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Wirklich an den vorgegebenen Stationen laden?

Hallo liebe Leute. Ich bin ganz neu in der Community, da ich meinen Tesla erst vor einigen Tagen erhalten habe.

Wenn ich eine längere Route einplane (zb 700KM), sollte ich dann wirklich an allen vorgegeben Stationen halten, die vorgegeben werden oder kann man ruhig Mal eine überspringen oder eine alternative zwischendurch nehmen? Ich Frage deswegen, da er mir dann schon nach 200km zb eine Ladung vorgibt…obwohl er ja deutlich länger fahren kann…

Sorry wenn diese Frage schon 1000 Mal vielleicht gestellt wurde. Ich wurde aber leider nicht fündig…

LG und vielen Dank im Vorfeld !

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Wenn du den Wagen noch nicht so lange hast kannst du am Anfang nach Vorgabe von Fahrzeug fahren.
Mit der Zeit wirst du merken dass Tesla sehr konservativ rechnet. Es geht unterwegs deutlich schneller wenn man mit 5% SoC am SuC ankommt als mit 20%.
Auch wirst du merken dass der Wagen bei Abfahrt vielleicht 5% SoC bei Ankunft prognostiziert und bei Ankunft sind es dann tatsächlich über 20%.
Ich mache das Si, dass ich nach über der Hälfte der Strecke denn Mal im Navi schaue was passiert, wenn ich einen SuC überspringe. Wenn es knapp wird (unter 5% bei Ankunft) dann lasse ich die Anzeige bis kurz vor Ankunft beim ursprünglichen SuC weiter laufen. Die Prognose kann sich im Laufe der Fahrt noch verbessern oder verschlechtern oder kann durch deine Fahrweise auch positiv beeinflusst werden indem du weniger Gas gibst.
Mit der Zeit gewinnst du an Erfahrung und kannst auf Reisen da noch einiges optimieren.
Das zu machen was Tesla vorgibt ist 100%ig Sicher aber nicht optimal.

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Das Navi sucht dir die vermeintlich schnellste Route aufgrund des zu erwartenden Verbrauchs bei zu erwartenden Geschwindigkeiten, Wetter usw. heraus, und auch in Anbetracht der Ladekurve des Autos. D.H. es wird meistens mehr Ladestopps anzeigen, als aufgrund der Reichweite wirklich notwendig werden, da Du sonst aber öfter mal sehr voll laden müsstest, was sehr lange dauert, ist eine Route mit mehr Stopps meist schneller.

Natürlich kann man auch noch nicht-Tesla-Ladestationen (falls du einen CCS-Adapter hast) mit einbeziehen und dafür zur Routenberechnung z.B. ABRP (http://abetterrouteplanner.com) anstatt des eingebauten Navis nutzen, und damit sogar noch schneller vorankommen, das ist aber etwas umständlicher.

Für den Anfang würde ich mich auf das Navi verlassen, falls es darauf ankommt, eine bestimmte Strecke so schnell und unkompliziert wie möglich zurückzulegen.
Wenn man die Reichweite und den Verbrauch gut einschätzen kann, kann man da sicher aber auch mit zunehmender Erfahrung variieren.

Was man aber bedenken sollte, wenn man selbst dann andere Supercharger als Ziel eingibt, ist folgendes:
Der Trip Planner, also die Navigationsfunktion mit den Ladestopps, rechnet immer die Gesamtstrecke aufgrund der Verkehrsverhältnisse neu durch. Wenn während der Fahrt z.B. eine großräumig andere Strecke besser wäre, plant das Navi komplett um und schickt Dich dann evtl. auch über andere Supercharger.

Wenn Du selber „manuell“ planst, musst Du den nächsten Supercharger als Ziel eingeben, da das Tesla-Navi keine Zwischenziele, schon gar keine „weichen“ Zwischenziele unterstützt. Du müsstest dann unterwegs immer wieder selber prüfen, ob deine ausgedachte Route noch optimal ist. Ich mache das dann immer so, dass ich von Zeit zu Zeit das Navi wieder auf die Gesamtstrecke rechnen lasse und bei Bedarf meinen manuell geplanten Stopp anpasse.

Ich finde, es wäre höchste Zeit, dass Tesla auch Zwischenziele erlaubt, und dass man dabei markieren kann, ob es sich lediglich um einen notwendigen Ladestopp handelt, oder ein Ziel, wo man wirklich sein möchte. Die Ladestopps könnten dann vom Navi ignoriert werden, wenn verkehrsbedingt eine neue Route gerechnet werden muss.

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Wie schon oben erwähnt ist es immer sinnvoll den nächsten Lader ins Navi einzugeben, auch 3rd Party Lader, da nur dann die Batterie bei Ankunft konditioniert wird. Auch zu beachten, wenn du auf den letzten Drücker an eine Ladestation fährst wird die Konditionierung aufgrund des höheren Ernergieverbrauchs wiederum abgeschaltet, was am Ende zu einer längeren Ladezeit führt und der Vorteil eines gesparten Stops sehr schnell aufgebraucht ist.

Der Vorteil der eher konservativen Planung im Tesla Navi ist einfach der, dass du nicht permanent auf deinen Verbrauch schauen musst, dich auf die Fahrt konzentrierst und relative entspannte Abschnitte fährst mit kurzen Erholungspausen. Meiner Erfahrung nach immer angenehmer als möglichst wenig, aber lange Abschnitte die mich in Summe mehr schlauchen.

Wenn du schnell vorankommen willst, dann ist die theoretisch beste Methode:

  1. Zu Hause laden und mit vollem oder fast vollem Akku losfahren.
  2. Versuchen, an einem Schnell-Lader mit 5% Restkapazität anzukommen, denn dann geht das Laden am schnellsten.
  3. Nur so viel laden, dass man am nächsten Schnell-Lader oder am Ziel wieder mit 5% ankommt.

Der Grund, warum man so am schnellsten vorankommt, ist, dass an einem Schnell-Lader das Laden zwischen 5% und 25% am schnellsten geht. Darüber verringert sich der Ladestrom kontinuierlich, so dass der letzte Rest, z.B. von 80% bis 100%, vergleichsweise eine Ewigkeit dauert.

Selbstverständlich will und kann man dieses Ideal in der Praxis nicht immer erreichen. Man will nicht immer mit 5% ankommen, denn die Ladestation könnte kaputt sein und keine andere in der Nähe. Man will auch nicht immer gleich weiterfahren, wenn man kann, sondern vielleicht eine Mittagspause machen. In der Praxis ist man daher flexibel und nutzt insbesondere Pausen, die man sowieso machen möchte, zum Nachladen.

Insbesondere hat man es nicht immer eilig. In diesem Fall lasse ich gerne mal eine Ladestation aus, wenn ich die nächste mit niedrigerer Geschwindigkeit und mit wenig Restladung gut erreichen kann.

Wie schon geschrieben wurde, kann man nach dem Laden die Reststrecke vom Navi neu berechnen lassen. Wenn man länger geladen hat als geplant, kann man vielleicht die folgenden Ladestopps neu optimieren.

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Das würde ich auch gerne nur einmal erleben…ich bin jetzt 15000 km mit meinem MS unterwegs, 90% mit Navi und habe es nicht eimal erlebt, das die am Anfang berechnete „Restladung“ noch zur Verfügung stand. Meistens waren es 2-5 % Restladung weniger als vorher berechnet.

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Komisch. Bei mir ist das wirklich so. Wie schnell fährst du denn durchschnittlich auf der Autobahn?

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Kann Lobo nur zustimnen. Hört sich hier alles etwas zu positiv an. Tesla Navi ist definitiv die erste Wahl wenn man „neu“ ist würde ich da keine Experimente machen und einfach machen was die Maschine sagt. Im Sommer ist der Ziel SoC bei mir ziemlich gut vorrausgesagt, im Winter plant er regelmässig um, da er sich um mehr als 10% verschätzt und es dann nicht mehr reicht bis zum geplanten SuC.

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Kann ich nicht nachvollziehen. Hatte schon Minuswerte und bin mit 2 stelliger Anzeige angekommen.

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Kann ich definitiv nicht so bestätigen. Das Navi ist bei mir immer konservativ von der Berechnung. Ich habe immer mehr Prozent in der Anzeige wenn ich am Charger ankomme.

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Was ziemlich genau funktioniert ist ABRP. Benutze ich regelmäßig zur Vorplanung von Langstrecken >1000km.
Wenn ich ganz sicher gehen will stelle ich noch „regen“ ein, dann bleibt immer genügend Puffer, auch wenn mal der rechte Fuß etwas nervöser ist😃
Und ganz davon abgesehen ist gerade bei Langstrecken eine pause alle 2 Stunden am SuC sehr entspannend!

Meine Erfahrung ist, dass ich mit abetterrouteplanner deutlich besser vorplanen kann. Dann nehme ich das eingebaute Navi nur, um zum nächsten errechneten Halt zu fahren.

Also alles in allem: Fahr ruhig so, wie du willst, das Navi ist kein Gesetz. Ist aber die einfachste und stressfreiste Lösung, wenn auch nicht die schnellste / beste, und somit gerade für Anfänger empfohlen.

Zu dem Verbrauchsthema: bei mir ebenfalls so, dass er einen ordentlichen Puffer einbaut und der tatsächliche SoC bei Ankunft deutlich höher ist. Liegt vielleicht auch am Model 3, aber bei 130 km/h auf der Autobahn sind es bei mir in der Regel um die 5% / 100km Strecke, die er als Puffer einrechnet und die ich nachher übrig habe.

Es kommt auf die eigene Fahrweise an. Bei meiner Bella macchina nera (Model S 75) (Autobahn 130, kurze Situationsbedingte Sprints, alle anderen Straßen wie vorgegeben + 10 max / eingestellt +5 - vorausschauende Fahrweise) kommen immer Prozente obendrauf. Bei Autobahnstrecken von knapp 200 Km Ankunft am Anfang 8%, tatsächlich sind es dann zwischen 20 und 25% am Ziel. Die Bella plant mit 150 auf der Autobahn. Nicht zu unterschätzen ist das Wetter. Beim Fratello sind die Unterschiede bisher nicht so gravierend (Model X 100D), fährt aber auch erst seit einem Monat. (Verbrauchswerte poste ich in mein-Tagebuch monatlich).

Ich fahre immer mit Navi und große Fahrten plane ich vorab am abetterrouteplanner. Ich suche mir dabei die Ladestationen aus, die ich für am geeigneten halte (Hunde, Spaziergang usw.)

Die Routine/Erfahrung kommt mit der Zeit und auch ich habe am Anfang dem Navi zu 100% Folge geleistet. Die Restkapazität wird stetig aktualisiert und so kommt man mit einem guten Gefühl voran und gewinnt an Sicherheit.

Welchen Ladestand hattest Du denn bei der Berechnung der Route? Wenn Du zu Hause in der Garage ausprobierst, wie das Auto die Route Rechnet, und dabei beispielsweise 60% im Akku hast, schlägt der Wagen Dir einen viel früheren Ladestopp vor, als wenn Du dann tatsächlich mit vollem Akku losfährst.

Gruß Mathie

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Auf Tour gebe ich am SuC das nächste Ziel ein. Wenn es wieder ein SuC ist, starte ich tatsächlich, wenn am Ziel 0-5% als Prognose stehen. Geht auch -2%, je nachdem wie man fährt. Man muss dann auf Trip starten gehen, da vorher noch andere Zahlen stehen, die einen sinnlos am SuC festhalten.
Unterwegs dann ggfs mal neu rechnen lassen,und dabei "Ladestationen entfernen " nutzen. Die Prognose läuft dann bei normalem Reisetempo wieder hoch, bei mir idr auf um die 5%. Da hat man trotzdem noch Reserven am Schluss.
In D nervt dabei das schlechte Netz, ist zB in F und ESP deutlich besser.
Wenn sich der Rechner aufhängt, einfach mit den Scrolltasten während der Fahrt neu starten.
Und denk dran, es ist Dein Auto. Da darfst Du ruhig rumprobieren.

Da in Frankreich 130 und Spanien nur 120 km/h erlaubt sind und ich mein Geld lieber im Geschäft als bei der Polizei ausgebe…
Also, ich denke mal das es nicht an der Geschwindigkeit liegt

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Bergab kann das ja funktionieren :smiley:

Also wenn ich nach Regensburg fahre (300km) will er mich auch von Anfang an einen Zwischenstopp machen lassen, obwohl 300 km bei 120-130 gar kein Problem sind (ich komme dort immer mit 30 bis 80 km Rest an)… ich habe noch nie die Ladestopps berücksichtigt die mein Tesla vor gibt! Aber auch deshalb, weil ich meine Pinkelpausen am liebsten selbst bestimme… :grinning:

700km?! Da würde ich genau zwei mal laden und beim Zweiten mal genau so viel wie ich am Ziel brauche (oftmals kann man ja da nicht laden und evtl. verliert der Akku durch Auskühlung, also lieber mit 100 km Rest ankommen, insbesondere im Winter).