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Wofür ist die Wallbox gut? Warum ist sie teuer?

An eine CEE-Steckdose kann ich alle möglichen Maschinen anschließen, die Strom aus der Steckdose entnehmen. Die brauchen alle keine Wallbox und auch sonst kein Kästchen dazwischen.

Wieso kann ich nicht ein Kabel mit einem CEE-Stecker auf der einen Seite und einem Typ-2-Stecker auf der anderen verwenden und damit das Auto aufladen? Technisch ist auf beiden Seiten derselbe Drehstrom.

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Dann fehlt der DC-Fehlerstrom-Sicherungsschalter. Aber im Prinzip hast Du recht. Aber es gibt ja so in das Kabel eingebaute Sicherheitsboxen, die genau das machen. Auch einen Anbieter (Saft-Verstärker oder so ähnlich).

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Die Frage ist, warum so ein Sicherheitsschalter mehrere hundert Euro kostet.

Kennst du oder kennt jemand eine sehr preisgünstige Mobil-Wallbox? Wo liegt da die Preis-Untergrenze?

Naja, die muss auch noch die Kommunikation über die Datenschnittstelle am Ladeport beherrschen. Also ist mindestens noch ein Mikrocontroller nötig, der dem Auto mitteilt, wieviel Ampere und wieviele Phasen bereitstehen.

Die sind so teuer weil der Staat die 900€ grenze gesetzt hat. Ist schon auffällig das die Preise für die Boxen so nah an der grenze sind.

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Also ich finde 530 EURO für eine Box mit Kabel und Stecker und Prakpischem Ladeport-Öffnungs- und Entriegelknopf eigentlich im Rahmen. Was der Elektriker berechnet, ist natürlich teuer, aber wir sind ja in einem Hochlohn-Land mit vielen Vorschriften (sammeln sich mit der Zeit an, wenn man die nicht wieder abschafft).

Im Grunde könntest Du auch auf die Förderung verzichten, und dann selbst einen roten Stecker an die Wallbox dranmachen, die dann in Deine CEE Dose gesteckt wird. Aber ich kann hier nicht wirklich mitreden, da ich selbst (bisher) gar keine Wallbox zuhause installiert habe.

Ich genauso. Und für unser zweites Auto kam der Vorteil hinzu, dass die Wallboxen kommunizieren und wir so noch nie um das Laden streiten mussten :sunglasses:
Wahrscheinlich muss die Technik, auch der mobilen Wallboxen, entsprechend aufwändig sicher gemacht worden sein und es ist keine Großserie (bisher).

Gruß aus der grünen Heide :turtle:

Tommy

Die Preise der (zumindest günstigeren) WBs kann ich schon nachvollziehen. Meine (nicht-mobile) Wallbe 2.0 eco s Box für 11 kW kostet 480 €. Sie hat …

  • die DC Erkennung eingebaut
  • Ein 5m Kabel (mit Stecker natürlich) dran
  • einen Phönix Controller drin, den ich über Ethernet von Ferne steuern kann (An/Aus, Leistung auf aktuellen PV Ertrag ausrichten usw.)

Finde ich eigentlich OK für den Preis.

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Ich denke mal der FI und die Elektronik zur Kommunikation mit dem Auto treiben den Preis hoch.
Ich Frage mich jedoch ob das unbedingt notwendig ist. FI könnte man bereits im Haus haben. Bleibt noch die Elektronik zur Communikation, Aber wenn ich den Wikipedia Artikel richtig interpretiere, müsste Langsames laden auch ohne Kommunikation funktionieren. Ich war schon am überlegen ob ich mir ein Kabel fürs 16A Laden ohne die Tesla Adapter bauen könnte.

Also korrigiert mich… aber Wallboxen haben ja auch den Vorteil, dass sie eben untereinander kommunizieren und dann eben an einem Leitungsstrang bis zu 3 Wallboxen (Easee) sitzen können. Zudem kann ich über die Wallbox kontrollieren wie viel Strom ins Auto rein floss und ich kann eine Abrechnung machen…

Wenn man nur einstecken will, kann man ja einfach eine Drehstromsteckdose setzen lassen und direkt einstecken… verstehe die Frage vielleicht nicht so ganz?!

Das geht eben leider nicht so einfach. Nach so einer Lösung suche ich quasi seit 3 Wochen.

Also ich habe meine Wallboxen selber gebaut (habe eine Firma, die HW und SW entwickelt). Und ich kann dir sagen: Damit kommt man generell nicht billiger weg. Die Preistreiber sind:

  • Typ 2 Stecker mit Kabel
  • Fehlstromschutzschalter Typ B (braucht man, sobald Drehstrom gleichgerichtet wird)
  • Schütze, Klemmen, Steckverbindungen
  • Entwicklungskosten
  • Elektronik mit Zusatz-Features wie RFID, Wifi machen den kleinsten Teil aus (aber in Summe läppert es sich doch). Die „Kommunikation“ für AC-Wallboxen ist stinkprimitiv; DC ist dann aber ein ganz anderes Thema (CAN für Tesla und Chademo, Powerline für CSS).

Ohne die ganzen Sicherheitsvorkehrungen wäre die ganze Elektro-Mobilität medial vernichtet worden, sobald das erste Ladekabel in einer Pfütze landet…

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Vorher schon! Alleine die Vorstellung, es könnte…

Insofern finde ich den Aufwand auch gerechtfertigt.

Naja, auf dem Typ 2 Stecker ist erstmal nix drauf. Erst nach dem einstecken werden die Schütz die Leitung durchschalten und vorher muss die Wallbox dem Auto sagen was die an Leistung hat, eine Steuerung gibt’s zum basteln für 40 - 100 oder mehr Euro. Gute Wallboxen überwachen die Steckverbindung thermisch. Ein Typ 2 Stecker und ein Wiederstand zwischen Pe und Steuer Kontakt und die Sache läuft eigentlich aber nicht für jedermann, da die Sache sicher sein muss gibt’s Wallboxen.

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Eine weitere Theorie ist, dass Wallboxen derzeit noch ein Nischenprodukt sind.
Außerhalb unserer Blase werden diese Dinger ( noch ) nicht großartig nachgefragt.
Wenn der Bedarf ansteigt und größere Stückzahlen produziert werden, dürften die Preise auch fallen.
Allein der Preis für einen Typ B FI ist astronomisch im Verhältnis zum Materialeinsatz.
Aber. Normalerweise braucht so ein Ding auch fast niemand.
Wenn auch hier die Nachfrage und damit die Stückzahlen steigt werden die Preise fallen.

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Die Tesla Box der dritten Generation kostet 530,- Euro. Viel ist da nicht verdient!
Wenn die Software eventuell mit App kommt ist die konkurrenzlos.
-FI integriert
-Zähler
-RFID
-Last Management für unglaublich viele
-Lange Leitung mit sehr schönem Stecker mit Tesla Knopf
-UV stabiles Glas Gehäuse

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Danke an alle für die guten Antworten! Ich verstehe es jetzt besser.

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:slight_smile:

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Das wußte ich nicht und habe es einfach gemacht (bzw. machen lassen). :smiley:
Der Elektriker hat in den Zählerschrank einen 3-poligen LSS, einen gleichstromsensitiven Fehlerstromschutzschalter, einen digitalen Drehstromzähler installiert, ein 5x6 mm²-Kabel in meine Garage verlegt und daran eine rote CEEE-Steckdose angeschlossen. Darüber lade ich mein Auto. Das merkt, wieviele Phasen zur Verfügung stehen und begrenzt den Ladestrom auf den von mir eingestellten Wert (5-16 A). Das funktioniert völlig ohne Probleme; erst heute wieder, als viel Sonne vom Himmel kam.
Wahrscheinlich war das zu einfach. :wink:

Und wie kommst du von CEE auf Typ 2?