Erfahrungen mit einem Smart ED?

Elektroautos anderer Marken und Konzeptfahrzeuge...

Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von shunty » 12. Jan 2019, 11:50

Als Threadersteller will ich zu unserem Smartie auch mal etwas beitragen:

Unser Smart ist Baujahr 2013,22 KW "Doppelader", und wird eigentlich auch nur mit 22 Kw geladen.
überwiegend achten wir darauf, in nicht ganz voll zu machen, oft passierte es aber auch, dass er doch bei 100 % war und nicht sofort gefahren werden konnte. Wobei die Batterie wahrscheinlich eine höhere Kapazität hat und faktisch nicht bei 100 % ist, wenn das Fahrzeug das anzeigt, denn die Ladeleistung sinkt von 0-100 % exakt um 0 % ab, er lädt einfach immer Vollgas. Und das ist für das Fahrzeug wirklich super, macht ihn extrem praxistauglich.
Insgesamt: Bestes Auto ever! Für die Stadt unschlagbar. Zieht an der Ampel alles ab (auf den ersten Metern, und die zählen!).


Leider war es direkt vor Weihnachten soweit:
Beim Versuch, die Ladung zu starten, machte es erst nur Klick Klick, später war dann die Ladeleuchte rot. Also mit 20 % Restkapazität zum freundlichen Smarthändler gefahren, das Auto abends auf den Hof gestellt.
Nach einigen Diagnoseschwierigkeiten war dann klar: das Bordladegerät ist hinüber. Nun gut, dachte ich, ist halt so, muss ein neues her.
Preislich allerdings ziemlich heftig: 7100 € Listenpreis, plus Einbau und Mehrwertsteuer.
Mercedes allerdings zeigte sich dann doch ziemlich kulant: bei dem 5 Jahre alten Fahrzeug übernehmen Sie diesbezüglich sämtliche Kosten und tauschen das Gerät auf Garantie.
Super! Dachte ich, und freute mich schon, unseren kleinen bald wieder zu Hause zu haben.

Leider war das Thema damit noch nicht durch: die Batterie ließ sich nicht mehr initialisieren, nicht ansprechen und nicht mehr laden. Nach etlichen Rücksprachen des lokalen Händlers mit dem Hersteller der Batterie war dann klar, dass diese leider ebenfalls irreparabel beschädigt ist.

Preislich liegt die allerdings mit etwas über 17.000 € in einem Bereich, der unangenehm zu werden versprach.......
Erfreulicherweise hatte Mercedes auch hier wieder einen guten Deal auf Lager : 0 € für mich, 17.000 für Mercedes.

Somit erhalte ich jetzt hoffentlich unseren 5 Jahre alten Smart ED im Prinzip rund erneuert auf Neuwagenniveau zurück. Der Rest an dem Fahrzeug geht nämlich nie kaputt!
Insgesamt eine wirklich gute Vorstellung, die Mercedes bisher hier geliefert hat.

PS: erwähnen muss ich der Fairness halber, dass die Batterie nicht gekauft, sondern gemietet war. Allerdings sind die Vertragsbedingungen diesbezüglich, wenn man die bis ins kleinste gedruckte durchliest, gar nicht so eindeutig, was so einen Fall angeht.
Die garantieren zwar eine funktionsfähige Batterie, im Falle dass diese aber komplett ausfällt und die Neuanschaffung den wirtschaftlichen Wert des Fahrzeuges deutlich überschreitet (Was hier der Fall war!) Ist da eigentlich gar nichts genau geregelt gewesen.
Insofern buche ich das ganze trotzdem mal als wirklich kulante Aktion der Mercedes Leasing.

Ganz so schlecht scheinen deutsche Autohersteller dann wohl bei Garantieleistungen doch nicht zu sein, dazu auch
viewtopic.php?p=612490#p612490
Zuletzt geändert von shunty am 12. Jan 2019, 12:12, insgesamt 2-mal geändert.
 
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Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von Quickrider » 12. Jan 2019, 12:05

Danke für den Bericht! Habe meine e-Smartie auch vor drei Wochen bekommen. Für die Stadt ein Traum! Mal sehen, wie lange der hält. Die theoretischen Reparaturkosten wären dann ja im Fall der Fälle ein Totalschaden beim ersten Defekt aus dem Bereich...
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Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von shunty » 12. Jan 2019, 12:23

Ach dir keine Sorgen.
Da wird nichts ausfallen. ich denke, wir haben einfach Pech gehabt. Und die Batterie ist wahrscheinlich schon von unserem Vorbesitzer relativ zu Grunde gerichtet worden (das Fahrzeug gehörte einem Stadtwerkebetrieb).

Kurz dazu:
tesla-andi hat geschrieben:Kann ich nur bestätigen. Haben unseren Smart Fortwo jetzt schon 5 1/2 Jahre und nicht ein einziges Mal ein Problem gehabt. Vielleicht liegt es an der Tesla Technik? ;)
.

An der Tesla Technik liegt das wohl kaum. Die ist in unserem Smart nämlich nicht verbaut. Der Akku ist nicht von Tesla, das Ladegerät ebenfalls nicht.

Nach Aussage von dem Mann hier (persönliche Kommunikation) :
https://www.uni-muenster.de/MEET/team/schappacher.shtml
ist aus technischer Sicht die Batterie des Smart mit das Beste, was man derzeit für Fahrzeuge bauen kann. Seiner Meinung nach auch dem Tesla Akku konstruktiv und in der Gesamtschau aller Merkmale überlegen.
(und um es gleich zu vorwegzunehmen und an dieser Stelle bitte die Diskussion nicht weiter zu führen: der Mann ist kein Tesla-Hater. Der ist Wissenschaftler. Und das MEET eine wirklich renommierte Adresse, was Akkutechnik angeht.)
 
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Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von tesla-andi » 12. Jan 2019, 16:46

Wer den ersten Akku gekauft oder gemietet hat, kann einen zweiten Akku für gut 4000 € nachkaufen. Ein dritter Akku soll dann die bereits angegebenen 17.000 € kosten. Hat mir zumindest mein Verkäufer von Smart so gesagt.

Welche Logik dahinter steckt verstehe ich allerdings nicht.
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Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von shunty » 13. Jan 2019, 13:17

tesla-andi hat geschrieben:Wer den ersten Akku gekauft oder gemietet hat, kann einen zweiten Akku für gut 4000 € nachkaufen. Ein dritter Akku soll dann die bereits angegebenen 17.000 € kosten. Hat mir zumindest mein Verkäufer von Smart so gesagt.

Welche Logik dahinter steckt verstehe ich allerdings nicht.


No.

Hast du das mit deinen eigenen Augen schriftlich gesehen? Wenn ja, wäre ich extrem dankbar, wenn ich das - evtl. - als Kopie bekommen könnte, evtl. PN.

Unser Smart hat wohl Akku Nr. 1 drin, der ist defekt. Und Nr. 2 soll 17.000 kosten. Der Wagen steht derzeit noch beim Smart-Händler und wird gerade repariert.
Den Kostenvoranschlag darüber habe ich gesehen, mir wurde das alles vorgelegt (Bei den Preisen ja wohl auch kein Wunder.)
Glücklicherweise geht das auf Kulanz. Sonst hätte ich das niemals machen lassen. Der Wagen hat gebraucht ja viel weniger gekostet....

Das Problem ist, dass zumindest in den mir seinerzeit vorgelegten und von mir auch unterschrieben Verträgen zur Akkumiete NIX von alledem drinsteht. Mir hat der Verkäufer (Smart-Händler) damals allerlei mündlich erklärt, aber ehrlich gesagt habe ich das unterschrieben, ohne es -mit der Lupe- zu lesen.
 
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Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von tesla-andi » 13. Jan 2019, 21:39

Seit ein paar Wochen ist ja bekannt, dass man seinen bislang gemieteten Akku zum Zeitwert gemäß Tabelle auslösen kann.
Davor konnte man den Akku nur zum Neuwert auslösen. Der lag meiner Erinnerung nach bei ca. 4700 €. Das habe ich zum Glück nicht gemacht, da ich eigentlich darauf warten wollte, bis der erste Akku schlapp macht und dann hätte ich nach dem Austausch den Akku gleich gekauft. Jetzt nach dem neuen Modell löse ich den Akku jetzt nach 6 Jahren zum Restwert aus. Nach allem was ich bislang gehört habe bin ich zuversichtlich, dass mein Akku noch lange hält.
Mein Smart Verkäufer hat mir das Angebot von der Ablöse unaufgefordert bei der Abholung unseres Smart Forfour EQ Mitte Dezember übergeben. Auf Rückfrage wurde mir nochmals versichert, dass der einmalige Nachkauf eines Akkus zum Preis von ca. 4700 € unberührt bleibe. Damit bin ich wohl auf lange Zeit save, wenn es dabei bleibt.
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Re: Erfahrungen mit einem Smart ED?

von Cosmo » 13. Jan 2019, 22:07

Die 17.000€ für den Akku sind nicht richtig. Das ist ein fiktiver Listenpreis im System, das geistert schon lange herum.
MB hat mir den Preis für einen Austauschakku 3.2018 genannt:
9160€ netto abzüglich 3000€ netto Pfand für den alten Akku.
Mietakkus zahlt die MB Leasing.

Den 22kW Bordlader zahlt MB mittlerweile auch freiwillig, dieser geht so oft kaputt, ist ein Serienfehler.
Meiner wurde ausdrücklich auf Kulanz und nicht über die GW Garantie getauscht.
 
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