John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

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John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Volker.Berlin » 6. Dez 2016, 11:30

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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von reniswiss » 6. Dez 2016, 11:43

Der Schritt vom Diesel zum E-Trecker wird für die Bauern wie der Umstieg vom Pferd auf den Diesel. Eine neue Ära der Landwirtschaft beginnt damit.
Zusammen mit den teilweise gigantischen PV-Anlagen auf den Scheunendächern ist der E-Trecker ideal.
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Naheris » 6. Dez 2016, 12:06

Ja, wenn die Trecker tagsüber laden können. Aber da sollen sie wohl eher fahren. Also stehen sie dann Nachts an der Ladedose. Also braucht der Bauer noch einmal 130 kWh Speicherkapazität für jeden seiner notwendigen Trecker. Ob sich das gegen subventionierten Dieselkraftstoff oder Biodiesel lohnt? Oder der Ökostrom gegen den günstigeren Kohlestrom?

Ich weiß ja nicht... Da dürfte sich eine Biogasanlage mit einem Gasmotor schon sehr viel sinnvoller rechnen. ;)

Und der Vergleich von Pferd zu Trecker hinkt. Der E-Motor ist nur eine andere Antriebsart. Letztendlich dürfte dem Bauern egal sein, was den Trecker antreibt, solange es nur billig und zuverlässig ist. Selbstfahr-Trecker dürften ein viel größeren Einfluss haben. Das beweisen GPS-gesteuerte Mähfahrzeuge in der USA schon.

Oder Flug-Trecker. Denn die würden den Ackerboden nicht mehr komprimieren. ;)
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Eike » 6. Dez 2016, 12:16

Puhhh. Ich glaube die Landwirtschaft wird die letzte Bastion des Verbrenners. Wenn Erntezeit ist, dann wird 24/7 durchgefahren. Wie man sowas ansatzweise mit einem Batteriebetriebenen Trecker lösen will ist mir schleierhaft. Diesel-Elektrisch könnte was werden denn man spart sich das Getriebe , welches bei einem Trecker unfassbar kompliziert ist. Ein kleiner Akku könnte auch Sinn machen, wenn man oft wechselnde Lastfälle hat.

Wasserstoff ginge auch erst wenn man sich seine eigene Tankstelle auf den Hof stellen kann. Mit dem Trecker zur tanke fahren ist in viele Gebieten von Deutschland mit einem Trecker eher aufwändig. :D
 
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Abgemeldet 06-2018 » 6. Dez 2016, 12:19

Warum sollte sich das nicht lohnen? Die Motoren werden immer teurer, die Wartung beim Diesel-Traktor ist komplizierter, der Krempel ist laut ohne Ende und der Bauer muss auch noch den Diesel heranschaffen. Da ist es doch wesentlich bequemer wenn man Mittags und Nachts seinen Traktor neben der Scheune aufladen kann. Es wäre mir auch neu, dass ein Traktor im Normalbetrieb hunderte Kilometer zurück legt oder so viel Last bewegt, dass er einen ganzen Tank verfährt.

Es ist natürlich andererseits nicht von der Hand zu weisen, dass die tödlichen Nebenwirkungen des Diesel-Antriebs auf dem Dorf eher vernachlässigbar sind in ihrer Wirkung und der Betrieb ohne eigene Stromerzeugung eher mühsam.
Für Bauern, denen Unabhängigkeit wichtig ist, jedenfalls eine ideale Lösung. Ich erinnere an die vielen Landwirte, die bei Benzinpreisen von 2 DM seiner Zeit protestiert haben.
 
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von grizzzly » 6. Dez 2016, 12:22

In dem Video sieht man doch das er ein "800V" System hat. Die Spannungsanzeige geht bis 750V.
Einen anständigen Stromanschluss vorausgesetzt ist damit die 10-80% Ladung wie bei uns an den Superchargern sicherlich möglich.
Und jeder Bauer muss auch mal was Essen etc. ... ich seh da kein Problem so ein Ding auch in der Erntezeit sinnvoll im Einsatz zu haben.
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von KrassesPferd » 6. Dez 2016, 12:22

Eike hat geschrieben:Puhhh. Ich glaube die Landwirtschaft wird die letzte Bastion des Verbrenners. Wenn Erntezeit ist, dann wird 24/7 durchgefahren. Wie man sowas ansatzweise mit einem Batteriebetriebenen Trecker lösen will ist mir schleierhaft. Diesel-Elektrisch könnte was werden denn man spart sich das Getriebe , welches bei einem Trecker unfassbar kompliziert ist. Ein kleiner Akku könnte auch Sinn machen, wenn man oft wechselnde Lastfälle hat.

Wasserstoff ginge auch erst wenn man sich seine eigene Tankstelle auf den Hof stellen kann. Mit dem Trecker zur tanke fahren ist in viele Gebieten von Deutschland mit einem Trecker eher aufwändig. :D


Und das ist wieder genauso verkehrt wie das Argument, ein Elektrofahrzeug kann nicht gehen, weil man damit ja nicht eben 1000km in den Urlaub durchfahren kann. Es reicht doch, wenn erst einmal für den täglichen Einsatz ein Elektrotraktor an den Start geht. Wenn Erntezeit ist, kommen Lohnunternehmer und bringen Ihre eigenen Geräte mit.
Gruß Hendrik

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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Volker.Berlin » 6. Dez 2016, 12:23

Eike hat geschrieben:Wenn Erntezeit ist, dann wird 24/7 durchgefahren. Wie man sowas ansatzweise mit einem Batteriebetriebenen Trecker lösen will ist mir schleierhaft.

Wechsel-Akkus?
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Mathie » 6. Dez 2016, 12:25

Dann wäre wohl ein Wechselakku ideal. Ein Akku wird geladen, während der andere Akku im Einsatz ist. Potentielle Stromquellen wären Solar, Wind, Biogasgenerator. Mit Wechselakkus wäre dann auch 24/7 denkbar.

Bei den Preisen für große Landmaschinen, wären die 50k€ für den Zweitakku im Investment sicherlich zu verschmerzen, da Energiekosten und Wartung für die Elektrovariante sicherlich günstiger wären.

Ist aber alles eine Annahme aus dem Bauch heraus, kenne mich mit den Betriebswirtschaftlichen Überlegungen in der Agrarwirtschaft nicht aus.

Gruß Mathie
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Re: John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

von Elektroniker » 6. Dez 2016, 12:26

Wieviele Meter man auf einem Ackerboden mit 130 kWh zurücklegen kann?
Beim Sähen und Gift verspritzen wohl noch relativ viele.
Beim Pflügen oder Eggen ist dann aber spätestens nach einem Hektar die Batterie leer.
 
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