Wo viel Sonne da auch Schatten

Ich zähle 78 Lenze und sehe die Dinge etwas gelassener, denn was mir in diesem Forum auffällt: Sind zum negative Berichte anscheinend nicht willkommen.

Es wir etwas länger, also wer es nur kurz will — gleich zum nächsten Thema wechseln.

Habe in meine Leben sehr viel Autos besessen und und bin damit glücklicher weise.

Unfallfrei über 3 Mio KM gefahren.

Wie komme ich auf ein Elektro Auto ?

Der Klimawandel bewegt mich auch wenn ich kein „Grüner“ bin.

Wer kann etwas dafür tun ?

Die die in der glücklichen Lage sind es sich leisten zu können.

Also erst einmal ein PV aufs Dach.(soviel wie machbar).

Dann ein E Auto um den Strom vernünftig zu nutzen.

Mal vorsichtig eine Zweitwagen Fiat 500 E.

Funktioniert wunderbar. Also jetzt die große Frage : Und den Reisewagen ?

(Audi A6 Avant Competition) ersetzen.

Urlaubsfahrt 5 mal im Jahr 950 km Distanz ???

Glücklicherweise hat mein Sohn schon zu diesem Zeitpunkt ein Model3 und fuhr schon in die Bretagne ca 1000 km.

Also wagte ich den Schritt und bestellte ein Model3 Dual Motor Bj. 2024.

Der Anfang gestaltete sich etwas holprig. Der angekündigte Auslieferungtermin wurde mehrfach verschoben, weil keine Winterreifen Verfügbar waren (Dezember ausnahmsweise mit Schnee). Ok. Dann war er da.

Jetzt kommt der etwas unangenehmere Teil, von dem noch öfter die Rede sein wird.

Bei der Übergabe wurde ein Lack Fehler festgestellt, dicker Lacktropfen an der Tür.

Alles kein Problem ? Denkste… 6 Termin in Folge abgesagt, da der Sub Unternehmer Smart repariert nicht zur Verfügung steht.

Aber ich habe ein schönes Auto, das leise und für seine Klasse gut gefedert seinen Dienst aufnimmt. Die fehlenden Sensoren werden anfangs nicht ganz von der Kamera basierten Version ersetzt, aber wurden mit jedem Update deutlich besser. Thema kann man abhaken.

Reichweite eigentlich kein Thema soweit man vernünftig fährt. (AB so um die 120)

Hierbei war neu für mich, das das weniger anstrengend ist. Bin ganz gern zügig unterwegs gewesen, wenns erlaubt und gefahrlos war gerne auch 180 und so.

Mit dem Diesel hab ich auf meiner Standstrecke 960 Km zwar nur einmal getankt, aber mindestens 3 mal Pipi und Kaffe-pause gemacht.

Mit 3 x laden bin ich auch angekommen. Also auf dieser Distanz vielleicht ein halbe bis volle Stunde länger.

Jetzt mal zu etwas besonders erfreulichem. Ich habe eine Tesla Batterie mit Tesla Gateway 2 und seit einigen Monaten gibt es die Funktion „nur mit Solar laden“.

Das funktioniert einfach perfekt, sofern man nicht unter 30% startet.

Zum Schluss leider nochmal was sehr unerfreuliches:

Mein Tesla meldet : Funktionstasten des Lenkrades sind gestört und funktionieren nicht. Diese Meldung kommt sporadisch aber sie funktionieren.

Als Support. Rückmeldung wieder 2 Termine abgesagt (LENKRAD SOLL GETAUSCHT WERDEN) jetzt neuer Termin Ende August. Große Verunsicherung. Ansprechpartner NULL. Und das ist der Punkt warum ich mir ernsthaft überlege ein ansonsten tolles Auto so bald wie möglich zu verkaufen.

Bisher ca 9000 km. Wenns was neues gibt rühr ich mich

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Ja, kann Dich gut verstehen, Ich (65 Somner) hätte das genauso schreiben können.

  • Fahren mit Tesla ist für mich auch weniger anstrengend.
  • Im Alltag ist BEV keine Einschränkung, vielleicht sogar angenehmer als Verbrenner und
  • bin auf Langstrecke kaum länger unterwegs.
  • Freundliches, bemühtes Servicepersonal,
    unerfreulich:
  • mehrere Service Termine für eine Sache! mit
  • langen Wartezeiten (Termin u. Durchführung)
  • lange Lieferzeiten (5 Wochen zerbrochen es Glasdach)
  • mangelhafte Kommunikation
    könnten mich auch bewegen auf eine anderes BEV Marke umzusteigen :disappointed_relieved:
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Ich bin immer BMW gefahren, dann ein paar Jahre Tesla M3P und momentan wieder BMW (i4 e40).

Eine Einschränkung kann ich in 98% der Szenarios schon lange nicht mehr erkennen, vor allem wenn man die Möglichkeit hat daheim zu laden und nicht jeden Tag 1000 km abreißt. Ich hab damals mit einem i3s und nur zwei öffentlichen Ladensäulen im Umkreis von 15 km angefangen und selbst das ging recht problemlos hier am Land, da die Säulen so gut wie immer frei waren. Hätte fairerweise in der Stadt wahrscheinlich nicht so gut geklappt. Das Laden hat damals auch nur zwischen 0 und 39 Cent gekostet. Inzwischen hab ich eine Wallbox in der Garage und damit ist es sowieso ein nobrainer und das obwohl ich kein PV habe, da ich nur zur Miete wohne.

Zur Zeit wird es Neueinsteigern aber schon schwer gemacht, wenn man nicht die Möglichkeit hat daheim an der Wallbox zu laden. Das große Problem für die E-Mobilität ist die Wegelagerei an der öffentlichen Ladeinfrastruktur mit Preisen, die fern ab von jeglicher Realität sind. Dazu der Dschungel mit Tarifen, Ladekarten, Apps etc. Das muss so einfach werden wie Tanken - klar ersichtliche, halbwegs realistische und einheitliche Preise - hinfahren, EC oder KK ran und fertig. Dann läuft das auch. Dazu kommt natürlich noch die negative Presse in Deutschland, die mit aller Macht versucht E-Autos tot zu schreiben. Da kommen vollkommen Hahnebüchene Beiträge mit den üblichen Stammtischbehauptungen - Akku defekt, Ladegeschwindigkeit, Reichweite etc. Das verunsichert die Leute die nicht bereit sind / die Zeit haben, sich Wochenlang in Foren in das Thema rein zu arbeiten. Aber das nur am Rande.

Zum Thema Tesla Service, bzw. Service generell. Ja der ist unterirdisch, ist zumindest auch meine Erfahrung. Freundlich waren sie immer und ich habe auch Wochenlang einen kostenlosen Ersatzwagen bekommen (Gab es bei BMW nur selten). Das ist schon gut und Kundenorientiert. Aber die Arbeitsqualität ist einfach eine Katastrophe. Es scheint keine Endkontrollen zu geben, bevor die Fahrzeuge an die Kunden rausgehen. Bei mir wurde z.B. der Heckklappen lifter getauscht, Wagen abgeholt und beim ersten mal Kofferraum aufmachen ist das Ding aus der unteren Halterung geflogen, da es nicht gescheit festgemacht war. Dabei noch ne schöne Macke in den Lack gehauen. Darauf hin neue Kommunikation in der App, Lifter nicht richtig verbaut, wie ich verfahren soll. „Machen sie einen Termin aus“…der nächste war in zwei Wochen…Ich stand mit offenen Kofferraum und runterhängenden Lifter am Parkplatz im Regen…Ahja…Ich hab mir dann ein Youtube Video dazu angeschaut und ihn selbst wieder eingebaut. Sowas geht einfach gar nicht.
Nächstes Beispiel…Spur nicht richtig eingestellt (wie so oft), Termin ausgemacht, Spur einstellen lassen „passt jetzt“, fahre vom Parkplatz auf die BAB, innerhalb von 3 Sekunden fällt mir auf, dass das Lenkrad nicht gerade steht. Ich meine wie kann sowas passieren, das zeigt einfach nur, dass sie die Arbeiten nicht kontrollieren. Sowas ist einfach nur schlecht und dumm von Tesla, da es Kunden die sich bereits für die Marke entschieden hatten unzufrieden macht und vergrault.

Ist es bei anderen Marken immer besser? Nein, hab bei BMW auch schon einige negativ Erfahrungen gemacht mit nicht durchgeführten Reparaturen, Mängel die weiterhin bestanden etc. Aber generell war man hier doch deutlich mehr bemüht das Problem anzugehen und hat es bis auf einen Fall auch immer geschafft. In diesem einem Fall wurde das Fahrzeug dann recht problemlos gewandelt (ohne Anwalt).

Alles in allem war ich mit dem Produkt Tesla an sich schon zufrieden. P/L sind nach wie vor unschlagbar, Software gefällt mir sehr gut, der Bums und das Fahrgefühl der Autos ist genial, das Raumkonzept und der Minimalismus taugen mir auch total. Warum ich momentan einen i4 fahre? Mein Serviceerlebnis bei Tesla war so schlecht, dass ich nach mehreren nicht erfolgreichen Reparaturversuchen mit wochenlanger Standzeit einfach keinen Bock mehr auf die Bastelbude hatte und sie in Zahlung gegeben habe. Hab für kaum mehr einen gebrauchten i4 mit fast Vollausstattung bekommen. Ist zwar ein komplett anderes Konzept, aber hat in einigen Bereichen defintiv Vorteile.

Tesla ist, meiner Meinung nach, ein geniales Auto, solange alles funktioniert. Das tut es ja bei den meisten Fahrzeugen auch für eine lange Zeit (the best part is no part). Aber wehe man hat ein Montagsauto und ist auf Service angewiesen (bestes Beispiel momentan das Vibrationsproblem bei den Highlands)…auf hoher See und bei Tesla ist man da echt in Gottes Hand wie man so schön sagt :sweat_smile:

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Da will ich doch mal ne Lanze für den Service (zumindest den SeC Schönefeld) brechen (dem Rest stimme ich voll zu):
Hatte ja einen Steinschlag im Dach. Serviceanfrage gestellt, in der ersten Antwort Servicetermin in drei Wochen, in der finalen Auftragbestätigung konnte ic hdann einen Termin in 5 Tagen wählen. Hat auch geklappt, allerdings hat die Reparatur (neues Glasdach) dann 3 statt einer Stunde gedauert, hatten sie wohl noch nicht gemacht. Kein Problem, ich hatte mein Laptop mit und konnte in dem „Workspace“ am SeC entspannt und mit gutem WLAN problemlos arbeiten, zumal Kaffee und Wasser ausreichend zur Verfügung standen.
Mein Fazit: Erster Kontakt mit dem Service nach 42.000 km perfekt.
Womöglich wird der M3LR mein letztes Auto, meine regelmäßige 1200 km Langstrecke ist weggefallen und ich tausche Autos bisher in der Regel kurz vor 100.000 km. Der Tesla wird, wenn nichts dazwischen kommt, vermutlich 6stellig.