("Zwangsweise") Kooperation Supercharger und CCS in D ?

Eberhard,
wenn Du von den Mennekes Dosen schreibst, dann geht es doch um Drehstrom und um die Nutzung der im Fahrzeug verwendeten Lader, oder?
Bei der Gleichstromladung geht es aber um die Nutzung stationärer Lader,
dann nutzt Dir bei einem Fahrzeug mit z.B. 800V Akkuspannung nichts, wenn der Lader diese Spannung nicht bereitstellt, aber ansonsten die Spezifikation erfüllt.

find ich nicht. Hab die Seiten durchgeschaut, da steht nirgendwo ne Aussage von Tesla. Ich habe sowieso noch nirgendwo ne Aussage von Tesla zur Ladeverordnung gefunden. Anyone?

Es gibt aber noch keine eAutos die mit 850V DC was anfangen können. Da helfen Spezifikationen gar nichts, die müssen erst in der Realität umgesetzt werden. Übrigens hat Mennekes den Typ2 entwickelt und wird deshalb oft als Mennekes Stecker bezeichnet. Dabei ist er hier auch größter Hersteller von CEE Dosen und Steckern.

Übrigens versteht man unter „Combined“ die kombinierte Nutzung von AC = Wechsel bzw. Drehstrom und DC = Gleichstrom über die selbe Steckverbindung allerdings entweder/oder nicht gleichzeitig.

  • ich weiss immer noch nicht warum Du mit dem Typ 2 Stecker angefangen hast, DC-Mid ist meines Wissens nicht genormt und fällt daher für CCS nach der Ladesäulenverordnung raus
  • und wenn es eine Norm (Spezifikation) gibt, dann sollte man sie auch daran halten und nicht warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist (es ein Fahrzeug gibt, das die 850V benötigt).

ps Ich kenne die Firma Mennekes, die liegt bei uns quasi um die Ecke.

CCS2 ist übrigend auch nicht genormt, also was soll der das Ganze. Die Spezifikation für CCS2 wurde dennoch als Lande-Standard für die EU übernommen.

Ich beziehe mich auf die folgenden Posts. Inhaltlich wurden hier Antworten von Tesla wiedergegeben. Die waren übrigens nicht sonderlich schwer zu finden…
[url]etour-brandenburg]
[url]Nicht nutzbare Ladesäulen und Falschparker]

Es gibt für mich keinen Grund hier eine Falschaussage anzunehmen. Ich habe auch schon dargelegt, warum die Verordnung nicht durchsetzbar sein wird und vor Gericht keinen Bestand haben wird. Tesla dürfte es noch genauer wissen und vermutlich noch bessere, wasserdichtere Gründe haben als diese.

redvienna, ich frage jetzt zum dritten und letzten Mal:

Warum schreibst Du von einer „Ladesäulenverordnung 2016“ und „In 4 Monaten ist 2016 und man wird sehen ob Tesla dann in D weiter SC baut“?

Welche Infos hast Du, dass Du so etwas schreibst? Was passiert am 01.01.2016?

Meine Vermutung: keine! Alles nur heisse Luft!

Also worüber möchtest Du dann in diesem Thread diskutieren? Ob es vernünftig wäre, wenn Tesla CCS berücksichtigt und evtl. für die europäischen Modelle dieses System integriert?

Ich würde sagen: Ja!

Eine einfache und flexible Lösung wäre z.B., wenn Tesla ab dem Model X und später im Model 3 einfach ein CCS-Inlet verbaut:

CCS Inlet.jpg

Damit könnten die Fahrzeuge die europäischen Supercharger und(!) CCS-Ladestationen nutzen.

Ausserdem könnte dieses Inlet die Basis für noch viel höhere Leistungen sein! Supercharger plus(!) CCS: 200 - 250 kW!

Danke Naheris
ich hatte es wirklich überlesen. Ist mir wahrscheinlich zu trocken die ganze Diskussion :wink:
Danke fürs raussuchen

Wie immer: Ungelegte Eier :open_mouth: Warten wirs ab!

Kein Problem. :slight_smile: Die „erweiterte Suche“ ist bei sowas übrigens Dein Freund. :wink:

Und ich verstehe das auch mit der Langeweile. Aber ich sehe eben kein Problem für Tesla. Die Ladesäulenverordnung wird…
A) entweder garnicht komment (wahrscheinlich)…
B) kommen, aber nicht durchgesetzt…
C) kommen, durchgesetzt und dann vor Gericht scheitern.

Sehr viele andere Alternativen sehe ich da nicht. :wink:

Danke für diese präzise Vorhersage. Ich würde mich sehr freuen wenn Du recht behalten würdest. Ich selbst kann es nicht einschätzen.

OT
Was mir viel dringender erscheint ist ein allgemeiner barrierefreier Zugang zu ALLEN öffentlichen Ladesäulen. Wenn man bei goingelectric nachschut gibt es gefühlt 100 verschiedene Zugangskarten. Ich habe keine, weil es doch immer die falsche wäre! Ich verlasse mich ausschließlich auf SuC’s und Destination-Charging an normalen Steckdosen. Vielleicht bin ich zu einfach gestrickt, aber warum kann man nicht wie z.B. an allen skandinavischen Tankstellen einfach mit der Kredit- (oder Debit-) Karte zahlen? Ich verstehe den Sinn dieser RIFD Karten überhaupt nicht.

Also ich habe mir einen BEW Vertrag und den Plugsurfing Chip besorgt nur nutzen konnte ich sie bisher beide nicht, da die von mir genutzten Säulen diese nicht unterstützten, aber Laden mittels Handy ging trotzdem

  • Laden wurde mittels Parkschein bezahlt, Ladefreigabe mittels Anruf an die Säule
  • Laden mittels SMS (derjennige der sich die Nachricht ausgedacht hat, hat es vermutlich selbst nie probiert), Abrechnung kommt dann wohl mit der Telekom Rechnung

Ganz einfach; es gibt 2 Dinge, die wir ab 2016 ja alle sehen werden.

1.) Deutschland ist dann mit SC bereits ziemlich vollgepflastert. Wird Tesla hier (vorläufig) stoppen und vielleicht dann andere Länder vorantreiben ?
2.) Ist diese angekündigte Ladesäulenverordnung 2016 bis dahin überhaupt beschlossen und wirksam ? Stimmt bis dahin wissen wir es nicht. :wink:

Ja, genau dieser Steckertyp schwebt mir vor. :slight_smile: :exclamation:

Meine persönliche Reihung nach Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Systeme:

1.) SC noch kein kompletter Ausfall, da man einfach zur nächsten Säule wechseln konnte.
2.) Chademo ein Ausfall bis dato (Pin gebrochen)
3.) Typ 2 43 kW kein Ausfall
4.) Typ 2 11-22 kW Ladesäulen mehrfach defekt.

CCS kann ich nicht bewerten. Schätze mal ähnlich wie Chademo.

PS: Der Bau einzelner Ladesäulen ist mir sowieso unverständlich. Wenn sollte man gleich 2 Stück montieren.

Soweit ich die LSV verstanden habe, sieht es für mich so aus:
a) Die LSV muss ersteinmal verabschiedet werden (was durch Einsprüche der Fraktionen verzögert werden kann)
b) Die LSV muss rechtskräftig werden (was sich durch Einsprüche und Klagen verzögern kann)
c) Die LSV gilt dann nur für danach errichtete bzw. modernisierte Ladesäulen auf öffentlich zugängigen Plätzen.

Fazit:
Bis die LSV rechtskräftig wird, kann Tesla fleißig exklusive SuC bauen.
Sobald die LSV rechtskräftig ist, wird es möglicherweise Klagen hageln aus den hier (und in dem anderen Thread) genannten Gründen.
Entweder baut Tesla dann (vorübergehend) keine SuC mehr in D, oder sie statten diese zusätzlich mit CCS aus.
Sollte die LSV von einem Gericht gekippt werden, wird Tesla (evtl.) bei weiteren SuC auf CCS verzichten.

Gesetzt den Fall, es müssen an die SuC noch CCS-Port ran - dann werden die eben mit einem (genau einem!) 11kW Gleichrichter gespeist und auf alle vorhandenen CCS-Stecker aufgeteilt. Vorgabe erfüllt…

Tolle Idee! Dann steht ein Schnarchlader stundenlang und blockiert den SuC.

Tesla steht für die Förderung der Elektromobilität, somit würden die sehr wahrscheinlich einen Super-CCS-Anschluss zur Verfügung stellen.
Der Super-CCS fragt das EV, wieviel es aufnehmen kann und bekommt dann die maximale Anzahl Ladegeräte zugeordnet, die das EV gerade noch (lt. seinem Protokoll) aushält.
Der Rest würde sich dann an dem bisherigen Prozedere orientieren:
Der Erste bekommt das Maximum, bei Ankunft des zweiten erhält er mindestens … Lader, …

Die Ladesäulenverordnung kann viel, aber sie kann einer Firma nicht vorschreiben, zu welchen Konditionen sie ihren Kunden ein Produkt verkauft. Das wäre es ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Geschäftsfreiheit. Dazu braucht man erst einmal eine gravierende Gesetzesänderung. Eine Verordnung reicht da nicht aus. Tesla kann weiterhin verlangen, dass zum aktivieren des Stromflusses ein Tesla gekauft werden muss.

Zudem kann eine Verordnung keine Firma der Welt zwingen, ihre Betriebsmittel einem Fremden zur Verfügung zu stellen, wenn sie nicht will. Dazu gehören auch Parkplätze, wenn diese notwendig sind um die Dienstleistung zu erbringen oder um nachts meine eigene Fahrzeugflotte zu laden. Denn man kann nicht erwarten, dass man die zu Firmen direkt zwischen Gehweg und Gebäude gehörenden Parkplätze zwei Meter hoch einzäunt und ein elektrische versenkbares Tor vor jeden Parkplatz montiert.

Auch kann man mir sicher nicht vorschreiben, dass ich irgend welche Fremde auf meinen Garagenvorhof parken und ihr Stromkabel an meine Wallbox anschließen lasse ohne die Polizei wegen Hausfriedensbruch zu rufen. Und Strom wird auch nicht fließen, denn wie bitte will der Staat mich zwingen Strom kostenlos heraus zu geben? Als variable, fremdinduzierte Steuer oder Abgabe per Verordnung etwa? :wink:

Mal ganz davon abgesehen, dass es zu Mord und Totschlag in der Straße meiner Mutter käme, wenn sich dort gewisse Nachbarn auf die Auffahrt gewisser anderer Nachbarn stellen und dessen Strom zapfen würden. Und erstere Nachbarn würden das sofort tun, wenn sie das Recht dazu hätten. Weil es keine Parkplätze auf der Straße gibt und m,an so dem Nachbarn noch mal so schön eine reindrücken könnte. Nur weil halt. :wink:

Und ich bin mir auch sicher, dass sie mich nicht zwingen können für meine Wallbox ein Gewerbe anzumelden, nur damit ich den Strom dann verkaufen darf. Eine Gewerbepflicht wäre mir neu, und sicher ein Ding, an dem einige reguläre Arbeitgeber das letzte Wort haben könnten…

Wobei wir wieder bei Gewerbepflicht und Produkten sind. Warum soll ich als Beratungs- und Softwarefirma jetzt genau plötzlich auch Strom verkaufen? Das ist weder mein Geschäftsmodell noch der eingetragene Firmenzweck. Noch will ich zu einem Netzanbieter mit all den Auflagen und Prüfpflichten werden. Um das zu erzwingen müsste da schon eine kleine Gesetzesänderung her. Und das wäre das Ende so ziemlich jeden Kleinunternehmers und einiger Mittelständler.

Also Ball flach halten. Da kommt nichts, und wenn, dann nur sehr sehr kurz.

+1

Die sogenannte Verschmelzung von Tesla und CCS Dose wurde hier übrigens auch schon diskutiert.

goingelectric.de/forum/oeffe … t6674.html