versuchen. Nicht jeder muss eure Weltanschauung teilen und jeder setzt andere Prioritäten. Wowereit.


Du hast nicht Unrecht. Es gibt aktuell sehr viele denen ein BEV nicht zumutbar ist. Es reicht keinen Stellplatz mit Ladenschluss am Abend zu haben und ein BEV wird außer für echte Glaubenstäter inakzeptabel.

Aber das muss eben geändert werden. Wenn jeder einen Ladeplatz hätte für Home Charging, sonst nichts, würden 90% der Bevölkerung mit 200km EVs locker auskommen. Für die Fahrt in den Urlaub gibt's Bahnen oder man mietet ein ICE Auto denn niemand muss wegen 2x1000km im Jahr 365 Tage im Jahr Verbrenner fahren.

Produkte kommen gerade, dank Tesla wird aufgewacht. Jetzt muss die Infrastruktur folgen. Und damit meine ich jetzt nicht für die Langstrecke sondern den Alltag.
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Re: Audi Q7 etron

von tornado7 » 27. Jan 2017, 11:32

Helmut Wiese hat geschrieben:Das ist eine gesunde Einstellung dazu.

Das sagst du. Ich halte sie für genauso arrogant wie die naive Vorstellung, jeder könne sich einen Tesla als Neuwagen leisten. Ich habe mit meinem Ausblick in die Zukunft nicht den heutigen Tag abdecken wollen, sondern sagen wir mal, den Januar 2018. Model 3, Ampera-e und R400 decken das Mobilitätsbedürfnis in ausreichendem Masse.

Mir fällt aber auf, dass die persönliche Mobilität im Status Quo im Bezug auf Distanz, Frequenz und Geschwindigkeit offenbar als Menschenrecht angesehen wird. Hier sticht der Deutsche klar heraus, wohl wegen der offenen Autobahnen. Sorry, aber das ist unterste Schublade. Solange jeder alleine im Fahrzeug über die Autobahn brettert, ist das in ganz vielen Fällen einfach nur Luxus. Etablierter, als Standard angesehener, aber deshalb nicht minder dekadenter Luxus. Mit der Fliegerei verhält sich das genauso. Für 300 EUR nach Gran Canaria und wieder zurück statt Urlaub an der Ostsee. Und alle schreien auf wenn ihnen diese Freiheit genommen wird. Geht's noch? Schonmal über die Auswirkungen nachgedacht? (gerne spicke ich meinen Beitrag ebenfalls mit :evil: )

Versteht mich nicht falsch, ich bin auch der Überzeugung dass man daran (leider) nicht viel ändern kann. Der Mensch ist zu ganz grossen Teilen sehr egoistisch veranlagt. Aber anprangern darf man's trotzdem. Und zum Kotzen finden auch. Ein Lösungsansatz sollte sich trotzdem an egn's Gedanken orientieren, nämlich der schrittweisen Heranführung.


Saubere Atemluft ist aber tatsächlich ein Menschenrecht, nämlich weil ihr Fehlen zum Tod führen kann. Seid deshalb nicht erstaunt, wenn die Gerichte plötzlich unsere Mobilitätsgewohnheiten einschränken werden (z.B. Diesel-Fahrverbot in Stuttgart).
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

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Q7 e-tron

von JeanSho » 27. Jan 2017, 11:40

Seit einiger Zeit werbe ich dafür, dass die Zweitwagen oder weitere in Haushalten elektrisch sein sollen. Das würde hier in der Gegend, wo man im eigenen Häuschen und eigenem Stellplatz wohnt, locker gehen. Die, die das gemacht haben, sind die absolute Ausnahme und werden als Exoten belächelt. Wir haben hier eigentlich null Vorbildwirkung. Das gesellschaftliche, journalistische Meinungsbild spricht voll gegen uns. Und was heißt hier, Leute zu überzeugen? Die lassen gnadenlos ihre Motoren bei Kälte warm laufen und sind nicht mal davon abzubringen. Ungefähr ein Drittel. Die sind soweit zurück, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Ich habe es aufgegeben. Genieße meinen Tesla und die anderen E-Fahrzeuge und warte einfach ab. Meine Freizeitaufgaben für die Stadt und die Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg gebe ich nur noch an Menschen, die Interesse haben. Bei anderen reibe ich nicht nicht mehr auf. Wir gehen im Dreck unter, bevor wir als Menschheit das lernen. Das ist leider meine traurige Überzeugung.

Ich habe hier versucht mit Klimanauten Grüppchen zu bilden, die nachhaltig und regional denken und handelt. Im Sinne von Umweltschutz. Fehlanzeige.

Wir haben in Trebbin einen Energietag im November 2016 veranstaltet zum dritten Mal. Dieses Mal durfte ich mit gestalten. Unter Fachleuten viel beachtet. Das Publikum hat praktisch kein Interesse.

Also wo soll man da Hoffnung schöpfen?
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Re: Q7 e-tron

von Helmut Wiese » 27. Jan 2017, 11:42

Hier prallen weltanschauliche Ansichten aufeinander und wir werden keine Einigkeit erzielen.
 
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