Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Wireless Charging / Induktives Laden mit 7,2kW für US

So teuer und groß muss die Technik für die paar kW gar nicht sein. Schaut euch mal Induktionskochfelder an. Ist vom Aufwand im Prinzip vergleichbar, nur die Sekundärseite ist halt auch ne Wicklung und kein Wirbelstrom im Topfboden. Treibt man das ganze weiter in die Richtung, wäre sogar die Positionierung des Fahrzeuges und die empfängerseitige Größe am Fahrzeug egal ähnlich wie auch bei manchen Kochfeldern die Topfgröße und Position automatisch erkannt wird. Alles nette Spielereien, die technisch locker funktionieren.
Warum man neuerdings aber der Einfachheit halber schon keinen Stecker mehr anstecken kann, entzieht sich auch meiner Vorstellungskraft…

Hat er ja schon früher!
Er und Straubel haben sich klar negativ zu Induktion geäußert.
Es ist schon komisch. Einerseits liest man so viel positiv, ermutigendes über Induktion aber andererseits sollte gerade Straubel den technischen Durchblick haben das beurteilen zu können. Und Tesla hat sich sicherlich genau mit dem für und wieder intensiv beschäftigt.

Ich denke das Problem ist nur die Mechanik der Ladeschlange günstig bauen zu können. Wenn das gelingt ist das System der Induktion weit, weit überlegen.
Wahrscheinlich ist Tesla dabei optimistisch.

Mit der Spule allein ist es ja nicht getan. Ich frage mich, wo im MS dies angeschlossen wird?

Guck dir doch die ganzen Spielerreihen bei modernen Autos an. Da gibt es Unmengen Sachen die etwas erleichtern oder automatisieren was man viel seltener nutzt bzw. leichter ist als das Kabeleinstöpseln bei E-Autos.
Ich finde Induktion oder automatische Kabelschlange als ein absolutes muss bei zukünftigen Autos. Und ich bin mir sicher, dass das in Zukunft serienmäßig bei allen E-Fahrzeugen kommt mit vielleicht Ausnahme bei ganz billigen Fahrzeugen. Aber selbst da könnte es passieren wenn z.B. bei öffentlichen AC-Ladern sich ein nicht Typ2 Stecker als Standard durchsetzt zum Beispiel ein genormtes Induktionssystem.

.

Ja und was man dann mit dem hochfrequenten Wechselstrom macht.
Gleichrichtung und dann per DC-DC Wandler direkt in den Akku? Kann ich mir kaum vorstellen weil bei dem Nachrüstsatz ja dann ins ganz intime eingegriffen wird. Wenn man den internen serienmäßigen Lader umgeht kann man ja den Akku zerstören wenn nicht die korrekte Spannung beaufschlagt wird.
Wieder in normalen Wechselstrom zu wandeln und dann an den serienmäßigen Lader den Strom liefern ist aber sehr aufwendig. Kann mir nicht vorstellen, dass die Serienlader mit ganz pfuschigen Rechteckwechselstrom zurechtkommen.

Wenn es Tesla gelingt die Ladeschlange günstig herzustellen könnten sie blitzschnell einen Standard schaffen und allen Induktionskram verdrängen, weil es ohne Aufwand zu allen Fahrzeugen kompatibel sein kann. :bulb:
Naja, fast keinen Aufwand. Der Deckel vor der Ladebuchse ist noch ein Problem, dass der automatisch aufgeht.

Ladegerät/Ladeschaltung braucht es so oder so. Die beiden Spulen machen ja nur die drahtlose Energieübertragung.
Im einfachsten Falle würde man auf die Spulen einfach noch eine Kommunikation aufmodulieren und die Regelung primärseitig über die eh vorhandene Leistungselektronik der HF-Erzeugung machen und sekundärseitig nur gleichrichten und auf den Akku. Spart unnötige Wandelei.
Wie sie sich das im speziellen Falle des Model S vorstellen da in den Fahrzeugaufbau elektrisch sowie mechanisch einzugreifen, bin ich auch mal gespannt.

Die Ladeschlange enthält Mechanik und dürfte damit anfälliger sein was Defekte, versehentliche Beschädigungen (Gegengefahren), Vandalismus etc. angeht. Jedenfalls im öffentlichen Straßenraum sehe ich die Ladeschlange gar nicht.

Für Langstrecken muss mit hoher Leistung geladen werden können, wofür Induktion nicht geeignet ist. Aus gutem Grund liefert der SuC direkt Gleichstrom, was per Induktion nicht möglich ist. Es müsste also ein dicker Gleichrichter ins Auto, was bei kabelgebundener Ladung entfällt.

Für das Laden zu Hause müsste jeder EV-Fahrer seinen Parkplatz entsprechend ausrüsten, was definitiv mit höheren Kosten verbunden ist, als eine CEE-Dose. Der Gewinn zu Hause ist null (leicht gerundet). Zu Hause in der Garage habe ich sowieso nicht mit nassen Kabeln zu kämpfen und ein an der Wand hängender UMC ist so schnell eingesteckt, dass sich pro Vorgang vielleicht eine Sekunde sparen lässt.

Es fällt mir schwer, einen richtigen Markt für die induktive Ladetechnik auszumachen. Wenn dazu noch 10 Prozent mehr Strom verbraucht wird, ohne etwas zu gewinnen…

Reniswiss: Es geht nicht um Langstrecken und Induktion. Somdern um ein 7kW Ladegerät, das kann nur Dest. Charging sein, was im Thread auch klar gesagt wird.

Zum anderen Punkt zu Hause: Das mag sein das es ein paar Taler mehr kostet als eine CEE Dose direkt vom Hobbymarkt.
Ich wünsche mir auf jeden Fall für zu Hause und in der Firma induktives Laden, sauber eingebaut und ohne Handling. 4x die Woche den Stecker ein-und auszustecken ist zwar keine Herculesaufhabe, aber perfekt ist es allemal NICHT. Und vor allem Tesla Fahrer sollten nicht immer versuchen jeden Taler umzudrehen.

Mir kommt da der hintere, letzte Kunststoffteil im Unterboden in den Sinn. Da könnte der Fahrzeugadapter mit einem baugleichen Teil integriert werden.

Destination Charging, das die meisten Fahrzeuge in ihrem Leben nur wenige Male nutzen. Dafür extra Hardware mitschleppen? Ich weiss nicht.

Es mag Leute geben, die zu Hause gerne induktiv Laden möchten. Viele Leute werden dafür aber wahrscheinlich keinen vierstelligen Betrag hinlegen wollen.

Du meinst dieselben 4stelligen Beträge wie bei der Induktionplatte in der Küche? Wieso nicht?

Warum sollte die anfälliger für Vandalismus und Gegenfahren sein als ganz normale Ladeinfrastruktur?
Wichtig ist halt nur, dass es nicht abartig teuer ist und zuverlässig funktioniert.
Und die Superchargerstationen sehe ich als erstes Testfeld und danach eine Heimversion für Teslafahrer und dann Ladeschlange für alle sowohl privat als auch öffentlich auch mit Chademo und CCS Stecker neben Typ 2 für AC.

Erfreulich ist, wie ich neulich hier im Forum erfahren habe, dass alle e-autospezifischen Stecker sehr leichtgängig sind. Das erleichtert sehr die mechanische Konstruktion der Schlange und es ergeben sich keine Sicherheitsprobleme weil die Kraft der Schlange klein bleiben kann.

Ladeschlange ist bestimmt auch viel sicherer als Induktion. Es ist schwer vorstellbar, dass die Schlange jemanden aus versehen erwürgt. :wink:
Bei Induktion kann dagegen einiges schief gehen.
Psycholgisch wirkt eine Schlange für den Laien leider etwas bedrohlich. Induktionsadapter dagegen völlig harmlos obwohl sie sau gefährlich sein könnten.
Aber das ist nur eine Frage des Designs. Die „Schlange“ darf halt nicht wie eine Schlange oder nach Terminator aussehen sondern irgendwie putzig, niedlich. :wink:
Vielleicht wie ein Schweinchen wobei die Nase dann der Stecker ist. :bulb:
Ist dann halt das Ladeschweinchen und nicht mehr die Schlange. :wink:
Ich selbst hätte für mich zuhause allerdings doch lieber das „Terminatordesign“. :sunglasses:

Mit einem Induktionsherd ist es nicht getan, sorry. Es soll ja nicht die Karre abgefackelt werden, sondern der Akku geladen. Es braucht also zusätzlich zur Herdplatte noch den Empfänger und eine fähige Steuerung, die Fremdkörper zuverlässig erkennt. Das ganze ist ein System, das tiptop abgestimmt sein muss.
Da stecke ich lieber ein Kabel ein. Auf diese Lademöglichkeit kann nämlich auch bei idealer Verbreitung induktiver Ladeplätze nicht verzichtet werden.

Bei der Frage ob Induktion oder „Ladeschlange“ die Zukunft gehört ist das ein sehr wichtiges Argument.
Ladeschlange und konventionell ergänzen sich: Man braucht keine Technik doppelt und kann doch beides nutzen.
Induktion und konventionell stehen dagegen in Konkurrenz: Entweder oder, oder halt teure Technik doppelt in Fahrzeug und Infrastruktur.

@reniswiss:
Wie Du meinst. :wink:

Ich sehe in ein paar Jahren erprobte Induktionstechniken und danach Normen.
Die Hardware wird dann (optional) im Fahrzeug eingebaut mit dem Zubehör für verschiedene Einbaumöglichkeiten (Unterputz,Aufputz, etc). Das ganze mit der Zeit absolut bezahlbar.

Und unterschätze das Handling der Kabel und Stecker nicht.

Dass ein genormtes und funktionierendes System, das einigermassen bezahlbar ist, verfügbar sein wird, bestreite ich auf keinen Fall. Wie du sagst, sowas wird es als Option vermutlich geben. Aber ich bleibe dabei, dass die meisten Käufer auf den Kram verzichten werden.

Korrekt, der UMC kostet 700 Euro?
Dafür hätte ein 7kW Wireless Charger auf jeden Fall eine Chance. Der UMC würde dann in das Auto wandern.

Alternative Typ2 ab 1000 Euro. Dann wären 22 vs. 7 kW abzuwägen. Meine Garage ist bereits 22 kW ready. Die Entscheidung wrd nicht leicht, es sei denn wireless kostet so viel, wie ich denke.
1000 € AC/AC Kiste an der Wand
1000 € Bodenschleife
1000 € Schleife im MS mit Wandler
1000 € Einbau in MS inkl. SW abgestimmt auf Summon.

Preise nur so daher gesagt. Aber ich habe mal versucht, über ein Kostengerüst nachzudenken.

Wenn das Alles in Großserie hergestellt wird, dann können die Preise drastisch schmelzen.

E-Autos werden in Zukunft autonom parken und laden. In solchen Abstellräumen werden Menschen bald keinen Fuß mehr setzen. Vandalismus reduziert sich dadurch auch.

Bei der Konstruktion muss keine Rücksicht auf die bisherigen E-Autos genommen werden, da sie eine verschwindend kleine Zahl darstellen gemessen an der Gesamtzahl aller Fahrzeuge. Ausnahme mag vielleicht Norwegen sein.

Induktiv laden ist dabei nur eine Möglichkeit. Da Menschen zukünftig damit kaum in Berührung kommen werden, ist die Ausgestaltung aber letztlich egal. Das preiswerteste und robusteste System wird sich durchsetzen.