Jaguar I-PACE

Elektroautos anderer Marken und Konzeptfahrzeuge...

Re: Jaguar I-PACE

von ChrEgger » 4. Okt 2018, 19:28

J_W hat geschrieben:OTA kann das Auto, nur sind die Fahrzeuge offline, da keine SIM eingesetzt ist.
Wird wohl erst bei Fahrzeugübergabe aktiviert.


Ja super. Dann muss man ja doch für das Update in die Werkstatt.
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Re: Jaguar I-PACE

von Chipwoman » 4. Okt 2018, 20:22

J_W hat geschrieben:OTA kann das Auto, nur sind die Fahrzeuge offline, da keine SIM eingesetzt ist.
Wird wohl erst bei Fahrzeugübergabe aktiviert.


@chipwoman
das man das Fahrzeug bis 5% leer fahren kann ist glaube ich kein großer Vorteil.
Ich würde mir ja doch einen Rest lassen um zum nächsten CCS zu kommen, wenn der HPC mal
defekt ist. Aktuell würde ich ja nicht nach Fahrzeug-Reichweite fahren, sondern eher nach den 100+ Ladern schauen
die im Bereich 200-300km auf der Strecke liegen. Und ob ich da dann 40 oder 50 oder 60 kWh nachlade ist doch wurscht
Und wenn es da nicht geht muss ich auf die 50er CCS ausweichen. Dort ne halbe Stunde länger stehen zu müssen ist dann
doch schlimmer als irgendwelche 5kwh höheren Verbrauch im Vergleich zu einem anderen Auto.
Und mit der Maingau Karte am 100+ Lader ist das finanziell im Bereich 30ct Mehrverbrauch auf 200km

Jörg
Vor der Aktivierung der eingebauten Sim wirst du noch einige Datenschutzerklärungen unterschreiben müssen. ;-)

Sehr viele Hersteller haben schon seit Jahren in einigen Fahrzeugen Funkmodems integriert und damit die technische Grundlage für OTA geschaffen. Seit März diesen Jahres (E-Call Verpflichtung) müssen alle Fahrzeughersteller das anbieten.

Viele Fahrzeughersteller nutzen aber die OTA Funktionalität nur für unkritischen Updates (z.B. Inkrementelle Kartenupdates bei Volvo). Ein falsches Bit im OTA Update gesetzt und schon hat das Fahrzeug keine funktionierenden Frontbremsen mehr. Das hatten wir einmal bei einen E-Prototypen. ;) Einen solches Desaster bei einem Serienauto würden nur wenige Autohersteller überleben. Das große Systemupdate für den I-Pace würde ich eher als kritisch einstufen, da es sehr viele Komponenten (Rekuperation, Ladeströme, Thermische Schutzmassnahmen etc..) beinflussen wird.

Jaguar OTA Demo von 2014: https://www.youtube.com/watch?v=jcHDxX5bW3w
Mercedes Meldung von 2012: https://www.extremetech.com/extreme/125 ... ar-updates
 
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Re: Jaguar I-PACE

von prodatron » 5. Okt 2018, 00:01

Chipwoman hat geschrieben:Viele Fahrzeughersteller nutzen aber die OTA Funktionalität nur für unkritischen Updates (z.B. Inkrementelle Kartenupdates bei Volvo). Ein falsches Bit im OTA Update gesetzt und schon hat das Fahrzeug keine funktionierenden Frontbremsen mehr. Das hatten wir einmal bei einen E-Prototypen. ;) Einen solches Desaster bei einem Serienauto würden nur wenige Autohersteller überleben.

Schon krass, daß Tesla das mit seinen Serienautos seit 6 Jahren "überlebt" hat. Nach Deiner Aussage scheinen sich alle anderen Hersteller selbst für viel zu blöd zu halten, regelmäßig OTA Updates zu bringen.
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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Re: Jaguar I-PACE

von ChrEgger » 5. Okt 2018, 06:38

Chipwoman hat geschrieben:Viele Fahrzeughersteller nutzen aber die OTA Funktionalität nur für unkritischen Updates (z.B. Inkrementelle Kartenupdates bei Volvo). Ein falsches Bit im OTA Update gesetzt und schon hat das Fahrzeug keine funktionierenden Frontbremsen mehr. Das hatten wir einmal bei einen E-Prototypen. ;) Einen solches Desaster bei einem Serienauto würden nur wenige Autohersteller überleben. Das große Systemupdate für den I-Pace würde ich eher als kritisch einstufen, da es sehr viele Komponenten (Rekuperation, Ladeströme, Thermische Schutzmassnahmen etc..) beinflussen wird.


Wenn nur die unkritischen Updates über OTA kommen, was passiert wenn mal ein kritisches Update raus muss? Wenn alle wieder zum Händler müssen, ist das schon ziemlich altbacken.

Tesla macht solche Updates immer als OTA. Für mich zeigt das, dass die klassischen Automobilhersteller ihre Kompetenz in der Motorenentwicklung haben und nicht in der Softwareentwicklung.
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Re: Jaguar I-PACE

von Chipwoman » 5. Okt 2018, 09:23

ChrEgger hat geschrieben:
Chipwoman hat geschrieben:Viele Fahrzeughersteller nutzen aber die OTA Funktionalität nur für unkritischen Updates (z.B. Inkrementelle Kartenupdates bei Volvo). Ein falsches Bit im OTA Update gesetzt und schon hat das Fahrzeug keine funktionierenden Frontbremsen mehr. Das hatten wir einmal bei einen E-Prototypen. ;) Einen solches Desaster bei einem Serienauto würden nur wenige Autohersteller überleben. Das große Systemupdate für den I-Pace würde ich eher als kritisch einstufen, da es sehr viele Komponenten (Rekuperation, Ladeströme, Thermische Schutzmassnahmen etc..) beinflussen wird.


Wenn nur die unkritischen Updates über OTA kommen, was passiert wenn mal ein kritisches Update raus muss? Wenn alle wieder zum Händler müssen, ist das schon ziemlich altbacken.

Tesla macht solche Updates immer als OTA. Für mich zeigt das, dass die klassischen Automobilhersteller ihre Kompetenz in der Motorenentwicklung haben und nicht in der Softwareentwicklung.
Jaguar macht diese kritischen Updates beim I-Pace ganz altbacken per USB Stick, obwohl sie dies technisch auch per OTA machen könnten. Das senkt das Risiko, da man z.B. das Update in der Werkstatt startet, wenn das Fahrzeug nicht fährt.
 
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Re: Jaguar I-PACE

von Avendo » 6. Okt 2018, 13:15

prodatron hat geschrieben:Schon krass, daß Tesla das mit seinen Serienautos seit 6 Jahren "überlebt" hat.


Nur weil ein Risikofall nicht eintritt heißt das nicht, dass das Risiko nicht da ist.
 
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Re: Jaguar I-PACE

von FFF » 6. Okt 2018, 13:40

Avendo hat geschrieben:
prodatron hat geschrieben:Schon krass, daß Tesla das mit seinen Serienautos seit 6 Jahren "überlebt" hat.


Nur weil ein Risikofall nicht eintritt heißt das nicht, dass das Risiko nicht da ist.
Wer sagt, daß das Risiko geringer ist, wenn ich das dem Azubi in der Werkstatt überlasse? "Risikolos" ist das Leben erst, wenn's vorbei ist :mrgreen:
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Re: Jaguar I-PACE

von Teatime » 6. Okt 2018, 13:42

ChrEgger hat geschrieben:
Chipwoman hat geschrieben:Viele Fahrzeughersteller nutzen aber die OTA Funktionalität nur für unkritischen Updates (z.B. Inkrementelle Kartenupdates bei Volvo). Ein falsches Bit im OTA Update gesetzt und schon hat das Fahrzeug keine funktionierenden Frontbremsen mehr. Das hatten wir einmal bei einen E-Prototypen. ;) Einen solches Desaster bei einem Serienauto würden nur wenige Autohersteller überleben. Das große Systemupdate für den I-Pace würde ich eher als kritisch einstufen, da es sehr viele Komponenten (Rekuperation, Ladeströme, Thermische Schutzmassnahmen etc..) beinflussen wird.


Wenn nur die unkritischen Updates über OTA kommen, was passiert wenn mal ein kritisches Update raus muss? Wenn alle wieder zum Händler müssen, ist das schon ziemlich altbacken.

Tesla macht solche Updates immer als OTA. Für mich zeigt das, dass die klassischen Automobilhersteller ihre Kompetenz in der Motorenentwicklung haben und nicht in der Softwareentwicklung.


Deswegen hat Volkswagen vor ein paar Tagen eine Zusammenarbeit mit Microsoft verkündet.
https://news.microsoft.com/de-de/volksw ... nerschaft/
Wollen sie bremsen? Ja. Sind sie sicher? :D
Zuletzt geändert von Teatime am 6. Okt 2018, 23:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jaguar I-PACE

von Chipwoman » 6. Okt 2018, 14:45

Teatime hat geschrieben:
ChrEgger hat geschrieben:
Chipwoman hat geschrieben: Für mich zeigt das, dass die klassischen Automobilhersteller ihre Kompetenz in der Motorenentwicklung haben und nicht in der Softwareentwicklung.

Deswegen hat Volkswagen vor ein paar Tagen eine Zusammenarbeit mit Microsoft verkündet.
https://news.microsoft.com/de-de/volksw ... nerschaft/
Wollen sie bremsen? Ja. Sind sie sicher? :D
Was soll das falsche Zitieren von meiner Aussage? Die stammt nicht von mir. Ich bin schon ein "altes Mädchen" und seit mehr als 20 Jahren in der (Automotive-) Softwareentwicklung. Den "klassischen Automobilhersteller" gibt es auch schon lange nicht mehr.

Die strategische Partnerschaft von VW mit Microsoft sehe ich aber ähnlich wie du :D
Man muss nur Ford fragen, wie erfolgreich damals die Zusammenarbeit mit Microsoft Auto war :D
https://www.fastcompany.com/3039760/why ... ng-overdue
 
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Re: Jaguar I-PACE

von Chipwoman » 6. Okt 2018, 14:53

FFF hat geschrieben:
Avendo hat geschrieben:
prodatron hat geschrieben:Schon krass, daß Tesla das mit seinen Serienautos seit 6 Jahren "überlebt" hat.


Nur weil ein Risikofall nicht eintritt heißt das nicht, dass das Risiko nicht da ist.
Wer sagt, daß das Risiko geringer ist, wenn ich das dem Azubi in der Werkstatt überlasse? "Risikolos" ist das Leben erst, wenn's vorbei ist :mrgreen:
Die größte Risikominimierung kommt alleine daher, das der Azubi das Update macht, wenn der Wagen in der Werkstatt steht. Bei OTA musst du sicherstellen, dass das Fahrzeug nicht gerade fährt, wenn das Update angewendet werden soll. Eine mögliche nachfolgende Probefahrt erhöht zusätzlich den Schutz vor Fehlern/Problemen.
 
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