Zweirad-Elektromobilität – wo hängt's? Zulassungszahlen etc

Wie ist euer Eindruck? Fahren in eurer Gegend nach wie vor viele Zweitakt-Roller und Verbrenner-Motorräder, Quads etc. rum? Woran liegt das?

Ich frage mich, wieso sich E-Mobilität hier nicht schneller durchsetzt?

Wenn ich mir die Zweiräder ansehe, die hier an der Schule parken: nur Verbrenner, teilweise extrem laut und manipuliert.

Die Zweitakt-Abgase (Roller, Mofas) gehören zu den schädlichsten und sie sind häufig extrem laut – und das schon im Originalzustand. Weshalb findet hier keine Regulierung statt?

Ich verstehe auch die Hersteller nicht. Irgendwie wird vergleichsweise wenig dafür geworben.

Was denkt ihr?

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an der Akzeptanz, am „dagegen sein“, an der Reichweite, an der Ladegeschwindigkeit, am Preis, an den Lademöglichkeiten.

Ich bin noch viel im Zweirad Kosmos unterwegs.

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Was ich so mitbekomme: Preis, und daß E-Roller halt als extrem uncool gelten.
Roller sind hierzulande noch mehr Statussymbol als Auto, die gelten nicht wirklich als Fortbewegungsmittel.
Und E-Roller kann „otto normalschrauber“ auch nicht so einfach manipulieren.

Bei Motorrädern ist glaube ich der infernalische Lärm der Grund, warum man sie fährt. Für alle Motorradfahrer, die ich kenne, wäre ein E-Motorrad das gleiche wie ein Freudenhaus ohne entsprechende Dienstleistungen - sinnlos :wink:

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Für mich: ich habe 5 Motorräder, 3 hier und 2 in Griechenland. Ich fahre die hier 1000-2000km, in Griechenland noch weniger (V.a. weil ich da leider nicht sehr lange bin!). Die sind alle nicht (sehr) laut und ich fahre auch eher im niedrigen Drehzahlbereich. Ich mag das mechanische, das Schalten. man muss etwas machen beim Fahren und nicht nur am Griff drehen. Klar mag ich auch das Motorengeräusch.
Ich würde mir kein eMotorrad kaufen; der Vergleich mit Freudenhaus ohne Damen passt schon ganz gut :upside_down_face:.

Meine Frau hat eine 2T Vespa, über 10 Jahre alt, sie will auch keine eVespa, obwohl sie de alte manchmal nicht anbekommt: auch sie mag das nostalgische geknatter. eRoller hört man auch fast gar nicht, das ist in der Stadt ein Sicherheitsaspekt.

Die Motorräder tragen speziell hier in D nicht messbar zur CO2 Belastung bzw. Entlastung bei, das mag anders sein in asiatischen Städten, wo die Menschen überwiegend mit Rollern oder Kleinmotorrädern unterwegs sind.

Wie war das noch mit der Abgasreinigung bei 2T? Kommt da die Luft auch sauberer raus, wie sie reinkam?

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und ich hab damals meine Yamaha MT09 verkauft und mir ein E-MTB geholt. Die MT09 wurde mir einfach irgendwann zu teuer.

Würde ich jetzt nochmal E-Motorrad fahren: Keine Ahnung, aber ich glaub es nicht. Würde ich E-Roller fahren? Auf garkeinen Fall, Wetter viel zu unbeständig und kein Bock auf das ganze Gerödel irgendwo. Zur Arbeit lohnt es sich nicht, zu Fuß 25 min, mit Öffis 17 min. Mit Roller ohne anzieherei vll 10 min. Mit dem Fahrrad wahrscheinlich genauso lang da Innenstadtlage.

Ansonsten: Die Motorradszene will das einfach nicht, e-Motorräder gelten als völlig uncool.

Für Leute die Touren fahren wollen:

Die Reichweite und Ladegeschwindigkeit - was sollen bitte 2-3h Ladezeit für 120-150km?

E-Roller sind in der Stadt recht nützlich, sehe hier viele junge Leute zur Berufsschule damit fahren. Liegt aber eher an dem günstigen Preis, Reichweite und Komfort brauchen die nicht. Strom ist billiger als Benzin, vor Allem wenn man’s daheim bei Papi an die Steckdose stellen kann :grin:

Ein Motorrad zum Pendeln kann ich auch vergessen. Bei großen Temperaturen brätst du auf der Schüssel, bei Regen schüttet es seit Neuestem ja so stark dass man direkt abfliegt wenn man auf der AB 20cm in die falsche Richtung kommt.
Der Anteil der Motorräder auf dem Firmenparkplatz nimmt auch konstant ab. Die Kosten sind dem Luxus gegenüber meist nicht mehr gerechtfertigt wenn man sich mit Kollegen unterhält.
Die meisten Totschlagargumente hier:

Ich fahr gern mein E-Auto, beim Motorrad will ich was hören und machen.

Und ganz ehrlich - kann ich verstehen. Ich sitz auch lieber auf der Touring als dem (schon ziemlich geilen) Ding vom Nachbarn. Da er am Tag aber nur 18km für die Arbeit unterwegs sein muss kann er es halt machen ^^

Ich bin früher Motorrad nur zum Spaß gefahren und quasi nur Touren. Auch gerne mal was schneller.
Zur Arbeit damit? Never. Stadtverkehr, Gerödel wie Hose, Jacke und Helm, alles nervig.

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Eben. Und wenn’s einigermaßen passen könnte sind die Preise astronomisch. Allerdings liegt das auch daran, dass man immer von „klassischen“ Motorraddesign ausgeht. Wenn man das Mopped neu denkt und die Möglichkeiten des eAntriebs nutzt, könnte sich das irgendwann ändern:

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Ich hab einen Kumpel, der fährt Offroad Enduro. Der könnte sich wohl eine E-Enduro vorstellen wenn die 200 km Reichweite hätte und man die dann nachts auf dem Campingplatz aufladen könnte.

Was in dieser Diskussion auffällt,
ist das im Deutschen häufig für echte elektrisch betriebene Roller und elektrische Kickboards beide als E-Roller bezeichnet werden.
Ansonsten 2-Takter?
Sind weitesgehend bei Neurädern verschwunden und Mofa mit Kat gab es bereits Ende der 80er (Hercules Prima 5, etc.).

Das kann gut sein. Wozu sie aber beitragen – und speziell die Zweitakter – sind Lärm- und Abgasbelastung.

Es fährt genau 1 Roller durch eine Straße. Die ganze Straße ist komplett mit diesen schädlichen Abgasen belastet.

Bei dem Fahrprofil eines Schülers, der auf dem Land wohnt, frage ich mich, weshalb sich da E-Roller nicht durchsetzen. Die fahren diese Scooter, haben Smartphones, nutzen KI, aber fahren mit diesen Stinkekisten. Mir ist zwar klar, dass es da auch um Gesehenwerden usw. geht, aber die Roller haben ja inzwischen auch ziemlich coole Features. Ortung, Fahrsperren usw.

Ich denke, es geht weniger um „Kaufe ich mir ein Fahrrad/eBike oder Elektromotorroller?“, sondern um „Verbrenner vs. Elektro“.

Bei Motorrädern spielt die Reichweite und der Preis vermutlich die größte Rolle. Das sehe ich ein.

Den Lärm toleriere ich inzwischen nicht mehr.

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Mein Nachbar hat eine Energica Experia.

Geräuschlos sind die auch nicht - aber wesentlich angenehmer als normale Motorräder.

Ich selber fahre nur Velo (ohne Motor).

Die Kollegen mit Harley und Co - da müsste man den Spaß gesetzlich verbieten bevor die umsteigen…
Kann aus meiner Sicht aber auch nicht früh genug passieren, ehrlich gesagt.

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Kann das statistisch nicht belegen. Mein Eindruck:

elektrische Kickboards = eScooter
elektrische Motorroller = E-Roller oder Elektroroller
normale Motorroller (Verbrenner) = Roller

„2-Takter“ sagt man hier nicht grundsätzlich, sondern eher um zu konkretisieren, würde ich sagen. „Ist ein 2-Takter.“

Viele Mofas dürften durch eBikes ersetzt worden sein.

Bei e-Rollern? Als ich das letzte Mal bei Vespa nachgesehen hab’, waren das nur „Abwehrpreise“…

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Der „Spaß“ ist gesetzlich verboten, die sind fast alle illegal unterwegs. Hier in D gibt’s dafür aber keine Strafen, 20 Euuro und nicht nochmal erwischen lassen. Zu laute Moppeds müssten eingezogen und verschrottet werden, das würde das Lärmproblem vielleicht etwas eindämmen.
Gibt einen Youtuber, der mit einem eMopped durch England gefahren ist - das ist noch was für Nerds. Solange die Akkus nicht kleiner werden sehe ich das nicht.
Umgekehrt kann ich allerdings in der Moppedwelt für eAutos argumentieren, Mit meinem Tesla bin ich auf der Langstrecke nicht langsamer als mit meinem Mopped, da muss man auf der Autobahn auch dauernd Tankstopps machen mit längeren Pausen für Trinken, Essen und Entsorgung.

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Bei Vespa kein Wunder, die kosten das dreifache was auf der anderen Seite bei unserem Händler steht.

Bei Peugeot, Yamaha und Co, also den üblichen Verdächtigen wenn man sich bei kleinen Zweirädern umsieht, geht’s da ab 1.500€ für den kleinen „50 cc“ und bei ca. 2.300€ bei den „125 cc“ los. Mit den entsprechend winzigen Reichweiten, aber mehr bräuchte ich auch nicht wenn ich damit nur kurz in die Stadt will oder auf die andere Seite.

Achja, mein Mopped hatte weniger Reichweite als mein Tesla. Das Mopped im besten Falle 240 km, dann war der 14l aber leerer als leer. Ich kannte also gefühlt jede Tankstelle im Umkreis. Meist hat man dann auch noch ein bisschen Pause dazu gemacht.

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Es gibt ja auch reine Elektroroller und -motorradhersteller. Die Verbrenner-Hersteller wollen auch hier nicht so richtig, schätze ich. Schade, es gab nämlich mal richtig schöne Konzepte von manchen.

NIU
Unu
Gogoro

Zero
Energica (Seite ist noch online, aber waren die nicht insolvent?)

Ich fahre seit meinem 16. Geburtstag Motorrad, zuerst Roller seitdem ich 20 bin normale Motorräder.
Das letzte Mal bin ich vor vier Jahren eine Tour mit meiner 650er Versys gefahren. Aus dem Urlaub zurück gekommen, hingestellt und nie wieder angefaßt. Ich habe es bisher nicht wirklich vermisst.
Ein Kumpel hat ne Zero SR/F und ist schwer begeistert.
Am Donnerstag fahre ich die Black Tea Wildfire. 50PS 170kg E-Motorrad mit nem 12kWh Akku, Reichweite soll um die 150km liegen. 6kW Lademöglichkeit ist Zubehör. Der Spaß kostet 12k€. Was ich grundsätzlich nicht schlecht finde. Laß mich überraschen ob ich dann wieder Bock auf Mopped fahren habe…

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