Zu feige für Autopiloten?

Wär mir neu. Hier (Deutschland) wird regelmäßig direkt am Schild gemessen.

Der Abstand variiert je nach Bundesland von 0-200 Meter, zudem gibt es dann noch diverse Ausnahmen, wann trotzdem direkt am Schild gemessen werden darf. Ich persönlich kann mich allerdings nicht erinnern eine Messung direkt am ersten Schild gesehen zu haben.

Auf italienischen Autobahnen, namentlich bei Genua und auf der (alten) A1 zwischen Bologna und Firenze schwitze ich als nicht ganz unerfahrener Fahrer schon Blut und Wasser. Die Kombination aus Gefälle/Steigungen, engen Kurven, verengter Fahrbahn – und frohsinnigen Schnellfahrern und Schnellreagierern – gehört für mich zu den autofahrerischen Herausforderungen.
Da bliebe der AP bei mir garantiert aus.

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Hier hat mal jemand berichtet, dass der Autopilot in der Baustelle den Kotflügel an der linken Betonabsperrung geschrammt hat.
Also, wenn es zu eng wird: abschalten. Die Ultraschall Abstandssensoren schützen hier nicht.

Also in AT ist das rechtlich nicht OK soweit ich weiss. Wird aber trotzdem hin und wieder gemacht. Nicht zahlen. Einspruch erheben würde ich machen (Foto oder ev Dashcam Video wäre gut).

Einspruch ist in AT recht günstig. Sind nur 5% oder 10% der Summe. Also statt 50 zB 55 eur

Also rechtlich darf durchaus direkt am Schild gemessen werden. Die Geschwindigkeitsbebrenzung gilt nunmal ab Schild. Wenn der Blitzer aber am Schild steht, dann misst er ja zwangsläufig vor dem Schild. Also muss da schon ein gewisser Abstand sein. Die Messung ist jedoch ab dem Schild gültig.

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Ich kenne den Begriff Autopilot nur noch von Flugzeugen, und da ist der Autopilot zum absoluten Großteil ein simpleres / „dümmeres“ System als in Teslas. Muss auch zu 100% von Menschen überwacht werden, kann lebensgefährliche Fehler begehen und ist nur ein Assistenzsystem für Cruising.

Denkst Du oder weisst Du? Der Blitzer blitzt erst, wenn man fast auf seiner Höhe ist, jedenfalls in Österreich. Die Geschwindigkeit, die im Bild angezeigt wird, ist dann wohl auch die an dieser Position? Das denke ich nur, ich weiss es nicht.

Weiss das jemand? Bitte nur die aufstehen, die es definitiv wissen und nicht wie beim Jauch die, die nur eine Meinung dazu haben und die 500 Eur abstauben wollen :smiley:

Gemessen werden darf natürlich ab dem Moment wo die Begrenzung gilt. Viele Behörden gehen aber freiwillig hin und messenerst ein paar hundert Meter später um dem Fahrer einen Einspruch mit der Begründung „aber ich war doch noch voll am Bremsen und mir wäre der Hintermann fast reingerauscht“ zu erschweren.

Jedenfalls habe ich in Deutschland leider schon das ein oder andere Blitzerfoto bekommen. Die Winkel mit denen man frontal aufgenommen wird betragen etwa 30°-45° von der Straßenseite aus. Da muss also schon eine gewisse Distanz zwischen Messpunkt und Blitzer sein. Kann aber sein, dass das deutschlandspezifisch ist. Hier können für Verstöße im fließenden Verkehr die Halter nicht in Haftung genommen werden sondern die Behörden müssen den Fahrer ermitteln, daher Bild immer von vorne.

Aber war es in Österreich nicht so, dass da auch von hinten geblitzt werden darf und dann der Halter dran ist?

genau, die falschen Daten werden dann erst nämlich zum echten Problem: ich sehe, da ist 80 und bin gespannt, was der Tesla mir vorschlägt. Ich warte, warte, bin an den 80 vorbei, warte nochmal und komme irgendwann zu dem Schluss, dass er wieder falsche Daten aus der Karte gezogen hat. Also schnell eingreifen, bevor der obligatorische Blitzer kommt.

In der ganzen Zeit schaue ich auf den Bildschirm, habe den rechten Daumen am Drehrad - das geht besser.

Ja, das war bisher so in AT, das hinten nach geblitzt wurde. Ich weiss nicht, ob schon alle stationaeren Blitzer auch umgestellt sind, aber es gibt immer mehr Frontblitzer und ich habe den Eindruck, neue werden in AT sowieso nur mehr als Frontblitzer gebaut.

Ich denke, das auch deshalb, weil Deutschland im Zuge der Amtshilfe nur Frontblitzer als Beweis akzeptiert und AT sonst „zu schnell fahrenden Piefke“ :wink: nicht drankriegen kann.

Und auch, weil das hintennachblitzen ineffektiv ist. Wenn man aufmerksam war und das Ding gesehen hat, schaffte man es meist, bis zum Geraet genug zu bremsen, wenigstens wenn man nicht allzu arg drueber war.

Auf freier Strecke nutze ich den AP häufig und gerne.
Generell lässt er sich aber immer zuweit in die Mitte tragen - Rechtskurven gerne mal super dicht an der Mittellinie, mir absolut unverständlich warum man das nicht näher am Kurveninneren programmieren kann. Wenn er innen anfahren würde hätte man auch mehr Puffer.
Das mit Abstandsensoren knallrot und er fährt trotzdem 10cm an der Leitplanke lang (Fahrerseite) habe ich leider auch häufiger. OK wenn es rechts auch so eng ist, aber oft wäre da Platz und er tendiert trotzdem nach Links. Würde wohl auch fröhlich langschreddern ob er das Hinderniss erkennt. Die Sensoric scheint nicht wirklich voll genutzt zu werden - U-schall ist aber auch nicht so super zuverlässig - wer weiss evtl. kommt ja doch noch lidar. Ich mach den AP dann eben aus oder lasse rechts fahren.

Hast Du auch den Eindruck, dass er die linke Seite lieber mag als die Rechte? Dass er also bei Rechtskurven links immer naeher ran geht (an die Mittellinie oder an die linke Leitplanke) als er das rechts macht?

Grundsaetzlich ja logisch, rechts koennte es ja 500m runter gehen :wink:

Wobei das auf der Bundesstrasse natuerlich auch nicht ohne ist, wenn der AP leicht in den Gegenverkehr lenkt bzw. lenken muss, aber dort ist er ja eh nicht erlaubt, und dort benutzt ihn natuerlich niemand richtig?

Ich versuche mal so viel on-topic wie möglich zu bleiben. Enge Autobahnen (Baustellen) mit AP:
Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass er plötzlich in die Mauer lenkt. Allerdings ist mir das oft auch zu heikel und ich lenke selbst. Auf der A3 Frankfurt Richtung Aschaffenburg gibt es ein Baustelle mit einer einzelnen Fahrspur mit Betonplanke. Da fährt er mir auch zu weit links an der Mauer, allerdings dann mit konstantem Abstand. Also so, dass ich ihn immer häufiger fahren lasse.
Auf einer anderen Strecke war die rechte Baustellenspur nur links mit einer gelben Markierung versehen und rechts nur eine tiefe Stahlmauer. Die ursprüngliche weiße Linie war etwa links mittig, so dass der AP ziemlich zuckelt und es in diesem Abschnitt für mich mit AP unfahrbar war.
Tesla muss noch an der Mauer und Begrenzungserkennung arbeiten und dieser stärkeres Gewicht bei der Funktion des AP geben. Oder „einfach“ das maschinelle Lernen mit mehr Baustellen füttern.

Gefühlt orientiert er sich einfach stark an den Linien - auf Bundesstraße dann auch mal leicht in den Gegenverkehr, wenn er nicht rechtzeitig abbremst und den Lenkwinkel nicht verkleinert (oder verkleinern darf). Normal? (oder mach nur ich das so) fährt man ja außen an und im Kurvenscheitel eher innen - der AP fängt in der Mitte der Spur an und im Scheitel fast im Gegenverkehr (Rechtskurve - Angstschweiß kommt da schon mal auf). Links herum klappt etwas besser (gefühlt).

Von meiner Seite vielen Dank für die vielfältigen Antworten, Meinungen und Warnungen zu meiner Eingangsfrage zu diesem Thema.

Ich entnehme dem Ganzen, dass mit der derzeitigen Software und eventuell Hardware das voll autonome Fahren sicherlich noch einige Zeit auf sich warten lässt. Elon hat ja eine komplett neue Software für den Lauf des Jahres angekündigt. Ob sich dadurch so viel verändert ohne dass weitere Hardware zum Einsatz kommt?

Ich würde es mir wünschen, bis dahin nutze ich meinen Autopiloten als das was er ist: eine nette Hilfe für Fahrten auf Straßen die es zulassen mit Autopilot gefahren zu werden. Ob die Straße nun Autobahn, Kraftfahrstraße oder gut ausgebaute Landstraße heißt ist mir hierbei relativ egal. Aufpassen muss ich ja sowieso. Und „besser“ habe ich das noch bei keinem anderen Fahrzeug erlebt, und ich bin schon viele Fahrzeuge gefahren.

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Davon sollte man IMHO nicht zu viel erwarten.

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Nachdem was man hier https://www.golem.de/news/staupilot-wie-deutsche-hersteller-beim-autonomen-fahren-rumeiern-2007-149509.html so ließt ist wohl Tesla der Einzige der Überhaupt noch dran arbeitet … Die Deutschen haben scheinbar alle kein Bock mehr.

Die Entwicklung ist langwierig, aufwendig und teuer. Die Modellzyklen sind ca. 2-4 Jahre. Wer kauft denn so ein System, dass in erster Linie dem Hersteller zur Verbesserung dient, aber im Fahrzeug nach 2-4 Jahren veraltet ist?
So wie die ABM an die Sache gehen kann das nichts werden… Und mit Duftspendern, Massagesitzen und LED Himmel läßt sich schneller mehr Geld verdienen.

Und Grundsätzlich… Es fehlt ihnen die Vision, wozu autonomes Fahren den für die Hersteller gut sein soll. Moia von VW ist das einzige Konzept welches ich kenne.

Oder man hat erkannt, dass das and ende stehende Robotaxi einem selbst den Absatz kaputt macht, weil das Stehzeug zum Fahrzeug wird und weniger Autos die selbe Menge Nutzkilometer pro Zeiteinheit erfahren kann.

Denn Fakt ist, wer als erster Hersteller das vollautonome Fahren sicher und funktionierend anbieten kann, der hat die Vormachtstellung erreicht.